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Tom's Timeline: Die Woche vor 5 und 10 Jahren: Vista auf Diät, maue Intel-Chipsätze und Mainboardreparatur

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 0 kommentare

Was beschäftigte die Tech-Welt vor fünf und zehn Jahren? Im wöchentlichen Rückblick lassen wir Aufregerthemen und die einstige Tech-Avantgarde Revue passieren. Diese Woche: Vista auf Diät, DYI-Mainboardreparatur und Intel-Chipsätze.


Vor 5 Jahren

Marketing-Masche mit Microsoft?

In der Woche vor fünf Jahren beschäftigte uns Microsofts XP-Nachfolger gleich zweimal. Zunächst ließ die eingebaute Komponentenbewertung "Windows Experience Index" einige Fragen aufkommen, mit denen wir uns im Artikel Windows Vista: Benchmarking oder Benchmarketing? auseinandersetzten. Schön zu erkennen - wir lagen mit der Prognose, bald würde man die WEI-Zahlen auf der Verpackung von Komponenten finden, mächtig daneben. Der WEI spielt im Handel keine Rolle. Unsere Einschätzung:

Beim von Microsoft entwickelten und in Windows Vista integrierten Windows Experience Index (WEI) handelt es sich um eine Benchmarking-Lösung, die dazu dient, Hardware-Komponenten und Systemleistung zu bewerten. Damit kann der Endkunde überprüfen, ob eine Software, für die er sich interessiert, auf seinem Computer bzw. mit seinen Komponenten überhaupt brauchbar laufen wird.  (...)

Beim Vergleich der Windows Experience Indizes für verschiedene Prozessoren und Grafikkarten sind wir auf nicht unerhebliche Unterschiede im Vergleich mit unseren eigenen Ergebnissen gestoßen. Wenn Sie sich nur nach dem Windows Experience Index richten würden könnte es Ihnen passieren, dass Sie ein Produkt kaufen, das Ihren Anforderungen überhaupt nicht gerecht wird! Vista hat all unseren Garfikkarten einen Wert von 4,5 und höher verpasst, was bedeutet, dass angeblich alle Karten für das Ausführen von 3D-Grafik geeignet sind. Ihr Spiel wie auch die 3DMark-Resultate beweisen aber das Gegenteil.

Vista? Echt fett!

Vista hatte vom Start weg (teils zurecht) einen schlechten Ruf als lahmes und aufgeblähtes Betriebssystem. Dass man zumindest die Installation mit dem passenden Tool auch schlanker gestalten konnte, zeigten unsere Vista-Radikalkur: Abspecken um 60%:

Das kleine Tool vLite vollbrachte bei unseren Tests mit den insgesamt verschiedenen deutschen Versionen von Windows Vista beinahe Wunder. Somit kann jeder Anwender sein individuelles Vista-System zusammenstellen, und den Erfolg der Diät selbst festlegen. Von Microsoft gibt es nur die volle Ration, die für extreme Fettleibigkeit und Ineffizienz sorgt.

Mit bis zu 60 Prozent weniger Ballast präsentiert sich eine abgespeckte Vista-Version, die zuvor mit dem Tool vLite behandelt worden ist. 60 Prozent weniger Funktionsballast auf der Festplatte, darüber freut sich nicht nur jeder Besitzer eines älteren Notebooks, denn hier ist bekanntlich Speicherplatz immer noch eine Kostenfrage.

Motherboard-Reanimation - selbstgemacht!

Ein weiteres Praxisthema, mit dem die Bastler unter unseren Leser auch heute noch Geld sparen können, behandelten wir in unserem Artikel Defekte Motherboards selbst repariert. Natürlich braucht man ein gewisses Basiswissen, eine ruhige Hand und das passende Werkzeug.

Wenn das Motherboard ausfällt geht in der Regel nichts mehr. Umso ärgerlicher ist das, wenn ein Ausfall durch Bauteile hervorgerufen wird, deren Wiederbeschaffungskosten sich im Cent-Bereich bewegen. (...) Sind defekte Elkos als Defektgrund festgestellt, so können Bastler und versierte Anwender versuchen, die Platine durch Tausch der Elkos in Eigenregie wiederzubeleben. Die Kosten dafür betrugen in unserem Beispiel etwa 15 Euro. Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Arbeitsmaterialien lassen sich so Kosten im dreistelligen Euro-Bereich einsparen. Und das gilt nicht nur bei Motherboards: Das Austauschen defekter Elkos ist ohne weiteres auch auf Grafikkarten möglich. Bastler mit Leib und Seele tauschen mehrere Elkos in einer starken Stunde aus, da die Arbeiten nicht sehr aufwändig sind - vorausgesetzt man besitzt das richtige Werkzeug.

P35-Chipsatz? Ja! DDR3? Och nöööö...

Vor fünf Jahren wagte Intel mit dem neu eingeführten P35-Chipsatz den Übergang zu DDR3-Speicher. DDR2 wurde allerdings auch weiterhin unterstützt - und war aus unserer Sicht die bessere Wahl Trotz aller neuen Funktionen lautete unser Fazit daher: Intel P35-Chipsatz im Test: DDR3 enttäuscht.

Nach diesem umfangreichen Testparcours steht fest: Intels neuer P35-Chipsatz ist für sämtliche Sockel-775-Prozessoren die beste Wahl. Dazu zählen sämtliche Core-2-Prozessoren - derzeit noch mit 65 nm und künftig mit 45 nm (Penryn) - und die älteren Stromfresser Pentium 4/D. (...) Der DDR3-Speicher bringt mit den aktuellen Timings für den Core 2 Prozessor keinerlei Mehrleistung. Es wird noch lange dauern, bis der Speicher im Zusammenspiel mit der Conroe-Mikroarchitektur spürbar schneller ist als DDR2-Module. (...) Intel führt die DDR3-Technologie viel zu früh in den Markt ein und der Anwender hat somit keine Vorteile. Ein Umstieg auf DDR3 lohnt sich in diesem Jahr nicht mehr - weder vom Preis her, noch von der Performance. In wenigen Monaten stellt Intel den neuen Highend-Chipsatz X38 vor. Dieser ist ebenfalls für den 45 nm-Penryn vorgesehen und bietet DDR3-Speichersupport. Er wird über zwei PCI-Express 2.0-Steckplätze verfügen.

Vor 10 Jahren

Pentium 4 endlich mit DDR

Auch fünf Jahre vorher hatten wir es mit einem Intel-Chipsatz zu tun, der neuen Speicher mitbrachte und gemischte Gefühle bei uns weckte. Mit der 845-Serie versuchte sich nämlich auch Intel endlich am billigeren DDR-Speicher anstelle von Rambus RDRAM. So kam es zur Episode II: Angriff der Chipsätze - Intel 845E und 845G für 533 MHz FSB und DDR-SDRAM
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Mit den beiden Chipsätzen 845E und 845G hat Intel wieder auf die Konkurrenz aufgeschlossen und hat zwei solide Plattformen für den Pentium 4 Prozessor im Portfolio. Vor allem das Speicherinterface des 845G mit Unterstützung von schnellem DDR333-Speicher konnte überzeugen: Der Chipsatz zieht mit VIAs neuem P4X333 gleich. Je nach Benchmark ist er knapp in Führung oder knapp hinter dem Konkurrenten (...)

Auch im Vergleich mit dem P4X333 von VIA ist der 845E die schlechtere Wahl, denn er ist in allen belangen unterlegen: USB 2.0 beherrscht der VIA-Chipsatz auch, außerdem kann dieser mit DDR333 umgehen und unterstützt AGP 8x. Noch Fragen?Unsere Empfehlung lautet daher wie folgt: Wer das nötige Kleingeld übrig hat, bekommt auf Basis des 850E-Chipsatzes und PC1066 RDRAM nach wie vor höchste Performance und sehr gute Zukunftstauglichkeit. Vernünftige Alternativen sind derzeit sowohl der 845G als auch VIAs P4X333.

Daten Vendetto

Wer sich keinen eigenen Server zusammenbauen möchte oder eine besonders kleine Lösung sucht, greift zu fertig konfigurierten Angeboten eines Herstellers. Wir testeten Teac Vendotto: Microserver für kleine Büros.

Dieser Vendotto-Microserver von Teac lässt sich überraschend einfach in der Praxis anwenden. Seine Features sind besonders für den SoHo-Markt interessant.

Sein geringer Platzanspruch und sein geräuscharmes Verhalten sind auf Kosten von Leistung und Erweiterungsfähigkeit konzipiert worden. Es ist unmöglich, Hardware aufzurüsten (abgesehen von den wenigen Optionen, die von Teac in Zukunft wohl vorgestellt werden), genauso wenig wie Software.(...) Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass seine Beweglichkeit ein wahrer Vorteil ist. Man kann mit diesem Microserver alle Daten einer Arbeitsgruppe mit Leichtigkeit transportieren. Auf der anderen Seite muss gesagt werden, dass Teac noch nicht auf die Erfahrung in Punkto Network-Server zurückgreifen kann, die große Hersteller bereits sammeln konnten, besonders was den technischen Support anbelangt.

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