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Gehäuse: Aerocool QX2000 als Geheimtipp

PC-Selbstbau I: Wandlungsfähiger Würfel ab 350 Euro
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Ein vielseitiges Gehäuse und ein möglichst preiswertes Innenleben - wir bauen mit minimalem finanziellem Aufwand eine ausbaufähige Plattform für verschiedenste Einsatzgebiete, vergleichen Preise und geben praktische Tipps für den problemlosen Nachbau.

Auswahl des Gehäuses - clever statt Military-Einheitslook und Gruselplastik

Wir erhielten unlängt einen QX2000 von Aerocool als Testobjekt für unsere Gehäusetests. Im Verlaufe des Tests haben wir uns von der Vielseitigkeit des Cubes überzeugt und diesen, auch und vor allem im Bezug auf den aktuellen Straßenpreis von deutlich unter 50€, als Basis für unser Selbstbauprojekt gewählt. Der Cube passt auf jeden Schreibtisch, ins Wohnzimmer und in jedes Büro. Somit ist er als HTPC, Gaming- und Office-PC bestens geeignet. Zumal die Steifigkeit des Gehäuses die dünnwandigen Fischdosenblechgehäuse der unteren Preisgruppen vergessen lässt. Wir halten dieses Gehäuse für die passende Mischung und werden die nachfolgende Doukumentation auf diesem Gehäuse aufbauen. Natürlich ist jedem die Wahl des Gehäuses freigestellt, mag es nun billiger oder teurer sein.

Kleine Kiste mit großem Innenleben und einem guten Preis-/LeistungsverhältnisKleine Kiste mit großem Innenleben und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis

Der Cube enthält bereits ab Werk einen beleuchteten Frontlüfter, der zwischen blau, rot und aus umgeschaltet werden kann. Darüber hinaus ist bereits eine 3-stufige Lüfterreglung für maximal 3 Lüfter im Gehäuse integriert.

Front-/Seitenansicht. Insgesamt sind 3 Beleuchtungsvarianten möglichFront-/Seitenansicht. Insgesamt sind 3 Beleuchtungsvarianten möglich

Wer nicht auf Blimblim steht, der lässt die Illumination einfach aus. Die wahren Stärken offenbaren sich dann im Inneren des Gehäuses.

Das Case ist in der Mitte aufklappbar, was die Montage erheblich erleichtert. Auf der Rückseite können optional zwei weitere 8cm-Lüfter angebracht werden.Das Case ist in der Mitte aufklappbar, was die Montage erheblich erleichtert. Auf der Rückseite können optional zwei weitere 8cm-Lüfter angebracht werden.

Es lassen sich alle Netzteile bis 16 cm Einbautiefe problemlos verbauen. Der Festplattenkäfig ist entnehmbar.Es lassen sich alle Netzteile bis 16 cm Einbautiefe problemlos verbauen. Der Festplattenkäfig ist entnehmbar.

Seitenansicht. Die Länge reicht sogar für eine Grafikkarte mit 30cm(!) Einbautiefe. Seitenansicht. Die Länge reicht sogar für eine Grafikkarte mit 30cm(!) Einbautiefe.

Gut zu sehen, der Doppelanschluss für die Stromversorgung ist auch bei langen Karten noch gut zu erreichenGut zu sehen, der Doppelanschluss für die Stromversorgung ist auch bei langen Karten noch gut zu erreichen

Wir werden später bei der Anleitung für den Komponenteneinbau noch detaillierter auf die Besonderheiten des Gehäuses eingehen, soweit es nötig ist.

Einschätzung und Bewertung des Gehäuses

Auch wenn wir in diesem Teil noch nicht mit der Beschreibung und Dokumentation des Einbaus begonnen haben, möchten wir an dieser Stelle diesem Produkt bereits unsere Anerkennung aussprechen. Aerocool hat mit diesem praktischen Gehäuse eine interessante Marktnische entdeckt, denn es gibt derzeit wenige Gehäuse unter 50 Euro, die man noch bedenkenlos auf dem Schreibtisch oder im Wohnumfeld platzieren kann, ohne dass der Anblick störend wirkt. Auf Grund des ausgezeichneten Preis-/Leistungsverzeichnisses und der gebotenen Features vergeben wir das Prädikat gern:


Kostenaufstellung bisher:


Grundsystem
Erweiterung (Optional)
Gehäuse Aerocool QX200045,00 Euro
2 Gehäuselüfter 8 cm (Rückwand)
10,00 Euro
Zwischensumme:
45,00 Euro

Bitte beachten Sie, dass alle Preise Tagespreise sind und abweichen können. Die Preise enthalten noch keine Versandkosten, sind aber gute Durchschnittspreise der gängigsten Online-Shops. Bestellen Sie möglichst viele Teile bei einem Anbieter, um Versandkosten zu sparen!

 

Alle 104 Kommentare anzeigen.
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  • impaled , 1. Juli 2010 08:26
    Feiner Guide,alles Top erklärt, und vollkommen neutral + sachlich.Und vor allem - keine Rechtschreibfehler.Klasse
  • Derfnam , 1. Juli 2010 08:47
    Von der Onbaord-Grafik auf Seite 3 mal ab ;) 
    Die Sache mit dem gebrauchten Board finde ich irritierend: das soll ja ein Guide für User sein, die wenig bis gar keinen Plan von der Sache haben, richtig? Und ein solcher Neuling soll sich jetzt ein gebrauchtes Board kaufen? Und gebrauchten RAM? Nicht wirklich, oder?
    Zudem fehlt mir die Option BR-Brenner.
    Ja, und die textliche Erwähnung des teureren Netzteils ist schön und gut, jedoch hätte die auch in der Preisliste irgendwie eingebaut werden sollen, z.B. neben der Grafikkartenauswahl, finde ich jedenfalls.
    Ausgemeckert :D 
  • thomas19482 , 1. Juli 2010 09:24
    Ein schöner Test. Da kribbelt es mir gleich in den Fingern.
    Was mich aber noch interessieren würde, wäre der Airflow. Der Frontlüfter sitzt unterhalb der Festplatten, bläst quasi an diesen vorbei über das Mainboard hinweg. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da recht wenig Frischluft bei den Festplatten bzw. Laufwerken im Allgemeinen ankommt.
    Wie sieht es damit aus?
  • derwolf92 , 1. Juli 2010 09:27
    Das kann man dann vielleicht im nächsten teil genauer unter die Lupe nehmen...
  • FormatC , 1. Juli 2010 09:36
    @Derfnam:
    BR-Brenner ergänzt, die Grafikkarten mit einem Netzteilverweis versehen und den Typo entfernt. Den Gebrauchtkauf-Abschnitt habe ich auch etwas neueinsteigerfreundlicher umformuliert. Danke fürs Feedback.

    @Thomas:
    Die HDD-Temperaturen sind noch im grünen Bereich. Der Frontlüfter ist ein 12 cm-Lüfter und wenn man keine 30 cm-Grafikkarte einbaut, geht sogar noch genügend Luft in den Käfig nach oben, da das Case innen über der Grafik quasi nach oben offen ist.

    Der Kompletteinbau von NT über HDD, Brett und CPU im Teil 2.
  • bluray , 1. Juli 2010 09:46
    Interessanter Cube... durchaus. Das weckt die Lust, einen kleinen, feinen Server zu bauen, der als Media-Datenhalde fungiert. Den Ideen sind fast keine Grenzen gesetzt.

    Gut auch der Hinweis auf Markennetzteile und die klassischen Chinaböller a.k.a. LC-Power & Co.

    Hoffentlich wachen auch die letzten Geiz-ist-geil-PC-Bastler auf, dass Billignetzteile einfach Schrott sind und im schlimmsten Falle gleich den ganzen PC himmeln...
  • Anonymous , 1. Juli 2010 09:46
    Sehr sehr schöner Artikel. Wenn ich da im Vergleich an diesen lieblosen und schlechten "HTPC im Selberbau" Artikel letztens denke... da tun sich Welten auf. Der Tower ist sicher nicht für jeden Geschmack etwas, mir ist dezenter (ähnlich den alten LianLi) immer lieber. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Bin schon auf Teil 2 gespannt.
  • daimonion81 , 1. Juli 2010 10:10
    Wirklich schöner Artikel!
    Ist der Subwoofer im letzten Bild geschirmt? Lautsprecher und Magnetspeicher sind keine Freunde!
    Darüber hinaus empfielt sich der Woofer schon nicht als Aufstellungsort, weil durch die Vibrationen so ein Gehäuse auch schon mal "abgeschüttelt" werden kann und Festplatten mechanisch beansprucht werden.

    Ich weiß natürlich das dies ein Provisorium darstellt, also: Nicht nachmachen!
  • FormatC , 1. Juli 2010 10:10
    Gehäuse sind immer Geschmackssache, völlig richtig. Ein privater LianLi-Cube geht leider mit ca. 90€ über den Tisch, dafür bekommen wir hier schon CPU und Mainboard ;) 

    Wobei mir zum LianLi-Cube eines einfällt:
    Ich habe die 15 Minuten gehasst, in denen ich die eloxierten Mini-Schräubchen für die Seitenwandbefestigungen mit einem Uhrmacherschraubenzieher reinschrauben musste, ohne deren Köpfe zu zerkratzen. Wenn Du ein paar mal was wechseln musst, dann gibst Du Dir vorher freiwillig einen Kopfschuss :D 



    Weiter zum Thema LianLi:
    Die Festplatten liegen auch nicht besser gekühlt. Im Gegenteil, durch die dämlichen seitlichen Laufwerksschächte ist jeglicher Airflow dahin. Nur die Gummimuffen für die Lagerung sind besser gelöst. Lange Grafikkarten kannst Du vergessen, separate Stromanschlüsse für diese auch. Bei dem Teil brauchst Du asiatische Kinderhände für die Endmontage. Die Gesamtlösung des LianLi ist vergleichweise um Welten schlechter, nur der schlicht gestylte Kasten als Gesamtkunstwerk reisst es wieder raus. Und dann noch das Firmenlogo. Das war bei LianLi schief aufgeklebt, aber mit Folie geschützt. Toll :D 

    @daimonion81:
    Das Magnetfeld kannst Du dort nicht mehr messen. Der Cube hat Gummifüße und ist zu träge zum mitrütteln ;) 

    Im Ernst: das ist nur ein Testaufbau. Normalerweise siehts bei mir etwas anders aus :) 
  • Derfnam , 1. Juli 2010 10:19
    Einen hab ich noch: müßte das Board nicht mit dem Neupreis in der Aufstellung stehen statt mit 40 Euro?
  • FormatC , 1. Juli 2010 10:22
    Es steht richtigerweise mit 40€ im Neupreis drin. Du bekommst brauchbare mATX-Platinen für AM2+ bereits ab 35€. Die AM3-Bretter habe ich laut Tabelle ab 55€ veranschlagt. Auch das kommt hin, wenn man keinen nForce4-Rotz nehmen will. Das Asus ist ja nur ein Beleg dafür, dass man auch hochpreisige Ware gebraucht günstig bekommt. Das ist so, wie die Frage zwischen einem neuen Polo oder einem gebrauchten Benz zum gleichen Preis
  • Anonymous , 1. Juli 2010 10:24
    Guter Beitrag, weiter so! ;) 
  • Anonymous , 1. Juli 2010 10:28
    moin. Das preisliche Problem der LianLi ist mir bewusst. Dein Tower scheint ja auch gut zu sein. Ich meinte lediglich die Optik. Vielleicht hast du noch eine Towerempfehlung für alle, die es mehr schlicht (ähnlich LianLi eben) und weniger "protzig" mögen?
    Grüße
  • FormatC , 1. Juli 2010 10:45
    Die Blimblim-Phobie kann ich durchaus nachvollziehen. Meine Frau ist auch eher ein Lichterkettenfreak, das färbt mittlerweile wohl auch auf mich ab ;) 

    Mit guten Cubes ist es momentan echt ein Problem. Denn entweder sind sie billig, dann sehen sie auch so aus und man zerschneidet sich die Flossen, oder sie kosten etwas. Unter 50-60€ findest Du eigentlich nichts Erwähnenswertes. Mir fallen nur lauter schlechte Kisten ein, die ich jemals als Cube in den Fingern hatte.


    Negativbeispiel:


    Sah im Internet eigentlich gut aus, ist aber leider ein Blender. 60 Euro für so eine billige Blechbüchse sind echt nicht vertretbar. Da wackelte alles wie ein Lämmerschwanz.
  • bleikrone , 1. Juli 2010 10:48
    @ Format C
    hab das selbe Gehäuse, das mit den Schrauben kann ich Bestätigen -.- einer davon ist schon fast durchgedreht sprich hat fast kein stern mehr sondern eher ein Loch hab schon in einigen Shops nachgeschaut ob es die schrauben nach zu kaufen gibt. Und das mit den Asiaten Händen, naja, mit der Zeit merkst du das garnicht mehr :> hab da jetzt 2x120 Radiator verbaut eine Laing und Grafikarte sowie CPU wird gekühlt, man kann ne Menge Drauß machen...

  • FormatC , 1. Juli 2010 10:51
    Die Schrauben bekommst Du beim Uhrmacher (kein Scherz!), die Farbe habe ich mit anthrazitfarbenem Gothic-Nagellack einer Bekannten wiederhergestellt ;) 

    Ansonsten wäre mir der Umbau zu stressig. Du kaufst für fast 90€ einen Kasten und werkelst dann ein paar Tage dran rum... Irgendwie grenzwertig. So wie der fast schwarze Nagellack auf Frauenhänden :p 
  • Anonymous , 1. Juli 2010 11:13
    Mal wieder ein segr toll geschriebener Artikel Formatc!
  • bluray , 1. Juli 2010 11:29
    @formatC:
    Die Blechbüchse oben versucht irgendwie einen auf Marantz zu machen.
    Marantz hat seine Verstärker und Player ähnlich in der Form her angehaucht.
    Aber wenn ich das Gehäuse schon seh, mit den billigen Plastikverklappungen vor dem Laufwerk... da kann einem nur übel werden...
  • FormatC , 1. Juli 2010 11:36
    Deswegen freue ich mich vorm Kauf ja selbst über einen ehrlichen Test auf irgendeiner Seite.

    Ich habe bei diesem wackeligen 60€-Case auf dem Foto mit einer normalen Haushaltschere (!) aus der Laufwerksbefestigung einen Ausschnitt für den Stromanschluss einer GTS250 geschnitten. Ging wie Butter.

    Ergo:
    Ich kaufe nie wieder was nach reiner Produktbeschreibung des Verkäufers, wenn ich nicht einen unabhängigen Test dazu finde.
  • bleikrone , 1. Juli 2010 11:57
    @ Format C
    Ich werkel selbst heut noch rum, mal da ein Lüfter Kaufen und den am Radiator befestigen ect. oder neuen AGB. Ich kann das nicht, einfach den PC in der Ecke lassen ohne einmal im Monat etwas mal dran gemacht zu haben.
    Aber der Nagellack war ja eigentlich vor dir oder? :>*hrhr*
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