PC-Selbstbau I: Wandlungsfähiger Würfel ab 350 Euro

Ein vielseitiges Gehäuse und ein möglichst preiswertes Innenleben - wir bauen mit minimalem finanziellem Aufwand eine ausbaufähige Plattform für verschiedenste Einsatzgebiete, vergleichen Preise und geben praktische Tipps für den problemlosen Nachbau.

How-To:  selbst bauen hilft Kosten sparen

Nicht jeder Anwender hat das Geld, sich im Jahresrhythmus den allerneuesten Rechner zu leisten. Wer sich jedoch den Eigenbau zutraut, kann  Kosten sparen. Auch bei späteren Upgrades schont man den Geldbeutel, wenn man statt eines Komplett-PCs nur einzelne Komponenten auf Vordermann bringt und so trotzdem vernünftige Performance erzielt. Wir richten uns mit diesem Projekt nicht nur an Schüler und Jugendliche, die ihre ersten Schritte beim Selbstbau eines PCs wagen wollen, denen jedoch die Mittel zu Erwerb eines HighEnd-PCs fehlen. Auch Hobbybastler älterer Jahrgänge sind angesprochen.

Jeder technologische Umbruch bietet die Möglichkeit, ausgereifte Produkte zu einem günstigen Preis zu erwerben, die noch längere Zeit gute Dienste leisten werden. Wir wollen deshalb möglichst preiswert, aber in keinem Falle billig bauen und neben den praktischen Tipps für den Selbstbau gleichzeitig mögliche Alternativen mit einfließen lassen. Unser erklärtes Ziel ist es, für circa 350 Euro eine solide Basis zu schaffen, die für die verschiedensten Anwendungszwecke aus- und umgebaut werden kann.

Unser Konzept - eine solide, aber wandlungsfähige Basis

Bei unserem Projekt legen wir Wert auf Markenkomponenten bzw. qualitativ möglichst hochwertige Bauteile. Geiz am falschen Ort wird sich stets früher oder später rächen, so dass wir den Selbstbauer ein wenig sensibilisieren möchten. Auf unserer preiswerten Basis lässt sich ein Gaming-PC für mittlere Ansprüche, ein HTPC oder auch ein reiner Office- und Lern-PC aufbauen. Oder man kombiniert Gaming- und HTPC zu einem multimedialen Alleskönner. Der Phantasie sind eigentlich bis auf den finanziellen Rahmen keine Grenzen gesetzt. Als Gehäuse wird uns das QX 2000, ein Cube der Firma Aerocool dienen, der sowohl ins Wohnzimmer passt, als auch lange Grafikkarten aufnehmen kann, eine Lüftersteuerung besitzt und auch Anfänger und Neueinsteiger vor keine Rätsel stellen wird.

Warum drei Teile?

Auf Grund des Informationsumfangs haben wir diesen Artikel aus Gründen der Übersichtlichkeit in drei Teile gegliedert. Dieser erste Teil wird sich mit der Theorie und der Planung der richtigen und passenden Komponenten anhand unseres Budgets befassen. Im zweiten Teil werden wir dann mit einer umfangreichen praktischen Anleitung den Zusammenbau aus diesem ersten Teil dokumentieren. Teil Drei beinhaltet die Inbetriebnahme und die Stabilitätstest, Benchmarks und Erweiterungen. Keine Angst: alle Phasen beim Selbstbau, die Vorkenntnisse erfordern, werden wir natürlich genau und ausführlich beschreiben, so dass einem Erfolg nichts im Wege stehen wird. Denn es gibt nichts Schöneres, als einen richtigen Eigenbau-PC. Packen wirs an!


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104 Kommentare
    Dein Kommentar
  • impaled
    Feiner Guide,alles Top erklärt, und vollkommen neutral + sachlich.Und vor allem - keine Rechtschreibfehler.Klasse
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  • Derfnam
    Von der Onbaord-Grafik auf Seite 3 mal ab ;)
    Die Sache mit dem gebrauchten Board finde ich irritierend: das soll ja ein Guide für User sein, die wenig bis gar keinen Plan von der Sache haben, richtig? Und ein solcher Neuling soll sich jetzt ein gebrauchtes Board kaufen? Und gebrauchten RAM? Nicht wirklich, oder?
    Zudem fehlt mir die Option BR-Brenner.
    Ja, und die textliche Erwähnung des teureren Netzteils ist schön und gut, jedoch hätte die auch in der Preisliste irgendwie eingebaut werden sollen, z.B. neben der Grafikkartenauswahl, finde ich jedenfalls.
    Ausgemeckert :D
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  • thomas19482
    Ein schöner Test. Da kribbelt es mir gleich in den Fingern.
    Was mich aber noch interessieren würde, wäre der Airflow. Der Frontlüfter sitzt unterhalb der Festplatten, bläst quasi an diesen vorbei über das Mainboard hinweg. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da recht wenig Frischluft bei den Festplatten bzw. Laufwerken im Allgemeinen ankommt.
    Wie sieht es damit aus?
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  • derwolf92
    Das kann man dann vielleicht im nächsten teil genauer unter die Lupe nehmen...
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  • FormatC
    @Derfnam:
    BR-Brenner ergänzt, die Grafikkarten mit einem Netzteilverweis versehen und den Typo entfernt. Den Gebrauchtkauf-Abschnitt habe ich auch etwas neueinsteigerfreundlicher umformuliert. Danke fürs Feedback.

    @Thomas:
    Die HDD-Temperaturen sind noch im grünen Bereich. Der Frontlüfter ist ein 12 cm-Lüfter und wenn man keine 30 cm-Grafikkarte einbaut, geht sogar noch genügend Luft in den Käfig nach oben, da das Case innen über der Grafik quasi nach oben offen ist.

    Der Kompletteinbau von NT über HDD, Brett und CPU im Teil 2.
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  • bluray
    Interessanter Cube... durchaus. Das weckt die Lust, einen kleinen, feinen Server zu bauen, der als Media-Datenhalde fungiert. Den Ideen sind fast keine Grenzen gesetzt.

    Gut auch der Hinweis auf Markennetzteile und die klassischen Chinaböller a.k.a. LC-Power & Co.

    Hoffentlich wachen auch die letzten Geiz-ist-geil-PC-Bastler auf, dass Billignetzteile einfach Schrott sind und im schlimmsten Falle gleich den ganzen PC himmeln...
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  • Anonymous
    Sehr sehr schöner Artikel. Wenn ich da im Vergleich an diesen lieblosen und schlechten "HTPC im Selberbau" Artikel letztens denke... da tun sich Welten auf. Der Tower ist sicher nicht für jeden Geschmack etwas, mir ist dezenter (ähnlich den alten LianLi) immer lieber. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Bin schon auf Teil 2 gespannt.
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  • daimonion81
    Wirklich schöner Artikel!
    Ist der Subwoofer im letzten Bild geschirmt? Lautsprecher und Magnetspeicher sind keine Freunde!
    Darüber hinaus empfielt sich der Woofer schon nicht als Aufstellungsort, weil durch die Vibrationen so ein Gehäuse auch schon mal "abgeschüttelt" werden kann und Festplatten mechanisch beansprucht werden.

    Ich weiß natürlich das dies ein Provisorium darstellt, also: Nicht nachmachen!
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  • FormatC
    Gehäuse sind immer Geschmackssache, völlig richtig. Ein privater LianLi-Cube geht leider mit ca. 90€ über den Tisch, dafür bekommen wir hier schon CPU und Mainboard ;)

    Wobei mir zum LianLi-Cube eines einfällt:
    Ich habe die 15 Minuten gehasst, in denen ich die eloxierten Mini-Schräubchen für die Seitenwandbefestigungen mit einem Uhrmacherschraubenzieher reinschrauben musste, ohne deren Köpfe zu zerkratzen. Wenn Du ein paar mal was wechseln musst, dann gibst Du Dir vorher freiwillig einen Kopfschuss :D



    Weiter zum Thema LianLi:
    Die Festplatten liegen auch nicht besser gekühlt. Im Gegenteil, durch die dämlichen seitlichen Laufwerksschächte ist jeglicher Airflow dahin. Nur die Gummimuffen für die Lagerung sind besser gelöst. Lange Grafikkarten kannst Du vergessen, separate Stromanschlüsse für diese auch. Bei dem Teil brauchst Du asiatische Kinderhände für die Endmontage. Die Gesamtlösung des LianLi ist vergleichweise um Welten schlechter, nur der schlicht gestylte Kasten als Gesamtkunstwerk reisst es wieder raus. Und dann noch das Firmenlogo. Das war bei LianLi schief aufgeklebt, aber mit Folie geschützt. Toll :D

    @daimonion81:
    Das Magnetfeld kannst Du dort nicht mehr messen. Der Cube hat Gummifüße und ist zu träge zum mitrütteln ;)

    Im Ernst: das ist nur ein Testaufbau. Normalerweise siehts bei mir etwas anders aus :)
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  • Derfnam
    Einen hab ich noch: müßte das Board nicht mit dem Neupreis in der Aufstellung stehen statt mit 40 Euro?
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  • FormatC
    Es steht richtigerweise mit 40€ im Neupreis drin. Du bekommst brauchbare mATX-Platinen für AM2+ bereits ab 35€. Die AM3-Bretter habe ich laut Tabelle ab 55€ veranschlagt. Auch das kommt hin, wenn man keinen nForce4-Rotz nehmen will. Das Asus ist ja nur ein Beleg dafür, dass man auch hochpreisige Ware gebraucht günstig bekommt. Das ist so, wie die Frage zwischen einem neuen Polo oder einem gebrauchten Benz zum gleichen Preis
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  • Anonymous
    Guter Beitrag, weiter so! ;)
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  • Anonymous
    moin. Das preisliche Problem der LianLi ist mir bewusst. Dein Tower scheint ja auch gut zu sein. Ich meinte lediglich die Optik. Vielleicht hast du noch eine Towerempfehlung für alle, die es mehr schlicht (ähnlich LianLi eben) und weniger "protzig" mögen?
    Grüße
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  • FormatC
    Die Blimblim-Phobie kann ich durchaus nachvollziehen. Meine Frau ist auch eher ein Lichterkettenfreak, das färbt mittlerweile wohl auch auf mich ab ;)

    Mit guten Cubes ist es momentan echt ein Problem. Denn entweder sind sie billig, dann sehen sie auch so aus und man zerschneidet sich die Flossen, oder sie kosten etwas. Unter 50-60€ findest Du eigentlich nichts Erwähnenswertes. Mir fallen nur lauter schlechte Kisten ein, die ich jemals als Cube in den Fingern hatte.


    Negativbeispiel:


    Sah im Internet eigentlich gut aus, ist aber leider ein Blender. 60 Euro für so eine billige Blechbüchse sind echt nicht vertretbar. Da wackelte alles wie ein Lämmerschwanz.
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  • bleikrone
    @ Format C
    hab das selbe Gehäuse, das mit den Schrauben kann ich Bestätigen -.- einer davon ist schon fast durchgedreht sprich hat fast kein stern mehr sondern eher ein Loch hab schon in einigen Shops nachgeschaut ob es die schrauben nach zu kaufen gibt. Und das mit den Asiaten Händen, naja, mit der Zeit merkst du das garnicht mehr :> hab da jetzt 2x120 Radiator verbaut eine Laing und Grafikarte sowie CPU wird gekühlt, man kann ne Menge Drauß machen...

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  • FormatC
    Die Schrauben bekommst Du beim Uhrmacher (kein Scherz!), die Farbe habe ich mit anthrazitfarbenem Gothic-Nagellack einer Bekannten wiederhergestellt ;)

    Ansonsten wäre mir der Umbau zu stressig. Du kaufst für fast 90€ einen Kasten und werkelst dann ein paar Tage dran rum... Irgendwie grenzwertig. So wie der fast schwarze Nagellack auf Frauenhänden :P
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  • Anonymous
    Mal wieder ein segr toll geschriebener Artikel Formatc!
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  • bluray
    @formatC:
    Die Blechbüchse oben versucht irgendwie einen auf Marantz zu machen.
    Marantz hat seine Verstärker und Player ähnlich in der Form her angehaucht.
    Aber wenn ich das Gehäuse schon seh, mit den billigen Plastikverklappungen vor dem Laufwerk... da kann einem nur übel werden...
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  • FormatC
    Deswegen freue ich mich vorm Kauf ja selbst über einen ehrlichen Test auf irgendeiner Seite.

    Ich habe bei diesem wackeligen 60€-Case auf dem Foto mit einer normalen Haushaltschere (!) aus der Laufwerksbefestigung einen Ausschnitt für den Stromanschluss einer GTS250 geschnitten. Ging wie Butter.

    Ergo:
    Ich kaufe nie wieder was nach reiner Produktbeschreibung des Verkäufers, wenn ich nicht einen unabhängigen Test dazu finde.
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  • bleikrone
    @ Format C
    Ich werkel selbst heut noch rum, mal da ein Lüfter Kaufen und den am Radiator befestigen ect. oder neuen AGB. Ich kann das nicht, einfach den PC in der Ecke lassen ohne einmal im Monat etwas mal dran gemacht zu haben.
    Aber der Nagellack war ja eigentlich vor dir oder? :>*hrhr*
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