Adobe Acrobat 9 Standard
Adobe Acrobat 9 ist das de facto Standardprogramm für PDFs. Der Einstiegspreis liegt bei etwa 320 Euro, wobei Anwender, die bereits Acrobat nutzen, für etwa 120 Euro eine Upgrade-Lizenz erwerben können. Die meisten anderen Tools in unserem heutigen Test sind entweder kostenlos oder zumindest etwas günstiger. Im Gegenzug erhält man mit Acrobat das umfangreichste Werkzeug zur Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dateien.
Acrobat ist deutlich größer als die anderen Lösungen und benötigt für die Installation am meisten Zeit. Die Integration in MS Office ist bereits seit mehreren Jahren eine Schlüsselfunktion dieses Programms; dadurch lassen sich PDF-Dateien von Office-Dokumenten mit nur einem Mausklick erstellen. Acrobat unterstützt die Archivierung von Emails unter MS Outlook sowie das Scannen ins PDF-Format inklusive Texterkennung (OCR). Zudem lassen sich PDF-Dokumente in gewissem Umfang als MS Word-Dateien abspeichern, Druck- und Kopiereinschränkungen festlegen, Formulare erstellen, mehrere Dokumente in eine PDF-Datei zusammenführen und vieles mehr. Web-Dienste auf acrobat.com machen das Verfassen und die gemeinsame Nutzung der Datei möglich. Weitere Informationen über das Programm erhalten Sie auf der Adobe Acrobat-Webseite.
Acrobat bietet zahlreiche Programmoptionen die die Erstellung einer PDF-Datei beeinflussen. Die Einstellungen erlauben auch die Auswahl von PDF/X zur professionellen Weiterverarbeitung einer PDF-Datei im Druckgewerbe.
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Die Zwischenüberschrift ist ja sowas von sinnlos!
Klar ist es richtig performante Software zu suchen. Aber ob es auch nur drei Menschen auf der Welt gibt, die allein wegen PDF-Erstellung einen Rechner upgraden, wissen nur TROLLE!
FreePDF habe ich auf Win früher gerne benutzt.
Unter Linux greife ich derzeit auf die pdf-Funktion von "OpenOffice" zurück, und beim Scan von Vorlagen, die in ein Dokument zusammengefasst werden sollen, "gscan2pdf".
Internet-Seiten als pdf -> gerne über die Druckfunktion.
@grobi_hh
Klingt dramatisch, aber ein pdf zu erstellen kostet halt viel Zeit (falls es nicht sogar, bei komplexen Dokumenten, zu abstürzen kommt).
Es ist schon ein Unterschied ob Du mit einem alten Sempron/Celeron oder einem modernen Athlon 2/i3 ins Gefecht gehst.
Dass Adobe so lahmarschig abschneidet, ohne die Qualität nochmal signifikant zu verbessern,... No comment ^^
Nur mal am Rande:
Fast alle kostenlosen PDF-Writer machen mehr oder weniger Fehler. Adobe konnte bei uns als einzige Software über die Druckfunktion einen komplexeren Plan fehlerfrei ausgeben. Ansonsten gabs mehr oder weniger sinnfreien Brei. Da stimmten Linienstärken/Stile und Farben nicht, AND/OR/XOR-Befehle sind nicht implementetiert, Transparenzen und Schraffuren kommen fehlerhaft, als fest vorgegebene Linienstärken werden gnadenlos mitskaliert, die Laufweite von Schriften geht in die Hose, die Schriftgröße sowieso...
Am Ende haben wir in den sauren Apfel gebissen und selbst einen sauberen PDF-Export für unsere Pläne und Dokumente geschrieben. Keiner der Konverter hat den Qualitätsansprüchen wirklich genügt. Und eine Umwandlung eines 40-seitigen Dokumentes wie z.B. Gutachten mit Text, Tabellen, Zeichnungen, Bitmaps etc. gerät nach spätesten 5 Minuten zur Strafe für den Anwender. Dann wirklich selbst implementieren und fertig ist der Lack.
Microsofts Exportfunktionen sind quasi seit Office 2007 kostenlos verfügbar und für in Office selbst erstellte Dokumente qualitätiv absolut top.
Einziges (und leider sehr gewichtiges) Manko bei Adobe:
Es dauert zum Teil ewig und von sinnvollem Multithreading merkt man auch nichts.
PDF-Export ist ein kniffliges Thema. Leider oftmals nicht nur Knopf drücken und fertig. Die Profile (eBook, Prepress, ...) gehen da schon in die richtige Richtung.
Meine Erfahrungen mit Distiller vs. Ghostscript waren anderes als hier geschildert:
. Adobe Distiller/PDF-Writer hatte Schriften entfernt aus MS Visio Diagrammen, die in Powerpoint eingebettet waren: Kein Problem mit Ghostscript!
. Ghostscript lässt mir gute Freiheiten bei der Bestimmung der Kompression von enthaltenen Bildern:
http://svn.ghostscript.com/ghostsc [...] Ps2pdf.htm
Damit wurde schon eine Doktorarbeit gerettet, die in letzter Sekunde veröffentlicht werden musste u. Adobe lieferte zu große Dateien, die das System nicht annahm. In dem Fall aber wohl eher Unwissenheit des Users, der das Adobe Produkt bedient hat.
. Transparenz geht vermutlich mit Ghostscript bis heute nicht, weil er's rastert und die Transparenzinfo nicht hält.
Insgesamt ist Ghostscript (in Verbindung mit FreePDF bzw. früher dem Postscript Referenztreiber von Adobe) bei mir eine sehr robuste Lösung auch für größte Dokumente. Zusätzlich bastel' ich gerade an einer Multi-Threading fähigen Rendering-Engine auf der Basis von Ghostscript (Ghostscript selbst ist nicht Multi-threading fähig bis auf PNG Export). Es laufen dann so viele Ghostscript Prozesse im Hintergrund wie Cores verfügbar im -dJOBSERVER Modus.
Find ich genau so lustig, wie ABM-Maßnahme
@FC
Stümmt, meinen Versuch einen kostenlosen PDF Konverter zu finden, hab ich auch abgebrochen. Hab dann kurzerhand Acrobat 6.0 installiert, weil ich keine andere Lizenz habe. Schrift klappt ganz gut zu konvertieren, aber Grafiken und Tabellen (nicht aus M$-Produkten) gingen in meinen Versuchen auch schief.
Das M$ selbst eine brauchbare Lösung hat, war mir unbekannt, nun weiß ichs. Gibts die auch einzenln zu downloaden, ohne M$ Produkte, so als Druckertreiber???
Vielleicht brauch ja Adobe so lange, um die Dokumente derart klein zu kriegen. Eventuell wäre ja auch eine Einstellungsoption sinnvoll (schnell aber groß, oder langsam und klein).
Ein bisschen mehr Tempo durch Multithreading kann aber nie schaden, aber dafür fehlts meist an Zeit und Manpower für entsprechendes Refactoring selbst bei so großen Firmen (frei nach dem Motto, der Anwender wird schon warten).
Das mit dem Multithreading ist schon so'ne Sache. Klingt alles so einfach - macht's halt.
Im Detail ist die Geschichte wesentlich schwieriger - ich behaupte sogar schwieriger als Spiele Multithreading zu machen. Dokumente zu parsen ist von der Natur der Sache her eher was für einen Ausführungsstrang (Thread). Andere Dinge ließen sich sehr gut Multithreaden. Mit OpenMP und den intel IPP.
Adobe hat hier klar bisher zu wenig getan. Die gleiche Technologie, die im Adobe Acrobat Consumer Produkt enthalten ist, haben sie im Adobe LiveCycle PDF Generator:
http://www.adobe.com/products/livecycle/pdfgenerator/
Das als Produkt innerhalb des Adobe LiveCycle ES
http://www.adobe.com/products/livecycle/
kostet ca. US$ 60.000 pro CPU.
Allerdings parallelisiert sich die Software im Server Bereich "automatisch": Mehrere "gleichzeitige" Anfragen werden von unterschiedlichen Prozessen auf unterschiedlichen Cores gerechnet selbst wenn die Anwendung komplett Single-Threaded ist.
Mit anderen Worten: Beim Multithreading hängt Adobe hinterher. Bei den Sicherheitslücken sind sie ja ebenfalls hinterhergelaufen:
http://www.heise.de/security/meldu [...] 42115.html
Daran sieht man wie die Herausforderungen mit zunehmendem Erfolg immer größer werden. Gleiches Thema bei Apple (-> iPhone4 Empfang) und Microsoft. Soll aber hier kein bashing werden.
Ich hätt gern noch 'nen nativen 64-Bit Adobe Reader!
ich glaube, dass es nicht mal für jemanden der den ganzen tag nichts anderes tut als PDF's zu erstellen, wichtig ist, ob das jetzt 50% schneller/langsamer ist...
viel wichtiger ist dass die "qualität" (also position von allen text/gafiken usw. genau passt) stimmt, die zuverlässigkeit: es nicht nach 50 seiten abstürzt und nix bis wenig kostet ...
@FormatC
Ich bin selber Admin einer Druckvorstufe und kann dir da nur zustimmen.
Druckfähige PDFs sind nur über den Acrobat Distiller, oder den Export in InDesign ab Version 2.x möglich.
Alle von mir getestete "PDF-Drucker" lieferten unbrauchbare Ergebnisse.
- Beschnitt fehlt, oder Trimmbox stimmte nicht.
- Schriften waren nicht ordentlich eingebettet.
- Bilder waren nach dem umwandeln RGB?!
@checkmate:
Der PDF-Export für Office ist kein Druckertreiber, sondern ein Plugin. Klappt also nur mit Office-Produkten.
Ich bin wirklich froh, dass wird PDF selbst implementiert haben. War nicht immer einfach zu programmieren, aber man kann selbst aktiv Einfluss auf die Ausgabe nehmen. Das reicht von einer intelligent angepassten Kompression bis hin zur sauberen Einbettung von Schriften. Alles andere ist Frickelkram.
>als fest vorgegebene Linienstärken werden gnadenlos mitskaliert,
den Satz find ich interessant,
meinst du damit, dass du (in diesem fall) möchtest, das die Linie immer z.b. 3 mm breit ist, egal ob man das selbe PDF auf A4 oder A0 druckt..
sowas gibt es im pdf ?? wow..
aber dass das keine Druckertreiber je hingekommen wird/kann ist eigentlich klar..
>AND/OR/XOR-Befehle
auch interessant..
und die "echten" drucken machen dass alle korrekt?
und die "echten" Drucker/Plotter machen dass alle korrekt?
Wenn ich eine PDF Datei brauche mach ich das mit OpenOffice, einfach auf PDF klicken, fertig.
@DbD
...wenn du die zu wandelnde Datei in Office öffnen kannst. PDFs kann man nicht nur aus "Word-Dateien" generieren. Stichwort CAD-Programme bzw. -Dateien.
Also ich habe bisher gute Erfahrungen mit FreePDF gemacht. Dass man dafür Ghostscript braucht ist kein Problem, habe ich sowieso auf dem PC zwecks LaTeX-Geschichten. Für mich als Gelegenheits-PDF-Erzeuger kommt eine kostenpflichtige Version nicht in Frage, zudem soll außer aus MS Office beispielsweise auch aus dem Browser oder dem Bildbearbeitungsprogramm in PDF gedruckt werden, das alles hat bisher in meinen Fällen problemlos funktioniert. Für mich war die Schrift bisher immer ok (d.h. optisch identisch), auch anderweitig sah ich optisch keine Mängel, aber natürlich habe ich das nie im hochprofessionellen Bereich gemacht, kann also nichts sagen zu eingebetteten Nicht-08/15-Standardschriften, Linienstärken, Beschnitten und Transparenzen.
Achja: @FormatC
Was ist wenn man nicht der Programmiergott ist? Ich geh mal davon aus, dass es nicht so einfach ist, einen PDF-Export selbst zu implementieren, was dann wenn man kostengünstigen und fehlerfreie PDF-Dokumente haben möchte?
@Casi:






Mein Einwand bezieht sich nicht auf das, was man privat mal aus dem einen oder anderen Programm heraus druckt. Für einen Brief oder eine Imbissspeisekarte reicht das sicher. Darum geht es auch nicht, sondern darum, dass z.B. durch den Umweg über Ghostwrite eine Menge an Qualität verloren geht. Man darf nicht auf der einen Seite die Geschwindigkeit madig machen, wenn man andererseits die Qualität aus den Augen lässt. Native Transparenzen bekommst Du so nicht hin, es wird alles "abgeflacht" und in einzelne Bitmap-Kacheln aufgeteilt. Schatten und Farbverläufe werden auf Druckerqualität zusammengestutzt und zur Rastergrafik. Solange Du das Resultat später nur in exakt der eingestellten Auflösung drucken möchtest, mag das noch einigermaßen hinkommen. Weiterbearbeiten kann man dieses Resultat jedoch nicht mehr. oXe hat auch Recht, wenn er die RGB-Rummatscherei kritisiert. Aber das betrifft Farben generell. Eine saubere CMYK-Übergabe ist eine Wissenschaft für sich. Wenn das Gepixel dann mal professionell gedruckt werden soll - gute Nacht Marie.
@lrlr:
Genau dafür gibt es ISO 24517 (PDF/E)! Und zwar schon seit 2008. Nicht skalierbare Linien und Pattern wurden von den CAD-Softwareherstellern als dringend benötigt eingefordert. So was geht nun mal über den Postscript-Umweg nie im Leben. Einfachstes Beispiel wäre der Ausdruck eines einfachen 2D-Symbols als WMF-Grafik. Diese enthält die Option, die Linienstärken der enthaltenen Objekte nicht zu skalieren und einen festen Wert dafür. Gibst Du dieses Metafile über die Windows-API mit playmetafile aus, liegt es am Druckertreiber, was er schlussendlich damit macht. Mit PDF/E und einem guten Ausgabetreiber geht das problemlos. Zu den nativen Transparenzen und Überlagerungen/Verläufen habe ich mich schon geäußert. Da reicht PDF/X-4.
@Topic
Da bei den meisten Programmen ein- und dieselben Routinen für die Bildschirmausgabe und den Ausdruck genutzt werden und nur der Device geändert wird, bleibt auch noch die wichtige Frage offen, über welche der Grafikschnittstellen von Windows die Ausgabe erfolgt. Zwischen GDI, GDI+ und DirectDraw/Direct2D liegen bekanntlich Welten. Auch hier entscheidet nämlich die Schnittstelle mit über die Performance (und die Qualität). Adobe kann mittlerweile sogar 3D-CAD-Inhalte einbetten, geht über PS auch nicht. Die exakte Übernahme von skalierbaren Vektorelementen ins PDF ist wirklich so ein Thema für sich, egal ob 2.5D oder 3D. Da mag PDF/E als quasi offener Standard ein brauchbarer Ausweg sein, nur ist dies leider immer noch die absolute Ausnahme.
Fazit:
Generell sollte man die Kirche im Dorf lassen, denn nicht jeder arbeitet für die Druckvorstufe oder im technischen Bereich, um exakte Dokumentationen zu erstellen. Da reichen die einfachen PDF-Writer völlig aus. Aber pauschal über die Geschwindigkeit her zu ziehen, obwohl der Lösungsansatz bei der Umsetzung ein anderer ist, ist ebenfalls fehl am Platz. Dass professionelle PDF-Tools leider eine Menge Holz kosten, ist bedauerlich und eine ärgerliche Tatsache. Fakt ist aber auch, dass man nur damit auch wirklich professionelle Resultate erzielen kann. Die wiederum nicht jeder braucht
Mal eben was getestet:
Original
PDF-Writer (nicht mal die gelbliche Farbe stimmt noch)
Original
PDF-Writer (Kuddelmuddel bei den Linienstilen und Schraffuren, wenn es reine GDI-Objekte sind)
Zugegeben, es sind Extrembeispiele. Aber es ist einfach reproduzier- bzw. provozierbar
also reprovozierbar ;-)
Mit einem normalen Textdokument geht das alles schon ganz ordentlich. Aber danach wird es schnell eng. Für farbechte Ausgaben ist das einfach nichts, man sieht die Verfälschungen sogar an einem 90€-TFT noch deutlich.