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Wird Palm verkauft?

von - quelle: Tom's Hardware DE

So sieht es zumindest derzeit aus, wenn man diversen Berichten im Netz Glauben schenken darf. Auch die Börse reagiert auf die Gerüchte: Kaum wurde die Spekulation um einen möglichen Verkauf konkreter, indem potentielle Käufer ins Spiel gebracht wurden, stieg die Aktie. Diverse Firmen standen dabei bislang auf der Liste der Interessenten, darunter auch Erzrivale Research in Motion (RIM), deren Blackberry sich über die letzten Jahre zu so etwas wie dem stereotypen Business-Smartphone gemausert hat. Offenbar verlässt das Thema aber nun das Reich der Spekulationen und wird konkreter: Bloomberg, spezialisiert auf Nachrichten aus dem Finanzbereich, berichtet, Palm arbeite mit Beratern von Goldman Sachs und Qatalyst Partners zusammen an der Suche nach möglichen Käufern. 

Derzeit werden zwei Namen geflüstert, die beide aus Asien stammen: Einerseits ist das HTC, eine taiwanische Firma, die mit diversen Windows-Mobile- und Android-Smartphones (Hero, Legend, Desire und sein Zwilling Nexus One) durchaus Erfolge für sich verbuchen konnte. Andererseits gilt auch der chinesische Hersteller Lenovo als stark interessiert. Hier hat man noch keine Handsets oder Smartphones im Angebot, was Palms Portfolio um so interessanter machen könnte. Das WebOS, das in Palms Pre zum Einsatz kommt, könnte außerdem für kommende Tablet PCs und ähnliche Geräte von Interesse sein. Auch Dell galt eine Zeit lang als möglicher Käufer, doch berichtet Heise, der Computerhersteller habe sich nach genauerer Prüfung der Firmeninterna anders entschieden.

Aus der Portokasse dürfte keine der genannten Firmen den Kauf bewältigen können: Trotz aller schlechten Nachrichten besitzt Palm auch aktuell noch einen Marktwert von etwa 871 Millionen US-Dollar. CEO Jon Rubinstein war zu Beginn seiner Amtszeit optimistisch ans Werk gegangen. Warum es letztendlich nicht geklappt hat, machen eventuell einige Äußerungen klar, die er vor kurzem in einem Interview mit CNN Money machte. Offenbar sieht Rubinstein beispielsweise den Grund für die schlechten Verkaufszahlen des Pre in schlecht geschultem Verkaufspersonal (bezogen auf den Mobilfunk-Partner Verizon in den USA). Außerdem scheint ihm nach wie vor nicht klar zu sein, wie wichtig ein gut funktionierender und vor allem großer App-Store ist. Es scheint, als wolle man die Schuld lieber an anderen Stellen suchen. Immerhin besitze die Firma nach wie vor eine Menge geistiges Eigentum und könne mit vielen guten Ideen aufwarten, so Rubinstein. Eine aufschlussreiche Analyse des Interviews kann man bei Arstechnicain englischer Sprache nachlesen, das volle Interview findet sich bei CNN Money, ebenfalls in Englisch. 

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aarfy 12/04/2010 19:18
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Der wird schon wissen wie wertvoll ein gut gefüllter App Store ist - nur baut sich sowas nicht über Nacht und ohne zutun des entsprechenden Unternehmens auf. Palm ist in dem Bereich einfach nicht Atraktiv genug und hat den Zug verpasst. Ich kann mich da an andere Zeiten erinnern - aber da wollte Palm seine Platform nicht öffnen.

Nun ist es zu spät.. schade das so ein Traditionsunternehmen erst derartige Probleme haben muss bevor man sich zu einer Reaktion gezwungen sieht. Vor 10 Jahren war Palm mal Marktführer für (die hießen damals noch so) Taschencomputer - naja vielleicht bringt ein neuer Investor wieder frische Luft und ein neues funktionierendes Konzept.

Genügend Patente sollten sie in dem Bereich noch halten um sich von Apple und Co. eine dicke Scheibe abzuschneiden. Vielleicht kann man darauf ja aufbauen.

tadL 13/04/2010 00:09
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Leider denke ich nicht das die "Neukäuferschicht" Palm als alten Marktführer sieht sondern eher als Apple nachmacher.

aconst 13/04/2010 09:15
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Palm hat sich irgendwo zwischen den normalen Smartphones, iPhone und BlackBerry, genau da wo niemanden es braucht:
- zu teuer für ein Smartphone
- nicht so cool wie ein iPhone, obwohl einen oder anderen von Apple zu Palm abgeworben wurde
- nicht so Business wie ein Blackberry

Oliver Moritz 13/04/2010 13:16
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"Aus der Portokasse dürfte keine der genannten Firmen den Kauf bewältigen können [...]." Nein? Laut Handelsblatt verfügt HTC über kurzfristig verfügbares Kapital in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar.

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