Nokia und RIM beschließen Lizenzabkommen

Nicht nur zwischen den Branchengrößen Apple und Samsung kommt es immer wieder zu juristischen Streitigkeiten aufgrund von Patentverletzungen. Auch der mehr und mehr an Glanz verlierende finnische Hersteller Nokia macht seine nicht eben geringen Patentbestände in Ansprüchen gegenüber anderen Herstellern deutlich: Z.B. gegenüber RIM. Der kanadische Smartphone-Hersteller sollte in den USA, Großbritannien und Kanada wegen Patentverletzungen belangt werden - und hat nun offenbar eingelenkt.

Die beiden Unternehmen verkünden ein Patentabkommen, dass die bis dato anhängigen Verfahren beendet und als Ausgleich eine Einmalzahlung sowie Lizenzgebühren von RIM an Nokia vorsieht. Genauere Details des Abkommens wurden nicht bekannt.

Gleichzeitig veröffentlichte RIM heute seine Quartalszahlen, die nur auf den ersten Blick vielversprechender erscheinen, denn der Hersteller konnte seit langem wieder einmal einen Gewinn verbuchen, auch wenn dieser mit 14 Millionen Dollar äußerst mager ausfiel und vor allem auf steuerliche Effekte zurückzuführen ist. Zudem sackte der Umsatz weiter ab. Insgesamt wurde mit rund 6,9 Millionen verkauften Smartphones und etwa 255.000 Playbooks im vierten Quartal 2012 ein Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar erzielt, im dritten Quartal diesen Jahres lag dieser noch bei 2,9 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum konnte der Hersteller sogar noch 5,2 Milliarden Dollar an Einnahmen verbuchen - 47% mehr als in diesem Jahr.

Es bleibt also abzuwarten, wiel lang das Patentabkommen mit Nokia hält, denn wenn die Einbußen bei RIM im kommenden Jahr weiter mit einer derartigen Geschwindigkeiten voranschreiten, dürfte von dem Hersteller bald nicht mehr viel übrig bleiben

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar