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eBay: PayPal-Zwang in den USA

Von - Quelle: Tom's Hardware | B 34 kommentare

In den USA versucht das größte Online-Auktionshaus immer mehr, seinen Kunden den hauseigenen Bezahldienst PayPal aufzuzwingen. Ab Oktober werden dort Zahlungen per Überweisung oder Scheck nicht mehr akzeptiert.

eBay will zunächst in den USA dem hauseigenen PayPal mehr Kunden verschaffen. Wie es auf der eBay-FAQ-Seite heißt, sind ab Oktober 2008 als Zahlmethode nur noch PayPal, Kreditkarte, ProPay (kostenpflichtig) oder Barzahlung erlaubt. Banküberweisungen oder Zahlungen per Scheck sind bis auf wenige Ausnahmen für die eBay.com-Kategorien Motors, Business & Industrial und Immobilien unerwünscht.

eBay USA erlaubt keine Schecks und keine Überweisungen mehr
Als Grund geben die eBay-Betreiber an, dass PayPal-Bezahlungen schneller seien und zudem sicherer: Das Risiko, bei Überweisungen oder der Zahlung per Scheck betrogen zu werden — durch die Zusendung leerer Pakete nach erfolgter Zahlung beispielsweise —, sei »80 Prozent höher« als bei Bezahlung auf elektronischem Weg. Wer trotzdem Überweisungen tätigt oder sich als Verkäufer darauf einlässt, dem droht eBay mit der Löschung seines Accounts. Das Auktionshaus verspricht, bald noch andere, PayPal-ähnliche Zahlmethoden anzubieten.

In Australien ist man im Juni mit dem gleichen Plan bereits gescheitert: eBay wollte vom dortigen Kartellgesetz befreit werden, um die Regelungen einzuführen — was die dortige Wettbewerbsbehörde Australian Competition & Consumer Commission ACCC nicht zugelassen hat.

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  • Morado , 26. September 2008 11:51
    Also wer öfter mal auf eBay kauft wird das bestimmt begrüßen, die elende Warterei auf Banküberweisungen, die man im Betrugsfall nicht zurückbuchen kann(hatte das Problem schon), ist doch wohl mehr als überholt. Auch wenn sich eBay hiermit vielleicht nur mehr Kunden für PayPal verschaffen will, so finde ich die Sache trotzdem gut. Inzwischen bieten ja auch andere Läden schnelle Zahlungen per PayPal an, was ichauch begrüße.

    Monopolstellung, ja leider, aber es gibt ja auch noch andere Dienste die das selbe anbieten und eigenständig sind, wie z.B. Luupay.

    Konfort für den Kunden einwandfrei!
  • caine666 , 26. September 2008 12:06
    ich halt nix davon zahl nur per überweisung und hatte bisher auch keine probleme.....
  • Anonymous , 26. September 2008 12:07
    Moin,

    naja, das ist das schlechteste was uns passieren kann. Die Produkte werden auf der einen Seite teurer. Wenn jemand z.B. 1000* 1Eur Artikel verkauft, muss man 440€ an Paypal Gebühren bezahlen. Hast du schonmal im deutschen Ebay Forum gelesen, dass Paypal Zahlungen von Ebay zurückgenommen wurden, obwohl der Verkäufer das Produkt schon versendet hat??? Lese dir erstmal die AGBs von Paypal durch. Dann verstehst du micht.
  • Alle 34 Kommentare anzeigen.
  • Anonymous , 26. September 2008 12:14
    Hi, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das Paypal sicherer ist stimmt, aber weshalb soll ich nicht selbst entscheiden dürfen ob ich diese Sicherheit haben will. Denn für Paypal zahlt man und wenn ich sowieso hohe Kosten als Verkäufer (oder Käufer) habe zusätzlich noch für Paypal zahlen?! Warum? Ich muss ja nicht bei einem Anbieter kaufen der kein Paypal hat und es muss auch niemand bei mir kaufen wenn ich Paypal nicht anbiete? Gruß
  • Anonymous , 26. September 2008 12:16
    Mich würd da ja mal Interessieren ob das in Deutschland kartellrechtlich so durchsetzbar ist. Wegen der offensichtlichen Ausnutzung einer Monopolstellung.
  • h4xx0r , 26. September 2008 12:20
    Ebay Gebühren + Paypal Gebühren = teh ebay wins
  • bwolf , 26. September 2008 12:42
    Ich halte davon mal ganz und gar nichts - was soll der Sch*iss das ich von einem Unternehmen gesagt bekomme wie ich meine Ware zu bezahlen habe bzw. was für Bezahl-Methode(n) ich verwenden muß?

    Äußerst unsympathische Aktion, zumal ich von Paypal auch sehr wenig halte.
    Gibt genug Fälle wo Leute massig Probleme mit diesem "ach so tollen" Bezahldienst gehabt haben.

    Langsam aber sicher ist Ebay für mich kein Markt mehr, die Preise sind auch wesentlich schlechter geworden (nach meinem empfinden), in jedem Preisvergleich kriegt man meist wesentlich bessere Angebote.

    Schon dreist von Ebay seinen Kunden die eigene Bank aufdrücken zu wollen, aber Gewinnmaximierung > Kundenfreundlichkeit - aber das sind wir von den meisten großen Unternehmen ja eh schon gewohnt.
  • Wandschrank2000 , 26. September 2008 12:56
    Sind die noch zu retten?

    Die PayPal Gebühren sind viel zu hoch!!

    Und ich möchte schon selbst wählen ob ich das will oder nicht.
  • Anonymous , 26. September 2008 13:00
    btw: Es gibt noch andere Online Auktionshäuser. Auch wenn man da bislang nicht ganz soviel Geld bekommt für seine Verkäufe wird sich das bald wohl ändern wenn man bei ebay immer höhere Gebühren zahlen muss.

    Wenn ich zwar bei ebay 30euro mehr einnehme, dafür dann aber 40euro gebühren zahlen muss kann ich gleich woanders verkaufen
  • MaxTheCB , 26. September 2008 13:15
    Sicherheit hin oder her, Gebühren egal... was zählt ist doch die Unverfrorenheit, den User zu bevormunden!
  • DHAmoKK , 26. September 2008 13:32
    Moin

    Ich finde diese Zwänge unmöglich.

    Bald fängt Mercedes an, dass man nur noch bei Aral tanken darf.
    Oder du darfst deinen Samsung Monitor nicht mehr an NVidia Karten stecken, sondern nur noch an Matrox.
    Mit einem Siemens Telefon darfst du nicht mehr zu Nokias telefonieren, auch nicht bei gleichem Provider, zB Telekom. Ist dein Gegenüber dann auch noch bei Vodafone, kommt gleich das BKA.

    Ich hoffe, ebay fällt damit in den USA richtig auf die Fresse.
  • Anonymous , 26. September 2008 13:33
    Den PayPal-Zwang haben wir seit dem 25.9 in Deutschland für alle eBay-Shop-Betreiber auch. Das betrifft ca. 65.000 Shops. Parallel dazu hat eBay erneut die Gebühren erhöht ... ergo steigen die Preise für die Kunden erneut, da die Verkäufer nun:
    1. Einstellgebühren (eBay)
    2. Verkaufsprovision (eBay)
    3. Zusatzoptionen (eBay)
    4. Pauschalbetrag 35 Cent (PayPal)
    5. Transaktionsprovision 1,9 % (PayPal)
    aufschlagen müssen. Je nach Artikel existiert praktisch keine Marge mehr und somit verschwinden auch viele kleine Angebote auf eBay. Es ist ja nun auch nicht so, dass man die zusätzlichen PayPal-Gebühren zu 100 % aufschlagen kann, da nicht jeder damit zahlt und der höhere Preis auch nicht akzeptiert werden würde.

    Ich finde es daher eine Frechheit den Shop-Verkäufern eine Zahlungmethode aufzuzwingen. Zumal ist PayPal-Guthaben kein tatsächliches Guthaben, sondern erst wenn es auf dem eigenen Girokonto gutgeschrieben ist. Von dem vorgegaugelten Verkäuferschutz halte ich sowieso nicht viel, da wir in Deutschland durch unser Rechtssystem als Kunden bereits genug geschützt sind.

    Meiner Meinung nach haben die eBay-Händler durch PayPal nur einen höheren Aufwand und egal von welcher Seite man es betrachtet, bezahlen tut es immer der Kunde :( 

    Besser wäre es gewesen, dass der Kunde über seine Zahlungsmethode entscheidet und die anfallen Mehrkosten selber trägt. DAmit bliebe das Angebot transparent und der Kunde hätte die Wahl zwischen den angebotenen Zahlungsmöglichkeiten.
  • momo2k , 26. September 2008 13:35
    Das schlimme ist, dass sie ja ganz einfach feststellen können, ob du über PayPal bezahlt hast, oder nicht - es gehört ihnen ja!
    "Betrug" ausgeschlossen :/ 
    Wenn wenigstens die Gebühren nicht so hoch wären... Aber die sprengen ja alles verkraftbare!
  • Muecke , 26. September 2008 14:04
    Zitat :
    Mich würd da ja mal Interessieren ob das in Deutschland kartellrechtlich so durchsetzbar ist. Wegen der offensichtlichen Ausnutzung einer Monopolstellung.


    Gute Frage, in Australien haben sie das meines Wissens zuerst versucht und sind Baden gegangen.

    Zitat :
    Als Grund geben die eBay-Betreiber an, dass PayPal-Bezahlungen schneller seien und zudem sicherer.


    Können die nicht wenigstens so ehrlich sein und dazusagen, dass es um die Gebühren geht? Ich hatte einmal das Glück, deren Käuferschutz in Anspruch nehmen zu müssen. Am Ende hatte ich mich mehr über Ebay als über den Betrüger geärgert.

    Ausserdem könnte ich in 10 min mühelos 1000 Betrugsangebote raussuchen; wenn denen Sicherheit so wichtig ist, warum fangen sie nicht da an?

    Wie schon gesagt, man sollte einfach den Kunden so machen lassen, wie er will. Für mich heisst das, so oft wie möglich auf amazon auszuweichen; dort bekommt man noch echten Service.
  • FormatC , 26. September 2008 14:21
    Ich nutze Paypal aus Prinzip nicht. Und so überragend, als dass man auf die Bucht nicht verzichten könnte, ist das Angebotene nun auch wieder nicht.
  • Anonymous , 26. September 2008 14:43
    Achja, Verkäuferschutz ist nur eine Kulanzleistung und damit KEIN Rechtsanspruch. Damit kann Paypal bestimmen ob die Transaktion wirklich sicher ist. Und wenn man so in die Ebay eigenen Foren schaut, bleiben Verkäufer bzw. Käufer in Problemfällen meistens auf Ihrer Ware sitzen.

    ALSO Paypal ist in keinem Fall sicher!!!

  • h4xx0r , 26. September 2008 14:45
    Tjo unser Ebay Shop ist so wie diverse andere erstmal dichtgemacht.
    Festpreisartikel nur noch einstellbar wenn man PayPal als Zahlungsmethode wählt.
    Für Artikel mit kleinem Preis nicht möglich.
    Damit wird Ebay einiges an Geld durch die Lappen gehn.. aber wenn sie es so unbedingt wollen ;) 
  • Anonymous , 26. September 2008 15:00
    Also ich kann mich den negativen Meinungen nur anschießen!!!

    Bei mir wurde auch schon mehrere Monate das Konto ohne tieferen Grund gesperrt.

    Dazu wurde ich sitzengelassen. Schickt man Ware unversichert (Kein Tracking) oder an eine andere Adresse als bei PayPal, dann kann der Käufer einfach den Käuferschutz nehmen und man ist das Geld + Ware los!!!!

    Damals gab es noch PayPal Foren bei eBay. Diese waren größtenteils negativ. Vorallem das den Käufern, Verkäufern nicht geholfen wurde. Verkäufer betrogen wurden. Kunden betrogen wurden und der Service nichts richtiges gemacht hatte.

    Wenn man mal eine Käuferbeschwerde hat (z.B.) eine Rechnung fehlt und dies den Support mitteilt, wird trotzdem das Geld dem Käufer zurückgebucht und das Konto landet im Minus.

    Dann bekommt man recht schnell Post von den eBay Anwälten die das Geld eintreiben wollen und man ist Geld + Ware los (Selbst mitgemacht).

    Seit dem nutze ich kein PayPal mehr!


    Das eBay nur noch PayPal als Zahlungssystem annehmen will, ist meiner Meinung nach, eine Frechheit und gegen das Kartell / Monopolgesetz!!!

    FINDE ICH AUF KEINEN FALL IN ORDNUNG!!!
  • Theodor , 26. September 2008 16:00
    Sehe es ähnlich wie der Benutzer "Aki" weiter oben.

    Streng genommen sollte eBay eigentlich dankbar sein, wenn jemand den Bezahldienst Paypal nutzt (wie ich es viele Jahre getan habe), denn so bekommt Paypal schließlich mein Geld als kostenloses Darlehen. Dass ich denen jetzt noch 35cent + 1,9% pro Transaktion bezahlen soll, damit sie mein Geld verwenden dürfen... Das ist doch lachhaft.

    Bei einem Auktionserlös von 100 Euro gehen somit allein 2,25 Euro für die Geldtransaktion flöten.

    Jede normale Bank gibt mir sogar noch Zinsen, wenn ich mein Geld dort deponiere. Paypal ist für mich seit dieser Gebühr gestorben.
  • a97584 , 26. September 2008 16:09
    amis überweisen nicht - sie lösen schecks ein. money order != überweisung.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Money_order
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