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Intels Antwort

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Aufgrund der Zeitverschiebung zu den Vereinigten Staaten riefen wir zuerst unseren deutschen PR-Kontakt bei Intel an. Uns wurde anfangs mitgeteilt, dass es wohl an unseren Motherboards und an schlechter Kühlung läge. Auf Anfrage gab Intel jedoch zu, dass Kyle Bennet von www.hardocp.com ähnliche Probleme hatte, sogar mit dem mitgelieferten VC820-Motherboard. Intel ist nun der Meinung, dass unsere beiden Redaktionen mit fehlerhaften CPUs beliefert wurden. Der CPU-Hersteller bat uns an, die (eventuell) fehlerhafte CPU einzuschicken, damit sie diagnostiziert werden kann. Dies können wir jedoch erst tun, wenn uns ein Ersatzexemplar zur Verfügung gestellt wird und wir beide Versionen verglichen haben.

Diskussion

Bevor wir uns ein vollständiges Urteil über den Pentium III 1,13 GHz erlauben, müssen wir in der Lage sein, die neue CPU auf verschiedenen Plattformen zu testen. Mit dem uns vorliegenden fehlerhaften Exemplar war dies leider nicht möglich - bis auf Intels mitgeliefertes VC820-Motherboard mit Rambus-Speicher. Wir möchten trotzdem im Vorfeld eine Frage stellen: Welcher Anwender braucht überhaupt eine CPU, die schneller als 1 GHz ist? Wir diskutieren deshalb folgende Szenarios:

Anwender von Office-Applikationen: Ein Celeron 400 ist dafür ausreichend. 3D-Gamer: Jedes Spiel, das man mit Auflösungen größer als 1024x768 oder in FSAA benutzt, wird momentan noch durch die Grafikkarte ausgebremst und nicht durch den Prozessor. CAD-Entwickler: Widerrum ist der 3D-Chip wichtiger als die CPU. 3D-Modellentwickler: Für reine Drahtgittermodelle ist der 3D-Chip der entscheidende Performance-Faktor. Bei Szenen-Rendering ist der Athlon bei geringerer Taktfrequenz schneller. Digitale Bild-/Videobearbeitung: Die Komprimierung von Bilddaten erledigt der Athlon schneller. Zudem braucht man eine leistungsfähige Festplatte.

Das vorläufige Fazit

Die Vorstellung des Pentium III 1,13 GHz kam definitiv überhastet. Die Tatsache, dass diese CPU zusammen mit einem speziell präparierten Rambus-Motherboard (Intel VC820) ausgeliefert wird, beweißt dies. Zudem ist es ungewöhnlich, dass wir ein fehlerhaftes Testexemplar erhielten. Es funktionierte nur bei Frequenzen unterhalb von 1,13 GHz. Normalerweise unterlaufen Testmuster für die Presse einer doppelten Qualitätskontrolle, um Probleme beim Testen zu reduzieren.

Intel wollte mit seiner eiligen Aktion als erster einen Prozessor oberhalb von 1 GHz auf den Markt bringen und hat sich erneut ein Eigentor geschossen. Es scheint, dass bei der Firma Intel die politischen Entscheidungen für das Prestige einen höheren Stellenwert haben als technische Machbarkeit. Zumindest lässt sich aus dieser etwas unglücklichen Aktion lernen, dass Intel mittlerweile seinen Mitbewerber AMD sehr ernst nimmt.

Wir testen für Sie den Pentium III 1,13 GHz, sobald wir ein technisch ausgereiftes Produkt erhalten.

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