Neue PS3-Firmware soll Linux verbannen
Es klingt wie ein schlechter Aprilscherz, scheint aber ernst gemeint zu sein: Am 1. April erscheint eine neue Firmware für die PS3, die Linux aussperren soll.
Als die Playstation 3 eingeführt wurde, gefiel sie vielen nicht nur wegen der sehr interessanten Prozessorlösung namens Cell. Darüber hinaus wussten viel Anwender zu schätzen, dass man auf ihr auch andere Betriebssysteme installieren konnte, unter anderem Linux. Diese Fähigkeit ging der neueren Revision namens PS3 Slim verloren. Wer es wusste, konnte sich damit arrangieren oder eines der alten Modelle kaufen. Wer es nicht wusste, hatte wohl auch nicht vor, ein anderes OS zu installieren.
Wie der Heise Newsticker berichtet, hat Sony nun bekanntgegeben, am 1. April ein Firmware Update mit Versionsnummer 3.21 verteilen zu wollen, welches genau diese Funktion auch bei Modellen der älteren Baureihen entfernen soll. Charlotte Panther, PR-Chefin von Sony Computer Entertainment Europe, gibt als Hauptgrund Sicherheitsbedenken an:
"PS3 Firmware 3.21 will be available this Thursday. It will disable the “Install Other OS” feature that was available on the PS3 systems prior to the current slimmer models, launched in September 2009. This feature enabled users to install an operating system, but due to security concerns, we’re now removing this feature."
Die Kollegen bei Heise vermuten, dass die angesprochenen Sicherheitsbedenken durch den Hack des Hypervisors in der PS3 ausgelöst wurden, der Ende Januar für Aufsehen sorgte. Bis dahin hatte das Sicherheitsmodell der PS3 als praktisch unknackbar gegolten.
Problematisch dürfte die neue Firmware für diejenigen Anwender und Gruppen wie Universitäten sein, die beispielsweise die Prozessorleistung der PS3 für Computing Cluster nutzen. Wer weiterhin Linux auf der PS3 nutzen möchte, kann das Firmware-Update natürlich auch einfach ignorieren. Sony weist aber darauf hin, dass dann Spiele und Blu-ray Filme, die Firmware-Version 3.21 voraussetzen, nicht funktionieren werden.
Es wird empfohlen, vor einem Update alle wichtigen Daten des "anderen Betriebssystems" zu sichern, da man danach nicht mehr darauf zugreifen könne. Den vollständigen Eintrag kann man hier nachlesen. Man darf gespannt darauf sein, wie die Nutzer auf diese Entscheidung reagieren.
- Toshiba: 2,5”-HDDs mit 750GB und 1TB
- Goldspeicher von Buffalo
- Treiber-Tag bei Nvidia und ATI
- ASUS-Notebooks mit Core-i5 und USB 3.0
- Schnäppchencheck: Acer Aspire X3900 für 599 €
- Samsung Galaxy S: Das Android-Flaggschiff
- Weitere Test-Bench-Plattform von Lian Li
- Urheberrechtsverletzung: Bushido muss zahlen
- iSuppli: Seagate weiterhin auf Platz 1
- Demnächst USB-Speicher für die Xbox 360
- Sharkoon mit Black Edition der FireGlider Maus
- WD: Neue VelociRaptor kommt
- Veredeltes MacBook Air für knapp 160.000 Euro
- HTC Legend: Frühstart bei Vodafone
- Preiswertere Nvidia-Karten im Sommer
- EeePC T101MT: Netbook meets Tablet-PC
- IE 8 bekommt Patch, TÜV-Siegel
- Gratis Upgrade-Kit für Noctua-Kühler






SCHADE!
Hmm... damit macht sich Sony keine Freunde....
Aber auf der anderen Seite wird es die Hacker auf den Plan rufen um eine Möglichkeit zu finden, das OS extern (also Platte raus, insten (oder Image drauf), Platte rein) draufzuknallen.
Ich finde diese "Security concern"-Gründe immer so genial, bedeuten sie eigentlich nur eins: "Scheisse, jemand hat unser Zugpferd geknackt, da müssen wir gleich noch viel mehr verbieten, sonst geht uns Kohle flöten"
Dass dabei aber genau die Fangemeinde, die Linux auf einer potenten Spielkonsole einsetzt, verprellt wird und diese dann bewusst einen Bogen um neuere Konsolen machen wird, ist dann aus meiner Sicht der grössere Imageschaden und Verlust.
Die Wii hat mit ihrem restriktiven Gehabe auch ziemlich an Hype verloren, hatte die Homebrew-Szene gerade mit der Wii eine interessante Plattform entdeckt gehabt.
Thumbs down, Sony! So geht es eben nicht! War Nintendo kein guter Lehrmeister?
Die Frage wird dann sein, welche Konsole wird für Homebrew nutzbar sein, wenn nicht die XBox oder die Playsi.
Aprilscherz ? ^^
Ich muss dir wiedersprechen. Auf die Fangemeinde, die Linux auf der PS3 einsetzt, kann Sony leider getrost verzichten.
Diese ist leider extrem gering und bis auf das Auspähen von Sicherheitslücken macht der Linuxmode auch 0 Sinn.
Ich denke mal du hast es selbst nie probiert, aber es gibt unter Linux KEINEN Hardware Zugriff auf die Graka, die wird nur emuliert. Die 256MB Ram kommen noch dazu, und machen selbst unter Linux keinen Spass.
Aber ich muss zugeben, es is ein ganz witziges (aber sinnloses Feature).
Das Sony es einstellt ist für mich absolut nachvollziehbar, der Verlust von ein paar Freaks ist bestimmt geringer also die plötzliche möglichkeit eines Iso loaders.
naja aber wer nutzt es denn wirklich?? Hab es auch mal probiert, man hatte es drauf hat "cool, toll gesagt" doch son wirklicher Mehrwert war es jetzt auch nicht.
Toll find ich es jetzt nicht, aber brauch es auch nicht
Naja, zum Rechnen kann man 'ne Playse mit Linux schon gut gebrauchen, wenn man denn mit der Rechenleistung was anfangen kann. Dann stören (je nach Berechnung) auch die 256MB Ram nicht wirklich...
Die Rechenleistung für das Geld gibts in keinem PC der Welt (von CUDA / Ati Stream mal abgesehen)
lass ein halbes oder nen jahr vergehen dann ist das auch wieder geknackt
Ich finde das grundsätzlich Falsch das der Kunde (wenns auch nur ein kleiner Teil ist) die PS3 wegen und/oder mit Linux gekauft hat, und das jetzt einfach gestrichen wird. Da spielt es keine Rolle für wie sinnvoll man das findet, das ist Ansichtssache. Aber das ist so als wenn ich mir einen Fernseher kaufe der Beispielsweise über DVB-T verfügt und der Hersteller dann die Funktion im Nachhinein löscht.
Da legt Sony echt schlechte Firmen-Politik an den Tag!
>Die Rechenleistung für das Geld gibts in keinem PC der Welt (von CUDA /
>Ati Stream mal abgesehen)
genau DAS ist es aber was Universität in wirklichkeit einsetzten, denen wird das also eher egal sein, ob die PS3 linux kann oder nicht....
>Die Rechenleistung für das Geld gibts in keinem PC der Welt (von CUDA / >Ati Stream mal abgesehen)genau DAS ist es aber was Universität in wirklichkeit einsetzten, denen wird das also eher egal sein, ob die PS3 linux kann oder nicht....
Sag das mal so nicht.
Die US Army beispielsweise betreibt einen Riesen-Cluster aus PS3s. Das auf denen nur Medal of Honor oder sonstwas zu Trainingszwecken läuft, ist eher unwahrscheinlich...
naja,.. vielleicht wolltens nur billig an die prozessoren kommen,
vielleicht habens die dann ausgebaut..
Lies mal den letzten Absatz des Artikels, den ich verlinkt habe:
Es handelt sich also um das alte, große Modell, gerade WEIL Linux drauf läuft. Naja, bislang jedenfalls
Ich glaube nicht, das diese Cluster upgedated werden, denn:
- never touch a running system
- nur neue Spiele brauchen evtl. die neue Firmware.
Oder glaubt ihr, die schliessen am Abend ne PS3 ausm Cluster an den TV an und daddeln ne Runde?
Man muss aber auch mal erwähnen, dass ein heutiges Linux mit 256MB RAM auch kein Spass macht. Da nützt es dann auch nichts, wenn man super tolles Multitasking hätte (dank den 8 SPEs, bei der PS3 ja nur 6 aktive), wenn andauernd der Speicher voll ist.
Das Linux soll ja auch keinen Spass machen... im Idealfall gibts nichmal 'ne Benutzeroberfläche... Das soll nur Rechnen und sonst nichts, und dafür reichen 256MB im Regelfall aus (je nach Berechnung zugegebenermaßen)
Ich zum Beispiel hätte mit einer alten PS3 Linux genutzt, gerade weil man damit auch vernünftig Flashvideos schauen kann ( und auch den Firefox drauf kriegt).
Mit dem PS3 Browser ist das ein graus. Außerdem ist die PS3 mit Linux ein sinnvoll nutzbares Mediacenter, mit der PS3 Software gerade mal ein Mediastreamer der die Datenleitung belastet....
Ich muss dir wiedersprechen. Auf die Fangemeinde, die Linux auf der PS3 einsetzt, kann Sony leider getrost verzichten.Diese ist leider extrem gering und bis auf das Auspähen von Sicherheitslücken macht der Linuxmode auch 0 Sinn.Ich denke mal du hast es selbst nie probiert, aber es gibt unter Linux KEINEN Hardware Zugriff auf die Graka, die wird nur emuliert. Die 256MB Ram kommen noch dazu, und machen selbst unter Linux keinen Spass.Aber ich muss zugeben, es is ein ganz witziges (aber sinnloses Feature).Das Sony es einstellt ist für mich absolut nachvollziehbar, der Verlust von ein paar Freaks ist bestimmt geringer also die plötzliche möglichkeit eines Iso loaders.
Was dann auch viel Sinn macht mit einer emulierten Grafikbeschleunigung ...
Hier ging es viel weniger um die Möglichkeit gebrannte Spiele zu nutzen (was nicht mal schlimm wäre) sondern vielmehr die Funktionalität abseits der PS3 Spiele.
Wie wäre es denn wenn ihr ein Auto kaufen würdet mit 5 Sitzplätzen. Anschließend würden neue Straßen gebaut für die der Boradcomputer ein Update bräuchte um da drauf fahren zu können . Die alten Straßen werden aber nicht mehr repariert und gepflegt. Mit dem aufgespielten Update würde das Auto aber nicht mehr fahren wenn mehr als 2 Personen(incl Fahrer) im Auto sitzen würden.
Würdet ihr euch das auch gefallen lassen bzw nichts ausmachen?
Es dreht sich nicht darum was sinnvoll ist und was nicht sondern als was es verkauft wurde.
Es wurde als PLAYstation verkauft. Und genau das wird ja nun weiter funktionieren.
Wenn sie es als Linux-Kiste hätten verkaufen wollen, dann hätten Sie es bestimmt auch drauf geschrieben. Kein Mensch hat sich bei der Slim aufgeregt. Die PS3 refinanziert sich für Sony nun mal nur über Spiele, da ist denen ein überfahrener Pinguin soviel Interesse wert, wie der lauwarme Pups einer einsamen Bergziege.
Schön finde ich es auch nicht, aber es ist durchaus auch nichts, was mir das Leben jetzt vermiesen würde. Niemand ist gezwungen, upzudaten.
Wenn du 3 Sitzplätze nicht mehr benutzen könntest wäre das immer noch ein Auto.
Wenn der neue Golf nur noch 2 Sitzplätze hätte wäre das auch OK denn dass wusste ja jeder im voraus wenn er sich so einen Slimgolf kauft.
Das was da von Sony gemacht wird ist nichts anderes als eine "Raubkopie" von der anderen Seite.
Nö. Der Vergleich hinkt gewaltig. Denk ruhig mal nach, WAS Sony verkauft.
Wenn sich Mustafa einen Golf kauft, weil er von Üzgür gehört hat, dass (obwohl vom Hersteller so nicht beworben oder garantiert) statt der der Rückbank im nun größeren "Kofferraum"eine ganze Gitterpalette für den Transport zweier frischer Döner-Hammel reinpasst und er sich dadurch den Kauf eines teureren Lieferwagens spart, dann ist das Zufall und Glück.
Ändert VW nun im Innenraum bei einer Rückrufaktion aus Sicherheitsgründen bespielsweise die Radkästen und die Gitterpalette passt deswegen nicht mehr rein und Mustafa muss wieder fertige Dönerspieße kaufen oder eben einen neuen Lieferwagen, dann ist das Pech. Aber auch keine einklagbare Sache.
Und wenn man jetzt noch ein wenig logisch denkt:
Dass Sony dies irgendwann mal machen würde, darüber diskutieren die Heimbraumeister seit dem ersten Tag. Wer sich das Teil mit Absicht zweckentfremdet kauft, der tut dies bereits im vollen Wissen des Risikos eines Ausschluss-Updates. Deshalb finde ich die aktuelle Jammerei irgendwie überflüssig.
lass ein halbes oder nen jahr vergehen dann ist das auch wieder geknackt
Vorweg: Ich bin kein Ps3 Experte.
Aber die Tatsache, dass nach 3 Jahren leidiglich ein Dude einen Teil des Ps3-Sicherheitssystems umgehen konnte.... bei UR alter Version.... und nicht einmal ein "Hello World" ist machbar....
...ich würd nicht darauf warten
Es wurde als PLAYstation verkauft.
Sony hat die PS3 NIE als PLAYstation vermarktet - zumindest als Playstation (1,2) wie wir sie kannten.
Das Ding wurde/wird als Multimedia-Bluray-Internet-Blablbla-Zentrale "verkauft" - keine reine Spielkonsole. Allein bei der E3 Vorstellung war in jedem 3ten Satz der Terminus "Supercomputer" zu hören.
Ja - Kern-Feature war der kastrierte Linux-Support aber nie, obgleich es stolz präsentiert wurde.
Natürlich ist da nichts einklagbar, dennoch kann ich den Unmut der Linux/PS3 Gemeinde zumindest nachvollziehen.
ps: ist ja nicht das erste Feature, welches bei Sony verschwindet oder sich in Luft auflöst...