Bauanleitung: PC einschalten übers Internet

Per Remote über das Internet auf den Rechner zu Hause zugreifen ist kein Problem - doch wenn dieser ständig läuft, benötigt er viel Energie. Die Lösung: Den Rechner einfach über das Internet einschalten, wenn er gebraucht wird. Hinterher schaltet man ihn einfach wieder ab.

Doch wie? Das Einschalten mit Hilfe von Wake-On-LAN funktioniert nur in Ausnahmefällen, wenn ein Router eingesetzt wird. Doch unsere Bauanleitung bietet eine Lösung des Problems, die immer funktioniert: Nur 20 Euro kostet der Bausatz der Firma Pollin, mit welchem der Anwender den PC einschalten kann. Knapp eine Stunde dauert der Aufbau der Schaltung, dann kann es losgehen. Wir haben es getestet und zeigen, worauf beim Zusammenbau des Kits zu achten ist, das auch ungeübte Bastler problemlos aufbauen können.

Es ist kein spezielles Werkzeug notwendig: Seitenschneider und Flachzange sollten in jedem Haushalt zu finden sein. Wer keine teure Lötstation sein Eigen nennt, kann auch auf den günstigen Lötkolben samt Lötzinn aus dem Baumarkt zurückgreifen. Hilfreich sind eine Entlötpumpe, eine Abisolierzange und eine Arbeitsunterlage - notfalls tuts auch die Zeitung vom Vortag.

Für den Aufbau ist kein spezielles Vorwissen nötig, die beiliegende Bauanleitung ist sehr leicht verständlich. Es werden keine SMD-Bauteile verwendet, dadurch eignet sich die Schaltung auch für Lötanfänger. In diesem Artikel zeigen wir den Aufbau Schritt für Schritt und geben einige Tipps. Für Experten haben wir am Ende des Artikels eine Beschreibung der Komponenten zusammengestellt.

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65 Kommentare
    Dein Kommentar
  • >Das Einschalten mit Hilfe von Wake-On-LAN funktioniert nur in
    >Ausnahmefällen, wenn ein Router eingesetzt wird.

    ach und euer bausatz funktioniert auch ohne router ?!?
    schön...
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  • Die Kunst ist ja, es trotz Router zu schaffen - zudem sind Router heutzutage Standard. Wer hat heute noch seinen Rechner direkt mit DSL-Modem am Internet hängen? In dem Fall wäre der Lösungsansatz ohnehin sinnlos, da mit dem Abschalten des Rechners auch die Internetverbindung getrennt würde.

    Der Bausatz horcht wie ein herkömmlicher Daemon (Port 50290) und kann via Portforwarding problemlos hinter einem Router betrieben werden.

    Gruß,
    Daniel
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  • Das teil ist schon cool, schade das man es wohl ohne Programmier Hardware nicht einfach so mit eigenem Code füttern kann.

    Was noch praktisch wäre wäre wen das teil den PC mittels wake on lan aufweken könnte.
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  • @daniel: ließ einfach nochmal was ich geschrieben hab...

    >Die Kunst ist ja, es trotz Router zu schaffen
    kunst ??

    http://www.dd-wrt.com/wiki/index.php/WOL

    >Der Bausatz horcht wie ein herkömmlicher Daemon (Port 50290) und kann
    >via Portforwarding problemlos hinter einem Router betrieben werden.

    und hat hoffentlich eine passwortabfrage ??
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  • dazu kann man nur sagen: völlig sinnlos, seit avm WOL in die firmware der router 7170/7270 integriert hat...1,4 Watt verschwendet!
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  • Aber nicht jeder hat eine Fritzbox. Von daher super idee!!!!
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  • Geiles Teil. Das Teil zu basteln wird bestimmt Spass machen. Hab schon oft kleinere Bausätze von Conrad gelötet aber das Teil ist mal richtig sinnvoll.
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  • sorry, aber kann dem ganzen auch nix sinnvolles abgewinnen.
    ich mach doch kein port auf meinem router auf, durch den ich meinen rechner an- und AUSschalten kann! ich mein,was passiert denn wenn der rechner läuft und man drückt den power-button?? richtig er geht aus. viel praktischer fände ich wenn in der schaltung auf die serielle schnittstelle verzichtet würde, und stattdessen einfach über ethternet das passende WOL-Paket rausgeschickt werden würde. hätte der vorteil,dass man beliebig viele rechner einschalten könnte. (und nicht wieder ausschalten)
    0
  • Kann man das nicht komplett fertig verkaufen? Was soll der mist.
    Nur arbeit...
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  • 18018 said:
    Nur arbeit...

    Andere bezeichnen genau diese Arbeit als Spaß ;)
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  • Wir können uns ja darauf einigen, dass es ganz interessant und witzig ist das Gerät zu bauen.
    Aber dem Ganzen einen Sinn zuzusprechen, ist doch wirklich geheuchelt.
    Kennt jemand von euch EINE Person, die
    1. es nötig hat vom Internet auf ihren PC zuzugreifen
    2. es schafft so etwas zu bauen
    3. es schafft den Port forzuwarden
    etcetc
    und es NICHT schafft WOL einzurichten hinter einem Router. Das kann nun wirklich niemand behaupten.
    Netter Artikel, wenn man von dem Kritikpunkt des fehlenden Sinnes absieht :)
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  • Kompliment an Toms Hardware. Endlich mal wieder was Interessantes.
    An die ganzen Nörgler:
    1. Wie Daniel bereits schrieb, betrachtet so mancher diese "Arbeit" als Bastelspaß. Manchmal sind (zumindest teilweise) selbstgebaute Sachen einfach reizvoller, als fertig gekauftes Zeugs. Was hat Euch in Eurer Kindheit mehr Spaß gemacht - fertiges Spielzeug oder eher Lego oder sowas?
    2. Wer nur auf Fertiglösungen steht, braucht sich den Artikel einfach nicht durchlesen. Und seinen Senf nicht dazuzugeben. Kritik sollte konstruktiven Charakter haben und nicht nur Nörgelei sein.
    3. Mag sein, dass es mit speziellen Routern/Firmwares auch ohne diesen Bausatz möglich ist. Allerdings ist mir momentan ein DD-WRT-tauglicher Router mit GLAN-Switch und .11n-WLAN oder eine Horstbox schlicht zu teuer. Die Ausstattung würde ich schon haben wollen, wenn ich mein altes Equipment über die Wupper schießen würde. Da ist das hier doch eine preiswerte Lösung.
    4. Wer es nötig hat vom Internet auf ihren PC zuzugreifen? Ich (!!) greif' gerne mal über eine VPN-Verbindung auf meine Büchse zuhause zu, weil ich mal wieder irgendeine Kleinigkeit zuhause vergessen hab. Zweifelhaft, dass ich der Einzige mit solchen Bedürfnissen bin.
    5. Wer Angst hat, sich am Lötkolben die Fingerchen zu verbrennen: Ist garnicht so wild, heilt wieder ;-)
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  • Ist jedes Board WOL fähig? Ich denke nicht. Und schon hat man eine Zielgruppe.
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  • Dazu kommt, dass ein Board sich nicht immer per WOL aufwecken lässt, wenn der Rechner nach einem Stromausfall wieder Spannung bekommt. Klar, man kann viel im BIOS einstellen aber nicht immer alles Testen. Und man denkt nach Murphy nicht daran, es vorher einzustellen, wenn man am Tag drauf etwas wichtiges von zu Hause braucht ;-)
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  • Lieber Daniel: Wer hat heute noch seinen Rechner direkt mit DSL-Modem am Internet hängen? Ich

    Anderes Szenario: funktioniert das auch nur mit Wlan? also keine physikalische Verbindung zischen Router und Computer!

    Weitere Frage: Wie schalte ich meinen Laptop über dieses Teil ein? Ein Laptop ist ja wohl auch Standart!
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  • Also 1,4W ist für das Teil ja schon zuviel wenns andauernd rennt. Schließlich kommt da ja noch das Netzteil dazu. Auf so einem Board was permanent läuft einen eigentlich zwei Linearregler zu verwenden ist nicht rühmlich in Zeiten wo man die Prozessoren auf Energieeffizienz hin testet. Den ganzen Print auf 3,3V auslegen und einen Schaltregler rein und gut ists, wenns gar net anders geht dann halt mit Schaltregler auf 5V und den Rest runter mit Linearregler, da ist dann auch die Effizienz um einiges besser als die hier. Der Print dürfte nicht viel mehr als 0,5W brauchen.
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  • @Fasti: Es lässt sich durchaus einiges an Energie sparen. So könnte man die Spannung direkt mit geregelten 5 Volt versorgen und spart sich den 7805 und die Dioden im Eingangskreis. Die LEDs der Netzwerkbuchse lassen sich via Software deaktivieren, die Betriebs-LED kann ausgelötet werden. Wenn die Platine nicht via COM konfiguriert werden muss, kann auch der MAX232 ausgebaut werden. Da lässt sich also mit recht einfachen Mitteln und ohne Layoutänderung noch einiges sparen.
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  • Hat der Bausatz auch eine MAC-Adresse?

    In hiesigem Netzwerkszenario wäre so ein Gerät schon denkbar. Immerhin stehe einige Rechner bis zu 20 km entfernt. Einmal in 5 Jahren nicht hinfahren müssen und der Bausatz hätte sich schon amortisiert.

    Vorteile, die ich noch sehe:
    Für den schlimmsten Fall könnte man auch einen Reset realisieren. Was wenn der Rechner einfriert, BoD etc. WoL? Wohl kaum.

    Mit diesem Gerät könnte man billig und effektiv ein LAN-fähiges Datalogging für Thermistoren, Windgeschwindigkeit etc. realisieren. Schaut mal die Preise für fertige LAN bzw. WLAN Datalogger.

    Und zu guter letzt: nette Bastelei.
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  • ich weiß nicht was ihr habt ... auch wenn ich selbst mit dieser anleitung wenig anfangen kann, da ich so etwas nicht brauche, finde ich solche anleitungen immer sehr interessant. Ausserdem lernt man aus dem selbst irgendwas zusammenbauen, testen, verbessern und erweitern am meisten über die ganzen sachen und erkennt neue möglichkeiten irgendwas zu realisieren.
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  • Ich hab was Besseres:
    Frau anrufen (Telefon-Flat), die schaltet erst die Steckerleiste und dann den PC ein. Ok, die Gute verbraucht auch im Standby mehr als 1,4 Watt, kann dafür aber auch mehr. Und da sie multitaskingfähig ist...
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