Die Post verzögert De-Mail
Vor einem Jahr gab die deutsche Bundesregierung bekannt, mit »De-Mail« einen E-Mail-Dienst zum Versand rechtsgültiger Dokumente einführen zu wollen. Die Post versucht laut FTD, den Start des Regierungsprojekts zu verzögern.

»Post torpediert Regierungsprojekt«, heißt es bei der Financial Times Deutschland. Die nämlich will herausgefunden haben, dass die Post die Einführung des elektronischen Briefs für sichere Kommunikation, den die Bundesregierung 2008 angekündigt hat (siehe »Sichere E-Mails für alle Bürger«), absichtlich verzögert.
Demnach hat der Ex-Monopolist Post das Gesetzgebungsverfahren für das Vorzeigeprojekt De-Mail »durch gezieltes Lobbying« ausgebremst, um sich einen eigenen Vorteil zu verschaffen. Klar ist, dass die Post durch De-Mail harte Konkurrenz bekommen wird: Ein Viertel des Gesamtumsatzes macht dort der Briefmarkt aus. Es gibt Pläne für eine eigene, sichere Zustellung elektronischer Dokumente durch die Post (siehe »Die Deutsche Post plant den Internet-Brief«): Dieses Projekt setzt auf De-Mail auf, solch eine Basis können aber auch andere (private) Anbieter für sich nutzen – die somit im E-Mail-Sektor ebenfalls zu Post-Konkurrenten werden. Außerdem könne die Post durch die Verzögerung auch unabhängig beispielsweise von elektronischen Einschreiben mit Rückschein frühzeitig Kunden an sich binden.
Damit De-Mail nächstes Jahr kann, hätte das zugehörte »Bürgerportalgesetz« bereits in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode verabschiedet werden müssen. Laut FTD hat es das Gesetz jedoch »vor allem auf Intervention der Post-Spitze« nicht mehr durchs Parlament geschafft.
Seitens der Post wird eine Verzögerung abgestritten: »Wir sind zu einer Anhörung eingeladen worden und haben unsere Meinung dazu gesagt – wie andere Interessengruppen auch«, zitiert FTD einen Post-Sprecher.
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Ich hoffe ich verletzte jetzt nicht die polotische Neutralität wenn ich sage: Wird Zeit das die Piraten an die Macht kommen, dann wird zumindest sowas besser...
War ja klar, dass der Briefpionier sich da nicht in die Suppe spucken lässt und dann wrden halt mal wieder ein paar Geldköfferchen durch die Gegend geschubst, um Beschlüsse oder Genehmigungen/Anträge etwas zu verzögern... Scheiss Spiel...
Und der Durchschnittsdeutsche hat auch ned genügend Mumm, mal zu rebellieren gegen die ganze Verarsche, die die Regierung da treibt... ich sage nur 1973 Ölkrise - 5 Tage lang haben ALLE Autofahrer mal ihr Auto stehen gelassen... komischerweise konnte der Spritpreis dann um satte 30 Pfennige (was zu der Zeit ein IMMENSER Sprung war) gesenkt werden...
Ich wäre vorsichtig mit solchen Dingen wie Internet-Post oder DE-Mail.
Wenn wirklich rechtliches darüber versendet werden darf, dann kommen bald Gerichtsbescheide oder anderes in die Mailpostfächer. In einem solchen Scenario kann ich mir vorstellen, das dann der Nachweis ausreicht etwas zugestellt zu haben.
Aber anderst als meinem Nachbarn meinen Briefkastenschlüssel zu geben, wenn ich in Urlaub fahre, kann niemand mein Postfach abfragen, zB um Fristen einzuhalten.
Mich stimmen solche "Innovationen" sehr nachdenklich. Desweiteren kann die Online-Post wesentlich einfacher ausgespäht werden.
Ich würde es schätzen, damit normale Amtsgänge machen zu können, mehr aber nicht.
In diesem Sinne
Natürlich ist Monopolismus nicht gut, aber dennoch gibt/gab es einige Vorteile. Das spiegelt meine Erfahrungen wieder:
Szenario mit Postmonopol: Ich bin nicht da, lasse den Postmann zweimal klingeln bis auch er merkt, dass ich nicht da bin und er das Päckchen nicht los wird. Er wirft mir ein nettes Kärtchen in den Briefkasten und ich gehe damit am nächsten Tag zur Post und zwar dann, wann ich Zeit habe, vorausgesetzt es ist irgendwann tagsüber.
Die Post wird 6 mal pro Woche zugestellt, auch bei uns auf dem Land.
Szenario ohne Monopol (fast erreicht): Der Paketdienst ist deutlich teurer als der Monopolist und kommt maximal zweimal bei mir vorbei um zu probieren ob ich zu Hause bin. Er wirft ne Karte ein, dass er da war, aber es gibt keine Geschäftsstelle, wo ich das Paket abholen könnte. Mir wird eine Frist gesetzt in der ich das Paket nochmals zustellen lassen kann, sonst geht es zurück. Dafür muss ich anrufen/eine Adresse hinterlegen. Und falls es einen Paketshop gibt, dann darf ich 30min warten, denn dieser ist personell chronisch unterbelegt, die Mitarbeiter sind schlecht gelaunt weil schlecht bezahlt und außerdem ist hier noch die Annahme für Reinigung, ein Toto-Lotto-Laden, ein Reisebüro und ein paar Lebensmittel gibts auch obendrein. Wenn ich ein Paket bekomme oder versende, weiß der halbe Ort das, da hinter mir in der Schlange sich die Leute auf 2x2m drängeln.
Achja: der private Briefzustelldienst übt Druck auf Mitarbeiter aus und auf die Regierung, damit der Mindestlohn für diese Branche nicht kommt und die Mitarbeiter weiter für 4 Euro die Stunde arbeiten bzw. ich schon mit Arbeitsplatzabbau drohe, wenn ich meinen Briefzustellservice noch nichtmal aufgebaut habe. Die Post oder auch die privaten Zusteller liefern maximal 2 Mal die Woche Post aus, alle meine Glückwunschkarten bekomme ich 2 Tage nach meinem Geburtstag, wenn ich sie bekomme.
Des weiteren: Die Verzögerung bedeutet schließlich nicht nur mehr Zeit für die Post, sondern auch für deren Mitbewerber, ihr Produkt, welches auf DE-Mail aufbaut, weiterzuentwickeln. Am Ende scheint mir also nur die bessere Innovationskraft zu gewinnen.
Auch ist es für Vater Staat elektronisch natürlich viel einfacher meine Post zu lesen. Bin ich also kein braver Bürger im Sinne eines Mr.Schäuble, werde ich gleich aussortiert.
Da geb ich Casi in vielen Dingen recht. Vorallem im Post-Geschäft, ist ein Monopolismus viel bequemer für uns.
) und die werden egal ob man da ist oder nicht in den Breifkasten geworfen. Die Fristen wie mielemann oben sagt, sind auch meist so angesetzt, das ein sofortiges Lesen nicht nötig ist.
Allerdings, die DE-Mail kann sich nur auf Briefe beschränken (Packete durch ne Internetleitung...
Also hat man es, sobald es zum Standart geworden ist (also DE-Mail) ein eindeutig einfacheren Weg, Briefe zu verschicken. Und so an sich.... der Staat kann, sobald er möchte eh alles über uns wissen. Ist doch egal. Wir sind für die großen, wirklich schon transparent also will ich auf sowas, wegen Panikmache nicht auch verzichten.
Und Paketshops (Versandhäuser und so) beauftragen meiste eh die Post oder DHL oder andere Versandmöglichkeiten, da wird sich auch nicht viel ändern.
Mal schauen wies wird.
gruß
Max