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PowerDVD blockt HD-Kopien

Von , Bert Töpelt - Quelle: Tom's Hardware DE | B 4 kommentare

Was bringt das Rippen eines HD-Films von Blu-Ray oder HD-DVD, wenn sich dieser nicht mehr abspielen lässt? Die bisher dazu verwendete Software PowerDVD Ultra von Cyberlink blockiert ab der Version 7.3.3319f die Wiedergabe. Zumindest lässt sich der dazu benötigte Knopf nicht mehr anklicken. Somit ist ausschließlich nur noch das direkte Abspielen einer HD-DVD oder Blu-Ray möglich, die Anwahl von auf Festplatte kopierten Dateien mittels AnyDVD scheitert.

Warum die Firma Cyberlink sich zu diesem Schritt entschlossen hat, ist vorerst noch nicht erkennbar. Es könnte der Eindruck entstehen, dass die Filmindustrie - allen voran die Verfechter des Blu-Ray-Standards - eine Anregung an bestimmte Software-Hersteller gegeben hat, da die Verbreitung der Blaustrahl-Scheiben überproportional gegenüber HD-DVD ansteigen könnte. Hier ist die Erklärung des Hollywood-Studios Warner vor wenigen Tagen - nur noch auf Blu-Ray zu setzen - als klares Indiz für diese Entwicklung zu sehen - siehe auch Artikel Siegt Blu-ray im Nachfolgekampf?

Für Anwender, die HD-Filme am PC weiterhin abspielen wollen, bleibt folgende Lösung: Durch die Verwendung einer älteren Version von PowerDVD Ultra können HD-Filme nach wie vor von Festplatte abgespielt werden. Sollten allerdings bei der Wiedergabe Probleme im Zusammenspiel mit bestimmter Hardware (wie beispielsweise Grafikkarte) auftreten, kann auf kein Update oder Patch zurückgegriffen werden.

Unter dem Strich beschränkt sich der Markt für Software-HD-Player im Prinzip auf zwei Anbieter: Die Firmen Cyberlink und Intervideo. Allerdings sind Anwender gezwungen zur Wiedergabe von Blu-ray und HD-DVD am PC auf PowerDVD zu setzen. Denn der Konkurrent Intervideo gestattet mit seiner Software WinDVD 8 Platinum bzw. WinDVD 9 Plus nur in der japanischen Version die Wiedergabe von HD-Medien. In allen anderen verfügbaren Versionen für Europa und USA gibt es keine Unterstützung von HD-DVD bzw. Blu-Ray. Dieses Szenario lässt eindeutig Rückschlüsse auf Lizenzvereinbarungen zu.

Durch die neue PowerDVD-Version wurde indirekt ein weiterer Schritt gegenüber Raubkopierern und privaten Filmesammlern eingeleitet: Nach der Einführung der HDCP-Verschlüsselung, welche sich nach wie vor mit dem Tool AnyDVD entfernen lässt, lassen sich eins-zu-eins auf Festplatte kopierte HD-Filme nicht mehr abspielen.

Mehr zum Thema HD-DVD und Blu-Ray am PC bei Tom’s Hardware:

4 Kommentare anzeigen.
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  • ichdertobi , 11. Januar 2008 09:29
    Wer tauscht denn meine 5 Jahre alten Discs aus, wenn die zerkratzt sind bzw. entsprechend viele Gebrauchsspuren haben?
    Also Kopie anfertigen = Beste Lösung
    ...oder nich ? ;-)
  • MrLighz , 11. Januar 2008 20:02
    Bei den Computerspielen gab es damals schon Umtauschmöglichkeiten bei einigen Firmen, wenn die Disketten durch fehlerhafte Lagerung oder Alter defekt wurden (oder aus anderen Gründen).
    Ich bin mir sicher, die Filmindustrie wird ähnliche 'Kulanz' walten lassen...

    Wenn ich mich recht entsinne kamen damals pro Diskette nur geringfügige Verwaltungskosten (10-20DM) plus Versand auf den User zu - falls noch vorrätig.
    Ist doch ein faires Angebot, zumal die Händler für den Neukauf damals nicht mal mehr 5DM + versand forderten.

    aus Sicht der Industrie gehört es eh verboten, sich eine DVD mehr als dreimal anzusehen - geschweigedenn abzuspielen....
    *seufz*
  • thomasl , 13. Januar 2008 01:04
    7.3.3319f Uralt ???
    Die Version .3516 gibt es schon seid 20.11.2007

    Ich benutze PowerDVD als Codec für HDTV über DVB-S2
  • thomasl , 13. Januar 2008 01:09
    7.3.3319f ist doch schon uralt

    .3516 gibt es schon ab 2007-11-20

    Ich benutze PowerDVD als Codec für HDTV über DVB-S2