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Premiere unterstützt CI-Plus-Module

Von - Quelle: Tom's Hardware | B 7 kommentare

Bislang duldete der Pay-TV-Sender Premiere keine freien Receiver zum Empfang der verschlüsselten Sendungen. Deshalb wurde der weniger versierte Kunde quasi dazu gezwungen, einen Empfänger - vor allem wenn es um HD-Kanäle und Aufzeichung auf Festplatte geht - mit integriertem Kartenleser samt Zertifizierung zu kaufen. Die eigentliche Krux an der Sache: Die von Premiere freigegebenen Receiver zeichnen die Sendungen nur verschlüsselt auf Festplatte auf. Nur die frei am Markt verfügbaren Geräte, die mit einer CI-Schnittstelle ausgestattet sind, lassen sich mit entsprechenden CA-Modulen bestücken, damit in Verbindung mit einer normalen Abo-Karte eine unverschlüsselte Aufzeichnung möglich ist.

Derzeit stellt Premiere das Verschlüsselungsverfahren schrittweise von Nagravision auf NDS um. Damit sowohl für Alt- wie auch für Neukunden der Empfang gewährleistet ist, werden die Sendungen in beiden Verschlüsselungstechniken übertragen.

Doch nun die wesentliche Nachricht: Premiere will in naher Zukunft Empfänger und eventuell TV-Karten unterstützen, die mit einer CI-Plus-Schnittstelle ausgestattet sind. Bei der Spezifikation CI Plus handelt es sich um die seit längerem im Gespräch befindliche Common Interface Version 2.0, die allerdings nicht zu CI kompatibel ist. Doch auch in Zukunft sollen normale Premiere-Receiver mit einem Kartenleser ausgestattet werden und wahlweise über eine CI-Plus-Schnittstelle verfügen. Somit ist es durchaus denkbar, dass nach der vollzogenen Umstellung des Verschlüsselungsverfahrens von Nagravision auf NDS die ersten CAMs für CI-Plus auftauchen.

CI-Plus soll einereits Pay-TV á la Premiere auf einer größeren Geräteschar ermöglichen und jedoch andererseits das unverschlüsselte Aufzeichnen von (HD-) Sendungen unterbinden.

Weitere Testberichte und Artikel zum Thema Premiere und Pay-TV bei Tom’s Hardware:

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  • Anonymous , 17. Juni 2008 06:12
    Ich habe vor 2 Wochen gekündigt, weil mein CI-Slot wohl dann ab Herbst nicht mehr läuft. Schade. So kann man Kunden vergraulen. Diese Premiere Receiver sind der absolute Dreck. Ich hatte bereits 3 Stück und alle 3 waren unbedienbar. (Langsam, sind dauert abgestützt, oder haben Premiere nur auf 100,101 usw.)

    Mich nervt einfach, dass ich als Bezahler auf meinem Technisat nicht mehr Premiere sehen kann und die ganzen Kabel Deutschland Zuschauer weiter kostenlos sehen können. Toll gemacht Premiere wieder nur die Schwarzseher belohnt und die ehrlichen Bezahler vergrault.

  • pivo , 17. Juni 2008 08:54
    Na, man beginnt langsam über die wahren Roadblocker der resistenten Premiereverweigerung nachzudenken.

    Allerdings:
    Zitat :
    Premiere will in naher Zukunft Empfänger und eventuell TV-Karten unterstützen, die mit einer CI-Plus-Schnittstelle ausgestattet sind.


    M.E. etwas zu kurz gehechtet!
    CI 2.0 ist Zukunft und die erste, bzw. zweite Generation an LCD-Fernsehern steht in den Haushalten und wird sicher nicht so schnell ersetzt werden.

    Meiner ist gut ein Jahr alt, hat logischerweise kein CI 2.0 und wird noch ein paar Jahre halten müssen.

    Ergo?
    Premiere muß auch die nächsten 5 Jahre ganz einfach draußen bleiben.
  • legdocheinei , 17. Juni 2008 09:03
    wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um die ci-schnittstelle des empfängers. und der sitzt zu 99 % im getrennten receiver oder auf der tv-Karte.
    der kauf eines neuen tv-gerätes sollte doch deshalb nicht notwendig sein, oder?
  • Alle 7 Kommentare anzeigen.
  • pivo , 17. Juni 2008 11:49
    Das kommt ganz drauf an, ob man eine staubsammelnde und unmotivierte Kistensammlung zu Hause rumstehen hat oder ein anständiges All-in one-Gerät besitzt.

    Kistensammler wird das ohnehin wenig tangieren, weil die Kistchen im Zweifelsfall von Premiere sowieso ersetzt werden.

    Außerdem haben auch die TV-Hersteller dazugelernt und es gibt immer mehr TVs (auch im Kistenschiebersegment), die mehrere Tuner und CI-Slots beherbergen.
    DVB-T und -S ist heute schon in der dreistelligen Liga Standard und DVB-C ist mächtig im Kommen.

    Mit dem Ergebnis, daß separate Recviever immer mehr als bedienungserschwerender Quatsch wahrgenommen werden.
  • thomasl , 17. Juni 2008 21:07
    Zuerst sollen die Analog Tuner in den TV´s abgeschafft werden
    brauchte ich seit >10 Jahren nicht mehr.

    Optimal
    TV ohne Tuner,Lautsprecher,Scart usw.
    nur VGA.DVI,HDMI (dürfte den Preis nochmal drücken)

  • pivo , 18. Juni 2008 08:29
    D.h. unterm Strich TV = Bildschirm.

    Damit könnte ich durchaus leben.
    Um einer Fernbedienungsinvasion zu entgehen bedingt das allerdings Reciever, die als Medienzentrale UND zentrale Steuereinheit für den Bildschirm dienen.

    Mir ist bisher kein Reciever untergekommen, der die üblichen Empfangsfunktionen (Kanalwahl), die Bildschirmfuntkionen UND die Audiofunktionen bedienen kann und darüber hinaus noch Timeshifting und Recording beherrscht.

    TVs die das können gibts genug - mittlerweile auch bei der Rampensau.

    Die einzigen momentan erhältlichen Geräte welche dies leisten können sind HTPCs, die aber wiederum nicht so einfach wie ein TV bedienbar sind und der dahinter hängende Audioverstärker muß auch wieder separat bedient werden.
  • legdocheinei , 18. Juni 2008 14:28
    vielleicht liegt die lösung ja in einer intelligenten, universalen fernbedienung. brauchbare modelle gibt es ab ca. 60 Euro.