Erste Details zu den professionellen Intel-7-Chipsätzen

Mit dem Überschreiten der Jahresmitte mehren sich bei den Herstellern die Vorbereitungen für die Neuheiten des nächsten Jahres. Immer mit vorn dabei ist natürlich der weltgrößte Chiphersteller Intel.

Schon im April wurden erste Details zu dessen Chipsatz-Baureihe 7 bekannt, die mit der kommenden, in einer Strukturbreite von 22 nm hergestellte, Prozessoren-Generation Ivy Bridge zusammenarbeiten sollen. Die für den Consumer-Bereich gedachten Chipsätze Z75, Z77 und H77  sollen drei Bildschirme über unterschiedliche Anschlüsse (VGA, DVI, HDMI und/oder DisplayPort) gleichzeitig bedienen können. Sie unterstützen zudem vier DIMM-Speicherbänke, liefern unter anderem vier USB-3.0-Ports sowie SATAIII und PCI-Express-3.0.

Nun werden auch erste Spezifikationen der Chipsätze bekannt, die für den professionellen Einsatz bestimmt sind, und diese unterscheiden sich – wie auch schon in der Vergangenheit – nur wenig von denen, die für die große Masse bestimmt sind. Auch die Q77, Q75 und B75 benannten Chipsätze können bei Bürosystem oder kleineren Workstations, Dank der in den Chips integrieren GPUs das Arbeiten an drei über unterschiedliche Eingänge angeschlossene Bildschirme ermöglichen.

Allerdings fehlen ihnen, im Vergleich zu den Consumer-Chipsätzen, die Ports für PCI-Express 3.0, besitzen aber dafür noch klassische PCI-Ports. Hier kommt Intel den industriellen Großkunden entgegen, die ihre althergebrachten Zusatzkarten weiter nutzen möchten – oder müssen. Außerdem können die Modelle, die für den professionellen Einsatz gedacht sind Intels vPro (Q77), ISB (Q75 und Q77) und SBA (Q77 und B75) nutzen, Technologien, die zum einen die Kommunikation mit in den Unternehmen eingesetzten Maschinen erleichtern sollen und zum anderen für einen besseren Schutz der Nutzdaten sorgen.

Daneben steht bei den genannten Chipsätzen Intels-Smart-Response-Technologie zur Verfügung, die es ermöglicht, eine SSD, wie beispielsweise die 20 GB große Intel 311, als Cache-Speicher zu nutzen, sobald diese an eine Festplatte gekoppelt ist.

Wie die Ivy-Bridge-Prozessoren werden die Chipsätze für das zweite Quartal des nächsten Jahres erwartet. Und dem was bisher schon zu den kommenden Intel-Chipsätzen bekannt geworden ist, dürfte es nicht mehr allzu lange dauern bis Details QS77, QM77, HM77, HM76 und HM75, die für den Einsatz in mobilen Plattformen gedacht sind, durchsickern…

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Anonymous
    Zitat:
    drei Bildschirme über unterschiedliche Anschlüsse (VGA, DVI, HDMI und/oder DisplayPort) gleichzeitig

    In beliebiger Kombination oder gibt es da wie bisher ueblich immer noch Einschraenkungen?
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  • bensen
    Professionell?
    Also nur weil das die Businesslinie ist, sind das noch lange keine professionelle Chipsätze.
    Als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich sofort an den X79 für die Sandybridge E.

    Die Workstation/Server Chipsätze für IvyBridge (die man als professionell bezeichnen könnte) werden die Nachfolger des C200. Ich tippe mal waghalsig auf C300. ;)
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  • Pascha
    Möööhp, 2. Quartal.
    Bin bisher vom 1. Quartal für Sandy Bridge ausgegangen.
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