Qimonda: Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht München hat heute das Insolvenzverfahren bei der Infineon-Tochter Qimonda eröffnet. Der Insolvenzverwalter gibt die Suche nach Ivestoren nicht auf.

Laut Medienberichten, unter anderem der Financial Times Deutschland, wurde heute das Insolvenzverfahren bei Qimonda eröffnet. Wochenlang hatte Insolvenzverwalter Michael Jaffé nach möglichen Investoren beziehungsweise Käufern für die Infineon-Tochter gesucht. Zwar gab es Interesse, doch keine verbindlichen Angebote. Noch immer ist Jaffé auf der Suche nach Geldgebern, er führe »weiterhin Gespräche mit potenziellen Interessenten«, zitiert FTD einen Qimonda-Sprecher. Zuletzt sollen russische Unternehmen abgewunken haben.

Die rund 2500 Angestellten in Dresden und München werden in Transfergesellschaften wechseln, dort erhalten sie für viereinhalb Monate etwa drei Viertel ihres früheren Lohns. Die Finanzierung dieser Übergangsgesellschaften soll durch einen 21-Millionen-Kredit und Unterstützung von der Infineon-Muttergesellschaft gesichert werden. Mit dem Beginn eines Insolvenzverfahrens müssen betroffene Betriebe Löhne und Gehälter wieder selbst zahlen. Dazu ist Qimonda jedoch nicht in der Lage, deshalb wurde die Produktion bis auf eine Kernmannschaft komplett eingestellt.

Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
Qimonda stellt die Dresdener Produktion ein (14. März 2009)
Qimonda stellt Insolvenzantrag (23. Januar 2009)

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