Qimonda stellt Insolvenzantrag
Preisverfall bei DRAM-Chips und extremer Konkurrendruck: Qimonda kommt vorerst nicht mehr auf die Beine. Der Chiphersteller meldet Insolvenz an.
»Es ist ein [Insolvenz-] Eigenantrag eingegangen«, zitiert die Presseagentur dpa eine Sprecherin des Münchener Amtsgerichts. Schon länger kämpft das Infineon-Tochterunternehmen um sein Überleben. Noch im Dezember hatten der Freistaat Sachsen, Portugal sowie der Mutterkonzern Infineon Qimonda mit über 325 Millionen Euro stützen wollen. Doch das kurz vor Weihnachten geschnürte Rettungspaket reicht vorne und hinten nicht – abgesehen davon, dass davon bislang noch kein Cent an Qimonda geflossen ist: Weitere 300 Millionen Euro wären mindestens nötig – insgesamt also über 600 Millionen Euro –, doch so viel will die sächsische Landesregierung nicht zuschießen: »Der Freistaat Sachsen bleibt bei seinem Angebot von 150 Millionen Euro« wird Regierungssprecher Andreas Beese von diversen Medien zitiert.
Insgesamt beschäftigt Qimonda selbst rund 13.000 Angestellte in Dresden, München und Porto. Vor allem für Sachsen (»Silicon Saxony«) könnte die Qimonda-Pleite »gravierende Folgen« haben, wie SZ-Online befürchtet. Es stelle sich die Frage, ob Qimonda-Eigentümer Infineon eine Insolvenz der Tochter verkraften kann. 10 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sollen in der Dresdener Region an Infineon und Qimonda hängen.
Der Qimonda-Aktienkurs verlor nach der Bekanntgabe 65 Prozent ihres Werts, die Aktie von Infineon sank um 9 Prozent. Börsen-Insider bleiben laut ARD-Börse aber gelassen: Mittelfristig sei die Qimonda-Pleite für Infineon »gar nicht so schlecht, da das Thema damit endlich erledigt sei«, so ein Wertpapier-Makler. »Viel tiefer kann die Aktie ja nicht fallen«.
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Qimonda. Das u muss raus
@Lark: Vielen Dank für den Hinweis. Ist uns reingerutscht, mittlerweile korrigiert.
Nach welchen Kriterien werden eigentlich die "News" am rechten Rand ausgesucht?
Wie ist da eine Pleitemeldung über Teldafax von 2001 reingerutscht.
Eher eine "Olds" als eine News....
Oh man, die Banken, die uns den ganzen Schlamassel eingebrockt haben, bekommen Milliarden in den Arsch geschoben - und die Unternehmen, welche eigentlich die Arbeitsplätze stellen, werden hängen gelassen... -> Wir werden von Polit-Versagern regiert!!!
"Börsen-Insider bleiben laut ARD-Börse aber gelassen: Mittelfristig sei die Qimonda-Pleite für Infineon »gar nicht so schlecht, da das Thema damit endlich erledigt sei«, so ein Wertpapier-Makler. »Viel tiefer kann die Aktie ja nicht fallen«."
das mal eben 13.000 leute ihren job verlieren ist dem wohl egal, hauptsache die aktie steigt mal wieder ein wenig?! WIE KRANK IST DAS DENN?
Das ist die Aktiengesellschaft und die Welt in der wir leben.. andere interessieren nicht.
.
Sollte aber mittlerweile bekannt sein.
Da möchte man aber doch teilweise gern Left 4 Dead mit einem Börsenmaklermod
kann sich nur am Kopf fassen haben die wirklich gedacht können mit der Konkurrenz aus China mit halten die speicher Preise waren schon in den Jahren im keller gefallen da hätte man Notbremse ziehen müssen das die Pleite sind normal Krise hat Qimonda Rest gegeben.
Aktienkurs liegt 0,68
So ist das mit der Finanz-Scheinwelt, die sind noch weitaus weltfremder als ein 24h-WoW-Suchti.
Hm, mich wundert hier in Sachsen nichts mehr. Das ganze war von vornherein eine Steuergeldabzocke. Denn wenn ich mir so den Verlauf des Werkes ansehe, ist mir einiges klar.
1.Gründung: Siemens mit Hilfe von Steuergeldern des Freistaates Sachsen
2.Übernahme durch Infineon: nochmals Förderung mit Steuergeldern
3.Übernahme durch Qimonda: und wieder Fördergelder im Spiel
Was soll ich da nur sagen...... Jedes Kleinunternehmen muss betteln um Finanzspritzen vom Staat zu bekommen. Uns Kleinunternehmern hilft kein Schwein, wenn wir kurz vor dem Aus stehen. Aber zum Glück ist mir das bisher erspart geblieben.