Welches NAS für wen? Drei Geräte im Vergleich

Promise NS2300N

Verarbeitung

Das für den Einsatz in einem Heimnetzwerk konzipierte Promise NS2300N bietet im Vergleich zum größeren Bruder NS4300N, welches für den Einsatz in kleinen Unternehmen ausgelegt ist, nur zwei Laufwerkseinschübe. Das Gehäuse des NS2300N besteht aus Kunststoff, ist entgegen den ersten Eindrücken beim Auspacken jedoch gut und passgenau verarbeitet. Die Verwendung von Kunststoff für das Gehäuse schlägt sich selbstverständlich im Gewicht nieder: Somit bringt das NS2300N nur etwa 950 g auf die Waage. Zudem ist es für ein NAS-Gerät mit zwei Laufwerkseinschüben zu einem Preis von etwa 150 Euro günstig zu erwerben.

Bei dem mit Maßen von 145 mm Breite, 92 mm Höhe und 210 mm Tiefe kompakten NS2300N werden ebenfalls die bereits vom NS4300N bekannten Festplattenhalter aus flexiblem Kunststoff verwendet, die sich bei genauerer Betrachtung als sehr robust erweisen. An der Rückseite des NAS-Geräts befindet sich ein Ethernet-Anschluss, eine USB-2.0-Schnittstelle zum Anschluss von USB-Speichergeräten sowie ein Anschluss für das externe Netzteil. Für die Belüftung des Gehäuses sorgt ein 60-mm–Lüfter, dessen Rotationsgeschwindigkeit über die für NAS-Geräte typische Web-Administrationsoberfläche in zwei Stufen eingestellt werden kann.

An der Vorderseite informieren zwei grün leuchtende LEDs über Festplattenaktivität; zwei weitere LEDs über den Betriebszustand sowie über die Netzwerkaktivität.

Ausstattung und Bedienung

Das NS2300N beherrscht die RAID-Modi 0 und 1 und kann bei Verwendung zweier Festplatten mit einer Kapazität von jeweils 1,5 TB eine Gesamtspeicherkapazität von drei Terabyte im Netzwerk zur Verfügung stellen. Die Einrichtung des Geräts geschieht über die bei NAS-Geräten übliche Web-Administrationsoberfläche. 

Diese ist übersichtlich gestaltet und in vielen Punkten selbsterklärend. Die Administrationsoberfläche steht zudem in zehn Sprachen zur Verfügung; darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

Das NS2300N unterstützt den DLNA-Standard (Digital Living Network Alliance), welcher die Interoperabilität zwischen Server- und Endgeräten bei der Übertragung von Audio- und Videodateien im Netzwerk gewährleistet. Der entsprechende DLNA-Server für das NS2300N muss allerdings zuerst per Software-Update als sogenanntes Plug-In nachgerüstet werden. Ebenfalls als Plug-In erhältlich sind ein iTunes-Server und ein Download-Manager, der die Protokolle Bittorrent, HTTP und FTP versteht.

Leistungsaufnahme

Ein großer Pluspunkt des NS2300N ist die geringe Leistungsaufnahme. Diese liegt im normalen Betrieb bei etwa 22,5 Watt und erhöht sich bei Lese-/Schreiboperationen auf etwa 25 Watt. Nutz man die Spindown-Funktion, die die Festplatten nach einer gewissen Zeitspanne ausschaltet, liegt die Leistungsaufnahme nur noch bei verhältnismäßig geringen 12,3 Watt.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Anonymous
    Der Lüfter des Promise-Geräts wächst von 60mm auf der zweiten Seite auf 80mm auf Seite 8 ...
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  • tabaluga
    Hallo, ich habe schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, mir ein NAS-Gerät zuzulegen, mich letztendlich aber aus mehreren Gründen dagegen entschieden, weil ich nun die Notwendigkeit nicht mehr wirklich sehe:

    Die kleinsten NAS kosten ab 150€ aufwärts und fassen in der Regel nur 2 Festplatten. Wenn man nun mehr Platz benötigt, kommt man sehr schnell in Preisregionen jenseits der 400€-Grenze und hat immer noch keine einzige Festplatte verbaut. Ausbaufähig sind diese Modell in der Regel nicht. D.h., sollte später der Bedarf nach mehr Platten sein, müsste man sich ein weiteres NAS anschaffen. Zudem ist man hinsichtlich der unterstützen Protokolle/Server relativ fix an den Vorgaben des Herstellers gebunden.

    Daher habe ich mich zu folgendem entschieden:
    Elitegroup-Mainboard mit Intel Atom 260 (passiv gekühlt)
    1 GB DDR2-533
    Preiswertes Gehäuse mit 400W-Netzteil (Platz für 6 Platten)
    1 GBit-Netzwerkkarte
    FreeNAS-Software
    (altes CD-Laufwerk, um die Software zu installieren)

    Später bei Bedarf kann dann mittels zusätzlichem Controller weitere Anschlusskapazität nachgerüstet werden. Der ganze Spaß hat ca. 145€ gekostet und liefert (laut Windows-Leistungsanzeiger) beim sequentiell kopieren Datenraten bis zu 30MB/s, was mir vollkommen ausreicht. Der Hinweis bei einem Gerät, ein NAS solle deutlich weniger Strom verbrauchen als ein PC, kann man bei den Anschaffungskosten noch verstehen. Die o.g. Systemeinheit verbraucht bei mir (gemessen an der Steckdose) ungefähr 45W. Legt man ein ca.-Verbrauch von 15-20W pro NAS zugrunde kann man sich ausrechnen, wie lange der PC laufen darf (insbesondere ab >2 Festplatten), damit die höheren PC-Stromkosten die deutlich höheren Anschaffungskosten des NAS annähernd erreichen. Das sind Jahre, selbst wenn der PC rund um die Uhr läuft... Und dann habe ich immer noch nicht die Flexibilität des PCs erreicht.
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  • cfrings
    Welches Elitegroup-Mainboard mit Intel Atom 260 hast du verbaut?
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