Fazit
Promise NS2300N
Promise präsentiert mit dem NS2300N ein kompaktes NAS-Gerät für den Einsatz im Heimnetzwerk. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist gut und passgenau ausgefallen. Das Design des Gehäuses ist schlicht, aber dennoch ansprechend. Der im Gehäuse integrierte 80 mm große Lüfter ist bei einem Betrieb bei nur 2400 U/min zwar wahrnehmbar, was allerdings nicht störend ist.
Die Administrations-Oberfläche des NS2300N ist webbasiert. Die Strukturierung des Menüs ist gut gelungen und weitestgehend selbsterklärend. Darüber hinaus steht sie in zehn Sprachen zur Verfügung; darunter natürlich auch in Deutsch.
Einziges Manko in der Gesamtbetrachtung des NS2300N ist die im Vergleich mit anderen NAS-Geräten geringe Datenübertragungsrate im Netzwerk. Positiv wirken sich die geringe Leistungsaufnahme von etwa 12 Watt im Sleep-Modus sowie der relativ niedrige Anschaffungspreis von 150 Euro aus.
Qnap TS-509 Pro
Bei Qnap lautet das Motto "Klotzen statt Kleckern" - und das in jeglicher Hinsicht. Die Ausstattung des TS-509 Pro mit einem Intel Celeron M420 Prozessor und einem Gigabyte Hauptspeicher machen sich in den Datenübertragungsraten im Netzwerk zweifellos bemerkbar. Das Gerät liefert fast durchgängig sehr gute Werte und stellt die anderen Geräte in den Schatten. Darüber hinaus verfügt das TS-509 Pro über sehr viele Funktionen, die es sowohl für Unternehmen als auch Enthusiasten interessant machen.
So viel Leistung hat auch ihren Preis; nicht nur hinsichtlich der Anschaffungskosten. Das TS-509 Pro ist wahrlich kein Energiespargerät und ignoriert das Credo, dass NAS-Geräte weniger Strom benötigen sollten als ein Computer.
Co-World ShareDisk Pro 400
Der Hersteller Co-Word bietet mit dem ShareDisk Pro 400 ein Gerät in der gehobenen Leistungsklasse. Ebenso in der gehobenen Klasse bewegen sich allerdings auch die Anschaffungskosten. Diese liegen im Größenbereich von etwa 1000 Euro - zuzüglich Festplatten versteht sich.
Käufer erhalten dafür allerdings ein sehr flottes Speichersubsystem, welches gegenüber herkömmlichen NAS-Geräten einige Vorteile aufweist. So kann das ShareDisk Pro 400 zwar über die NDAS-Technologie über das Netzwerk eingebunden werden, es verhält sich allerdings wie ein lokales Laufwerk, wodurch Anwender das zu verwendende Dateisystem bestimmen und auch Berechtigungen auf Dateiebene realisieren können. Weiterhin steht Anwendern die Möglichkeit offen, das Gerät anstatt über das Netzwerk per NDAS via eSATA bzw. USB-2.0 direkt an einen Computer anzuschließen, wodurch es das am flexibelsten einsetzbare Speichergerät in unserem Testfeld ist.


Der Lüfter des Promise-Geräts wächst von 60mm auf der zweiten Seite auf 80mm auf Seite 8 ...
Hallo, ich habe schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, mir ein NAS-Gerät zuzulegen, mich letztendlich aber aus mehreren Gründen dagegen entschieden, weil ich nun die Notwendigkeit nicht mehr wirklich sehe:
Die kleinsten NAS kosten ab 150€ aufwärts und fassen in der Regel nur 2 Festplatten. Wenn man nun mehr Platz benötigt, kommt man sehr schnell in Preisregionen jenseits der 400€-Grenze und hat immer noch keine einzige Festplatte verbaut. Ausbaufähig sind diese Modell in der Regel nicht. D.h., sollte später der Bedarf nach mehr Platten sein, müsste man sich ein weiteres NAS anschaffen. Zudem ist man hinsichtlich der unterstützen Protokolle/Server relativ fix an den Vorgaben des Herstellers gebunden.
Daher habe ich mich zu folgendem entschieden:
Elitegroup-Mainboard mit Intel Atom 260 (passiv gekühlt)
1 GB DDR2-533
Preiswertes Gehäuse mit 400W-Netzteil (Platz für 6 Platten)
1 GBit-Netzwerkkarte
FreeNAS-Software
(altes CD-Laufwerk, um die Software zu installieren)
Später bei Bedarf kann dann mittels zusätzlichem Controller weitere Anschlusskapazität nachgerüstet werden. Der ganze Spaß hat ca. 145€ gekostet und liefert (laut Windows-Leistungsanzeiger) beim sequentiell kopieren Datenraten bis zu 30MB/s, was mir vollkommen ausreicht. Der Hinweis bei einem Gerät, ein NAS solle deutlich weniger Strom verbrauchen als ein PC, kann man bei den Anschaffungskosten noch verstehen. Die o.g. Systemeinheit verbraucht bei mir (gemessen an der Steckdose) ungefähr 45W. Legt man ein ca.-Verbrauch von 15-20W pro NAS zugrunde kann man sich ausrechnen, wie lange der PC laufen darf (insbesondere ab >2 Festplatten), damit die höheren PC-Stromkosten die deutlich höheren Anschaffungskosten des NAS annähernd erreichen. Das sind Jahre, selbst wenn der PC rund um die Uhr läuft... Und dann habe ich immer noch nicht die Flexibilität des PCs erreicht.
Welches Elitegroup-Mainboard mit Intel Atom 260 hast du verbaut?