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Toshiba Qosmio X500: Rot und Spiele?

Toshiba Qosmio X500: Rot und Spiele?
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Die Qosmio-Reihe, zu der auch das Qosmio X500-14W gehört, steht bei Toshiba unter dem Zeichen Multimedia und Gaming. Core-i7-CPU und GeForce-Grafik lassen die Erwartungen steigen, doch wie gut gelingt der Spagat zwischen Entertainer und Gamer?

Toshiba Qosmio X500-14WToshiba Qosmio X500-14W

In Toshibas Qosmio-Reihe tummeln sich die Gamer und Entertainer des japanischen Herstellers. Das zeigt sich auch am Design des Qosmio X500-14W mit seinen rot-schwarzen Kontrasten und dem Rautenmuster unter der durchsichtigen Oberfläche. Im Innern bleibt es bei dem farblichen Wechselspiel, zu dem die beleuchtete Tastatur mit ihrem weißen Schein eine weitere Note beiträgt. Rechts sitzt ein vollständiger Ziffernblock, links ein Media Touchfeld mit roter Beleuchtung. Auch der kleine Balken über dem Trackpad ist rot beleuchtet. Die Trackpadtasten setzen sich vom schwarzen Look der Arbeitsfläche ab, denn sie sind rot lackiert und erinnern ein wenig an Christbaumkugeln. Zwischen Tastatur und Display bleibt ein breiter Rand,in den zwei Lautsprecher eingelassen sind, die ebenfalls rot eingefasst sind. Insgesamt wirkt das Qosmio X500 damit sehr schick, ähnlich wie ein Sportwagen, der das dezente aber kraftvolle Chassis durch gezielte Farbhighlights und Streifen betont. Das spiegelnde Hochglanzplastik mag allerdings nicht jeden Geschmack treffen.

In weiten Teilen besteht das Gehäuse des Qosmio X500 aus Kunststoff, was sich in der Verarbeitung punktuell zeigt. Auf kräftigen Druck im Bereich der Handauflage reagiert es mit leichtem Knistern und gibt ein wenig nach. Beim alltäglichen Gebrauch ist das aber absolut kein Problem. Das große Display ist ausreichend verwindungsresistent, dürfte aber dennoch ein wenig härter ausfallen – beim Verwinden des Deckels zeigen sich in der Mitte moderate Spannungsmuster und der Rahmen knackt links. Mit dem gewählten Material war eine höhere Festigkeit aber wohl nicht mehr machbar. Aus Rücksicht auf das Gewicht hat Toshiba die Entscheidung vermutlich nicht gefällt, denn mit seinem 87-Wh-Akku bringt es das Qosmio X500 auf stolze 4822 Gramm. Das (im Betrieb leicht zirpende) Netzteil bringt ein weiteres gutes Kilo die Waage, sodass man mit knapp 6 Kilo auf dem Weg zum nächsten Gaming-Treff ist. Für einen Spiele-Rechner im  18-Zoll Format mit der gebotenen Ausstattung ist das aber angemessen. Das gilt auch für die Verarbeitung, die abgesehen von den genannten Detailschwächen gut ausfällt.

Beleuchtete Tastatur, Ziffernblock, Media-Center-TastenfeldBeleuchtete Tastatur, Ziffernblock, Media-Center-TastenfeldDie Tastatur fällt, wie bei Toshiba nicht unüblich, ein wenig weich aus. Der Hub ist relativ kurz, Anschlag und Widerstand könnten aber härter sein. Die Leertaste fällt ein wenig schmaler aus als gewohnt, ist aber noch nicht zu klein – allerdings neigte ihre Mechanik zum Zirpen. Andere Layout-Experimente verkneift sich Toshiba dankenswerter Weise – sie wären bei so viel Platz allerdings auch unnötig. Einzig der Sechser-Block mit den Bildlauftasten, Einfügen/Entfernen und Pos1/Ende sind über den Ziffernblock gewandert.

Links liegt ein berührungsempfindliches Bedienfeld für Media-Player-Funktionen, das man beim Tippen ab und an mal mit dem kleinen Finger streift und ihm damit einen bestätigenden Piepser entlockt. Außerdem lässt sich dort auch der Eco-Mode aktivieren, der unter anderem den Prozessor heruntertaktet, das Display sowie die Beleuchtung der Tastatur dimmt und Medientastenbeleuchtung  deaktiviert. Mit einem normalen Energiesparschema lässt sich allerdings ein ähnlicher Effekt erzielen, und da das Display ohnehin nicht gerade das hellste ist, fallen die Einsparungen im Leerlauf relativ gering aus.

Das Toshiba BoardDas Toshiba BoardDas Trackpad ist angenehm präzise und leichtläufig, ohne nervös oder zappelig zu wirken. Eigentlich könnte es größer ausfallen – der Platz wäre sicherlich da. Optisch und haptisch ist der Bedienbereich vom Umfeld abgesetzt, denn er ist angeraut. Darunter findet sich aber dasselbe Muster, das auch die Handballenauflage ziert.  Versehentliches Verschieben des Cursors beim Tippen kam nicht vor, doch wer auf Nummer Sicher gehen will, kann das Trackpad über einen Button unter der Leertaste komplett deaktivieren. Multi-Touch-Gesten wie Pinch-Zoom und Drehen versteht es ebenso wie das klassische Scrollen in beiden Achsen. Die Trackpadtasten lösen mit angenehmem Widerstand und deutlichem Klicken sauber aus.

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  • Anonymous , 29. Dezember 2010 16:29
    Guter Laptop ist mir persönlich aber zu teuer!
  • crazymath , 29. Dezember 2010 16:39
    Jedes Jahr 100Pixel weniger in der Höhe...in 8 Jahren sind die Displays ausgestorben! Selbst mein 11Jahre altes 14" Thinkpad hat eine bessere Auflösung in der Höhe...

    Irgendwie ist das Ding eine Fehlentwicklung: Für aktuelle Spiele in maximalen Details reicht es höchstens knapp...das Ding soll aber 2-3 Jahre halten.

    Fürs Arbeiten ist die Auflösung dann wieder zu knapp...immerhin BluRay ist dabei.

    Leider fehlt dann wieder TV, womit das Ding noch nicht als Abspielgerät ausgerüstet ist.

    Und mobil ist es auch nicht...höchstens transportabl...

    Und stationär: Das Gehäuse ersetzt jeden Swiffer. Das Ding zieht nämlich Staub und Fingerabdrücke noch besser an.

    Auf dem Schoss darf das Ding ja auch nicht sein wegen der Hodenstudie ( :-) ). Ich denke, man kommt hier mit einem stationären MiniPC besser weg.

    Und beim Toshibasupport hatte ich bisher nur schlechte Erfahrungen (2mal schlecht von 3mal) gemacht...ist allerdings schon wieder 4 Jahre her.

    Ist mein persönlicher Eindruck -> Ich würde das Teil so nicht kaufen.
  • Techniker Freak , 29. Dezember 2010 16:59
    Zitat :
    Und beim Toshibasupport hatte ich bisher nur schlechte Erfahrungen (2mal schlecht von 3mal) gemacht...ist allerdings schon wieder 4 Jahre her.

    Ist Glückssache, für Toshiba machen zwei Firmen den Support hier in Deutschland, die eine gut und die andere eben nicht.
    Leider kann man es sich nicht aussuchen wer sich um das Gerät kümmert wenn man die RMA anfordert, die teilen nach Auslastung zu.
  • fffcmad , 29. Dezember 2010 17:09
    crazymathDas Ding zieht nämlich Staub und Fingerabdrücke noch besser an.Auf dem Schoss darf das Ding ja auch nicht sein wegen der Hodenstudie ( :-) ).


    Das ist doch kein Würstchengrill ;) 

    Was die Leute haben wollen, ist halt: Schminkspiegel und moeglichst breites Display. Macht keinen Sinn, kostet dem Hersteller jedoch weniger und dem Bauerntölpel gefaellts.
  • h0r5t.gu3nth3r@guest , 15. Januar 2012 23:35
    Ich hab ihn und bin zufrieden - Im Test wurde ein Fehlendes Bluetooth erwähnt - kann ich nicht nachvollziehen denn mein 14W-167 hat Bluetooth. Mit 1666er 8GB macht er richtig was her und auch in Sachen HD Videoschnitt geht dem nicht so schnell die Puste aus.

    Spiele laufen ordentlich - Rage, BF3, BFBC2, NFS-World und X3 kommen mit 16xx/9xx Auflösungen gut und flüssig rüber. Das der mit 18,4" nicht für unterwegs ist und mit fast 8 Kilo auch ganz schön was wiegt sollte jedem klar sein. Als Desktop-Ersatz macht er seinen Dienst sehr gut auf meinem Schreibtisch.