Quad-Core CPU-Architekturen auf den Zahn gefühlt
Inhaltsverzeichnis
- 1. Der 2,8 GHz-Wettkampf
- 2. AMD Phenom II X4, Intel Core 2 Quad
- 3. Intel Core i5, Core i7
- 4. Testsystem
- 5. Ergebnisse: Synthetik-Benchmarks
AMDs Athlon II X4 und Phenom II X4 sowie Intels Core 2 Quad, Core i5 und Core i7 bieten unterschiedliche Eigenschaften und Performance. Aber wie sieht es bei identischen Taktraten mit der Rangfolge hinsichtlich Performance und Effizienz aus?
Wenn es darum geht, ihre CPU-Portfolios abwechlsungsreicher zu gestalten, arbeiten AMD und Intel präzise wie Uhrwerke und decken dadurch auch wirklich jeden denkbaren Winkel des Prozessormarktes ab. Für Käufer, die sich nicht regelmäßig mit der Prozessorentwicklung beschäftigen, dürften es schwierig sein festzustellen, ob der Core i7 oder der Core 2 Quad neuer ist und wie diese im Vergleich zu AMD-Produkten abschneiden.
Vielfalt und seine Tücken
Vor zehn Jahren war es noch recht einfach, mehr über aktuelle Prozessoren herauszufinden und sich dann für ein entsprechendes Modell zu entscheiden. Intel bot einen Prozessor mit sechs verschiedenen Taktraten und AMD hatte das entsprechende Gegenstück im Angebot. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich verändert und ist bedeutend komplexer geworden. Heutzutage lässt sich Performance nicht mehr nur durch die Taktrate allein bestimmen, da mittlerweile auch die Anzahl der Prozessorkerne und die Performance pro Takt eine gleichermaßen entscheidende Rolle spielen. Hinzu kommt, dass mehrere Kerne die Performance pro Kernanzahl vervielfachen können, wobei auch Eigenschaften wie Cache-Kapazität sowie Bus- und Speichergeschwindigkeit zur Variation der Parameter beitragen und damit einen direkten Vergleich erschweren. Dabei darf man nicht vergessen, wie wichtig es ist auch Funktionen wie die Virtualisierungstechnologie in den Produktnamen und die Modellnummer mit einzubeziehen, wobei auch Effizienz und Leistungsaufnahme in Betracht gezogen werden müssen.
Fegefeuer der Marken
Unterschiedliche Modellreihen, bestehend aus individuellen Modellen sind in der Zwischenzeit auf den Markt gekommen. Der erste Schritt ist hier noch recht leicht zu verstehen: AMD hat unterschiedliche Athlon- und Sempron-Modelle vorgestellt, um damit normale und gehobene Marktsegmente entsprechend zu beliefern. Bei Intel hat man es mit den Pentium- und Celeron-Produkten genauso gemacht. Allerdings muss man heutzutage schon fast ein Seminar belegen, um sich mit Namen, Funktionen und Plattformeigenschaften der unterschiedlichen Produkte vertraut zu machen.
Für das Basisniveau bietet AMD auch weiterhin die Sempron-Prozessoren. Die Turions und Athlons, ebenso wie die X2s und die Neos, sind für Notebooks und ähnliches gedacht. Athlon, Athlon II, Phenom und Phenom II kommen in Desktop-PCs zum Einsatz, worauf wir an dieser Stelle nicht genauer eingehen werden. Dafür muss man sich diverse Eigenschaften wie Kernanzahl, Funktionen oder Taktrate ansehen, um alle Modelle nach persönlicher Relevanz anordnen zu können. Die Find-and-Compare-Funktion von AMD bietet eine Auflistung von insgesamt 249 Prozessoren.
Intel macht es seinen Kunden nicht gerade leichter, da das Produktportfolio hier sogar noch umfangreicher ist. Für Notebooks kommen Celeron- und Core 2-Prozessoren zum Einsatz. Hier dient der Atom als preiswerte Basisoption, die allerdings nicht nur auf tragbare PCs und Netbooks beschränkt ist. Die CPU-Produktreihe für den Desktop-Bereich besteht aus dem Core 2 in diversen Ausführungen, dem Core i5 und dem Core i7, ergänzt durch die Pentium- und Celeron-Modelle. Die ARK (Automated Relational Knowledgebase) von Intel bietet entsprechende Informationen zu den jeweiligen Prozessoren.
Testläufe mit 2,8 GHz
Hier halten wir aus offensichtlichen Gründen inne. Wir haben uns zwecks direktem Vergleich für die neuesten Mainstream-Quad-Cores und High-End-Prozessoren entschieden. Dieses Mal haben wir uns nicht nach den von AMD und Intel vorgegebenen Marktsegmenten gerichtet, sondern stattdessen eine Taktrate gewählt, mit der alle Modelle in diesem Testfeld zurechtkommen und mit dieser alle unsere Benchmark-Testläufe durchgeführt: 2,8 GHz.
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Ich frage mich immer, wenn ich so einen Test lese und dieser schon in Kategorien unterteilt ist:" Was hat hier ein 3D Mark Score im Spieleteil zu suchen und vorallem, welcher Gamer spielt noch mit 1280 x 800 bzw. 1024 pixeln im Zeitalter von 22, 23, 24" Monitoren, die einem hinterhergeworfen werden........also was soll so was? Oder hat es vielleicht damit zu tun, dass der AMD Prozessor im Spielebereich vorallem in den gängigen Auflösungen ebenbürtig, bei kleinerem Preis ist?
@meyer5000:
Am besten lies Dir noch mal die erste Seite durch. Es geht hier um CPUs nicht um GPUs! Bei niedrigen Auflösungen limitieren die Prozis, bei hohen Auflösungen die Grafikkarten. Da hier die CPUs verglichen werden würde es also keinen Sinn machen in 1920x1200 oder gar noch höherer Auflösung zu testen.
Bemerkenswert wie der Phenom II "abloost". Interessant wäre noch ein Vergleich zu Rechenleistung pro Anschaffungspreis (oder eben invertiert). Solch einen Vergleich würde wohl ein Phenom besser aussehen lassen und auch real nachvollziehbar sein. (am Geldbeutel fühlbar)
und der der i7 860 hätte auch reingehört da er standartmäsig die 2,8GHz hat und bei den meistens tests noch vor dem i7-920 liegen müsste.
Das Fazit sagt alles: Intel = teure Systemanschaffung, dafür im nachinein effizienter (verbrauch/leistung) | AMD = günstigere Systemanschaffung, dafür im nachinein uneffizienter (verbrauch/leistung)

Läuft im Grunde aufs gleiche hinaus, aber nur die wenigsten brauchen einen i7.
Für mich ist AMD der herzensieger!
ich hätte hier gerne noch den athlon2 x4 gesehen - die 45watt variante. die hätte in sachen preis/leistung/verbrauch sicher etwas zum test beizutragen, vor allem für leute, die einen guten mainsream-pc mit minimalem stromverbrauch bauen wollen.
Ich finde deisen Test sehr interessant. Man hat so einige Platformen als Vergleich. Wie hier schon erwähnt wurde, hätte ein Athlon II X4 auch noch in das Testfeld gehört. Somit hätte man von AMD und Intel alle aktuell erhältlichen 4- Kern Modelle miteinander vergleichen können.
schöner vergleich. Aber mir fehlen auch i7-860 und athlon x4
@meyer:
nicht jeder hat das geld sich einen 24 zoller hinzustellen.klar die preise sind gesunken,kein zweifel.....
allerdings um deine frage zu beantworten,wer noch auf 1280x1024 spielt
ich^^
es ist schön zu sehen, dass der Q9550 immer noch völlig ausreicht um aktuelle Anwendungen oder Spiele zu bewältigen
Zu 50 % ein definitiv mehr als nötiger und lange schon überfälliger Test. Aber: mir fehlt eine Gegenüberstellung des AMD/der AMDs @ Stock mit auf 3,2 bzw 3,4 GHz übertakteten Intels. So ist das nur die halbe Wahrheit.
Schöner Test, insbesondere zeigt er bei gleicher Taktung die Unterschiede der CPU-Architekturen und Fertigungsverfahren.
Und da wird auch deutlich, was auf AMD im neuen JAhr zukommen wird, wenn die bisherige Intel-Mittelklasse um i3 und weitere i5 CPUs ergänzt werden wird. AMD muss nach eigenen Plänen ja noch bis 2011 mit der aktuellen Phenom II Architektur auskommen, da wird auch die Einführung eines 975 den Preisrutsch der eigenen Palette nicht aufhalten können.
Mir schwant Böses für AMD, mir schwant böses für den Konsumenten.
Denoch darf wie schon im Fazit erklärt, das Preisleistungs- und nicht das Taktleistungsverhältnis (bei dem Preistaktverhältnis z.B. würde AMD gewinnen) kaufentscheident sein: Immerhin ist ein Pferd mit 3 Beinen auch nicht schneller als ein Esel mit 4.
@Derfnam
Hab letzte Woche erst mit FormatC diskutiert über Q6600 u. PhII bei 3,4 GHz. Während die Leistung bei 2,5GHz ähnlich hoch ist (THG-Benchm), meint FormatC, dass der Intel-Prozessor vom steigenden Takt deutlich mehr profitiert. Konnte das zumindest nicht widerlegen, würd ich aber gern ;-)
Macht uns THG also ein Geschenk und testet die 5 mit 3,4GHz nach?!
Dieser Test zeigt nochmal sehr deutlich wie weit (oder eben auch nicht) die Architekturen auseinander liegen und fördert auch nichts Überraschendes zu Tage. Es ist zum Glück oft genug genannt worden, dass das keine generelle Aussage über Gut/Schlecht einer CPU ist, sonst würde das an dieser Stelle mal wieder die reinste Schlammschlacht werden.
@ xxl-et: es ist so, zumindest beim Q9400. Vergleich mal die Werte, einmal der Q9400:
http://www.au-ja.de/review-intel-q9400-22.phtml
Und hier der 965 BE:
http://www.au-ja.de/review-amd-phenom2-x4-965-22.phtml
@derfnam
Sehr schöne Tests, kannte ich noch nicht!
Q9400@2,66GHz und PhIIX4 955@3,2GHz => 540MHz und 420 Punkte Differenz
QX9770@3,20GHz und PhIIX4 965@3,8GHz => 600MHz und 355 Punkte, erwarten würde man bei gleicher Skalierung 460. Da wir aber hier im Bereich von 5000 Punkten sind, skaliert der QX um ca. 10% besser als der Phenom und bekommt daraus ca. 2% mehr Punkte. Nicht viel, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
Aber insgesamt muss ich Euch wohl Recht geben.
"Der Core 2 Quad ist der direkte Kontrahent des Phenom II X4 von AMD, der allerdings merklich zurückliegt." Also bei einem Unterschied im Performance Index von nur 1 % kann man kaum von merklich sprechen. Das Ergebnis bestätigt viel mehr die allseits bekannte Tatsache, das der PII mit dem C2Q ebenbürtig ist aber nicht mit Core i5/i7 Architektur mithalten kann.
"Der Core 2 Quad ist der direkte Kontrahent des Phenom II X4 von AMD, der allerdings merklich zurückliegt." Also bei einem Unterschied im Performance Index von nur 1 %, kann man kaum von merklich sprechen. Das Ergebnis bestätigt viel mehr die allseits bekannte Tatsache, das der PII mit dem C2Q ebenbürtig ist aber nicht mit Core i5/i7 Architektur mithalten kann.
Habt ihr beim 965 auch die Spannungen gesenkt oder nur den Takt??? Finde darüber grade nichts oder überlese ich das nur??? Sonst ist die Verbrauchsmessung nämlich in höchstem Maße unfair!!! da der 965 normal bei 3,4 GHz läuft und das mit einer sehr hohen stock voltage erkauft wurde! Die Intels im Test laufen von Haus aus ja schon in dem 2,8GHz Bereich
zudem wäre ein Vergleich zu einem hochgetakteten 605e interessant, da hier der L3 Cache fehlt, von Intel habt ihr ja auch mehrere Architekturen getestet.
Das der AMD 965 30-40% billiger ist, ist ja auch nicht ohne.