Ballern im Browser mit HTML5
Auch wenn der Blog-Post auf den 1. 4. 2010 datiert ist, handelt es sich dabei nicht um einen Aprilscherz: Per HTML5 und WebGL ist bei Google eine Version von Quake II entstanden, die vollständig im Browser läuft.
Wie im Blog-Eintrag bei Google zu lesen ist, diente die bereits existierende Java-Portierung der Quake-II-Engine mit dem Namen Jake2 als Ausgangspunkt. Zusammen mit WebGL, WebSockets und viel Refactoring wurde sie mit dem Google Web Toolkit als Java-Script cross-kompiliert. Man sei selbst überrascht, wie gut das Ergebnis dann lief, heißt es im Google-Blog weiter. Immerhin habe man selbst auf Laptops meist locker 30 fps bekommen. Das passende "Beweisvideo" liefert man gleich mit:
Man darf nicht vergessen: Dies ist mehr eine Machbarkeitsstudie als ein ernst gemeinter Versuch, ein Spiel in den Browser zu portieren. Zumal man heute mit der gezeigten Grafik wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen könnte - da sieht selbst Farmville besser aus. Auf Crysis und Co im Broswer sollte man auf absehbare Zeit also nicht hoffen. Da sind schon eher Firmen wie OnLive interessant, die Spiele aus der Cloud auf den heimischen Rechner streamen und damit den Spieler vom Hardwarehunger unabhängig machen wollen.
Wie dem auch sei: Wer sich den Sourcecode selbst anschauen und vielleicht daran herumprobieren möchte, kann dies direkt auf den Seiten des Quake II GWT Port tun. Voraussetzung ist dabei natürlich ein Browser, der HTML5 versteht.
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Trotzdem leider eine Totgeburt. Das Ruckeln im Video kommt leider nicht vom Video
Und das Spielen im Browser funktioniert zeigte schon QuakeLive... nur viel eindrucksvoller
Das mit dem Ruckeln musste ich auch feststellen, als Machbarkeitsstudie aber ok und hat sicherlich noch Potenzial.
Auch wenn es ruckelt, so muss man doch anerkennen, was die Programmierer in einem stinknormalen Browserfenster fertigbringen, was sonst nur mit DirectX und Co. zu schaffen ist. Das könnte möglicherweise DER Durchbruch für Linux werden, wenn dort auch ein HTML5-fähiger Browser läuft.Dann dürfte ein wichtiges Kriterium für Windows wegfallen: Die Gameplattform!
ich sehe schon: um ein programm zum laufen kriegen, muss ein OS heutzutage viel ressourcen verschleudern; in zukunft läuft ein programm nicht mehr auf dem OS sondern im Browser, der wiederum im OS läuft - echt tolle entwicklung...
Mir gefiel da die Idee des Aussenseiters von M$ wesentlich besser, der eigentlich programme losgelösst vom OS auf einem CPU-kern laufen haben will!
Google entwickelt ein BS das in diese Richtung geht, somit ist der Grundgedanke nicht verkehrt und unter Linux ist das eh kein Problem
>Da sind schon eher Firmen wie OnLive interessant, die Spiele aus der
>Cloud auf den heimischen Rechner streamen und damit den Spieler vom
>Hardwarehunger unabhängig machen wollen.
genau das gegenteil wüd ich behaupten..
openGL im browser hat genau gleichviel "hardwarehunger" (wenn nicht mehr)
Ich erinnere mich noch an den Netscape 3 und das laute Gedöns um VRML. Und? Kennt kein Mensch mehr...