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Prüfstand Oberklasse RAID-Controller: Adaptec 5er Serie

Prüfstand Oberklasse RAID-Controller: Adaptec 5er Serie
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Bei Endkunden dürften RAID-Kontroller eher selten im Einkaufskorb liegen, besteht das übliche Klientel doch eher aus Systemfachleuten, die mit derartigen Controllern ihre Speicherlösungen befeuern. Adaptecs neue Series 5 Controller-Familie wurde für den Workstation-Bereich, Server mit DAS-Speicher (Direct Attached Storage), SAN-Anwendungen (Storage Area Network), NAS-Storage (Network Attached Storage) und weitere Lösungen entwickelt, die für kleine, mittlere und große Unternehmen unerlässlich sind. Wir wollten wissen, wie sich die neuen SAS/SATA Combo-Karten im Vergleich zu den bekannten Größen am Markt schlagen.

adaptec raid series-5

Zwecks Anschlussmöglichkeiten für Laufwerke waren Controller-Karten früher unerlässlich. Das hat sich durch ein gestiegenes Maß an Integration der Controller-Logik geändert und prompt sind zusätzliche RAID-Karten in Geschäftsbereiche für spezielle Anwendungen aufgerückt. Ausgeklügelte RAID-Controller kommen vor allem im Workstation- und Server-Bereich zum Einsatz; weniger in Desktop-Rechnern der Spitzenklasse. Die aktuelle Generation von RAID-Controllern ist allerdings nicht nur leistungsstark und außergewöhnlich flexibel, sondern ist auch hervorragend skalierbar. Die Karten lassen sich mit preiswerten SATA- oder sehr schnellen SAS-Festplatten verwenden und können dabei Laufwerke intern oder extern koppeln.

Vor der Markteinführung von SAS (Serial Attached SCSI) positionierte sich ein Controllers rein durch seine Anschlussart auf dem Markt: Controller mit UltraATA oder SATA gehörten zu den Basismodellen für kleine und mittelständische Unternehmen, SCSI-Produkte fanden aufgrund der ausgefeilten Funktionen und der flexibleren Konnektivität eher den Weg ins gehobene Unternehmenssegment. Heute bezeichnet man SAS-Controller auch als Unified Serial Controller, soll heißen: Ein SAS-Gerät verträgt sich sowohl mit SAS- als auch SATA-Festplatten und kann diese sogar gleichzeitig betreiben.

Jeder SAS-Controller verfügt zwar über eine festgelegte Anschlussanzahl (Ports); allerdings ermöglicht SAS auch den Betrieb von vier 300 MB/s SAS-Verbindungen durch Multi-Lane-Kabel oder Expander. Administratoren können durch SAS Edge-Expander zusätzliche Laufwerke anschließen und dadurch eine so genannte SAS-Domäne erstellen. Alle Laufwerke in einer solchen Domäne werden durch den Unified Serial-Controller verwaltet – in etwa wie bei Ethernet mitsamt Switches.

Den Markt für Unified Serial-Controller muss man also nach Port-Anzahl unterteilen, da anspruchsvollere Modelle eine immense interne Bandbreite benötigen und sich auch der Funktionsumfang der jeweiligen Produkte unterscheidet. Unified Serial-RAID kann man zudem auch erstellen, indem man die Bearbeitung aller ausstehenden Arbeitslasten dem Systemprozessor überlässt (Host-basiertes RAID) oder man Hardware-Beschleunigung bereitstellt (Hardware-RAID).

Die neuen Series 5 PCI Express RAID-Controller von Adaptec werden von einem 1,2 GHz Dual Core-Speicherprozessor angetrieben, bieten einen sehr üppigen Funktionsumfang und sind in acht verschiedenen Versionen mit vier bis 28 Ports in einer internen und/oder externen Port-Konfiguration erhältlich.

Alle 17 Kommentare anzeigen.
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  • impaled , 15. Mai 2008 14:40
    Ob Crysis damit schneller startet ? Habenwill..........
  • Nicht ich , 15. Mai 2008 14:59
    .... dannn kaufen musst! Es gibt Händler, die haben soviele davon, dass die sogar welche verkaufen....
  • slurm_mckenzie , 15. Mai 2008 15:41
    Nettes Gerät. Die 512MB Cache tun ihr übriges. ;)  Jedoch sollte im Privat-/ nicht Profigebrauch das Geld eher in eine SSD fließen, oder keins vom beiden. So ein Controller ist meistens nur bei gewerblicher Nutzung interessant. Wenn beim absoluten Enthusiasten die Geldbörse sehr locker sitzt, kann auch beides angeschafft werden. Die 2000€ Marke kann bei einem RAID5 aus Controller und SSDs schon mal fallen. ;) 
  • pschmid , 15. Mai 2008 16:03
    Dann würde ich lieber in eine wirklich schnelle Flash-Platte investieren...
    siehe http://www.tomshardware.com/reviews/ssd-memoright,1926.html

    Gruß
    Patrick Schmid
  • Anonymous , 15. Mai 2008 16:21
    Das ist doch Quatsch. Profis kaufen nicht beides.

    Um Dein Dreirad auf 300kmh zu beschleunigen, baust Du entweder einen Porschemotor+Breitreifen drauf oder Du baust einen Propellermotor+Flügel dran. Keiner käme auf die Idee, alles auf einmal dranzubauen, um noch schneller zu werden. Das bringt nämlich überhaupt nichts.

    So ist es auch hier.

    Ein RAID verbessert Dir in erster Linie die Zugriffszeiten und in zweiter Linie den Datendurchsatz, mit dem Du fast das Maximum dessen erreichst, was überhaupt zwischen Speicher und Platte hin und her transferiert werden kann.
    Eine SSD bietet bereits das Maximum an Geschwindigkeit: Zugriffszeiten sind fast Null und Datendurchsatz ist am Limit.
    Also entweder nimmst Du normale Platten und machst die mit RAID schneller oder Du nimmst SSD. Aber beides gleichzeitig ist Mumpitz.
    slurm_mckenzieNettes Gerät. Die 512MB Cache tun ihr übriges. Jedoch sollte im Privat-/ nicht Profigebrauch das Geld eher in eine SSD fließen, oder keins vom beiden. So ein Controller ist meistens nur bei gewerblicher Nutzung interessant. Wenn beim absoluten Enthusiasten die Geldbörse sehr locker sitzt, kann auch beides angeschafft werden. Die 2000? Marke kann bei einem RAID5 aus Controller und SSDs schon mal fallen.

  • acidrecords , 15. Mai 2008 17:15
    warum schafft es th eigentlich nicht die verwendeten controller settings anzugeben!!!!?

    wo ist die info zur stripe size, cache settings (von platte und controller) und auch die info zur verwendeten block size??!

    diese tests sind nicht mehr als laien tests wenn mans genau nimmt!!

    ich habe dies schon oft bei den raid tests direkt bei th angefragt doch es kam nie eine antwort so sehen die besten settings aus die verwende ich auch gleich. zurück!!!!

    diese tests sind nicht nachvollziehbar, nicht aussagekräftig genug und bringen besitzern der karten nichtmal etwas in bezug auf: aha diese settings sind gut die stell ich bei mir auch ein.
  • ma_sta , 15. Mai 2008 19:57
    hallo
    testet doch endlich mal die neue VST 2008 von der ciprico.com, wie seit der cebit angekündigt... es gibt seit dem monat auch amd support, sb600/700er werden nun uach untersützt, bin im mailverkehr mit den herrn. wär mal interessant was man für 49? mit phenom erwarten kann im vergelich zu den hardwareraids...
  • BlackX , 15. Mai 2008 20:06
    Quatsch andersherum bei RAID erhöht sich den Datendurchsatz und Zugriffszeit bleibt gleich RAID mit SSD verbessert zusätzlich die Zugriffszeit. Am besten eine SSD als Systemplatte und 2 x 1TB als RAID 0
  • Techniker Freak , 16. Mai 2008 00:42
    Wenn das Geld so locker sitzt kann man sich auch nen Hyperdrive4 holen, schneller gehts echt nicht, die SSD kann man ja noch im IO Bereich in die Knie zwingen.
    Problem bei den Hyperdrive das es nur DDR Speicher ist, DDR2 würde mehr Kapazität bieten und wäre günstiger. Mit SATA2 oder SAS wäre auch genügend Bandbreite da, dann könnte der Spaß richtig losgehen :-D
  • Anonymous , 16. Mai 2008 09:25
    Wer sagt, dass Raidcontroller für Privatanwender keine Rolle spielen.
    Hab seit längerem schon nen RAID5 zwar nur mit nem Highpoint, aber der is für den Preis echt ned schlecht !
  • konkretor , 16. Mai 2008 23:23
    @thg

    wurde der controller heiß?

    habt ihr mal die temp gemessen, das teil ist ja nur passiv gekühlt und sollte ordendlich heizen.

    in einem anderen forum wurde der controller so heiß das jemand seine wakü erweitet hat und den controller mit kühlt
  • chris1284 , 17. Mai 2008 08:13
    für den heimgebrauch total übertrieben. da reicht ein guter onboard sata-controller und mittelklasse platten wie zb die Seagate Barracuda 7200.11 und man hat auch seine 390mb/s. diese konfig zb kostet insgesammt (board und 4 platten = 2TB speicher) auch 400€. somit wesentlich günstiger wenn man rechnet das der einzele kontroller schon um die 300€ kostet, dann noch das mb und die platten. dafür kann man sich schon nen guten mittelklasse pc fürs gamen bauen.
  • derGhostrider , 18. Mai 2008 22:00
    @gelöschtes Profil:
    RAID verbessert i.d.R. NICHT die Zugriffszeiten. Dies ist nur bei einigen wenigen RAID-10 Setups der Fall, jedoch ehr die Ausnahme.
    Es gibt sogar viele RAID-Controller, mit denen die Zugriffszeiten dann den Bach runtergehen.

    RAID-Systeme verbessern in erster Linie die Ausfallsicherheit und in zweiter Linie die Transferraten und die maximale Kapazität.

    Eine Verringerung der Zugriffszeit kommt erst bei bestimmten Verwendungen vor, also "viele gleichzeitige Zugriffe" und auch dann klappt es nur, wenn der Controller hier wirklich etwas durch gutes Umsortieren erreichen kann. Hier ist dann also der Cache mit entscheidend und so kann es allerdings durchaus sein, daß in Verwendung mit SAS Festplatten (bzw SATA mit NCQ) auch die "Wartezeiten" mit langen Befehelswarteschlangen abnimmt.

    Die reine Zugriffszeit bleibt konstant. Die Zugriffe werden (mit Glück) nur so umsortiert, daß sie optimal ablaufen. Das sollte aber Aufgabe der Festplatte (wie gesagt NCQ) sein und nicht des Controllers.


    SSDs am RAID-Controller wären natürlich Wahnsinn. Nicht im Negativen Sinne, sondern deswegen, da man 0,1ms Zugriffszeiten mit 600MB/s Transferraten kombinieren könnte, falls denn die Controller schnell genug sind, damit sich die Zugriffszeiten nicht merkbar verschlechtern.
    Der größte Vorteil von SSDs sind nunmal die geringen Zugriffszeiten. Vielleicht bei einem extrem stark belasteten Webserver interessant... Auch in unserem Unterenehmen wurden schon vor langer Zeit in bestimmten Systemen super teure SSDs eingesetzt. Grund: Niemand wußte so recht, warum die Server immer so langsam liefen bzw Kundenanfragen mit Fehlern quittiert wurden. Nach genauerer Untersuchung wurde festgestellt, daß die Bandbreite nicht das Problem war, aber dort zehntausende winzige Anfragen eintrudelten und in Warteschlangen aufliefen Warteschlange voll + weitere Anfrage = Fehler. Die 15k SCSI-Platten kamen da nicht mit. Mit SSDs geht's. :) 
  • Anonymous , 21. Mai 2008 08:40
    Also ich hab einen Adaptec 5805 und einen Adaptec 4805 privat im einsatz.
    Als Festplatte am 5805 hab ich 4x Fujitsu 147GB mit 15000rpm.....
    Und für den 4805 hab ich 3 Sata Platten von WD mit je 500GB....

    Die geschwindigkeit liegt mit HDtune bei dem SAS raid bei ca 300 MB/sec im Durchschnitt die zugriffszeit bei 5,9 msec.

    Aber heiss werden tut der 5805 das ist nicht normal. Hab ihn im noch eine 40x40x10 Lüfter spendiert da er direkt über einer Geforce 8800GTX hängt die Temperatur dabei bewegt sich bei ca 80 Grad (trotz von mir angebrachtem Lüfter).....
    Bei einem andren Gehäuse mit onboard Grafik und GehäuseLüfter dirkt über dem controller sinds ca 70 Grad...
    Das langt zum Finger verbrennen
  • tux-job , 27. Mai 2008 08:26
    @Gelöschtes Profil / derGhostrider

    Hab in meinem (Heim-)Rechner ein Raid5 (ARC-1220(256MB) + 4xWD500AAKS)und hab 25ms Zugriffszeit (nach SIS-Benchmark)... :( 

    Was sagt Ihr dazu? Eine eine einzelne AAKS hat ~9ms (+SATAII&NCQ)...

    Kann man da noch irgenwas rausschinden...

    (Muss dazu sagen, dass ich die Kiste erst seit Februar hab und vorher noch keinerlei Feindkontakt mit Controller+RAID5 hatte)

    MfG, tux-job

    Nachtrag:

    Was kann ich eigentlich machen um die Initalisierung meines RAIDs beim Booten zu beschleunigen? (der Krempel brauch bestimmt 15Sekunden bis das BIOS den Kontroller gefunden, und dieser wiederum das RAID gestartet hat)

    Der ARC sitzt auf einem GA-X48-DQ6... (siehe Sys.-Konfig.)

    Danke... :) 
  • derGhostrider , 27. Mai 2008 17:14
    @Tux-job:

    Es kommt da leider auch immer auf den Benchmark an. :-/ Je nachdem, was der getestet hat, kann es realistisch sein (man muß nur die Anzahl der ausstehenden IOs zu hoch wählen).

    Du könntest Dich z.B. mal mit IOmeter auseinandersetzen. Das ist nicht nur kostenlos, sondern auch bestens für RAID-Controller geeignet. Ursprünglich wurde IOmeter von Intel entwickelt, ist nun aber OpenSource.

    Dort kannst Du dann eigene Testkriterien festlegen und somit auch halbwegs sinnvoll die Zugriffszeit bestimmen.

    Ansonsten: Teste doch mal die Zugriffszeit mit einem der Benchmarks, die auch Tomshardware verwendet hat, damit Du einen Vergleich hast.
    25ms finde ich ansonsten etwas zu viel. Aber wie ist das RAID eingerichtet? Wie hast Du die Blockgröße gewählt?
  • nightporter , 17. Dezember 2008 19:57
    also die halbwahrheiten und das mangelnde wissen gerade der ersten einträge ist schon arm.
    ansonsten kann ich mich nur acidrecords anschließen. warum auch bei diesem test wieder keine nachvollziehbaren voraussetzungen geschaffen wurden ist inzwischen klar auf der hand.
    thg willl nicht das man diese " test" nachvollziehen bzw. prüfen kann.passt in das übrige bild der politik die hier oft gemacht wird