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RAM-Overclocking: Was bringt's? Fünf Speicherkits im Test

RAM-Overclocking: Was bringt's? Fünf Speicherkits im Test
Von , Achim Roos

Overclocking bei CPU und Grafikkarte führt nicht selten zu deutlich mehr Leistung, doch wie sieht das Ergebnis aus, wenn man die RAM-Module übertaktet? Dieser Frage sind wir im Testlabor nachgegangen.

Geht es ans Tuning der System-Hardware, stehen diejenigen Komponenten im Fokus, die generell Änderungen an ihren Betriebseinstellungen zulassen und die man durch solche Modifikationen im Idealfall dazu überreden kann, mehr Leistung zu bringen als im Standardmodus. Bei Overclockern besonders beliebt ist deshalb die CPU, weil ein kleiner Tweak hier und dort große Wirkung haben kann, meist gefolgt von der Grafikkarte und der SSD als schnellem Festplatten-Ersatz, wobei es sich in letzterem Fall streng genommen weniger um Tuning als vielmehr um ein Upgrade handelt.

Doch wie sieht es bei einer weiteren PC-Komponente, den RAM-Modulen, mit dem Overclocking-Potenzial aus? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir uns fünf RAM-Kits mit 2 x 4 GB beziehungsweise 2 x 8 GB Speicher ins Testlabor geholt und auf ihre Übertaktungs-Fähigkeiten überprüft. Dabei wollten wir zum einen wissen, inwieweit sich Speicherriegel tunen lassen, die vom Hersteller nicht explizit als Overclocker-RAM angeboten werden. Deshalb haben wir auf diese spezielle RAM-Sorte verzichtet und uns auf Standard-Module konzentriert, soll heißen, auf DDR3-Speichermodule mit Taktfrequenzen um die 1600 MHz und einer typischen Betriebsspannung von 1,50 Volt. Um herauszufinden, inwieweit sich das Übertakten der RAM-Kits lohnt, haben wir die fünf Testkandidaten zum anderen mit Standard-RAM-Modulen gleicher Spezifikationen verglichen.

Mit dabei sind die folgenden fünf Produkte:

  • AMD Entertainment Edition (2 x 4 GB, AE34G1601S2-U)
  • Corsair Vengeance (2 x 8 GB, CMZ16GX3M2A1600C10)
  • Corsair Vengeance LP (2 x 4 GB, CML8GX3M2A1866C9R)
  • G.Skill Ripjaws X (2 x 4 GB, F3-12800CL9D-8GBXL)
  • G.Skill Ripjaws X (2 x 8 GB, F3-14900CL10D-16GBXL)
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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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  • Gaensebluemchen , 13. August 2012 16:18
    Hallo :) 
    Ich vermisse 1333er RAM, aber gut.
    Müßte das Fazit nicht eher lauten, dass der günstigste ValueRAM ohne Gedöns völlig ausreicht?

    Nebenbei: 1,65 V sind zuviel für Ivy Bridge, 1,575V ist die Obergrenze. Und wenn ich die Stelle irgendwann nochmal finde, aus der das hervorgeht (oder den Thread, in dem die gepostet war), reiche ich die/den nach :) 
  • benkraft , 13. August 2012 16:54
    @Gaenseblümchen - 1333 RAM kostet aktuell nicht wirklich weniger als 1600er. Gibt also keine guten Gründe dafür. Aber mit deinem Fazit hast du an sich Recht. Interessant ist, dass AMD trotz kürzerer Timings bei gleicher Geschwindigkeit durchweg am Tabellenende landete.

    1,65V gehen auch mit Ivy Bridge - wir reden hier ja nicht von der Kernspannung sondern vom RAM. Zumindest bei meinem System läuft es problemlos. Allerdings MUSS es nicht sein, das stimmt. Zumal immer mehr Anbieter auch mit low-power-Modulen herauskommen, die mit 1,35 Volt laufen.
  • Gaensebluemchen , 13. August 2012 17:08
    Naja, viele haben/hatten 1333er RAM (oder sogar nur 1066er) in ihren alten Kisten (So 1156 oder AM3). Die Frage, ob der ohne Leistungseinbußen übernommen werden könnte, wenn man sich jetzt n Ivysystem würde bauen wollen, wird in dem Test halt nicht geklärt.

    Ich meine die Betriebsspannung des RAMs, steht irgendwo in den Datenblättern zu dem Zeugs, ich weiß nur nicht mehr, wer das mal wo gepostet hat.
  • Techniker Freak , 13. August 2012 17:48
    @Gaensebluemchen
    Intel hat die maximal zulässige Speicherspannung schon mit Sandy-Bridge von 1.65V auf 1.575V abgesenkt.

    Ich persönlich glaube nicht das der Speichercontroller auf 22nm nun mehr aushält als vorher und würde von derartigen Speicherspannungen eher Abstand nehmen. Es ist inzwischen auch kein Problem mehr, Speicher bis DDR3-2400 zu finden der sich mit 1.5V zufrieden gibt. Bei 8GB Modulen ist die Auswahl bis DDR3-2133 auch noch recht groß.
  • Gaensebluemchen , 13. August 2012 19:03
    Hm. Bezüglich Sandy war überall von 1,65 V die Rede. Was die 1,575 V bei Ivy angeht sind wir jedenfalls jetzt schon zwei ;) 
  • Techniker Freak , 13. August 2012 19:18
    Ich bin mir ziemlich sicher das nur Nehalem und Westmere bis 1.65V durften und das sie diese Grenze dann mit Sandy-Bridge auf 1.575V gesenkt haben. Muss mal schauen ob ich den Artikel wiederfinde, wenn ich nur noch wüsste wo das war :??: 

    Edit:
    Habe was gefunden:
    http://www.pc-max.de/artikel/arbeitsspeicher/test-patriot-division-2-viper-extreme-8gb-1600mhz-ddr3-arbeitsspeicher/9639
    http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=929765

    So wie ich das jetzt verstehe, vertragen die Mainboards für Sandy-Bridge eine Speicherspannung bis 1.65V, aber der Speichercontroller in der CPU selber nur 1.575V.
  • Gaensebluemchen , 13. August 2012 19:35
    Yup: das, was der Falke (#7) da auszugsweise gepastet hat, ist genau die Stelle, die ich meine.
    Und die ist jetzt also von SB, wenn ich die als Antwort auf die seinerseits gepastete Frage interpretiere.

    Schriftlich und von Intel ist immer besser ;) 
  • Techniker Freak , 13. August 2012 19:48
    Hab ich nun sogar gefunden, das Intel Datenblatt zur Sandy-Bridge. :D 
    Auf Seite 82 stehen dann die Spezifikationen für den Speichercontroller.

    Die Intel Seite ist wahnsinnig unübersichtlich.

    Edit:
    Ich habe mir spaßeshalber das Datenblatt zur Ivy-Bridge angesehen, die geht sogar nur bis 1.5V für den Speichercontroller!
  • Gaensebluemchen , 13. August 2012 20:17
    Yo, ich hatte das schonmal selber dort gesucht und bin nach ner Weile wieder geflüchtet.
    Und im OC-Fred zum 2600K ist es auch, eben entdeckt:
    http://www.tomshardware.de/foren/id-102537/tagebuch-overclocking-2600k.html

    Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :D 
  • Anonymous , 13. August 2012 21:17
    hey, ich bins wieder und überal wo Gaenseblümchen was schreibt muss ich auch was schreiben :D 
  • TNC-Flipstar , 14. August 2012 00:16
    Dann aber auch mal Produktiv phil81i.

    Seid Sandy sind schon die 1,575V max. die von Intel angegeben werden, aber auch 1,65V Module machen bei Ivy so wie Sandy keine Probleme, Ivy hat eigentlich nur noch 1,5V nicht mehr nicht weniger.

    Ich betreibe auch Module mit 1,25V und das minimum was angegeben ist sind 1,425V.

    Datenblatt Sandy:
    http://www.abload.de/image.php?img=sandy_bridge_voltagesxsiog.jpg

    Datenblatt Ivy:
    http://h10.abload.de/img/voltages1prmc.png
  • muscledick@guest , 14. August 2012 01:03
    wiedermal lange Weile in der Redaktion und mal wieder nen ram testen mit schon wieder dem Ergebnis "is wurscht" fehlt eigentlich nur mal wieder der Hinweis das onboard Grafik schneller läuft mit schnellem ram .... gähn
  • arutha87 , 14. August 2012 01:25
    Noch eine Bemerkung zum Corsair Vengeance LP:
    Die 1.35V gibts nur bei der weißen Edition, welche nur als 2x4GB, CL 9-9-9-24 und 1600 MHz hergestellt werden.
  • Brat , 14. August 2012 05:27
    an den autor: ein vergleich im oc bereich der rams zur commaned rate von 2t->1t wäre auch sehr interessant gewesen
  • avaka , 14. August 2012 07:56
    Bei RAM zum günstigen Markenkit greifen was in den Specs der Mainboards drin steht ENDE
    Die letzte Prozessorarchitektur (ausgenommen heutige APUs!) die solche RAMs brauchte war doch Core2Duo und zwar zum übertakten im 1:1 Verhältnis.
    Is schon ne Weile her aber mir hat mal einer gesagt, dass in der Prozessortechnik alles daran gelegt wird, RAM-Zugriffe zu reduzieren. Ein Grund für mehrere MB große Cachestufen und die Tatsache, dass Hyper-Mega-Ultra-RAM absolute Geldverschwendung ist. Hört sich plausibel an, obs stimmt...
  • Techniker Freak , 14. August 2012 10:41
    @TNC-Flipstar
    Das es funktioniert bedeutet noch lange nicht das es auf Dauer keine Probleme gibt. Eine CPU kann mit einem zu hohen Vcore auch eine ganze Weile stabil laufen und dann erst später den Dienst quittieren.
    Das es keine Mindestspannung gibt für die Speichcontroller verwundert mich auch etwas aber wenn es nicht möglich ist den Speicher mit einer so niedrigen Spannung zu betreiben, das der Controller nicht mehr sauber läuft, dann gibt es nach unten auch keine Einschränkungen.

    @avaka
    Sehe ich auch so, wenn man keine Benchmark Rekorde aufstellen will reicht für ein System mit dedizierter Grafikkarte der einfachste kompatible RAM aus.

    @benkraft & Co.
    Mich hätte bei so einem Test noch interessiert wie sich die Speicherspannung auf die CPU Temperatur auswirkt.
  • TNC-Flipstar , 14. August 2012 10:51
    Wie lange gibt es jetzt schon Sandy CPUs?
    Genau so lange betreibt der ein oder andere auch schon seine CPU mit 1,65V Ramspannung (der ein oder andere wahrscheinlich sogar mit noch mehr) und ist deswegen schon ein Speichercontroller / eine CPU abgeraucht?
    Ich wüsste von keinem bisher, das dürfte noch im toleranzbereich liegen.

    Zu wenig Spannung kann genau so schädlich sein wie zu viel Spannung, laut Intel sind dann ja die 1,5V das Ideale für die Ramspannung bei Sandy/Ivy.

    Die Speicherspannungen hat keine wirklichen Auswirkungen auf die Temperatur der CPU unter Volllast bzw. wenn im Bereich von 1-2°.
  • derGhostrider , 15. August 2012 15:19
    Zitat :
    Im Test kam es zu Abstürzen beziehungsweise Fehlermeldungen in Memtest+, als wir die Betriebsspannung bei unveränderten Timings auf 1,65 V erhöhten.
    WIESO sollte man das denn freiwillig machen? Ist OC unmöglich, nur weil man die Spannung nicht jenseits aller Spezifikationen erhöhen kann oder wie sähe das OC-Potential denn ohne eine derartige "Grill-mich"-Einstellung bei der Spannung aus? Immernoch 0? Das habe ich wohl überlesen.

    Aber abgesehen davon halte ich (bekannter Maßen) nichts vom OC. Es bringt einfach herzlich wenig, wie es auch der Test eindrucksvoll zeigt. Erst recht in den Tests, in denen der normale Speicher besser abschneidet als der übertaktete. Wenn man dann auch noch Spannungen jenseits von gut und böse anhebt, darf man sich nicht wundern, wenn die CPUs (integrierte Speichercontroller!) irgendwann das zeitliche segnen oder das System einfach instabil wird, da die CPU übertrieben schnell gealtert ist.

    Schön, daß es mal wieder aus aktuellerer Sicht beleuchtet wurde, wie sinnfrei doch das Übertakten ist.