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Speicher, Schnittstellen, Akkuverbrauch

Test Motorola RAZR i: Kann Intel Smartphone?
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Keine Überraschung bei der Speicherausstattung

Wie schon bei der Prozessorleistung gilt auch bei der Speicherausstattung: Das Motorola RAZR i ist nicht fürs Premiumsegment bestimmt. Dazu ist ein Datenspeicher mit einer Größe von 8 GB, von dem etwas mehr als 5 GB genutzt werden können, zu wenig. Speicherhungrige Anwender müssen allerdings nicht vor dem Smartphone zurückschrecken. Eine microSD-Karte ist zwar nicht im Lieferumfang enthalten, allerdings können Karten mit einer Größe von bis zu 32 GB in den seitlichen Schacht eingeschoben werden.

Datenverkehr

Das Motorola RAZR i macht nicht nur beim Telefonieren eine gute Figur. Das Smartphone schlägt sich sehr ordentlich, wenn es darum geht Daten über Netzwerke auszutauschen. Gerade beim klassischen Surfen gefällt es mit vergleichsweise kurzen Ladezeiten. Werden unterwegs mobile Datennetze genutzt, benötigt das kleinste Modell der aktuellen RAZR-Baureihe etwa 3,5 Sekunden um die mobile Webseite von Tom's Hardware zu laden. Deutlich schwerer tut sich die Intel-Hardware dagegen, wenn sie Videos von der Youtube-Webseite abspielen soll, dann vergehen mehr als 11 Sekunden bis ein zehnminütiger Filmclip mit HD-Auflösung abgespielt wird.

In WLAN-Netzen ist man schneller unterwegs: Schon beim Laden der Tom's-Hardware-Seite ist das Smartphone eine Sekunde schneller und benötigt demzufolge nur noch 2,5 Sekunden. Noch deutlicher ist der Unterschied beim Abrufen des HD-Films von der Youtube-Seite: Bereits nach 7 Sekunden wird das Video wiedergeben. Dennoch bleibt der Eindruck, dass das Abspielen von Netzvideos nicht einer der Stärken das RAZR i gehört. Das zeigt sich auch beim Vor- oder Zurückspielen des Clips. Bei größeren Sprüngen muss man schon etwas Geduld mitbringen bis der Film von der entsprechende Stelle wiedergegeben wird - auch hier vergehen leicht 7 Sekunden.

Das RAZR i ist ein echter Langläufer

Ein CPU-Kern braucht weniger Strom als viele. Diese simple Weisheit gilt auch für Intels Atom-SoC. Zudem gibt Intel an, den Prozessor hinsichtlich des Stromverbrauchs optimiert zu haben, hält allerdings genauere Details zurück. Doch wie auch bei vielen anderen CPUs des Herstellers liegt das Geheimnis offensichtlich in einer dynamischen Taktrate. Die maximale Geschwindigkeit von 2 GHz wird nur im Bedarfsfall abgerufen.

Außerdem verbaut Motorola einen recht großen Akku, der eine Kapazität von 2000 mAh bereithält und es dem Smartphone so ermöglicht beispielsweise 9 Stunden und 20 Minuten lang HD-Videos abzuspielen. Hier spielt sicherlich auch eine Rolle, dass das Display mit einer Diagonale von 4,3" eine mittlere Größe besitzt und vergleichsweise dunkel bleibt, sodass schon allein deswegen weniger Strom benötigt wird. Doch auch wenn lediglich MP3-Dateien bei ausgeschaltetem Bildschirm abgespielt werden beeindruckt das RAZR i. Es hält mehr als zwei Tage durch und schaltet sich erst nach 55 Stunden und 5 Minuten ab.

Dennoch, das RAZR i bleibt ein Smartphone. Intensives Surfen hinterlässt auch bei dem Intel-Smartphone seine Spuren. Nach einer Stunde im Netz ist der Füllstand des Akkus laut Anzeige um 20% gesunken. Noch schneller entleert sich das Smartphone bei anspruchsvolleren Spielen. Nach einer Stunde Race of Champions reduziert sich die im Akku gespeicherte Energiereserve 26%; nach vier Stunden müssen ambitionierte Spieler also eine Steckdose suchen.

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  • TomsBlubber , 22. November 2012 08:26
    Mit welchem Browser wurde denn im Bereich Datenverkehr getestet?
  • matthias wellendorf , 22. November 2012 13:01
    Die Test wurden alle mit dem vorinstallierten Android-Browser durchgeführt.
  • hadev , 22. November 2012 13:22
    "Dass Intel offfenbar selbst nicht so ganz an die Konkurrenzfähigkeit seines SoCs mit den Highend-ARM-Boliden glaubt, zeigt die Wahl der GPU."
    Nee, das zeigt sich vor Allem dadurch, dass es nie von Intel als Hi-end deklariert wurde. Das kommt erst mit den folgenden (multicore)Modellen.

    Das Telefon ist jedenfalls gelungen. Es bietet das beste internet-Erlebnis, dass ich jemals auf einem Androiden hatte, Empfang und Sprachqualität sind überdurchschnittlich, viel mehr brauche ich nicht.
    Einziger echter Kritikpunkt von meiner Seite ist diese dämliche virtuelle SD-Card aus internem Speicher, wegen der man keine Apps auf die echte SD-Card verschieben kann. sehr nervig!
  • Tesetilaro , 22. November 2012 16:24
    solange die anderen häufigen Probleme der Razr Serie behoben wurden:
    - SIM ständig nicht erkannt
    - häufige Abstürze / Neustarts
    - nicht funktionierende Home Taste

    Ich hatte das große Vergnügen ein Gerät "testen" zu dürfen, daß gleich alle 3 Fehler hatte...
    schade, ich wollte wirklich von Samsung zu Motorola zurück - aber so nicht *g*
  • fffcmad , 22. November 2012 16:44
    "Dennoch wird deutlich, dass die ARM-SoCs längst nicht mehr die lahmen Gurken sind, als die sie Intel gerne hinstellt. "

    Der Atom ist eine lahme Gurke. Und ARM erst recht. Der ATOM basiert auf dem P54C, einem Pentium 1! Auf Stromsparen getrimmt und mit neuen Opcodes/ Hyperthreading und besserer Speicheranbindung/ Integration. Wenn Intel es angeht und den Atom technisch auf Pentium 3 Niveau anhebt bei gleichem Energiebedarf kann ARM einpacken.
  • hadev , 23. November 2012 03:45
    @Tesetilaro
    Ich habe keines dieser Probleme gehabt bislang, habe das Gerät seit release.
  • Tesetilaro , 23. November 2012 09:25
    Zitat :
    @Tesetilaro
    Ich habe keines dieser Probleme gehabt bislang, habe das Gerät seit release.


    hi hadev, ich habe ja auch nicht behauptet, daß alle das haben, ich habe nur als meine Fehler auftraten bei einer
    kurzen recherche im Netz feststellen dürfen, daß das Problem mitnichten mich alleine betrifft, sondern eine große Zahl an Nutzern.

    Also hoffe ich für das neue Gerät, daß derartige Probleme der Vergangenheit angehören, für mich ist das Thema Motorola aber halt erst mal gestorben - u.a. auch wegen der deutlich spürbar schlechteren Performance des normalen Razr im Vergleich zum Galaxy R, vom S2 ganz zu schweigen ;) 
  • matthias wellendorf , 23. November 2012 09:54
    @hadev

    Was die Fehler anbetrifft, so konnte diese im Test nicht nachvollzogen werden. Wären sie aufgetaucht, dann hätten sie Erwähnung gefunden. Ich schreibe ja keine Werbetexte.

    Und auch bei anderen Motorola-Smartphones sind mir solche Probleme nicht untergekommen. Ich selbst nutze noch ein RAZR der ersten Generation. Damit lassen sich im Übrigen auch die spürbar schlechtere Performance im Vergleich zum Galaxy R oder S2 nicht feststellen. Der Tegra 2 ist definitiv der langsamere SoC, während das S2 etwa auf Augenhöhe liegt.

    In unserem Vergleichstest vom Anfang des Jahres fehlt zwar das S2, aber der Unterschied zwischen RAZR und LG Optimus Speed ist mehr als deutlich:
    http://www.tomshardware.de/Smartphone-Superphone-Android-iPhone,testberichte-240911-11.html
  • Gudi , 23. November 2012 10:02
    Ich gehöre zum potenziellen Käuferkreis des Gerätes.
    Wie dunkel ist das Display wirklich? Von zu dunkel bis völlig ausreichend liest man so ziemlich alles.
  • modena , 23. November 2012 10:22
    Auch Tegra 2 profitiert klar von Android 4 und höher.
    So rennt das Galaxy R mit 4.0.4 wirklich sau gut, was vor allem im Browser und der GUI auffällt.
    Auch die Benchmarks sind viel besser als unter GB.
    Und das obwohl dort eigentlich die schwächere Variante des des Tegra 2 im Vergleich zum LG OS verbaut ist.

    Die CPU des Tegra 2 ist wohl nicht ganz auf dem Niveau vom TI44XX, die GPU ist aber schon einiges stärker. Die Unterschiede sind aber nicht gross.

    Im Vergleich zum SII hat das Razer mit TI, eine ähnlich starke CPU (eher minim schwächer) und eine
    viel, viel schwächere GPU. Auch der Exynos hat stark von ICS profitiert.
  • matthias wellendorf , 23. November 2012 10:58
    @ Gudi

    Die Helligkeit des RAZR-i-Display ist nicht berauschend, aber dennoch ausreichend. Selbst an der frischen Luft, bei hoher Sonneneinstrahlung, sollten die Bildschirminhalte noch halbwegs gut lesbar sein.
  • Gudi , 23. November 2012 11:35
    Danke für die Antwort.
    Wenn man nicht unbedingt auf Smartphones mit Riesendisplays steht, ist die Auswahl nicht wirklich dicke. Kompromisse muss man immer eingehen. Beim HTC One S ist die Empfangsleistung wohl ziemlich mies, wenn man nicht gerade neben einem Sendemasten schläft.
    Samsung bietet das alte Galaxy, das aber wohl empfindlicher ist. Aber zwischen denen wird es sich wohl entscheiden.
  • matthias wellendorf , 23. November 2012 11:44
    Gegen das One S spricht auch, dass in den meisten Fällen nicht mehr der Qualcomm MSM8260 der S4-Generation verbaut ist, sondern ein S3-SoC. Der ist mit 1,7 GHz getaktet - vermutlich um eine halbwegs gute Performance zu leisten. Allerdings dürfte das deutlich zu Lasten des Akkus gehen.

    Stände ich vor einer Entscheidung, würde ich wohl auch das Motorola bevorzugen, auch wenn das One S alles andere als ein schlechtes Smartphone ist.
  • hadev , 25. November 2012 23:59
    @matthias wellendorf
    " Ich schreibe ja keine Werbetexte."

    Glaube ich dir. Aber ich habe auch nichts von Fehlern erzählt, das war jemand Anders. ;-)
    Mein einziger Kritikpunkt bleibt das Speicherproblem. (Apps können nur auf virtuelle SD-Card verschoben werden, nicht auf die physische.)
    Das nervt mittlerweile ziemlich. Für solche Einschränkungen sind 5GB heutzutage einfach zu wenig.
  • stanfordbinet , 7. Juli 2013 15:02
    Zitat :
    @matthias wellendorf
    Mein einziger Kritikpunkt bleibt das Speicherproblem. (Apps können nur auf virtuelle SD-Card verschoben werden, nicht auf die physische.)
    Das nervt mittlerweile ziemlich. Für solche Einschränkungen sind 5GB heutzutage einfach zu wenig.


    Vorweg - ich hoffe nicht gegen irgendein Gesetz der Foren-"Kultur" zu verstoßen, wenn ich in diesem antiken Thread poste :) 

    Sofern du das Telefon noch besitzt/benutzt... wage den "Versuch":

    Ich bin kein Android Experte & besitze mehr oder weniger äußerst beschränktes Background-Wissen diesbezüglich- aber selbst ich habe es Zustande gebracht, in sub 30 Minuten (inkl. Research) den Bootloader zu entsperren, es zu rooten, eine Custom Recovery zu installieren, gefolgt von arman68's infiniROM @xda-developers.com.

    Nun ist das Speicherproblem gelöst + ich habe ~5-6 Std. Display-on time (surfen, Musik hören etc.) bei 48-72h Standby und flüssigerer Bedienung - kein Vergleich zu Stock.

    Selbst Leute mit aktuellen QuadCore Telefonen (HTC One, Xperia Z) staunen - teils fassungslos, wie schnell mein Razr i ist (abgesehen von Spielen oder irgendwelchen "Dodel"-Benchmarks) und wie effizient es arbeitet.

    Das mit Abstand "smarteste" Telefon, welches ich je in meinen Händen hatte.
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