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Die Doppelchipkarte Radeon HD 5970 besitzt schon fast monströße Abmessungen. Mit fast 31 cm Länge ist ein tiefes Gehäuse ohne störende Festplattenkäfige Voraussetzung. Das Testmodell kommt direkt von HIS. Der Kühler entspricht dem Referenzdesign und ist mit Aufklebern der Herstellers verziert. Die Taktraten orientieren sich an den Vorgaben von ATI und betragen somit 725 MHz beim Grafikchip (GPU) und 1000 MHz beim Speicher. Unterstützt wird das Board durch 2 x 1024 MB GDDR5-Ram. Der Grafikchip beherrscht das Shader Modell 5, was DirectX 11 entspricht.
Unter der schwarzen Kunststoffabdeckung arbeiten zwei Cypress-GPUs, die über eine interne Crossfire-Verbindung miteinander kommunizieren. Man kann die Doppelchips auch unter der Bezeichnung Hemlock finden. Die GPUs stellen jeweils 1600 Stream-Prozessoren zur Verfügung (2 x 2154 Mio. Transistoren) und machen die Riesenkarte damit zu einem Rechengiganten. In der 3D-Leistung kann sich die HD 5970 fast immer an die Spitze der Benchmarks setzen. In der Gesamtauswertung zeigt sie die besten Ergebnisse. Nach Prozenten (normalisiert) muss sie lediglich einigen SLI-Kombis von Nvidia weichen. Richtig stark ist die Doppelchipkarte mit vierfacher und achtfacher Kantenglättung (AA) ab einer Auflösung von 1920x1200 Pixel - von hier an setzt sie sich an die Spitze.
Überraschend gut ist die Kühlung. Durch die Fertigung in 40 nm kommt die Karte mit lediglich einem Lüfter aus. Der sitzt ganz am Ende des Boards und befördert die warme Abluft durch einen Luftkanal aus Schlitzen im Slot-Blech raus. Unter 3D-Last bleibt die Temperatur bei 86 und 81 Grad Celsius, der Geräuschpegel liegt bei 46,6 dB(A), was 3 dB(A) weniger als bei der Doppelchipkarte Geforce GTX 295 sind. Im 2D-Betrieb wird problemlos auf 157/300 MHz (GPU/Speicher) herunter getaktet, was den Lüfter dazu veranlasst, seine Arbeit mit 36,2 dB(A) schön leise zu verrichten. Für die Stromversorgung sind ein 6-Pin- sowie ein 8-Pin-PCIe-Stecker notwendig, zwei passende Adapter werden von HIS mitgeliefert.
Für die Kühlung wurden die Luftschlitze im Slot-Blech über die volle Breite gezogen. Bei den Einzelchipkarten der 5000er-Serie gehen sie sonst nur zur Hälfte. Dadurch muss bei der Radeon HD 5970 der fest integrierte HDMI-Anschluss weichen. Dafür gibt es zwei DVI-Ausgänge und einen festen Mini-Display-Port mit Adapterkabel. Für HDMI und VGA liegen DVI-Adapter dem Lieferumfang bei. Zusätzlich erhalten Käufer einen Steam-Gutschein für das DirectX-11-Rennspiel Dirt 2 und ein kleines Werkzeug-Set mit Staubpinsel und einer LED-Lampe. Insgesamt eine nette Idee von HIS, das Hardware-Paket mit etwas nützlichem aufzuwerten.
- Die Generation "DirectX 11" ist angebrochen
- Grafikchips im Vergleich und Testkonfiguration
- HIS H597F2GDG (HD 5970 2x1024 MB)
- Sapphire HD5850 1G GDDR5 (HD 5850 1024 MB)
- Sapphire HD5870 1G GDDR5 (HD 5870 1024 MB)
- Benchmark Fallout 3
- Benchmark Far Cry 2
- Benchmark F.E.A.R. 2
- Benchmark Left4Dead
- Benchmark The Last Remnant
- Benchmark Tom Clancy’s Endwar
- Benchmark Tom Clancy’s H.A.W.X
- 3DMark06 1280x1024p Default
- Gesamtleistung
- Leistungsaufnahme, Geräuschpegel und Temperatur
- 3D-Leistung nach Auflösung und Kantenglättung sortiert
- Gemischte Crossfire-Kombinationen
- Fazit – ATI wieder an der Spitze
