IBM knackt die Petaflop-Grenze

»Roadrunner« hat’s gepackt: Als erster Supercomputer durchbricht ein System des US-Forschungszentrum in Los Alamos die Petaflop-Grenze. Mit 1,026 PFlops ist er über doppelt so schnell wie der bisherige Weltrekordhalter BlueGene/L.

IBM ist weiter weltweit führend auf dem Gebiet der schnellsten Cluster-Systeme. Jahrelang belegte das Modell BlueGene/L unangefochten Platz eins in der Liste der schnellsten Supercomputer, Top500.org. Derzeit leistet das System 478 TeraFlops (Floating Point Operations Per Second). Durch immer neue Ausbaustufen ließen die Entwickler der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance, ihn vom Olymp der weltschnellsten Supercomputer zu stoßen.

Doch nun ist es anscheinend so weit: Wie US-Medien, unter anderem auch die New York Times, melden, lässt der ebenfalls auf IBM-Komponenten basierende Cluster-Rechner »Roadrunner« den BlueGene/L ebenso hinter sich wie der gleichnamige Rennkuckuck den Koyoten in den frühen Kurzfilmen von Warner. Und zwar gleich richtig: Mit umgerechnet über einer Billiarde Rechnenoperationen pro Sekunde ist Roadrunner aus dem Stand weg über doppelt so potent wie der Blaue Riese der Lawrence Livermore National Laboratories.

Um 1,026 Petaflops zu erreichen, wurden 16.000 AMD-Opteron-Kerne und PowerXCell-8i-CPUs miteinander gekoppelt. Etwa 133 Millionen US-Dollar kostet der Spaß. Derzeit steht Roadrunner noch im IBM-Center in Poughkeepsie, soll aber im Los Alamos National Laboratory in New Mexico seine Heimat finden. Dort wird er harte Nüsse zu knacken bekommen: Klimaveränderungen und die Forschung an Atomwaffen stehen auf der Tagesordnung.

Offiziell wird sich BlueGene/L vielleicht noch kurze Zeit mit dem Label des schnellsten Rechners weltweit schmücken können: Die Anmeldefrist für die Halbjahres-Konferenz Ende Juni, auf der die jeweils aktuelle Top500-Liste präsentiert wird, ist am 15. April abgelaufen. Zur kommenden Supercomputing-Konferenz wird Roadrunner zu spät kommen.
Bild: The New York Times

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16 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Zitat: "16.000 Opteron-Kerne"

    Warum steht da nicht AMD Opteron?

    Wären es Xeons gewesen, ich wette es hätte Intel dabei gestanden.
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  • @Denken: Kein Problem, noch AMD dazuzuschreiben ...
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  • Paranoia, ick hör Dir trapsen... :)
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