Unified Serial RAID-Controller für PCI Express
Inhaltsverzeichnis
- 1. SAS und SATA: Mit Unified Serial Controllern kein Problem
- 2. SAS gegen SATA - oder doch miteinander?
- 3. Laufwerks-Trends: 2,5“ auf dem Vormarsch
- 4. Adaptec RAID 3805
- 5. Atto Express SAS R348
- 6. ICP 5085BL
- 7. RAIDCore RC5252-8
- 8. Vergleichstabelle und Testkonfiguration
- 9. Testergebnisse: Zeitbedarf für Array-Erstellung, I/O-Performance RAID 5
- 10. Testergebnisse: I/O-Performance RAID 6
- 11. Testergebnisse: Datendurchsatz RAID 0
- 12. Testergebnisse: Datendurchsatz RAID 5
- 13. Testergebnisse: Datendurchsatz RAID 6 und RAID 6 kompromittiert
- 14. Testergebnisse: Datendurchsatz RAID 5 kompromittiert
- 15. Fazit: RAIDCore ist Hardcore, Adaptec Vernunft

Professionelle oder semi-professionelle RAID-Controller haben sich seit der Serialisierung von SCSI erheblich verändert. Die parallelen SCSI-Standards verteilen zudem ihre komplette Bandbreite von bis zu 320 MB/s über alle Geräte. Das war zudem nur möglich, indem Geräte mit Hilfe von teuren und empfindlichen Flachbandkabel aneinandergereiht wurden. SAS (Serial Attached Small Computer System Interface) unterstützt eine fest zugeordnete Bandbreite von 300 MB/s pro Port, Multi-Lane oder einzelne Gerätekabel, wahlweise redundante Verkabelung sowie auch internen bzw. externen Gerätebetrieb. Controller sind sogar SATA-kompatibel, was bedeutet, dass Sie SATA-Laufwerke hoher Kapazität mit extrem schnellen SAS-Festplatten an einem Controller betreiben können. Schließlich ist auch der Übergang von PCI-X zu PCI Express in vollem Gange, was für uns Grund genug ist, uns RAID-Controller für Server der Einstiegs- und Mittelklasse genauer anzusehen.
Viele von Ihnen werden sich womöglich fragen, ob der Kauf eines dedizierten RAID-Controllers in Anbetracht von leistungsstarken integrierten SATA-Controller überhaupt sinnvoll ist. Ein aktuelles Beispiel ist Intels ICH9R, den man mittlerweile auf vielen gehobenen Motherboards wie dem Asus P5K-WS (P35-Chipsatz mit PCI-X-Schnittstelle) oder dem P5K64-WS (Quad PCI Express Slots) findet. Seit die Motherboard-Hersteller Spitzenmodelle mit hochwertigen Spannungsreglern und erstklassigen Bauteilen ausgerüstet sind, lässt sich der Qualitätsunterschied zwischen einem High-End Desktop-Motherboard und einem Low-End Serverprodukt nur noch anhand der Funktionen eindeutig feststellen. Wer braucht bei einem Motherboard mit sechs SATA/300-Anschlüssen, fortschrittlicher RAID-Verwaltung und einem Dual- oder Quad-Core-Prozessor für die Paritätsberechnung eines RAID 5 noch einen dedizierten und teuren RAID-Controller?
Für Projekte, Benutzerdaten und Anwendungen auf einem kleinen Arbeitsgruppen-Server wird eine derartige Lösung sicher reichen, wenngleich sie auch hier an ihre Grenzen stoßen könnte. Sobald Sie aber anspruchsvolle RAID-Level (RAID 50, 60) brauchen, reichen integrierte Lösungen einfach nicht mehr aus. Steht plötzlich der Anschluss von sechs Laufwerken bevor, so ist der Umstieg auf einen anderen Controller unvermeidlich. Sollten Sie Wert auf eine ordentliche Verwaltung Ihrer Laufwerke legen oder wollen Ihre Storage-Lösung in einer externen Appliance betreiben, so sind SAS, altmodische SCSI-Lösungen oder fragwürdige Paketlösungen mancher Hersteller Ihre einzigen Optionen.
Von letzterem raten wir Ihnen dringend ab. Schließlich sind Sie hier oft gezwungen, der Verwaltungsfunktionalität zuliebe den RAID-Controller und eine externe Speichereinheit im Paket zu kaufen. Unser Artikel Going the SAS Storage Way (Englisch) bietet Ihnen reichlich Informationen über Serial Attached SCSI: Einzelheiten zu Schnittstellen, Kabeln, Erweiterungen, Backplanes, Festplatten, Host-Adaptern, Geräten und Gehäusen. Verglichen mit SATA bietet eine SAS-Festplatte außerdem bedeutend bessere Leistung. Allerdings sollten Sie beim Kauf eines Unified Serial Controllers für Ihr Unternehmen vor allem auf Kompatibilität mit SATA und flexible Einsatzmöglichkeiten achten.
Ein Nachtrag zu diesem Test mit dem neuen Areca ARC-1680, der ja auch SAS und SATA parallel unterstützt, wäre hochinteressant.
Mich würde bei der xor-Berechnung über die CPU die Prozessorauslastung (und der dadurch enstehende Mehrverbrauch) interessieren, da bei den IOPs die Verlustleistung im Bereich 15W liegen wird. Vieleicht entsteht durch den stark spezialisierten IOPs ein Vorteil im Bezug auf die Gesamtverlustleistung des Systems.