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Kein 3DNow! mehr in kommenden AMD-CPUs

von - quelle: Tom's Hardware DE

In einem vergleichsweise kleinen Blogeintrag kündigt Prozessorhersteller AMD etwas nicht ganz Unwichtiges an: Den Anfang vom Ende der hauseigenen SIMD-Befehlserweiterung 3DNow! Damit geht eine Ära zu Ende.

In einem Blogeintrag vom 18. August 2010 mit der nüchternen Überschrift "3DNow! Instructions are Being Deprecated" erklärt Sharon Troia von AMD, dass die 3DNow!-Befehle nicht weiter unterstützt würden und in einigen kommenden AMD-CPUs gar nicht mehr implementiert werden sollen. In diesen nicht weiter benannten neuen Modellen werde das Feature Flag für 3DNow! nicht mehr gesetzt. Als einzige Ausnahme bleiben aus der Befehlssatzsammlung zwei Instruktionen erhalten, nämlich PREFETCH und PREFETCHW. AMD empfiehlt, Programme bei denen noch 3DNow!-Befehle zum Einsatz kommen auf SSE zu migrieren. Dazu gibt AMD den Hinweis:

If you are interested in changing your 3DNow! code to SSE, you can reference Appendix A of the AMD64 Architecture Programmer’s Manual, Volume 5.  It lists the recommended SSE substitutions for those considering porting 3DNow! code to SSE.

Damit geht eine Ära zu Ende, denn 3DNow! war lange Zeit das Symbol des Widerstands von AMD gegen den scheinbar übermächtigen Gegner Intel. Im Jahre 1998 mit dem K6-II-Prozessor eingeführt, sollte 3DNow! gegen Intels SIMD-Befehlssatzsammlungen (Single Instruction Multiple Data) MMX und später SSE sowie dessen Nachfolger antreten. Gegenüber MMX konnte 3DNow! vor allem bei der Fließkommaberechnung punkten. Allerdings fand AMDs-SIMD-Sammlung nur wenig Unterstützung, da die meisten Entwickler sich wohl auf der sicherern Seite wähnten, für die weiter verbreiteten Intel-CPUs zu optimieren oder weder die eine noch die andere Plattform zu bevorzugen. Fairerweise muss man anmerken, dass 3DNow! heutzutage nur noch marginale Relevanz besaß, da SSE und seine Nachfolger einen breiteren Funktionsumfang boten und auch von AMD angenommen wurden. Eine große Lücke entsteht, zumindest bei aktueller Software, insofern nicht.

Die SIMD-Rivalität zwischen AMD und Intel ist damit allerdings noch lange nicht passé. Nach wie vor brauen die beiden CPU-Schmieden ihr eigenes Süppchen. So hat AMD bei SSE4a eingeführt, die allerdings nichts mit Intels SSE4 zu tun hat. Intel baute hingegen bei den Prozessoren der Penryn-Generation SSE4.1 und dann bei den Nehalems SSE4.2 ein. Die 32-nm-Clarkdales besitzen mit AES-NI sogar noch einen Zusatz, der die AES-Ver- und Entschlüsselung beschleunigen soll. Bei den kommenden CPUs der Sandy-Bridge-Familie wird gemunkelt, dass neben dem AVX-Stack, der vor allem Fließkommaberechnungen in 256 Bit Genauigkeit beschleunigt, auch eine dedizierte Recheneinheit für das Transkodieren von Videos implementiert sein soll.

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Iceman2212 20/08/2010 11:32
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-0+

kleiner Fehler im Text:
Sharon Troia von AMD, dass die 3DNow!-Befehle nicht weiter unterstützt würden und in einigen kommenden AMD-CPUs gar (nicht mehr) nicht mehr implementiert werden sollen.

anonymous 20/08/2010 13:55
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-0+

was wird jetzt nur aus den kollegen von planet3dnow.de :D

aarfy 20/08/2010 14:25
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Die benennen sich um in PalnetSSE4.a.de .. achne geht ja nicht 2.de ist ja nicht zulässig .. na dann werden die in Urlaub gehen müssen bis AMD bei SSE4.aa angekommen sind.

fffcmad 20/08/2010 14:45
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--1+

Ich fand das damals bei 3Dmurks 99 max voll lustig: Mit SSE: stabile Framerate um die 180FPS, fluessige Animation.

Mit 3DNOW >> 200FPS schwankend, aber immer leicht ruckelig.
Auch mit Vsync war das reproduzierbar. SSE 120Hz /120FPS: Butterweich, mit 3DNOW 120Hz, 120FPS gefuehlt leicht stotternd. Kann ich mir bis heute nicht erklaeheren.

Athlon XP...

modena 20/08/2010 16:13
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-0+

Das ist eine schlechte Implementierung des Software Proggers.
Diese benutzen meist den Intelcompiler und dieser katriert Funktionen
oder bremst automatisch ein, wenn eine andere als eine Intel CPU gefunden wird.

Ist auch Teil des Rechtsstreits Intel VS AMD und auch die Wettbewerbsbehörden wollen Intel deswegen an die Wäsche.

fffcmad 20/08/2010 17:04
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--2+

Eher nicht, denn mit 3DNow lieferte 3DMurks mehr FPS. Zudem hatte 3Dmark 99 und 3Dmark 2000 fuer jeden CPU-Typ eine andere Libary. Mit dem Compiler hat das also eher wenig zu tun. Zumindest nicht so, wie du das denkst. Ich glaube einfach, das bei der Nutzung von 3DNow mit verringerter Genauigkeit gerechnet wurde (Koennnte die leichten Bildspruenge erklaeheren) oder das 3DNow generell dieses Problem hat, je nach dem wie man das implementiert.

checkmate 20/08/2010 17:33
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Es gab Zeiten, da wäre man ohne MMX Unterstützung gar nicht ausgekommen. MMX durch andere Befehle zu umgehen war praktisch nicht machbar. Nun soll der Grund gestorben sein, warum ich meinen Pentium 1 133MHz in den Abfall warf. WIN98 jedenfalls lief für damalige Ansprüche recht ok (RAM 384MB).

fffcmad 20/08/2010 17:52
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Besonders fuer Sound/ Musik war MMX eine echte Ueberlegung wert. Wenn ich mir ueberlege wie mein 486iger (Der war recht schnell) oder der Pentium 120MHz bei Modfiles oder Sound in Spielen abgekotzt haben. (Hatte ne SBpro 16Bit) Mit MMX konnte man dann locker 44KHz, Stereo 16 Bit und Interpolation anwaehlen, und es war trotzdem noch genug Power da. (Der Pentium 120 hat da schon bei 4 Kanal-Modfiles bei locker 40 - 60% CPU-Last rumgehangen, ein 486iger hat sich langestreckt, das konnte man hoechstens mit einem reinem Kommandozeilenplayer hinbekommen) Ich weiss noch wie die ganzen Leute rumfaselten: "MMX bringt garnichts" ^^ Bei Spielen war ohne MMX der Sound das groeßte Problem fuer den Rechner.

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