Fünf oder sechs Enterprise-Festplatten in einem RAID-Verbund liefern schlagkräftige Performance. Nur eine oder zwei moderne SSDs genügen, um die Performance-Welt auf den Kopf zu stellen. Wir vergleichen im Detail.
Es vergeht kaum eine Woche, in der keine neuen SSD-Produkte vorgestellt werden und der Markt bleibt trotz und gerade wegen des starken Wachstums ständig im Fluss. Solid State Drives kommen und gehen, allerdings gibt es ein paar wenige Exemplare, an denen man festhalten kann. Intel verfügt über eine starke Produktfamilie und die Controller-Anbieter JMicron, Indilinx oder SandForce haben ebenfalls ordentliche Fortschritte zu verbuchen. Die Festplatten-Hersteller Toshiba und Western Digital bieten ebenfalls SSDs, obwohl diesen Produkten richtige Durchschlagskraft noch fehlt. Eines der neuesten Produkte ist die 470-Serie von Samsung, das erste Toggle-Mode DDR SSD-Laufwerk. Dieses Produkt zielt auf höhere Performance durch Flash-Speicher mit doppelter Datenrate ab, der vielen Lesern von PC-Hauptspeicher in DDR-Technologie hinreichend bekannt sein dürfte. Grund genug, zwei dieser neuen Samsung-SSDs zu nehmen und sie gegen ein großes RAID-Array mit schnellen Enterprise-Festplatten antreten zu lassen.
SSD-Performance
Die Tatsache, dass SSDs herkömmliche Festplatten mit Leichtigkeit alt aussehen lassen, ist nichts Neues mehr. Verbraucher wie auch Entscheidungsträger wissen heute, dass SSDs deutlich schneller sind als Festplatten. Enthusiasten und IT-Spezialisten erwähnen dabei auch die typische Durchsatzleistung von 200 MB/s und mehr, die niedrige Leistungsaufnahme und physische Widerstandsfähigkeit. Echte Freaks starten mit Details zu I/O-Performance, Leistungseffizienz und den architektekturellen Einzelheiten von Caching, Wear Leveling, TRIM- und RAID-Unterstützung in die Diskussion. Genau diese Details sind im Performance-Segment sehr wichtig, während jedoch tolle Werte allein noch nicht entscheidend für Business-Anwendungen sämtlisind.
Solid-State-Laufwerke sind technologisch derzeit Vorreiter im Bereich von Flash-Speicherprodukten, weshalb sich die brandneue 470-Serie von Samsung (intern PM810 genannt) als perfekter Testkandidat für einen Vergleich von aktuellen SSDs und dicken RAID-Arrays eignet. In diesem Artikel vergleichen wir nicht mit anderen SSDs, da ein neuer, umfassender Vergleichstest aktueller Laufwerke bereits in Arbeit ist.
In diesem Artikel haben wir zwei Samsung 470-SSDs mit 256 GB gegen vier und acht Enterprise-Festplatten vom Typ MBA3147RC mit 15.000 U/Min von Fujitsu samt SAS-RAID-Controller der Enterprise-Klasse antreten lassen. Alle Konfigurationen verwenden RAID 0 zur Maximierung der Performance.
- Die Business-Storage-Revolution?
- SSD-Entwicklungen
- Die SSD: Samsung 470-Serie (MZ-5PA256, 256 GB)
- Die HDDs: Fujitsu MBA3147RC (147 GB, 15.000 U/Min)
- Kann HDD RAID die SSDs schlagen?
- Testkonfiguration
- Ergebnisse: Zugriffszeit und 4K Random Read/Write
- Ergebnisse: Read/Write-Durchsatz und Streaming
- Ergebnisse: I/O-Performance
- Ergebnisse: PCMark Vantage Anwendungs-Performance
- Ergebnisse: System-Leistungsaufnahme
- Ergebnisse: Effizienz in Performance pro Watt
- Fazit

Denke dennoch das es überall Sinn macht eine SSD mit der HDD zu erstezen, klar ist die technik noch nicht ganz ausgereift, und überall wird noch gefeilt, und mit der Zeit werden sie immer besser, aber in nächster Zeit wird die SSD sowieso zum Standard und vom Performance sprung im gegensatz zur HDD ist schon einiges drin.
Da wir keine Filmchen oder was auch immer drauf speichern und im Grunde nur eine dicke Datenbank darauf läuft, das würde extrem passen...
Ich glaube ich werde mal mit unseren IT-lern sprechen.
Sehr guter Test! Weiter so!
So einfach ist das nicht. Der Controller macht irgendwann schlapp. Wenn der nicht den Durchsatz bringt, kannst du die Performanz der SSDs nicht vollkommmen ausnutzen.
könntet ihr mir bitte diesen Satz erläutern?
Danke
Eine Intel G2 hat mehr 4k random writes I/Os als ein RAID0 dieser 0815 Dingsbumsda SSDs. 40.000 (des RAID0) zu 28.000 (der Intel G2) 4k random reads ist auch nicht gerade der "High speed". Ohne direkten Vergleich zur SSD Konkurenz fällt in diesem Werbeblatt die Schrottigkeit dieser überteurten SSDs gar nicht auf. Und das SSDs der 2. Generation den HDDs in (fast) allen Belangen klar überlegen sind, dazu braucht es nun langsam keine WerbeTexte äh Tests mehr.
Nebenbei bemerkt, wie in diesem Test und auf THG allgemein das denglische Wort Performance durchgenudelt wird, ist einfach nur laienhaft. Performance bedeutet im englischen erstmal nur Leistung oder auch Aufführung/Durchführung. Hier muss Performance für alles hinhalten, wofür der Autor keine ordentliche Benennung hat finden können, kurzum inflationär...
Ich war schon in etlichen Unternehmen und keines davon war so risikofreudig und hat Striping in einem Server eingesetzt. Fällt eine Platte aus, ist Datenverlust vorprogrammiert und selbst wenn Backups existieren, ist die Ausfallzeit denoch verdammt teuer.
Warum wurden die Tests nicht mit praxisnahem Raid5 oder 6 gemacht? Das die 2 SSD die HDDs abziehen, war doch schon vorher eigentlich klar (bis auf den Datendurchsatz).
erste seite - ssd-performance - erster absatz ende - "sämtlisind" sollte vermutlich nur "sind" heißen.
da werden aber manche hier im Forum staunen!
Dort steht nichts andere als das, was "Harry_zz" schon sagte (siehe letzter Absatz auf HWLuxx):
Wie sich nun herausgestellt hat, ist die obige Formulierung nicht vollständig korrekt, daher folgt hier die Richtigstellung. Der neue Treiber unterstützt nun erstmals bei einem RAID-Verbund von mehreren Festplatten (HDDs) den TRIM-Befehl für eine zusätzliche SSD, die zum Beispiel als Boot-Laufwerk fungiert. Dies war vorher nicht möglich. Bei einem RAID-Verbund aus SSDs wird TRIM immer noch nicht unterstützt.
Also: nach wie vor kein Trim bei SSDs im RAID-Verbund. Und so lange das so ist, sind SSD in RAID Systemen auf Servern nicht brauchbar.
Grüsse
freezejbc
Zum Thema:
Für kleine Lösungen würde mich das Verhalten eines RAID1 aus 2 SSDs interessieren. Gleichsam auch aus zwei Seagate MomentusXT.
Theoretisch erscheint mir dies eine sehr kostengünstige Lösung für kleine Server, um zumindest für kleinere Datenmengen schnellen und sicheren Speicherplatz vorrätig zu halten.Noch nicht mal ein teurer Controller wäre nötig.
Wie sieht dies aber mit Wartung aus, welche Performance kann angenommen werden?
So long ...
http://www.heise.de/ct/hotline/Kein-Trim-Befehl-im-SSD-RAID-991529.html
Es muß nicht unbedingt "Trim" sein sondern der "Garbage Collection Algorithmus implementiert ist" funktioniert das auch
http://ssdfestplatte.de/news/revodrive-x2-endlich-erhaltlich
irgendwie scheine Sie Begriffstutzig zu sein. Im Heise Artikel wird doch auch geschrieben, dass Raid 0 (aus zwei SSDs) und Trim bei Intel nicht läuft