Vorsicht, heiß: SSDs von Samsung und Solidata im Test
Inhaltsverzeichnis
- 1. SSDs: Viel Fortschritt und wenig Nonplusultra
- 2. Flash-SSD contra Festplatte
- 3. Samsung SSD PB22-J (256 GB MLC)
- 4. Samsungs PB22J SSDs von innen
- 5. Solidata X1-64 (64 GB SLC)
- 6. Solidata X2-128 (128 GB MLC)
- 7. Innenansichten der Solidata-SSDs
Der Markt kann sich mittlerweile vor Solid State-Laufwerken (SSD) kaum noch retten. Zahlreiche Hersteller betonen, dass ihre Produkte beeindruckenden Durchsatz bei geringer Leistungsaufnahme böten. Soweit die Theorie; allerdings sieht die Wahrheit etwas anders aus. Einige wenige Produkte sind beeindruckend, allerdings ist der Großteil schlicht teuer und hält nicht, was er verspricht. Zwei neue Laufwerke von Samsung und Solidata haben den Weg in unser Testlabor gefunden – unterschiedlicher könnten beide nicht sein.
Leistungsprobleme
Wir haben Mitte letzten Jahres festgestellt, dass zahlreiche Flash-SSDs die Akkulaufzeit nicht verlängern, sondern diese durch zu hohe Leistungsaufnahme der Laufwerke sogar eher noch verkürzen. Das hat in der SSD-Arena für Unmut gesorgt. Unser Flash SSD Update bestätigt und bekräftigt unsere Ergebnisse. Das Problem zu hoher Leistungsaufnahme besteht teilweise auch weiterhin. Jetzt, da SSDs einen Durchsatz von mehr als 200 MB/s übersteigen, wird offensichtlich, dass der Datendurchsatz auch noch an die CPU-Performance gebunden ist. Mit anderen Worten: Wenn Sie sämtliche Energiesparmöglichkeiten Ihres Systems aktivieren könnte das zu einem Flaschenhals für die SSD-Performance führen (siehe Energiesparen verringert Flash SSD-Performance).
Performance-Probleme
Flash-SSDs erster und zweiter Generation konnten die in sie gesetzten Erwartungen meist nicht erfüllen. Erst Ende 2008 wurden Flash-SSDs effizienter und merklich schneller. Vor wenigen Monaten haben wir sechs neue Laufwerke mit guten Ergebnissen getestet, allerdings konnten lediglich das X25-M (Consumer) sowie das X25-E (Professional) von Intel wirklich überzeugen.
Da SSD-Performance von der Arbeitslast, den gespeicherten Daten und dem Grad der Fragmentierung abhängt, konzentrieren sich zahlreiche Technologie-Publikationen derzeit auf Probleme im Zusammenhang mit der Fragmentierung von Flash-SSDs. Sequentielle Lese- und Schreibvorgänge von oder auf eine Flash-SSD sind nämlich meist gar nicht sequentiell, da intelligente Controller stets versuchen, Performance und Wear Levelling durch die Verteilung von Schreibvorgängen je nach Fähigkeiten der Flash-SSD zu optimieren.
Allerdings beeinflussen starke Veränderungen hinsichtlich Arbeitslast oder wiederverwendeter Kapazität durch Löschen und Beschreiben die Performance vieler Flash-SSDs.Lediglich künftige Betriebssysteme, die sich der verwendeten Laufwerktypen bewusst sind, werden mit derartigen Situationen zurechtkommen können und Performance tatächlich dauerhaft maximieren. Daher sollten Sie starke Fragmentierung (P2P-Downloads) bzw. sich ändernde Arbeitslasten vermeiden (von intensiven I/O- hin zu intensiven sequentiellen Operationen). Sofern Sie ihr Flash-SSD als Systemlaufwerk einsetzen wollen wird Ihnen das Performance-Potential eines modernen SSD-Produkts allerdings uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Neue Laufwerke: Samsung PB22-J, Solidata X1 und X2
Das neue PB22-J von Samsung überspringt die Hürde von 200 MB/s und ist mit einer Kapazität von bis zu 256 GB erhältlich. Leider sind diese Laufwerke nicht einzeln im Handel erhältlich, wobei es allerdings durchaus möglich ist, dass Sie eines dieser Produkte in umgetaufter Form von einem anderen Anbieter oder in einem neuen High-End-Notebook entdecken werden.
Des Weiteren erhielten wir zwei Solidata-SSDs, die sich durch den internen Betrieb zweier einzelner Flash-Segmente in einer RAID 0-Konfiguration von ihren Wettbewerbern unterscheiden. Beide Solidata-Laufwerke bieten gute Performance, erreichen allerdings neue Negativ-Rekorde beim Stromverbrauch und übertreffen damit sogar noch die Werte schneller Desktop-Laufwerke im 3,5-Zoll-Format.

"2 GB DDR3-1333 Corsair CM3X1024-1333C9DHX"
Geil... 2GB Ram auf ne TripleChannel System.
seit wann können festplatten maximal 500gb groß sein?
Ich bin gespannt wieviel die Samsung SSD kosten wird.
seit wann können festplatten maximal 500gb groß sein?
Wahrscheinlich, oder besser gesagt es gibt keine andere Erklärung dafür, ist die Größe auf 2,5" Laufwerke bezogen.
Als erstes mal ein Lob von mir (jaja, wirklich): Schöner Testbericht!
Es wäre natürlich toll, wenn noch eine art Worst-Case-Test versucht würde. Gerade unter Lastwechseln und wild zufälligen Zugriffen (lesen, schreiben, nicht-sequentiell, kleine unterschiedliche Blockgrößen) brechen manche SSDs spürbar ein.
Unter IOmeter ist es durchaus möglich solche Szenarien nachzustellen.
Soetwas würde mich natürlich noch interessieren, da es die unangenehmen Seiten der SSDs noch überprüfen könnte.
Nicht, um die SSDs schlecht zu machen, sondern um zu kontrollieren, ob die Entwicklung der Hersteller auch die nicht-Benchmarktypischen-Schwachstellen berücksichtigt.
...und zu guter letzt...
Hihi... Auf Seite 8 steht in einer der Tabellen für die 256GB große Samsung-SSD: Höhe 9.5 MB.
Zu Samsung fällt mir nur folgendes ein -> Link
Cool! "Mehranal Flash-Speicher " anscheinend ein Anus- RAID
Cool! "Mehranal Flash-Speicher" entweder fehlt ein "k" oder es handelt sich um ein Anus-RAID
@Goofy:
Da hat halt gleich jemand an die Nachteile von RAID-0 gedacht.
Was mich mal brennend interessieren würde: Wozu ist eigentlich NCQ bei SSDs gut?? Der SSD ist es doch pupsegal, in welcher Reihenfolge Befehle ausgeführt werden? NCQ wurde doch dafür geschaffen, die durch Rotation verursachten Latenzen zu minimieren. Oder bin ich da völlig auf dem Holzweg?
@LordNelson:
Nunja, da werden im wesentlichen Kommandos gesammelt. Wenn dann viele kleine (Schreib-)Kommandos ankommen, können diese in einem Block geschrieben werden, was die größten Schwächen der SSDs ausgleicht.
Sammeln, optimal zur Blockgröße umsortieren, schreiben.
wieso wurde z.b. die ocz vertex (250gb) nicht getestet und bei anderen herstellern NICHT das topmodell ?
ausserdem sollte man nur (etwa) gleiche kapazitäten vergleichen, ebenso entweder slc oder nur mlc !
abgesehen davon sind ssd's bei denen man die firmware NICHT updaten kann, wie samsung absolut zu vergessen !
fw update nur bei: ocz, intel, super talent ...
zurzeit funzt bei intel und ocz das fw updaten sogar OHNE datenverlust (ssd muß auch nicht ausgebaut werden) ...
Fazit: Rund ein 3/4 Jahr nachdem Intel die X25er vorgestellt hat, haben alle anderen Hersteller immer noch nichts vergleichbares im wichtigsten Test, der
Random Write Acces Time.
Vor allem der Platzhirsch Mtron irrt ziemlich unbelehrbar umher. Einzig die 256 GB Samsung scheint halbwegs auf Höhe der Zeit zu sein. Interessant wäre wie bereits angemerkt ein Test der OCZ Vertex, die bei AndandTech.com auch passabel abgeschnitten hat. (Im Gegensatz zu den vorherigen OCZ-SSDs)
Tja, und solange die Konkurrenz nix passendes bringt, wird Intel weiterhin seine sauteuren Preise durchsetzen.
@jo-82:
intel hat gerade die preise gesenkt, es ist jedoch ärgerlich, daß 160gb etwas brustkrank sind.
von ocz kömmt bald die "summit" die schneller als die vertex sein sollte ...
ich habe noch vergessen, ssd's OHNE cache sind auch sinnlos daher testunwürdig (nur billig); manche haben raid intern und sind richtige stromfresser und dazu noch performance-"schnecken".
Hab ich was überlesen oder isses ein Tippfehler: Die X25-M hat doch 80GB, in sämtlichen Balkengrafiken steht aber 64GB.
Produkt auf Mehranal Flash-Speicher
loool