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SSDs im Unternehmenseinsatz: Die Perfomance zählt

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 2 kommentare

Vor allem die im Vergleich zu konventionellen Datenträgern höhere Leistungsfähigkeit der Flashspeicher ist Grund für den Umstieg

SSDs sind nicht nur ein Weg um die Arbeitsgeschwindigkeit von Notebooks oder Desktop-PCs zu steigern, sondern finden auchim Unternehmenseinsatz großen Anklang, wie nun eine (nicht repräsentative) Umfrage von Kroll Ontrack zeigt, die unter 88 Unternehmensvertretern, wobei mehr als die Hälfte der Befragten in Unternehmen von einer Größe bis zu 50 Mitarbeitern beschäftigt waren. Hier zeigt sich insgesamt eine große Aufgeschlossenheit gegenüber der Technologie. Mehr als 40% der Teilnehmer der Umfrage gaben an, SSDs schon vor dem Jahr 2010 zu verwenden.

Dabei ist der Hauptgrund für den Einsatz der Flashspeicher-Laufwerke größtenteils die höhere Performance im Vergleich zu konventionellen Speicherlaufwerken: Mit einer Gewichtung von 95% ist diese bei der Kaufentscheidung zentral, erst danach folgt mit deutlichem Abstand die Datensicherheit (31%).

Hier sind die gemachten Erfahrungen durchaus ambivalent. 51% der Teilnehmer der Umfrage mussten bereits defekte Laufwerke austauschen, die noch nicht das Ende des Lebenszyklus erreicht hatten. Im Business-Bereich empfiehlt es sich daher auf SED-Laufwerke (Self Encrypted Drives) zu verzichten. Bei dieser zwar an sich sicheren Methode verbleibt der Sicherheitsschlüssel beim Hersteller und wird nicht an Dritte herausgegeben, sodass auch professionelle Datenretter keine Möglichkeiten mehr haben auf die Daten zu zugreifen.

Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass es sich bei SSDs - zumindest in dieser Form - um eine vergleichsweise junge Technologie handelt. Bei 42% der Befragten sind die Laufwerke noch zu jung um überhaupt schon ausgetauscht zu werden. Die erste große Austauschwelle steht also noch bevor. Damit ist die Datenlöschung oftmals (noch) kein zentrales Anliegen, sollte jedoch gerade im Unternehmen nicht außen vor gelassen werden. Denn wer sein Laufwerk sicher entsorgen will, sollte die Daten bereits vom ersten Tag an verschlüsseln, denn selbst professionelle Löschsoftware kann keine vollständige Löschung garantieren, sodass ungesicherte Daten dennoch in unbefugte Hände gelangen können. Wer wirklich auf "Nummer sicher" gehen will, wendet physische Gewalt an.

Kommentarbereich
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  • fokka , 4. Juli 2013 11:55
    ich würd ja gern wieder mal eine umfassende statistik zur ausfallrate von hdds im gegensatz zu ssds sehen. persönlich halte ich den hype um die sicherheit von ssds ja etwas übertrieben - nur weil sich nix bewegt, heißt das nicht, dass nix hinwerden kann, genauso wie es nicht heißt, dass eine ssd jeden sturz überlebt. gleichzeitig sind moderne hdds auch keine mimosen, die schon hinwerden, wenn man sie nur schief anschaut.
    nicht dass ich hdds besser finde, es ist schon in ordnung, dass sie immer mehr von flash abgelöst werden, aber die darstellung der datensicherheit halte ich für etwas überzeichnet.
  • Headyman , 5. Juli 2013 15:27
    @fokka
    Sicherheit ist nur ein Aspekt unter Vielen. Ich persönlich kann keinen Hype um die Sicherheit erkennen, einen bei der Performance aber unbestreitbar :) .
    Für Unternehmenseinsatz spielt es eigenltich keine Rolle, ob die HDD/SSD nun 2'g' oder 200'g' aushält.
    Echte Serverplatten HDD sind auch krasse Teile. Selbst Vibrationen von zig Platten in der Umgebung könen die teilweise kompensieren.
    Bei SSDs erübrigt ist das natürlich irrelevant.

    Viel wichtiger ist eine vernünftige Ausfallkompensation/strategie z.B. in Form von RAID oder Backupsystemen.
    Die brauch man mit sowieso, egal ob HDD oder SSD!
    Dann spielt auch eine deutlich höhere Ausfallrate keine wirkliche Rolle.
    Der Performancegewinn mit SSD ist meist so enorm, das man eine höhere (kompensierbare) Ausfallrate einfach locker einkalkulieren kann.