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SSD statt DVD: Laufwerk über ODD-Schacht nachrüsten

SSD statt DVD: Laufwerk über ODD-Schacht nachrüsten
Von , Achim Roos

OptiBayHD verwandelt den optischen Laufwerkseinschub von Notebooks in eine SSD-Dockingstation. Durch den Mischbetrieb mit der internen Festplatte gibt es dann selbst beim Einsatz einer kleinen, preiswerten SSD keine Speicherplatz-Engpässe mehr.

Ein Notebook mit einer SSD aufzurüsten hört sich angesichts der vielen Vorteile, die Flash-Laufwerke bieten, nach einem guten Plan an. Kommt der mobile Rechner mit Solid State Drives zurecht, sprechen ihre wesentlich bessere I/O-Performance und höhere Transferrate in Verbindung mit ihrer geringeren Leistungsaufnahme und der dadurch verlängerten Akkulaufzeit eindeutig für einen Umbau.

Dass in vielen Notebooks der vielen SSD-Vorteile zum Trotz weiterhin eine herkömmliche Festplatte werkelt, liegt in erster Linie an den vergleichsweise hohen Preisen für die Flash-Laufwerke. Für eine 128 GB große SSD muss man je nach Ausstattung derzeit etwa zwischen 140 und 200 Euro einkalkulieren, bekommt für das gleiche Geld aber schon eine 1 TB-Notebook-Festplatte. Natürlich sind kleinere SSDs bis 64 GB deutlich preiswerter, doch sie bieten meistens nicht genügend Kapazität, um das Betriebssystem samt Anwendungen unterzubringen, ganz zu schweigen von genügend freiem Speicherplatz für weitere Daten oder gar die Multimediasammlung.

Bei Desktop-PCs lässt sich dieses Speicher-Dilemma durch einen Mischbetrieb aus SSD und Festplatte leicht lösen. Dabei beherbergt das Flash-Laufwerk nur das Betriebssystem sowie einige Anwendungen, sofern es deren Größe zulässt, während die Festplatte als Datengrab fungiert und beispielsweise den Mail- und Download-Ordner sowie Musikstücke, Videos und Bilder speichert. Diese Methode scheitert bei Notebooks allerdings daran, dass sie den allermeisten Fällen nur einen einzigen Festplatten-Schacht besitzen und einen Mischbetrieb damit erst gar nicht zulassen. Mit einem Trick klappt es aber trotzdem.

Optisches Laufwerk als Platzhalter

Das OptiBayHD-Kit von Hantz + Partner erlaubt es, das Notebook um einen zweiten Einbauschacht zu erweitern. Die Idee: Das optische Laufwerk wird durch diesen speziellen Bay-Adapter ersetzt, in den zuvor die SSD eingebaut wurde – fertig ist das Upgrade. Auch der umgekehrte Weg funktioniert: Notebook-Festplatte ausbauen und durch die SSD ersetzen, die HDD anschließend mittels Bay-Adapter in den Laufwerksschacht einsetzen.

OptiBayHD ist in 13 verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich bezüglich internem und externem Anschluss, Höhe des Einbaurahmens, Bauhöhe der Festplatten und Blendenfarbe voneinander unterscheiden und für Notebooks bekannter Hersteller wie Asus, Dell, Fujitsu LG, Samsung, Sony oder Toshiba maßgeschneidert sind. Infolge dieser Vielfalt gelingt der Umbau mit fast jedem Notebook, allerdings muss man je nach Modell bis zu 80 Euro dafür investieren. Über das optional erhältliche, bis zu 40 Euro teure USB- oder eSATA-Adapterkabel lässt sich OptiBayHD außerdem wie ein externes Laufwerk verwenden.

Wie der SSD-Einbau mit OptiBayHD funktioniert, zeigen wir im Folgenden am Beispiel des Dell Latitude D630.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Alle 9 Kommentare anzeigen.
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  • -Iwan- , 12. Dezember 2011 10:21
    Jetzt wäre noch interessant, mit welchen Geschwindigkeitseinbußen man rechnen muss.
  • Anonymous , 12. Dezember 2011 15:20
    Das Ding ist ja nur eine Art Adapter und die meisten Laptops haben Heute SATA Unterstützung und auch den AHCI Mode. Die Geschwindigkeit richtet sich dann nach dem verbauen Controller!
    Den Adapter gibt es in unterschiedlicher Ausführung, Laptop abhängig!
    Siehe hier http://www.hantz.com/ASP/NewProducts/Produkte_3.asp?ProduktID=1202&CID=0#preis
  • QuFu , 12. Dezember 2011 15:33
    alter hut... hab bei meinen thinkpads früher oder später jedesmal das ultrabay odd durch was brauchbares ersetzt. da gibts ja auch akkus für. zeitnah verscherbelt brachte das odd sogar noch etwas geld.

    ein optisches laufwerk reicht per usb oder dock, sollte man es wirklich mal brauchen.
  • kurumin@guest , 14. Dezember 2011 12:51
    Inmeinem Asus Notebook habe ich die ganze Prozedur durchgezogen und habe jetzt 256gb SSD und 500gb HDD. Die Geschwindigkeit ist wahrlich bombastisch. Den Adapter gibt es viel billiger. Meiner hat € 30,00 gekostet. Wer sich traut, kriegt einen für € 9,90 aus Hongkong. Die Dinger sind genormt. Man muss nur auf die richtige Bauhöhe achten (12mm oder 9,5mm). Thinkpad oder Apple sind eigen und benutzen andere eigene Modelle, die's aber auch gibt. Bei heise.de gibt es einen richtig guten Artikel zu dem Thema.
  • mercsan@guest , 20. Dezember 2011 09:23
    Nix besonderes. Habe ich mit meinem Samsung auch gemacht. Billiger China Adapter auf Ebay (Paypal sicher ja ab - bei so Kleinkram aus China nie ein Problem) und gut ist.
  • kmueho , 3. Januar 2012 03:24
    Hab' das bereits seit mehr als einem Jahr laufen - allerdings genau anders herum. Die (128GB) SSD sitzt im "normalen" Festplattenplatz und die 1TB (12,5mm) Daten-HDD darf im "Multibay-Schacht" hausen. So kann ich die Daten-Platte auch mal rausnehmen und das System bleibt trotzdem bootfähig.
  • murphy , 8. Januar 2012 02:28
    Zitat :
    Den Adapter gibt es viel billiger. Meiner hat € 30,00 gekostet. Wer sich traut, kriegt einen für € 9,90 aus Hongkong.

    Witzig, ursprünglich wollte ich hier schreiben: "Hoffentlich gibt es das bald auch halbwegs bezahlbar aus China, maximal 40-50€ fände ich angemessen" ... und siehe da ... =)

    Hat jemand schon mal mit zusätzlicher Geräuschdämmung einer HDD in so einem OptiBay experimentiert? Was ist da noch machbar, ohne dass der HDD zu warm wird?
  • QuFu , 9. Januar 2012 14:29
    @murphy:

    ich würd da lieber gar nix machen. die hitzeerzeuger in notebooks (ausser cpu und grafik) sind meist auf verbindungen zu anderen bauteilen angewiesen. das bisschen nebenluft abseits des hauptkühlsystems ist kaum ausreichend um einzelne komponenten direkt zu kühlen.

    sicherlich kann man damit experimentieren, aber dann kann man backup-experimente gleich mitmachen. ^^ kauf dir lieber ne platte, die auch ohne dämmung leise arbeitet.
  • hans_benedikt@guest , 25. Januar 2012 14:34
    Hallo, ich habe mein D630 (XP mit SP3) mit dem besagten Adapter von OptiBayHD aufgerüstet und nun folgende Probleme

    1. Kein booten von der OptiBayHD - wird im BIOS nicht erkannt.

    2. Wenn OptiBayHD im Laptop, dann dauert manchmal das normale Booten eine Ewigkeit.

    3. Wenn dann mal das Betriebssystem läuft, dann wird die OptiBayHD nur im PIO-Mode betrieben. Transferrate 1,5MB/s. CPU-Auslastung aufgrund Hardware Interrupts sehr hoch.

    Ist die OptiBayHD defekt oder liegt es am XP?