Angesichts der Fülle an SSD-Modellen kann man leicht den Überblick verlieren. Unser großer SSD-Vergleichstest hilft Ihnen bei der Orientierung.
In unserem Vergleichstest lassen wir insgesamt 73 SSDs gegeneinander antreten, davon nicht weniger als 24 Neuzugänge, die wir im Folgenden ausführlich vorstellen. Damit der Artikel trotz der Masse an Laufwerken so übersichtlich wie möglich bleibt, haben wir die SSDs in zwei Klassen eingeteilt und bringen den Test daher ebenfalls in zwei Teilen. Im vorliegenden ersten Teil des SSD-Vergleichstests stehen Laufwerke mit einer nominellen Kapazität von bis zu 128 GB im Fokus. Den zweiten Teil bilden die "großen" SSDs mit einer Kapazität von mehr als 128 GB. Alle Testkandidaten der zweiten Gruppe liegen übrigens deutlich über dieser Grenze und speichern zwischen 240 GB und 600 GB.
Teil 1: SSDs bis 128 GB im Vergleich
Der erste Teil unseres SSD-Vergleichstests umfasst die folgenden 13 SSDs:
- Apacer Turbo II AS602 (120 GB, AP120GAS602-1)
- Corsair Force GT (120 GB, CSSD-F120GBGT-BK )
- Corsair Force Series 3 (120 GB, CSSD-F120GB3-BK)
- Mach Xtreme MX-DS Turbo (120 GB, MXSSD3MDST-120G)
- Micron RealSSD P300 (100 GB, MTFDDAC100SAL-1N1AA)
- Patriot Torqx 2 (128 GB, PT2128GS25SSDR)
- Patriot Wildfire (120 GB, PW120GS25SSDR)
- Plextor PX-M2 (128 GB, PX-128M2S)
- RunCore Pro V Plus (120 GB, RCP-V-S251B-MC)
- RunCore Pro V SATAIII (120 GB, RCP-V-T251B-MC)
- Samsung SSD 470 (64 GB, MZ-5PA064B/EU)
- Samsung SSD 470 (128 GB, MZ-5PA128B/EU)
- Silicon Power V20 (120 GB, SP120GBSSDV20S25)
Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir in die Benchmark-Diagramme auch die bereits getesteten Flash-Laufwerke der gleichen Kapazitäts-Klasse aufgenommen. Um schnell zwischen alt und neu unterscheiden zu können, sind die Neuzugänge dort blau markiert. Alle getesteten Laufwerke finden Sie übrigens auch in unseren SSD-Charts. Die Testkandidaten sind dort mit ihren einzelnen Benchmark-Ergebnissen aufgelistet. So können Sie schnell herausfinden, welches Flash-Laufwerk am besten Ihre Anforderungen erfüllt.
Der Vollständigkeit halber hier eine kleine Vorschau auf den zweiten Teil des Vergleichstests, in dem wir die folgenden 11 SSDs unter die Lupe nehmen, die mehr als 128 GB Kapazität bieten:
- ADATA S511 (240 GB, AS511S3-240GM)
- Crucial m4 (256 GB, CT256M4SSD2)
- Intel SSD 320 (600 GB, SSDSA2BW600G3)
- Intel SSD 510 (250 GB, SSDSC2MH250A2)
- Kingston HyperX (240 GB, SH100S3B/240G)
- MemoRight FTM Plus (240 GB, MRSAD4A2405GCC25C00)
- OCZ Agility 3 (240 GB, AGT3-25SAT3-240G)
- OCZ Vertex 3 (240 GB, VTX3-25SAT3-240G)
- Samsung PM830 (256 GB, MZ7PC256HAFU-0Z000)
- Samsung SSD 470 (256 GB, MZ-5PA256B/EU)
- Sandisk Ultra (240 GB, SDSSDH-240G-G25)
Zum 2. Teil des Artikels: SSD-Vergleichstest Teil 2: 11 SSDs über 128 GB
Fairer Vergleich durch einheitliche Größen
Die Unterteilung in zwei Größenklassen dient nicht nur der besseren Übersichtlichkeit, sondern macht die Laufwerke aus einem weiteren Grund auch besser untereinander vergleichbar und sorgt damit letztlich für faire Testbedingungen. Wie wir unlängst ermittelt haben, treten bei SSDs, die hinsichtlich ihrer technischen Daten identisch sind und sich einzig durch ihre Speicherkapazität voneinander unterscheiden, mitunter bedeutende Performance-Unterschiede auf. Das liegt in erster Linie an der Bestückung mit Flash-Chips und der Verteilung der Daten auf mehrere Flash-Kanäle. Hier nur so viel: In der Summe lässt sich festhalten, dass SSDs mit hohen Kapazitäten hinsichtlich Leseperformance nur minimal besser abschneiden als kleinere Laufwerke, bei der Schreibperformance und der I/O-Performance aber die eindeutig besseren Resultate liefern.
- Aktueller Zwischenstand im SSD-Rennen
- Wichtige Kriterien beim SSD-Kauf
- Kaufberatung: I/O-Leistung schlägt maximale Transferrate
- Apacer Turbo II AS602 (120 GB)
- Corsair Force GT (120 GB)
- Corsair Force 3 (120 GB)
- Mach Xtreme MX-DS Turbo (120 GB)
- Micron RealSSD P300 (100 GB)
- Patriot Torqx 2 (128 GB)
- Patriot Wildfire (120 GB)
- Plextor PX-M2 (128 GB)
- RunCore Pro V Plus (120 GB)
- RunCore Pro V SATAIII (120 GB)
- Samsung SSD 470 (64 GB und 128 GB)
- Silicon Power V20 (120 GB)
- Testkonfiguration
- Benchmarks: Sequenzielles Lesen & Schreiben
- Benchmarks: Streaming
- Benchmarks: 4 KB Random Reads/Writes
- Benchmarks: 512 KB Random Reads/Writes
- Benchmarks: I/O-Performance
- Benchmarks: Zugriffszeit
- Benchmarks: PCMark 7
- Benchmarks: Ipeak
- Benchmarks: Kopiertest (AS SSD)
- Benchmarks: Gesamtleistung (AS SSD)
- Benchmarks: Leistungsaufnahme
- Benchmarks: Effizienz
- Fazit

Die Sata II Bandbreite wird zwar immer wieder im Text erwähnt, allerdings erschließt sich mir der praktische Bezug nicht so ganz.
Davon ausgehend, dass einem 'nur' SATA II am Board zur Verfügung steht: Gilt dann das gleiche Ranking (und rückt nur näher zusammen aufgrund der gedeckelten Außenanbindung), oder sortieren sich die SATA III Kandidaten in der Gesamtübersicht völlig neu ein, weil sie am 3Gb-Port plötzlich ganz anders funktionieren?
PS: "Desktop Performance (40% Throughput, 30% PCMark, 20% I/O)"
Was sind die restlichen 10% der Gewichtung?
PPS: Und da haben wir es wieder, das 750W-Netzteil. Ohne dieses wäre der Test unmöglich gewesen. ;-p
Mist aber auch ^^
So gesehen erklärt sich nämlich das großartige Abschneiden im Test und die 5-jährige Garantiezeit. Der Preis/Leistungs-Award dürfte aber damit wohl vom Tisch sein...
So richtig Gas geben SSDs aber erst ab Blöckgrößen von 256kByte und mehr!
Die hohen IO und Übertragungswerte sind reine Augenwischerei und für Heimanwender völlig irrelevant. Queue-Depth von mehr als 4 treten mit Homesoftware praktisch nie auf, dummerweise drehen SSDs erst bei höheren Queue-Depth richtig auf.
Der einzige richtig nutzbare Vorteil ist die äusserst geringe Latenzzeit.
(Für Experten: Es gibt viele SSDs die zwischendurch immer mal gut mehrere 100ms für einen Zugriff brauchen, z.B. wegen TRIM und GC, das ist locker mal Faktor 10, was eine Festplatte im schlechtesten Fall braucht, das ist durchaus kritisch für Anwendungen, die z.B. voraussetzen, das Zugriffe nicht länger z.B. als 50ms dauern, da ist die gute alte HDD vielen SSDs noch überlegen, müsste halt mal die Firmware für die SSDs diesbzgl. angepasst werden...)
Nach meinen bisherigen SSD-Erfahrungen kann man sich alle synthetischen Benchmarks völlig sparen. Für Heimanwender sind einzig die Anwendungsbenchmarks wichtig, nur die spiegeln in etwa wieder, wie schnell sich die SSD anfühlt. 40000 oder 70000 max. IOs haben praktisch null Aussagekraft für Heimanwender!
Das P/L Verhältnis ist hier sehr interessant.
Der Ruf der SandForce hat paar ordentliche Dellen bekommen, wenn man mal die einschlägigen Foren liest, da gibts ja haufenweise Kompatibilitätsprobleme.
Ok, es mag vielleicht langweilig sein immer das selbe Fazit zu lesen, jedoch sollte man in einem Test auch gewisse Referenz SSD´s haben um es auf den Ersten Blick ersichtlich zu machen wo sich die getesteten Produkte von der Performance her bewegen.
Als Referenz sollte also grundsätzlich der Preis Leistungssieger und die schnellste SSD vertreten sein (natürlich in der selben Speichergröße).
Google sagt es Dir!
http://www.samsung.com/global/business/semiconductor/Greenmemory/m/Products/SSD/SSD_Lineup.html
Ja, schade dass die m4 fehlt, wohl die interessanteste SSD auf dem Markt, gerade nach dem Firmwareupdate habe ich noch keine aktuellen Benchmarks gesehen (grad das wär doch aber mal interessant)
und auch da muss man Crucial Respekt zollen, die C300 Probleme am P67 wurden auch relativ zeitnah durch Firmwareupdate gelöst... so soll es sein
Danke für den Hinweis:
Auch IOmeter ist mit 30% gewichtet, die Grafik wurde bereits ersetzt.
Siehe Vorschau auf der ersten Seite. Die PM830er ist bei den größeren SSDs im nächsten Test dabei. ;-)
Und wenn jetzt die Frage auftaucht warum keine 128MB Variante dabei ist, siehe Beitrag von pschmid:
Fehlt irgendwie generell. Hätte man ja bei der Produktvorstellung wenigstens auf den verbauten NAND eingehen können. Ist ja nicht ganz unwichtig.
Generell finde ich das Teilnehmerfeld enttäuschend. irgendwie nach dem Motto "Masse statt Klasse". Wen interessieren die ganzen Sandforce 1222 SSDs die eh alle schlecht abschneiden und nicht mehr empfehlenswert sind? Oder sogar gar nicht mehr lieferbar sind.
Dafür fehlen ne Menge anderer interessanter SSDs: zB ist keine aktuelle Intel dabei, keine Crucial m4 oder Samsung 830.
Oder meinetwegen auch die aktuell billigsten SSDs wie die OCZ Vertex Plus mit Indilinx Barefoot und aktualisierter Firmware oder die Kingston SSDNow V+100 96GB mit Toshiba Controller (der ist gar nicht im Test vertreten).
So hat man zwar viele Modell getestet, hilft aber nicht viel weiter. Ist irgendwie an dem Leser vorbei geschrieben.
Dieser US-Distributor ist auf der Micron-Seite gelistet.
http://webapps.nuhorizons.com/storefront/PartSearch.do?PartNumberSearch=MTFDDAC100SAL-1N1AA&Manufacturer=ALLMFG&InStockOnly=FALSE&PbFreeOnly=null&ItemsPerPage=25&PageNum=1&PartNumberHolder=&Mode=initSearch&PostAction=GO&ResultsPerPage=25&NextPage=1&Commodity=ALL&CalledFromLink=YES&prevSearchType=&pSearchType=CompanyPart&referrerSite=&referredBy=http://www.micron.com/products/ProductDetails.html?product=products/solid_state_storage/enterprise_ssd/MTFDDAC100SAL-1N1AA