Samsungs Bada wird Open Source
Samsung möchte mit dem Schritt, Bada unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen, vermutlich vor allem Entwickler umgarnen, die dann leichter auf das OS zugreifen und so attraktivere Anwendungen für eine nicht eben kleine Nutzergemeinde bereitstellen könnten
Eigentlich hatte man von Samsungs Bada nicht viel erwartet: Ein firmeneigenes Betriebssystem, dass auf günstigen Geräten zum Einsatz kommt und so neben den leistungsfähigen Galaxy-Geräten noch eine weitere, günstigere Baureihe ermöglicht.
Und nicht wenige Beobachter hatten dem Bada-OS langfristige keine größeren Überlebenschancen eingeräumt, doch der Hersteller hält an seiner Entwicklung fest. Dies wurde schon auf der IFA in Belin deutlich, als der Konzern nicht nur eine neue Version des Systems, Bada 2.0, inklusive neuer Smartphones wie dem Wave 3 zeigte, sondern auch ankündigte weiterhin große Hoffnung auf mit dem OS verbundene Geräte setze und sogar Tablets mit Bada herausbringen möchte.
Nun verdeutlicht der Hersteller um ein weiteres Mal wie ernst ihm die Sache mit dem eigenen Mobile-OS ist und kündigt an, dieses künftig sogar unter einer Open-Source-Lizenz als ein freies System etablieren zu wollen. Bereits nächstes Jahr sollen Entwickler Zugriff auf den Source Code erhalten. Mit einem solchen Schritt könnte die Attraktivität - vor allem für Entwickler - des ohnehin schon nicht unpopulären Betriebssystem erheblich gesteigert werden und sich dieses als eine echte Alternative zwischen Android und Windows Phone etablieren.
Damit zeigt sich einmal mehr die Unzufriedenheit der Geräte-Hersteller, die zumeist von Betriebssystemen andere abhängen. Der Unmut richtet sich vor allem gegen die Einschränkungen, die die Softwarehersteller mit dem Nutzen ihrer Plattformen verbinden. Und wie groß die Verärgerung bei LG, HTC, Samsung & Co darüber ist, wurde zuletzt in den zahlreichen Spekulationen rundum das von HP vorgeblich ausrangierte webOS deutlich. Es gab kaum ein Hersteller, dem einschlägige Gerüchteküchen keine Übernahmeambitionen des ehemaligen Palm-Betriebssystems andichteten.
Zudem dürfte die Übernahme von Motorola durch Google bei den anderen Herstellern von Android-Smartphones die Angst ausgelöst haben, in Zukunft nur noch ein Partner zweiter Klasse zu sein. Auch wenn man aus Mountain View stets betonte, man wolle alle Hersteller gleich behandeln, gilt dieser gute Vorsatz nicht unbedingt für die Ewigkeit.
- Mobile,
- Software,
- Samsung,
- Bada ,
- Open-Source
- Notebookcheck testet Samsungs 900X1B
- HP entlässt mehr als 500 WebOS-Mitarbeiter
- Adata S510: 120-GByte-SSD mit SandForce-Controller
- Active Power CleanSource UPS: USV mit Schwungrad statt Akkus
- Samsung verklagt Apple in Australien
- Testphase von Googles Wallet abgeschlossen, der NFC-Bezahldienst startet durch
- Nvidias Kal-El besitzt einen fünften Kern!
- Dell: Wir bleiben definitiv im PC-Geschäft
- Intels Haswell soll Energiespar-Wunder werden
- Telefonie: Google testet 'Google Voice' in Europa
- IDC: Apple wird Tablet-Markt auch 2012 dominieren
- AMD Llano: Immer noch schlechte Ausbeute
- Android iCub als olympischer Fackelläufer 2012 nominiert
- Cooler Master USNA 120: Notebook-Ladegerät mit USB-Ports
- [Update:] Schäppchencheck: 90 € für ein Smartphone mit lustiger Tastatur
- VIA macht mit beim Patentkrieg
- Adobe: Sicherheitsupdate für Flash 10.3; neuer Flash Player 11 und AIR 3 bald
- Intel: Bald kein "Atom" mehr?





