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Notebook-Festplatten mit 640 und 750 GByte im Test

Notebook-Festplatten mit 640 und 750 GByte im Test
Von , Achim Roos

Mittlerweile ist eine Kapazität von 500GB bei Notebooks aus der Mode – jetzt gibt es 640GB und 750GB. Welches Laufwerk ist das richtige für Sie?

Die maximale Kapazität von Notebook-Festplatten lag bislang bei 500GB. Mittlerweile haben Festplattenhersteller Produkte mit 640GB auf den Markt gebracht. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Hitachi hat derzeit noch kein 2,5-Zoll-Laufwerk mit mehr als 500GB im Angebot und Western Digital bietet derzeit 750GB an. Wir haben für Sie alle Modelle mit 640GB und mehr getestet.

Stößt Perpendicular Magnetic Recording an seine Grenzen?

PMR (Perpendicular Magentic Recording) bzw. Senkrechtaufzeichnung wurde 2005 eingeführt. Als Ersatz für die Längsaufzeichnung ermöglichte die Senkrechtaufzeichnung den Festplattenherstellern, die Bits im wahrsten Sinne des Wortes näher zusammenzurücken. Damit konnte die Datendichte über mehrere Produktgenerationen und alle Festplatten-Segmente hinweg erheblich erhöht werden. PMR war notwendig, um 3,5-Zoll-Festplatten mit 500GB hinter sich lassen zu können und dafür zu sorgen, dass 2,5-Zoll-Festplatten von 250GB auf die derzeit erhältlichen Kapazitäten steigen konnten.

Allerdings hat das magentische Aufzeichnungsverfahren auch seine Grenzen – am wichtigsten ist hierbei der superparamagnetische Effekt. Kurz zusammengefasst heißt das, dass individuell magnetisierte Bits anfangen und sich gegenseitig zu beeinflussen, was dazu führen kann, dass die Magnetisierung plötzlich die Richtung ändert wobei Daten verloren gehen. Deshalb ist es wichtig, neue Technologien einzusetzen, bevor höhere Datendichten erreicht werden können. Zwei häufig diskutierte Technologien sind Patterned Media und Heat-Assisted Recording. Patterned Media nutzt Lithografie-Techniken zur Strukturierung der Disk-Oberfläche, um so Segmente bereit zu stellen anstatt viele einzelne magnetische Körner zu nutzen. Das dadurch entstehende Muster (pattern) ermöglicht die Verringerung des Platzes, der zum Speichern eines einzelnen Bits benötigt wird. Heat-Assisted Recording nutzt einen Laser zur Erhitzung einer höchst stabilen magnetischen Komponente wie z.B. einer Eisen-Platin-Legierung.

Die 4K-Sektorgröße kommt

Der Festplattenhersteller, der als erster eine neue Technologie zur Massenproduktion einführt, wird auch als erster höhere Kapazitäten bieten. Bis das der Fall ist, stellen alle Unternehmen die Sektorgröße ihre Mainstream-Produkte von 512 Bytes auf 4KB um. Das verringert den Speicherplatzbedarf von ECC-Daten zur Fehlerkorrektur und bietet dem Anwender damit mehr freie Speicherkapazität. Wir empfehlen Ihnen hierzu auch unseren Artikel »Generationswechsel: Festplatten mit 4K-Sektoren sind im Kommen« – hier finden Sie alles zu den Einschränkungen bei der Performance, die bei Betriebssystemen älter Windows 7 oder Vista existieren.

Werfen wir nun einen Blick auf die vier 2,5-Zoll-Notebook-Festplatten mit hoher Kapazität und einer Bauhöhe von 9,5 mm: Die Samsung Spinpoint M7E, die Barracuda 5400 von Seagate, die Toshiba GSX-Serie mit 640GB und die neue Scorpio Blue von Western Digital mit 750GB.

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  • drno , 20. Mai 2010 14:08
    Was liest man? Die neue 2,5 Zoll Hitachi Travelstar mit 7.200 Umdrehungen ist schon die überlegene Festplatte!
  • Weltenspinner , 20. Mai 2010 23:27
    Das Unternehmen hat zudem endlich das Anhängsel bei der Bezeichnung der Produktgeneration entfallen lassen. Gäbe es dieses noch, hieße das Laufwerk Momentus 5400.7

    Wieso bitte endlich? Die Zahl ist sehr wichtig um die
    Serien auseinander halten zu können. Wie soll man sonst
    schnell Rückschlüsse auf Leistungsaufnahme, Performance,
    Zuverlässigkeit, Lautstärke und Alter schließen können? oO
    Ohne diese Nummer, hätte man die 7200.11-Serie auch nicht
    so super meiden können. X)
  • Anonymous , 24. Mai 2010 20:00
    Naja, hier ist dann wohl nachholbedarf. SSD´s sind da, dann werden sie erschwinglicher werden, weil derzeit doch relativ teurer und das war es dann mit diesen HDD´s...
  • Anonymous , 15. Juli 2010 21:30
    Sehr schade, dass keine Angaben / Messung zu Vibrationen und Betriebsgeräusch gemacht werden, das doch gerade bei Notebook-Festplatten ein äußerst wichtiges Kriterium darstellt. Ich persönlich nehmen lieber (geringe) Leistungsnachteile in Kauf, wenn die Festplatte dafür (nahezu) unhörbar und ohne Vibrationen läuft.
    Ansonsten vielen Dank für den Test, vielleicht lässt sich das ja in zukünftigen Tests miteinbeziehen, auch wenn die Ermittlung vielleicht einigen Aufwands bedarf, sollten so entscheidende Kriterien doch nicht fehlen..!

    P.S.: Das "endlich" hat mich auch gestört. Ein Kommentar in diese Richtung wäre wohl eher bei Toshiba angebracht...
  • Anonymous , 7. August 2010 13:45
    Auch mir fehlt eine Messung der Betriebsgeräusche. Das ist für mich das Hauptkriterium beim Kauf, erst danach kommt die Leistung.
  • Anonymous , 10. September 2010 09:20
    ...auch mir fehlt der logische Zusammenhang zwischen Fazit-Geschwafel und Messwerten. TH verbreitet Thesen und keine Argumente, warum nennt ihr euch nicht Tom's Religion?
  • FormatC , 10. September 2010 09:27
    Weil wir dann notorische Basher und permanent Übelgelaunte in die Hölle schicken würden.
    Und so fies ist hier ja keiner, noch nicht mal missmutigen anonymen Gästen gegenüber :) 
  • much@guest , 13. Juni 2011 16:58
    Schade, ohne Messungen der Lautstärke reichen die Tests leider nicht aus, um eine Kaufentscheidung zu treffen.
    Würde die Lautstärke gemessen, könnten die Tests hier durchaus das "Platten-Karussel" der c't ersetzen :>