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Die Nächste Generation: Desktop-Festplatten mit 7.200 U/Min

Die Nächste Generation: Desktop-Festplatten mit 7.200 U/Min
Von , Achim Roos

Mittlerweile gibt es schnelle 3,5”-Festplatten mit einer Kapazität von 2 TB, die Kapazität und Performance miteinander kombinieren. Diese neue Speicherdichte bietet auch Vorteile für Low-Cost- und Mainstream-Laufwerke. Samsung und WD sind im Test.

Die Festplattenindustrie ist derzeit damit beschäftigt, die Kapazitäten für Laufwerke mit 7.200 U/Min auf die 2 TB-Marke heraufzusetzen. Samsung hat uns bereits den ersten Abkömmling dieser Generation zukommen lassen – allerdings das denkbar einfachste Modell mit 500 GB Gesamtkapazität und nur einem Platter. WD tischt derweil groß auf und sandte uns ein 3,5-”-Laufwerk, mit dem hohe Geschwindigkeit bei 2 TB Gesamtspeicherplatz einhergehen. Derzeit warten wir noch auf die Modelle von Hitachi und Seagate, haben uns allerdings jetzt schon für einen Testvergleich der ersten Laufwerke entschieden.

Höhere Geschwindigkeit, mehr Effizienz

Da sich die Industrie größtenteils dazu entschieden hat, die Kapazität von 2 TB zuerst mit effizienten Low-Power-Festplatten anzugehen, wird es nun Zeit für den nächsten Technologiesprung bei Performance Festplatten im Desktop-Segment. Alle vier Schlüsselfiguren – Hitachi, Samsung, Seagate und Western Digital – erachten diesen Markt trotz steigender Konkurrenz durch Flash-SSDs auch weiterhin als äußerst wichtig. Der Grund hierfür ist einfach: Festplattenkapazitäten werden auch weiterhin mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit wachsen. Das gilt zwar auch für Flash-SSDs, allerdings bleiben die Kosten herkömmlicher Festplatten auf sehr niedrigem Niveau, wodurch ein erstklassiges Produkt bereits für unter € 150 zu haben ist. Von einem solchen Preis ist eine moderne, schnelle und auch mit ausreichend Speicherplatz versehene SSD auch in den kommenden Monaten und Jahren meilenweit entfernt: In der Praxis sind schnell etliche hundert Euro fällig.

Hinzu kommt, dass Festplatten mit großer Kapazität und hoher Performance für Server in Datenzentren zunehmend wichtig geworden sind. Wenn es um die Speicherung großer Datenmengen bei hoher Performance geht gibt es zur guten alten Festplatte schlichtweg keine Alternative. Der Unterschied zwischen einem Ökolaufwerk mit maximal 110 MB/s und einer Performance-Festplatte mit 140 MB/s kann in der Praxis letztlich doch eine Rolle spielen. Das RE4-Laufwerk von WD (RAID-Edition), das wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen, dient als perfektes Beispiel. Hitachi folgt mit der A7K2000 und Seagate mit der Constellation ES.

Größere Kapazität

Die Kapazitäten pro Platter dürften in naher Zukunft von 500 auf 640 GB oder 750 GB steigen, was den Laufwerksherstellern ermöglicht, 1,5 TB- oder 2 TB-Festplatten mit weniger Platter und Einsteiger-Festplatten mit größerer Grundkapazität herzustellen. Allerdings machen Laufwerke mit mehr als 2 TB derzeit lediglich im Geschäfts- und Unternehmensbereich Sinn, wo es Systeme gibt, die tatsächlich mit derart großen Laufwerken (Volumes) zurechtkommen ohne dieser Teilen zu müssen. Apple Macs auf Intel-Basis, RAID-Controller und schnelle HBAs können bootfähige Partitionen mit mehr als 2 TB über GPT (GUID Partition Table) verwalten. Mit dem herkömmlichen Master Boot Record (MBR) geht das nicht. Die meisten derzeit erhältlichen PC-Plattformen können allerdings nicht von einer großen Partitionen booten, da hierfür (U)EFI (Extensible Firmware Interface) statt BIOS benötigt wird. Traurig ist, dass EFI zwar technisch ausgereift, jedoch noch nicht verfügbar ist. Statt dessen bauen die Motherboard-Hersteller weiterauf eine Unmenge nützlicher und manchmal auch unnützer Funktionen, lassen EFI- und GPT-Unterstützung für die sinnvolle Verwendung von Festplatten größer zwei Terabyte noch vermissen.

Die Kapazität von 2 TB dürfte deswegen für gewisse Zeit dominant bleiben. Wir werfen einen Blick auf die beiden neuen Laufwerke von WD und das erste Laufwerk von Samsung, das auf der gleichen Speicherdichte basiert wie die Laufwerke von WD: 500 GB pro Platter.

32 Kommentare anzeigen.
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  • derGhostrider , 13. Oktober 2009 14:13
    Zitat :
    ... mit dem hohe Geschwindigkeit bei 2 TB Gesamtspeicherplatz einhergehen.

    Vielleicht würde: "... mit dem eine hohe Geschwindigkeit bei 2 TB Gesamtspeicherplatz einhergeht." besser klingen. Es wird ja nur eine Eigenschaft bei der Größe genannt. Anders wäre es m.E. bei zwei oder mehr Eigenschaften:
    "... mit dem eine hohe Geschwindigkeit und niedrige Temperatur bei 2 TB Gesamtsp. einhergehen."
    Oder liege ich da falsch? Lasse mich gerne korrigeren, was das betrifft.

    Zur Verdeutlichung: Man könnte den Satz aus dem Artikel auch umstellen, auch wenn es etwas holperiger wird: "... mit dem eine hohe Geschwindigkeit einhergeht bei 2 TB Gesamtspeicherplatz."
    Darum Singular und nicht Plural. Meine ich zumindest.

    --------

    Auf Seite 9 sieht man im "PCMark Vantage - Overall Score" m.E. gut, wie schnell sich die Platten vermutlich im realen Gebrauch anfühlen werden. Samsung war die letzten Jahre immer gut bei den sequentiellen Transferraten, bekommt die Leistung aber nicht umgesetzt, da die Laufwerke irgendwie an anderen Stellen patzen.

    -----

    Bemerkenswert finde ich auch, daß die neue RE4 leiser ist als die RE4-GP!

    Außerdem zeigt sich doch noch recht deutlich, daß die Velo in den Bereichen, wo es auf IO-Leistung ankommt, ungeschlagen bleibt. Wer also doch mehrere Tasks gleichzeitig auf der Platte rumrödeln hat, eventuell auch VMs mit auf der Systemplatte, der wird den Unterschied unter Umständen spüren.
    Das soll nun nicht die Leistung der neuen Laufwerke schmälern! Die RE4 klingt sehr verlockend. Die Zugriffszeiten sind für eine 3,5" mit 7200rpm sehr gut, die Transferleistung ist sehr gut und es wird diese Leistung offesichtlich auch sinnvoll umgesetzt, so daß die Anwendungen davon profitieren können. :) 
  • fragger , 13. Oktober 2009 14:19
    140 MB/s... sagenhaft
    11 ms Zugriffszeit... phantastisch

    vor 20 Jahren waren es so 15MB/s und 20 ms Zugriffszeit.

    Die Geschwindigkeit ist leider nicht mit der Kpazität mitgewachsen.

    Die gute alte Festplatte... in meinen Augen ein 40 Jahre alter technologie-Dinosaurier, den über kurz oder lang das Aussterben ereilen wird.
    Zu Recht!
  • f1delity , 13. Oktober 2009 15:16
    Aussterben als Systemplatte ja, als Datengrab vorerst nicht.
  • derGhostrider , 13. Oktober 2009 15:21
    Ja, die Zugriffszeit UND Transferraten sind, im Vergleich zur Kapazität, nicht prozentual vergleichbar besser geworden.
    Ansonsten müssten Festplatten heute schon GB/s transferrieren...

    Aber für eine Festplatte sind die Werte nicht übel.

    Für Systemplatten werden SSDs immer besser. Leider sehe ich bisher immernoch nur die unverschämt teuren Modelle als uneingeschränkt empfehlenswert an.
  • metal_alf , 13. Oktober 2009 15:38
    Ich muss allen meinen Vorrednern Recht geben! Die Festplatte ist dem Tode geweiht, jedenfalls als Systemplatte (und irgendwann dann auch im Allgemeinen)!

    Auch die Aussage dass momentan die SSDs noch einen Moment zu teuer sind ist vollkommen korrekt! Es gibt zwar schon anständige / erschwingliche aber noch keine der ich wirklich vertrauen könnte!
  • bensen , 13. Oktober 2009 15:51
    Warum wurde denn keine Hitachi 7k2000 mitgetestet?
    Im Gegensatz zur WD Black schon länger Verfügbar.
  • derGhostrider , 13. Oktober 2009 16:50
    @Bensen: Sagte der Autor nicht, daß die einfach noch nicht geliefert wurden? Ebenso wie die 2TB von Seagate....
  • Peter13779 , 13. Oktober 2009 17:35
    Jetzt verfügbar stimmt hier nur für die 2 TB Modelle mit neuer Speichertechnologie. Ich habe seit Monaten 2 Seagate 500 GB Modelle mit nur einem Platter im Raid 0 Betrieb. Die Zugriffszeiten sind noch ok und Transferraten sind entsprechend hoch!
  • bensen , 13. Oktober 2009 19:11
    Ah Ok. Die Einleitung hab ich gekonnt überflogen :D 
    Aber schon komisch dass die sich so Zeit lassen. Fertig haben die das Produkt ja schon lange.
  • borizb , 13. Oktober 2009 21:14
    Ich weiß, euch gehts sicher anders, aber ich find den Titel des Artikels recht irreführend. Desktop HDDs mit prinzipiell 7.200 u/min sind ja nun echt nix neues. Der Zusatz mit den 2TB fehlt. Ansonsten toll.
  • sanctus , 13. Oktober 2009 22:29
    borizbIch weiß, euch gehts sicher anders, aber ich find den Titel des Artikels recht irreführend. Desktop HDDs mit prinzipiell 7.200 u/min sind ja nun echt nix neues. Der Zusatz mit den 2TB fehlt. Ansonsten toll.


    Ich hab im ersten Moment auch gedacht: Bin ich jetzt wieder Anfang 2000? Anonsten muss ich sagen, dass die neuen Platten (insbesondere von Samsung) auf mich einen guten Eindruck machen. Ich bin allerdings auch nicht "Technik-Guru" und benötige daher nicht zwangsläufig die Platte mit dem schnellsten Zugriff und den besten Transferraten. Ich brauche eine flotte, aber vor allem leise und energiesparende Platte für einen guten Preis. Danke Samsung!
  • Anonymous , 14. Oktober 2009 07:14
    Gibt es schon einen voraussichtlichen Termin, wann die Seagate und Hitachi getestet werden? Würde mich echt interessieren, wie sich Seagate gegenüber Samsung und WD schlägt.

    Wird die Samsung F3 auch nochmal mit 1000GB/1500GB getestet? Und wie sieht es mit 1-Platter (500GB) und 2-Platter (1000GB) Versionen von WD aus?
    Die 2TB Version ist ja unbezahlbar... Was bringt die schnellste Festplatte, wenn sie mit 250€ auf SSD Niveau konkurriert? Genau den Preisaspekt vermisse ich in dem Test absolut!!
  • heizfeld , 14. Oktober 2009 09:05
    Nachdem nach 2jähriger Lagerung 50% meiner CDs fehlerhaft oder gar nicht mehr lesbar waren, bin ich ganz auf Festplatten als archivmedium umgestiegen und fahre sehr gut damit.
    insbesondere billigmarkern von aldi und konsorten zeigten sich als vollversager. dvd-RW-medien von aldi liessen sich gar nicht oder nur 1mal beschreiben.
    jetzt spiele ich alle dvds auf externe festplatte und lade sie bei bedarf mit poweriso.
  • titan1981 , 14. Oktober 2009 10:41
    ich hoffe mal dass man vielleicht die lebensdauer der platten sich endlich erhöhen wenn wir an der 2 TB grenze mal nicht weiter kommen. als archif wäre dies mehr als sinnvoll. gerade nachdem sich meine 2te festplatte verabschiedet hat. zum glück sichere ich immer alles doppelt oder 3fach auf verschiedenen festplatten....
  • derGhostrider , 14. Oktober 2009 18:29
    Festplatten sind NICHT für die Langzeitdatenspeicherung ausgelegt!
    Leute, wenn Ihr Daten darauf "archiviert", dann müsst ihr die Daten regelmäßig "auffrischen" lassen, ansonsten verliert ihr mit der Zeit alle eure Daten, da Bits "kippen" können. (Thermisches Rauschen - die Wahrscheinlichkeit dafür steigt mit zunehmender Datendichte!)
  • fruechtetee , 14. Oktober 2009 21:16
    Festplatten sind nicht tot - und sie kööööönten wenn gewollt 10* mehr Speed haben als jetzt!
    Man brauch nur mehr Schreib/Leseköpfer!
    Gleiche Platter, gleiche Umdrehungsg.!
  • derGhostrider , 14. Oktober 2009 23:11
    @fruechtetee:
    Dann hätte man auch viel höhere Ausfallraten und einen viel höheren Preis.

    BTW: 10 Arme kannst Du vergessen. Bedenke, daß sich jeder in einem recht ansehnlichen Winkel verstellen können muß. Der Platz im Gehäuse ist zudem begrenzt. 4 Schreiblesekopfsysteme halte ich platztechnisch für möglich. Dann hat man vermutlich nur noch 2" Scheiben im Inneren, die Vibrationen der Kopfsysteme behindern sich Gegenseitig, die Kosten explodieren und die Haltbarkeit sinkt.

    Nein, so toll ist der Vorschlag vielleicht doch nicht.
    Selbst bei zwei Schreib-/Leseköpfen, wie es das in der Vergangenheit schonmal gab, müsste man bei der heutigen Datendichte genau nachprüfen, ob die Erschütterungen des zweiten Arms den ersten nicht aus dem Tritt bringen. Wenn beide nur parallel gesteuert werden müssten um Vibrationen zu vermeiden, dann wäre der Vorteil nur minimal.

    Jetzt ist es eh zu spät. Vor 15 Jahren habe ich soetwas erwünscht, vor 10 Jahren, vor 5 Jahren.... Aber heute, mit SSDs vor der Tür - nein, da nicht mehr.
  • hotpot , 15. Oktober 2009 14:20
    @ Ghostrider: Festplatten sind (auch wenn Du von der Definition her recht hast) ein sehr sicheres Archivmedium, sofern sie 1x im Jahr laufen: Datenerhaltung bis zu 20 Jahre auch ohne Resfreh, es geht wohl lediglich darum daß das Öl in den Gleitlagern der Platter nicht verharzt und die Platte damit am drehen hindert. (ja auch hier sind Mehrfachsicherungen sinnvoll ;)  )
  • derGhostrider , 15. Oktober 2009 14:47
    @hotspot:
    Ach, und wieso gibt es dann keinen Hersteller, der die Datenintegrität auf der Festplatte garantiert? Nichtmal für 1 Jahr? Was meinst Du?

    Vonwegen 1x im Jahr laufen lassen... das ist Russisch-Roulett, nur daß Du Milliarden von kleinen Pistolen verwendest und hoffst, daß keine funktioniert.

    Du kannst die Physik nicht wegdiskutieren, da Du sie nicht kennst. Thermisches Rauschen existiert! Der superparamagnetische Effekt ebenfalls.
    Es geht hier nicht um die Lager, sondern nur um die auf den Platten gespeicherten Bits. Diese können kippen und es ist daher unerlässlich diese Daten regelmäßig zu kontrollieren und aufzufrischen.

    Alles andere ist Wahnsinn in Hinblick auf die Datensicherheit und führt unweigerlich zu Datenverlusten.
  • hotpot , 15. Oktober 2009 17:48
    @Ghostrider: Na Ich wollte Dich nicht angreifen, und Du kannst Dir schlussfolgerungen wie "Du kannst die Physik nicht wegdiskutieren, da Du sie nicht kennst." sparen, da Du damit Deine Kompetenz überschreitest. Ich habe nie gegen behauptet das Thermisches Rauschen nicht existiert, allerdings zweifel ich seine Wirksamkeit bei HD's innerhalb solch kurzer Zeiträume an.(Hab bei einer kurzen Recherche auch nicht einen von Dir beschriebenen Fall gefunden.)
    Wenn Du mal so aufmerksam gelesen hättest, wäre Dir die Formulierung: "es geht wohl lediglich darum..." aufgefallen.

    Und mal ganz nebenbei: Es gibt Immoment keine gescheite Datensicherung: Es sei denn Du schreibst die Daten per Hand aufn stück Tierhaut, nur das ist über 1000 Jahre hinweg Lagerbar. Also wenn ich von Datensicherung spreche, halte ich "kontrollieren" der Daten in regelmässigen Abständen für ein Muss....ebenso wie Mehrfaches vorliegen, und dann, auch nur dann eigenen sich Festplaten hervorragend zum Sichern von Daten.
    (Chip gibt den hier regelmässig zu weiderholenden Turnus der Wartung mit 4 (!) Jahren an....und die Garantie auf Festplatten beträgt Normalerweise 5 Jahre, womit man bei von einer duchschnittlichen Mindeststandzeit von 5 Jahren ausgehen kann.)

    Zur Angabe der Hersteller: Was muss ein Hersteller überhaupt an Funtionen Garanierten? Richtig, Garnichts. Er Garantiert lediglich den Austausch o.Ä. im Defektfalle.) Und so wird auch nirgenwo Datenintegrität Garantiert.

    Aber nun genug mit dem OffTop.
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