SanDisk kauft SSD-Entwickler Pliant auf

Wenn man an SanDisk denkt, kommen einem normalerweise Speicherkarte oder USB-Massenspeicher in den Sinn. Vielen ist gar nicht bewusst, dass SanDisk auch ein paar SSDs – ein 60- und ein 120-GByte-Modell, um genau zu sein – anbietet. Im Business-Bereich ist die Varianz sogar noch größer. Hier gibt es die P4-Modellreihe mit verschiedenen Interfaces (SATA, Micro-SATA, Mini-SATA, LIF und BGA) und die integrierten Laufwerke der iSSD-Baureihe, die in Tablets, Smartbooks, ultradünnen Notebooks und anderen Geräten zum Einsatz kommen.

SanDisk dürfte im Enterprise-Bereich aber in Kürze den Turbo zünden, denn das Unternehmen hat eine Vereinbarung (engl.) mit Enterprise-SSD-Entwickler Pliant Technology angekündigt. Demnach wird SanDisk die Firma für rund 327 Millionen US-Dollar in bar übernehmen. Drzeit geht man davon aus, dass der Deal zum Ende von SanDisks zweiten fiskalischen Quartal abgeschlossen sein wird.

SanDisk ist offensichtlich hinter Pliants Technik her. Pliant verkauft Enterprise-SSDs ultrahoher Performance, die auf dem SAS-Protokoll und MLC-NAND-Flash-Speichern basieren. Das Unternehmen hat außerdem die Absicht, eine PCIe-basierte Lösung für hochperformante Server auf den Markt zu bringen. Die niedrigeren Kosten von MLC seien quasi die Brechstange, die den Enterprise-Markt für SSDs öffnet, so das Unternehmen in einer Erklärung.

"Flash-Speicher stößt in den Enterprise-Bereich vor, indem es die Applikationsleistung dramatisch verbessert und die Energieaufnahme reduziert", so Sanjay Mehrotra, Präsident und CEO, SanDisk. "Wir glauben, dass die Kombination aus Pliants innovativer Technologie und Enterprise-Erfahrung und SanDisks hochqualitativer, großvolumiger Propduktion von MLC-Speichern ein hervorragendes Wertversprechen für Anwender ist."

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