Sandisks SD-Karte funkt per WLAN, Memory Vault speichert für die Ewigkeit
Mit einer im WLAN-Netz funkenden SD-Karte will Sandisk die Übertragun von Fotos und Videos erleichtern; ein Memory Vault genannter Flashspeicher soll diese mindestens 100 Jahre aufbewahren können
Schiebt man öfters mal Bilder von der Fotokamera auf den Rechner, kann das stetige Ausbauen der SD-Karte schnell nerven; zumal man oft genug vergisst, die Karte wieder umzustecken und erst später, vor dem Motiv der Wahl, einen freundlichen Hinweis auf dem Display der Knipse angezeigt bekommt.
Um dieses Zusammenspiel von Fotokamera und Rechner einen Tick angenehmer zu gestalten, können Sandisk-SD-Speicherkarten, die mit der Eye-Fi-Technologie ausgestattet sind, Fotos und Videos drahtlos auf einen PC, ein Smartphone oder ein Tablet übertragen. Dazu steckt in der Karte ein kleiner WLAN-Chip, der nach den Standards b/g/n arbeitet. Neben der vereinfachten Bild- und Videoübertagung soll so auch die Möglichkeit eines Back Ups der aufgenommenen Fotos und Videos erleichtert werden. Die dazu notwendige Sotware gibt es sowohl für PC als auch als App für Android und iOS.
Die funkenden SD-Karte, die noch in diesem Monat auf den Markt kommt, wird es in zwei Größen – 4 GB und 8 GB – geben und kostet 50 € bzw. 70 €.
Das langfristige Sichern von Bildern und Videos steht bei dem Sandisk Memory Vault im Vordergrund. Denn, so die Einschätzung des Konzerns, viele Anwender setzen hier auf Speichermethoden, die letztlich nicht halten was sie versprechen. Festplatten, CDs und DVDs sind von einem physischem Verfall bedroht, der diese schon nach spätestens einem Jahrzehnt als sicheren Speicherort disqualifiziert. Auch Back Ups auf Servern sieht der Hersteller kritisch. Zum einen sei hier die Wahrung des Datenschutzes bedenklich und zum anderen können kaum Vorhersagen dazu getroffen werden, was passieren sollte, wenn der Betreiber des Servers aufhört zu existieren.
Die Lösung einer langfristigen Sicherung der privaten Fotos und Videos sieht Sandisk daher in Memory Vault, einem kompakten und robusten Metallgehäuse in dem ein Flashspeicher steckt. Per USB-Kabel können die Inhalte auf den Speicher geschoben und dann auch noch nach 100 Jahren in der Ausgangsqualität abgerufen werden; das will der Hersteller sogar getestet haben.
Vault Memory wird es als 8 GB großen Speicher für 50 € geben, größere Foto- und Videoarchive können auf eine 16-GB-Version geschoben werden, die mit 80 € zu Buche schlägt.
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Hmm -- also dass DVDs, CDs und HDDs physikalischem Verfall unterliegen mag ja stimmen, aber was hilft mir ein Gerät mit USB-Anschluss in 20 oder mehr Jahren?
Mit 3,5" Disketten kann ja heutzutage auch fast kein Notebook oder PC mehr umgehen -- also wirds mit USB in 20 Jahren sicher genauso sein!!
Das sinnvollste ist im Moment dann doch eine externe Festplatte anzuschaffen, die dann alle 3-5 Jahre auf eine neue, mit aktuellem Anschluss, kopiert wird...
Klar, die haben das Zeug schon vor 100 Jahren gebaut, damit sie es auch so lange testen können. Man sollte nicht jeden Unsinn glauben, den die Werbung verbreitet.
Sorry, aber nur 16GB? Was bitte soll ich mit so wenig Speicher für so viel Geld? Nichts hällt ewig - darum muss man für eine gewisse Redundanz sorgen z.B. durch eine NAS mit 2 Platten und einer zusätzliche externe, welche z.B. in einem Bankschließfach oder bei einem guten Freund ruht. Das ist billiger als solch Speicher und weil sich Anschlüsse und Speicher im Laufe der Zeit ändern kommt man um einen Wechsel nicht herum - also was bitte bringen mir lausige 16GB, die sogar nach eine Woche voll sind, wenn es in 30 Jahren kein USB mehr gibt.
"... auch noch nach 100 Jahren in der Ausgangsqualität abgerufen werden. ..."
Da bin ich aber beruhigt! Ich hatte schon befürchtet, dass die Bildqualität wieder leiden könnte. Endlich ein Speichermedium, das den bei digitalen Medien üblichen Qualitätsverfall überwunden hat. Danke!
Wie siehts mit der Verschlüsselung aus ? Oder kann der Nachbar beim Fotoshoting zusehen ?
Kann ich damit einen TV Wlan fähig machen wenn er sd-Slot hat ?
Und wie gross ist die Reichweite?
Die Karten von Eye-Fi gibt es schon seit einigen Jahren. Die Grundfunktionalität ist schnell beschrieben: Die Karte enthält neben der eigentlichen SD-Karte eine SoC mit WLAN, das den Karteninhalt nach Dateien bestimmter Endungen durchsucht. Gefundene Dateien werden dann per WLAN übertragen. Dabei kann das Ziel ein eigener Rechner sein oder einer der einschlägigen Foto-Dienste. Für den WLAN-Zugang erforderliche Schlüssel müssen natürlich der Karte mitgeteilt werden.
Die Neuigkeit scheint zu sein, dass die Dinger jetzt auch von SANDISK verkauft werden. Technisch scheint alles beim Alten zu bleiben.