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Toshiba meets Samsonite: Satellite Pro C650

Toshiba meets Samsonite: Satellite Pro C650
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Toshiba Satellite Pro C650Toshiba Satellite Pro C650

Als Mitglied der Satellite-Pro-Familie gehört das C650 laut Toshiba zur Klasse der Business-Allrounder. Vom Preis her kommt diese Einordnung hin, denn in Toshibas Online-Shop soll das Notebook 599,99 Euro kosten. In Preissuchmaschinen liegt der Preis nochmals etwa 100 Euro niedriger. Was darf man bei einem solchen Einstiegspreis erwarten?

Einstiegs-Allrounder der Businessklasse.Einstiegs-Allrounder der Businessklasse.Das Design kommt eher bieder als peppig daher, was in der Business-Welt aber nicht von Nachteil sein muss. Außen wie innen dominiert der Hartplastik-Look. Der schwarze Kunststoff weist sowohl auf dem Deckel als auch im Innenbereich eine Riffelung auf. Leider hinterlässt man bei sommerlichen Temperaturen auf dem Material schnell kleine Kondens- um nicht zu sagen Schweißflecke, die als dunkleres Schwarz auffallen und nur durch Wegwischen zu entfernen sind. Abgesehen von den weiß-grauen Buchstaben auf der Tastatur und den obligatorischen Aufklebern gibt es keine farblichen Highlights.

Hinten gibt es keine Anschlüsse.Hinten gibt es keine Anschlüsse.Auch bei den LEDs hält sich Toshiba extrem zurück: Nur Num-Lock, die Batterieanzeige und die Stromversorgung bekommen eigene Leuchten. Der Power-Knopf wirkt  im breiten Plastikband zwischen Tastatur und Display geradezu verloren. Die abgerundeten glatten schwarzen Trackpad-Tasten wirken sehr breit und passen irgendwie nicht so recht zum restlichen Look. Zusammen genommen erzeugt das eine Optik, der keinen Zweifel aufkommen lässt, dass man es hier mit einem preiswerten Modell zu tun hat.

Das Gewicht hat Toshiba gut im Griff. Mit Akku bringt das Satellite Pro C650 etwa 2,4 kg auf die Waage. Netzteil und Kabel wiegen nochmals etwa 420 Gramm. Insgesamt trägt man also etwa 2,8 Kilo mit sich - allerdings kann man das Netzteil dank der guten Laufzeiten meist zu Hause lassen.

Auf die Verarbeitung wirkt sich die Materialwahl größtenteils nicht aus. Das Gehäuse verwindet sich nur wenig. Druck unterhalb der Leertaste offenbart aber einen mangelnden Unterbau: Das Plastik wölbt sich nach unten und wird abrupt von den Streben im Innern gestoppt.Die Tastatur federt  überall leicht nach, was aber eher optisch als ergonomisch oder funktional stört. Der rechte Außenrahmen über dem optischen Laufwerk knackt schon bei leichter Belastung deutlich. Verstärkt man den Druck, schiebt man die Lade des optischen Laufwerks mit einem weiteren Knacken nach unten. Das gefällt gar nicht.

Display-Deckel im Hartschalenkoffer-LookDisplay-Deckel im Hartschalenkoffer-LookDem Displaydeckel tut das Hartplastik allerdings ganz gut, denn er ist angenehm steif. Erst wenn man ihn sehr stark verwindet, zeigen sich Spannungsmuster auf dem Display, wobei dann aber auch die Kontaktflächen von Deckelschale und –Innenseite deutlich aneinander reiben. Auch der punktuelle Druck auf die Außenhaut muss schon sehr hoch sein, bevor sich das auf den Bildschirm auswirkt. Die Scharniere halten das Display zuverlässig im gewünschten Öffnungswinkel. Um es aber überhaupt zu öffnen, braucht man beide Hände. Insgesamt also ein gemischtes Ergebnis, das die Einordnung als preiswerter Allrounder unterstreicht.

Große Tastatur mit Ziffernblock.Große Tastatur mit Ziffernblock.Die Tastatur macht einen guten Eindruck, und ihre Tasten sind groß und flach. Obwohl zwischen ihnen keine Aussparungen à la Chiclet-Tastatur liegen, löst man hier durch eine angenehmere Schreibposition im Gegensatz zum HP G62-130EG nur selten versehentlich umliegende Tasten aus. Das Layout entspricht dem Desktop-Standard, bringt STRG/CTRL-Taste also ganz links außen unter, und Toshiba spendiert dem Notebook auch einen vollwertigen Ziffernblock. Nur die DEL/ENTF-Taste liegt ungewohnt direkt über Backspace, aber daran kann man sich schnell gewöhnen.

Das Tippgefühl ist insgesamt gut, und auch der Hub gefällt. Allerdings würde ein wenig mehr Widerstand den Tasten gut stehen. So wirkt die Tastatur zu weich, denn man wird beim Tippen erst durch die Tastaturwanne gestoppt. Das Mitfedern der Tastatur wurde bereits erwähnt, stört aber nur optisch, wenn man beim Tippen den Finger-Kontrollblick macht.

HDD und RAM liegen gut erreichbar hinter eigenen Klappen.HDD und RAM liegen gut erreichbar hinter eigenen Klappen.Das Trackpad könnte ein wenig größer ausfallen, vor allem in der Höhe. Die Präzision ist gut, ab und an reagierte es aber etwas überempfindlich auf Berührungen mit dem Handballen und verschob dann den Cursor. Außerdem ist der Zeiger standardmäßig recht schnell eingestellt. Die Trackpadtasten fallen vergleichsweise breit aus und liegen in einer leichten Vertiefung. Sie lösen mit angenehmen, relativ hohem Widerstand aus und geben als akustisches Feedback ein dumpfes Klicken von sich.

Der Mausersatz beherrscht neben dem Scrollen in der Horizontalen und der Vertikalen auch einige Multi-Touch-Gesten wie Pinch-Zoom und das Drehen von Bildern. Zusätzlich lässt sich im Treiber noch eine Funktion namens „Momentum“ anschalten. Wer darunter etwas wie das Inertial Scrolling beim Trackpad der aktuellen MacBooks erwartet, irrt aber. Ist Momentum aktiv, nimmt der Mauszeiger sozusagen Schwung mit: Bewegt man ihn in eine Richtung und lässt dann los, setzt er seine Bewegung noch ein wenig fort, bevor er zur Ruhe kommt. Scrollen mit Schwung gibt es aber leider nicht.

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