CeBIT: Schenker Notebook verschiebt Leistungsgrenze nach oben
Leistungsfähige Prozessoren und zwei Grafikkarten sollen mobile Geräte für leistungshungrige Anwender interessant machen
Wenn es um rechenintensive Anwendungen, vor allem im Bereich von Computerspielen geht, scheint dem Durst nach mehr Leistung kaum Grenzen gesetzt zu sein. Dies demonstriert einmal mehr Schenker und verspricht mit der Neuauflage des XMG U700 nicht weniger als das schnellste Gaming-Notebook der Welt. Mehr als 26000 soll es im Benchmark 3D-Mark Vantage erreichen.
Als Prozessor wird dazu auf einen mit sechs Kernen arbeitenden Intel Core i7-990X vertraut, dessen einzelne Kerne Dank Turbo Boost 3,73 GHz schnell sind und mit Hilfe von Intels XTU-Software auf über 4 GHz getaktet werden können. Als Konfigurationsmöglichkeiten stellt Schenker neben kleineren i7-CPUs auch Xeon-Prozessoren zur Wahl; diese können von bis zu 12 GB Arbeitsspeicher unterstützt werden. Für entsprechende Grafikpower sorgen zwei über SLI gekoppelte Nvidia GTX 485M Grafikkarten. Dargestellt werden die Inhalte auf einem 17" Full-HD-Display, das eine dementsprechende Auflösung von 1920 x 1080 Pixel besitzt.
Leistungsfähig präsentiert sich auch die Lösung zur Datenspeicherung: Drei Festplatten oder SSDs kann das XMG U700 aufnehmen und per Raid verknüpfen, wobei auch hier auf die schnellste, am Markt verfügbare Hardware gesetzt wird. So werden die erst kürzlich vorgestellten Solit-State-Disks der Intel "Elm Crest" 510-Serie verbaut.
Auch an Anschlüssen lässt das XMG U700 kaum Wünsche offen: Für Netzwerke stehen Gigabit-LAN und WLAN nach n-Standard zur Verfügung. Über Bluetooth können Peripherie-Geräte angesprochen werden. Für USB-Devices bieten sich drei USB-2.0- und zwei USB-3.0-Steckplätze. Weiterer Datenaustausch ist mit Firewire IEEE 1394b sowie einer eSATA-Schnittstelle möglich. Außerdem können ein 3-in-1-Kartenleser sowie ein Express-Card-Slot genutzt werden. Ein Blu-ray-Brenner liest und beschreibt alle gängigen Silberling-Formate.
Mit solchen Leistungsdaten, braucht man über Mobilität nicht mehr zu sprechen. Bei einem Kampfgewicht von 5,8 kg möchte man das XMG U700 nur in Notfällen vom heimischen Schreibtisch transportieren. Auch die Ausmaße von 419 x 286 x 56,5-60,7 mm sind nicht gerade reisefreundlich. Wer sich davon auf der Suche nach einem Notebook mit einer enormen Leistung nicht abschrecken lässt, kann sich ein solches Gerät ab Mitte März zusammenstellen lassen. Die Preise für die kleinste Variante beginnen ab 1749 €.
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Über Sinn und Unsinn braucht man hier nicht mehr diskutieren. Das Ding ist für eine Zielgruppe konzipiert die es nicht gibt. Es geht hier denke ich einmal mehr um das Machbare.
1749€ ist wohl auch eher ein Witz. In der Maximalkonfiguration sprengt das Teil mühelos die 4000€ Marke.
ich kann auch nur den kopf schütteln, wenn sich leute einen desktop mit gtx580 sli und intel hexacore kaufen, ein notebook ist da natürlich preislich nochmal in ner anderen liga angesiedelt. mich wundert es aber garnicht mehr, wenn auch dieses monster abnehmer findet.
natürlich gibt es zielgruppen... mindestens zwei. die leute, deren "musthave-schmerzgrenze" sehr hoch ist, und die, die sich von geld fast alles kaufen können. letztere lassen sich das vielleicht noch vergolden oder mit anderem bling bling veredeln, damit es obligatorisch die 10k euro grenze knackt.
Hm.. ich in ja auch wieder am Überlegen mir ein Zockernotebook zu kaufen (ASUS G73 etc.) - in einem gewissen Preisrahmen ist das für mich OK. Klar, für genug Leute ist das ein Klacks. Hauptsache das beste und schnellste. Man darf ja nicht immer von sich selbst ausgehen (ich will nicht schon wieder das Beispiel mit Supersportwagen bringen und wieviel Leistung ein Auto benötigt). Ich bin halt Pendler (bzw war es) bzw. möchte nicht das ganze Kabelgewirr auf dem Schreibtisch haben oder will mal ohne große Rumschlepperei auf ne LAN-Party...
Aber was mir bei den ganzen Netbooks, Subnotebooks, Notebooks in Grössen bis 21" oder was auch immer und den Tablets noch fehlt ist ein modulares Notebook an das man eine potente Graka anflanschen kann. Diese sind ja die Hauptheizkraftwerke im Notebook. Die CPU wird im Betrieb ohne die Highend Graka niedrig getaktet bzw. werden Kerne abgeschaltet um STrom zu sparen (längere Laufzeit), ohne Graka ist Lappi dann auch leichter. Zu Hause oder wenn man auf ne LAN Party etc geht klickt man die externe Graka (wie auch immer) unten (?) ans Notebook dran und hat n schnelles Teil zum Zocken.
Idee? Oder wer zeigt mir ein paar links zu vorhandenen Lösungen? oder sollte ich das schnellstens patentieren lassen? ;-)
Phantastische Grüsse
Jake
Von der Ausstattung her sicher genial. Aber ich frage mich, wie lange das Ding überleben wird. Ich meine, in Mini-ITX Spielerechnern geht es schon heiss und eng zu und her. Das ganze dann nochmals auf weniger Raum platziert...
Da macht das ähnliche Modell, dafür mit SB QuadCore doch wieder deutlich mehr Sinn.
Evtl. nicht ganz so schnell, aber für die meisten Dinge schnell genug. Danach müsste eh bald eine Workstation mehreren Prozessorsockeln her...
Ich denke, das Ding ist einfach eine "Studie", um zu zeigen, was machbar ist. Dass das Ding nicht jeder kauft, dürfte klar sein.
Und sollte das Notebook trotz der Komponenten temperaturtechnisch und lautstärketechnisch im Grünen Bereich liegen, dann verdienen die wirklich einen Respekt. Einfach mal so 300-400 über die kleinen Öffnungen effizient abtransportieren...
Bei einem solchen Notebook frage ich mich ein bisschen nach dem Sinn des Ganzen. Ein Notebook bedeutet für mich Mobilität sowie ein zeitweise Unabhängigkeit vom Stromnetz. Aber mit einem solchen Gerät wird das kaum möglich sein, da der Leistungshunger des Systems den Akku in Rekordzeit leeren dürfte, außer man ist bereit noch einen größeren Akku mit sich rumzutragen (wahlweise auch auf der Sackkarre).
Ich habe ein Notebook das irgendwo zwischen 2-3 Kilo wiegt und das reicht mir gewichtstechnisch schon, 6 Kg sind schon richtig schwer.
Beim mobilen Zocken dürfte die Zukunft eher im Bereich der gestreamten Spiele liegen statt solche Monster zu konstruieren.
@jake_b: das Problem bei der Anbindung einer Grafikkarte ist dass sie einen möglichst kurzen und möglichst breiten Komunikationsweg braucht. Das Notebook müsste also schon eine PCI Express Lane nach draussen führen damit sowas möglich wäre und diese Richtung dürfte sowohl für Mainboard- als auch Grafikkartenentwickler etwas zu exotisch sein um es zu realisieren.
MfG
Mr. J
5,8kg nur für das Notebook, das Netzteil muss dann ja auch noch mitgenommen werden und so ein 300-400 Watt Koloss bringt bestimmt auch über ein Kilogramm auf die Waage.
Es gab einmal nen Ansatz für eine Grafikkarte einen Anschluss zu kreieren. Ich hab das selbst gesehen auf der Cebit 2009. Das bestand dann aus einer Box mit integrierter HD3870 Grafikkarte.
Das Ding ist kein Notebook, es wollte nie eins sein und wird es auch nie.
Das sich gute Gaming- und Allroundeigenschaften nicht ausschließen, dass beweisen sämtliche Optimusgeräte (unter anderem auch von Schenker). 15 Zoll, Sandy Quadcore und eine (um 25% übertaktbare) GTX460M die im Leerlauf und mobil komplett abgeschaltet ist. Das ganze für 3kg und mit <3 Stunden Akkulaufzeit garniert sind richtig geile Geräte. Sollte mein XMG5 (Gamingnotebook anno August 2008) heute den Geist aufgeben würde so ein Gerät angeschafft.
Soetwas ist sinnvoll und kann man machen. Das Ding hier... wie gesagt kaufbare Machbarkeitsstudie