Seagate Replica und Rebit: Endlich perfektes Backup?

Das Replica ist eine portable Festplatte, die ein automatisiertes, vollständiges und einfaches Backup inklusive Disaster-Wiederherstellung und Versionierung für jedermann ermöglicht. Das Produkt funktioniert so gut, dass es eine Empfehlung wert ist.

Lästig ist im Grunde gar kein Ausdruck, denn Backup ist keine Thematik, über die Anwender gerne sprechen. Unsere Zugriffsstatistiken bestätigen das: Artikel über moderne Prozessoren oder neue Grafikkarten sind deutlich beliebter als die öde Backup-Leier, und so wird dieses Thema gern verdrängt in der Hoffnung, dass schon nichts passieren werde. Doch wehe wenn der Datengau eintritt. Das Replica von Seagate zielt auf alle Anwender ab, die um die Wichtigkeit regelmäßiger Datensicherung wissen, jedoch immer eine Ausrede parat hatten, sich nicht darum zu kümmern. Und tatsächlich: Das Replica macht seine Aufgabe so unauffällig und so gut, dass Backup ab sofort den Status einer lästigen Notwendigkeit ablegen kann.

Backup und Datenverfügbarkeit

Anwender neigen gern dazu, sich mehr um Datenverfügbarkeit durch den Einsatz von RAID-Technologie statt um eine robuste Backup-Strategie zu kümmern. Hohe Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit des Systems sind ohne Frage wichtig, jedoch ersetzt dies nicht die Datensicherung, da eine versehentliche oder böswillige Veränderung oder Löschung von Daten zu schwerwiegenden Folgen führen kann. Auch die gezielte Versionierung von Dateien kann oft wichtig sein. Klar ist, dass nur die Kombination aus hoher Verfügbarkeit und Datensicherheit über Backups langfristig Sinn macht, denn wirklich wichtige Daten müssen auch “außerhalb der Schusslinie”, also abseits ihrer täglichen Arbeit, zur Sicherheit redundant vorhanden sein.

Backup gilt als beschwerlich

Leider geht ein Backup nicht jedem Anwender leicht von der Hand. Entweder man verwendet im Betriebssystem vorhandene Lösungen oder geht systematisch mit Scripts vor. Am Ende wird stets ein kompletter Backup-Satz Ihrer wichtigen Daten benötigt. Backups müssen dabei unbedingt regelmäßig ausgeführt werden und der Speicherplatzbedarf kann je nach System beträchtlich werden.

Spezielle Backup-Software ermöglicht zusätzlich inkrementelles oder differenzielles Backup, welche beide nur die seit dem letzten Backup-Lauf veränderten Daten speichern, setzen aber ein funktionsfähiges, initiales Backup voraus. Beim differenziellen Vorgehen werden die Veränderungen seit dem letzten Komplett-Backup gespeichert, während ein inkrementelles Backup nur die aktuellen Veränderungen registriert und vorhält.

Langer Rede kurzer Sinn: Ein funktionierendes Backup benötigt Zeit und zumindest etwas Planungsaufwand, um die Fragen nach dem was, wohin, wann, wie oft sowie der Backup-Prüfung zu beantworten. Andernfalls besteht eine realistische Chance, dass Sie etwas übersehen und der Backup-Prozess eine Lücke hat, so dass die Bemühungen vergeblich und das eine, wichtige Powerpoint-Dokument am Ende doch verloren ist.

Überwindet das Replica alle Backup-Hürden?

Beim Seagate Replica handelt es sich um eine portable 500-GB-Festplatte im 2,5”-Format. Die Backup-Lösung von Rebit wurde vorinstalliert, so dass sich das Replica von selbst um alle wichtigen Belange eines vollständigen und funktionsfähigen sowie praxistauglichen Backups kümmern soll. So viel sei gesagt: Die Funktionsweise hat uns beeindruckt.

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29 Kommentare
    Dein Kommentar
  • fragger
    Die meisten Leute machen ja bisher keine ordentliche/regelmäßige Datensicherung, weil zu aufwendig...
    Daher zwar etwas teuer, aber im Prinzip für unbedarfte Windows Anwender (99%) ein sinnvolles Gerät... (weil "klick and forget")

    Das Teil würd mir vermutlich 'ne Menge Arbeit/Rennerei ersparen.
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  • lrlr
    soweit ich das sehe ist das einzig interessante die SOFTWARE
    welche externe HDD man nimmt, spielt da ja eine untergeordnete rolle

    software gibts auch einzeln: http://www.rebit.com/products-software.html
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  • airwalker
    Sieht gut aus, aber klingt nicht so toll.. Replica bedeutet für mich (billiger) Nachbau von Drittanbietern (auch wenn Wiki was anderes sagt).. Thema Uhren-Nachbau und dergleichen.
    Wenn ich das Produkt nicht kenne und nur den Namen hör, würde ich nie auf eine Backuplösung kommen.
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  • lrlr
    nachtrag: es funktioniert nur lokal (also nicht von/auf netzwerklaufwerken/usb-laufwerken usw.)
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  • Anonymous
    @lrlr: Es funktioniert lokal, aber das entsprechend unauffällig und erfreulich gründlich.

    Gruß
    Patrick Schmid
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  • Anonymous
    guter Artikel !
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  • Christophe
    guter Artikel !
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  • Taigabaer
    Ich bin da ein totaler Laie was Backup(software) betrifft. Heißt das daß das Programm nur ein Backup von meinem Systemlaufwerk machen kann? Ich speicher wichtige Daten eigentlich immer auf einem anderen Laufwerk bzw. Partition.

    Und was ist wenn ich mal die CPU bzw. das Board wechsel? Geht dann noch die Wiederherstellung oder erkennt das Programm das dann als "falschen" PC?
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  • hotpot
    @Taigabaer: Nein, es kann alle Laufwerke im System überwachen, wie man auf Seite 3 des Artikels schön sehen kann wird C: und D: angeboten.
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  • Taigabaer
    Danke Dir. ;)
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  • Anonymous
    Wenn ich mir den beschriebenen Vorgang durchlese, erkenne ich eigentlich exakt den Vorgang wieder, den auch MS Windows7 Backup macht: Täglich (wenn so konfiguriert) einen Snapshot des Dateisystems sichern, ohne Zutun, inklusive System-Image zum Disaster-Recovery! Die Backup-Platte kann ich halt dabei auch so noch anderweitig nutzen, aber ansonsten sehe ich den Unterschied nicht...
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  • Anonymous
    Werden wirklich alte Backups verworfen? Damit gehen auch Daten verloren. Ist es nicht möglich auf ein zweites Medium zu sichern?
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  • Anonymous
    Wie gut dass ich einen Mac habe, von einer Firma die mitdenk und sowas ins Betriebssystem integriert:
    http://www.apple.com/de/macosx/what-is-macosx/time-machine.html
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  • Mnyut
    Mac OS X Time Machine ist genau so wenig ein Backup wie eine Seagate Replica, das ständig mit dem Rechner verbunden ist.
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  • rider2k5
    Super Ding das Replica, hab mir aufgrund des Tests eine Bestellt und muss sagen funktioniert echt perfekt.
    Meine Frage wäre, ob man die Software von der RestoreCD auch auf nem USB Stick zum laufen kriegt, weis da vil jmd ne Lösung?

    Mfg
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  • quix
    Ich benutze seit längerem dieses Openscource Tool
    http://directorysync.sourceforge.net/

    Damit synce ich meine Daten der Festplatte mit meinem NAS, das hat zudem den Vorteil das ich mit dem Laptop per WLAN jederzeit Zugriff auf alle Daten habe.
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  • Anonymous
    Schade: wieder nur für Windows. Ein "vollautomatisches" Backup sollte unabhängig vom Betriebssystem funktioniern und die gängigsten Dateisysteme unterstützen (FAT, NTFS, ext2/3/4, HFS, ...). Die Backup Logik könnte dann z.B. in einem kleinen Minilinux transaparent auf der HD die Dateisysteme lesen/schreiben und eine Browseroberfläche würde evtl. Konfigurationsmöglichkeiten anbieten. Dann würde das Gerät auch für Linux und MacOS (und andere) OS Benutzer interessant.
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  • marrio
    Unter "Erkenntnisse & Testkonfiguration" des Artikels steht als Betriebssystem "Microsoft Windows Server 2003". Da dachte ich super, steht zwar nicht auf der Verpackung, dass das mit einem Server funktioniert, aber wenn die das können, muss das ja funktionieren. Tut es aber nicht. Kann mir mal einer erklären, wie ihr das hinbekommen habt, Rebit mit der 500 GB Replica auf einem Windows Server zu nutzen? Interessiert mich gerade brennend...
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  • Anonymous
    Falls sich jemand diese Platte zulegen will, bei Dell gibt's gerade ein Schnäppchen:
    http://www.reichweite.de/2009/11/22/externe-2-5-zoll-festplatten-bei-dell-ab-37-euro/
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