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Sentinel DX4000 im Einzeltest: Windows-NAS von Western Digital

Sentinel DX4000 im Einzeltest: Windows-NAS von Western Digital
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Wenig Konfigurationsaufwand, einfache Bedienung und hohe Leistung lautet die Prämisse, unter der Western Digital sein erstes 4-Bay NAS-Gerät konzipiert hat und greift zu Windows Server 2008 R2 Essentials. Ob diese Rechnung aufgeht?

Western Digital Sentinel DX4000 - NAS mit Microsoft Windows Server 2008 Essentials

Bei Western Digital (kurz: WD) kann man mittlerweile auf über 40 Jahre Erfahrung im Storage-Markt zurückblicken. War man anfangs noch auf die Entwicklung von Controller-Chips für Festplatten spezialisiert (und hat damit unter anderem die Basis für die ATA-Schnittstelle gelegt), stieg man Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrtausends durch die Übernahme der Festplattensparte von Tandon selbst in den Festplattenmarkt mit ein. Die Erfolge die man sich seither auf die Fahne schreiben kann sind unter anderem die Präsentation des ersten Laufwerks mit 2 TB Speicherkapazität verteilt auf nur 4 Platter, sowie die erste 1 TB-Festplatte im 2,5”-Format. Nicht zu vergessen die WD Velociraptor VR150 sowie die Neuauflage Velociraptor VR200M, die sich zu ihrer Zeit jeweils den Titel “schnellste Desktop-Festplatte” sichern konnten. Auch in der Sparte Netzwerkfestplatten und Direct Attached Storage war man nicht untätig und kann mit den WD MyBook-Speichergeräten (z.B. WD MyBook World Edition II oder WD MyBook Essential) bei Kunden Erfolge verbuchen.

Netzwerkspeicherlösung mit Intel Atom CPU und vier Laufwerken

Was bislang im Produktportfolio fehlte, war ein “ausgewachsenes” NAS-Gerät, das mit mehr als zwei Festplatten ausgestattet werden konnte und über entsprechend Leistung verfügt. Diese Lücke schließt Western Digital nun mit dem Sentinel DX4000, einem 4-Bay NAS-Gerät das mit Kapazitäten von 4 TB, 6 TB, 8 TB und 12 TB verfügbar ist.

Als Prozessor kommt ein Intel Atom D525 Dual-Core-Prozessor mit vier Threads und einer Taktrate von 1,8 GHz zum Einsatz, und die RAM-Bestückung fällt mit 2 GB relativ üppig aus. Mit weniger RAM dürfte das DX4000 aber auch nicht ausgestattet sein, da man im Gegensatz zu Herstellern wie Qnap, Synology oder Thecus beim Betriebssystem nicht auf Linux setzt, das weniger Ressourcen beansprucht, sondern Microsoft Windows Server 2008 Essentials die Verwaltungsaufgaben überträgt. Doch warum setzt man auf ein Betriebssystem aus Redmond?

Die Zielgruppe, die Western Digital mit dem Sentinel DX4000 ansprechen will, sind kleine Unternehmen mit maximal 25 Anwendern, deren Netzwerktopologie bereits von Windows-Betriebssystemen dominiert wird, in das sich das DX4000 nahtlos einfügen kann. Zudem legte man bei der Entwicklung des DX4000 Wert darauf, dass die Bedienung und Handhabung für den Anwender so einfach wie möglich zu sein hat. Skeptiker werden jetzt sicherlich die Frage stellen, ob Windows Server 2008 R2 auf einem NAS-Gerät und einfache Bedienung überhaupt Hand in Hand gehen können - vielleicht nicht einmal zu unrecht. Wie unsere Antwort auf diese Frage lautet, was Anwender vom WD Sentinel DX4000 in der Praxis erwarten können und wie sich das NAS-Gerät hinsichtlich der Performance im Vergleich zu anderen NAS-Geräten schlägt, das alles klären wir auf den nächsten Seiten.

Es gibt 7 Kommentare. B
Weitere Kommentare
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    Techniker Freak , 9. Mai 2012 07:07
    Wenn man ein System wie Windows Server einsetzt dann sollte grundsätzlich alles damit machbar sein, dann wäre dieses Gerät interessanter. Aktuell gibt es nichts das dieses Gerät hervorhebt, da wäre WD mit entsprechend gestalteten Linux System besser gefahren.
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    Binsenmeier , 9. Mai 2012 07:28
    Irgendwie ist das ja schon enttäuschend. Ich meine, die Software, okay. Ein Windows eben, was eigentlich Freiheiten lassen sollte. Aber die Transferraten sind nun nicht wirklich eine Offenbarung, oder? Und dass man nur WD-Platten reinstecken darf?
    Die Idee mit dem automatisierten Backup/Replizieren von Daten ist ja auch schön, aber wenn der Client dazu dann auf den Rechnern rumzickt, hat man auch nicht wirklich was gewonnen.
    Mein Fazit nach dem Test: Eigentlich vielversprechend, braucht aber noch Feinarbeit. Naja, mal sehen was da noch kommt.
    Frage an den Autor: Kann man mit neuerer Firmware irgendwann noch einen Nachtest machen und schauen, ob sich da was bewegt?
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    a97584 , 9. Mai 2012 15:30
    USV und redundante Spannungsversorgung schließen sich übrigens nicht aus. Man hat zuhause vielleicht nicht immer 2 separat abgesicherte Stromkreise am Aufstellort, aber auch eine USV kann ausfallen, weshalb es Sinn macht ein Netzteil direkt und eins über die USV anzuschließen. So hat man die Folgen eines Stromausfalls, USV-Ausfalls und Netzteilausfalls gemindert.
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    fffcmad , 10. Mai 2012 06:54
    Naja, bei Server 2008 brauchst schon mindestens einen Core Duo oder sehr flinken P4/ Dual P3 Tualatin, um in Sachen Netzwerkperformance auf Trab zu kommen. Der Atom reisst da Vorne und und Hinten nichts. Fuer 150€ mehr liesse sich da eine Kiste bauen, die gut das Zehnfache und mehr an Performance liefert und aehnlich sparsam zu Werke geht. Neben anderen Unzulaenglichkeiten des Atoms (ECC nur in Spezialfaellen) ganz zu schweigen.
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    Joerg1530 , 10. Mai 2012 18:55
    Hm, wieso steht im Test beim 4-Bay-NAS N4200pro "5 HDD"??
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    mbinder , 11. Mai 2012 09:14
    Zitat :
    Frage an den Autor: Kann man mit neuerer Firmware irgendwann noch einen Nachtest machen und schauen, ob sich da was bewegt?

    Da wird sich vermutlich nicht mehr viel tun. Server 2008 R2 Essentials ist halt nun mal Server 2008 R2 Essentials.

    Zitat :
    Hm, wieso steht im Test beim 4-Bay-NAS N4200pro "5 HDD"??

    ...weil ich mich vertippt hatte. :-/ Danke für den Hinweis, habe es korrigiert.

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    Mittelfranke , 8. August 2012 11:28
    Ich habe dieses System jetzt seit einigen Wochen in Betrieb, habe ich irgendwo eine Möglichkeit auch eine automatische Sicherung für das NAS einzustellen? So dass z.B. einmal pro Woche die Daten des NAS auf einem beliebigen Client gespeichert werden?

    Im Vorraus schon vielen Dank!

    Sebastian