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Intel probiert mineralische Öle als Server-Kühlung aus

Von , Tuan Mai - Quelle: Wired

Intel testet eine neue Methode, um die Kosten für die Kühlung und Stromversorgung von Servern zu senken – indem sie in Öl versenkt werden.

Mit Mineralöl gekühlte Systeme gibt es zwar schon eine ganze Weile, aber Intels Ansatz scheint eine moderne Interpretation dieses Themas zu sein. Nach einem Jahr diverser Tests dieser neuen Art der Serverkühlung gab das Unternehmen nun bekannt, dass es mit den Ergebnissen seiner Versuche sehr zufrieden sei. Intel war unter Nutzung des Mineralöl-Kühlsystems CarnotJ von Green Revolution in der Lage, sowohl die Kühl- als auch die Energiekosten zu senken.

Laut Intel verwendeten die getesteten Server nur zwei bis drei Prozent des Energiebedarfs auf die Kühlung – bei Standard-Servern sind es normalerweise 50 bis 60 Prozent. Selbst die effizientesten Rechenzentren weltweit – die von Google und Facebook – verwenden immer noch 10 bis 20 Prozent auf die Kühlung.

Das Hauptvorteil der Mineralölkühlung: Sie ist vergleichsweise billig und kann für eine große Bandbreite von Geräten von kleinen Computer bis hin zu massiven Servern skaliert werden. Da Mineralöl nicht leitend ist, gibt es keine Kurzschlüsse; die Hardware wird nicht geschädigt. Andererseits geht durch das Eintauchen der Hardware in das Öl die Garantie verloren – und die Reinigung der Hardware und die Entfernung des Mineralöls kann sich als ziemlich schwierig erweisen.

Diese Kühlungsmethode dürfte für massive Server-Arrays definitiv interessant sein, da sie Kühlungs- und damit Energiekosten spart. Der einzige Nachteil ist, dass man schmutzige Hände bekommt und das Öl alle 10 Jahre oder so ausgewechselt werden muss.

Es gibt 18 Kommentare. B
Weitere Kommentare
  • 2 Ð
    Peter435 , 7. September 2012 16:11
    "alle 10 Jahre oder so"

    oder so ^^
  • 0 Ð
    troll , 7. September 2012 16:25
    Aha, dann muß ich mit meinem PC wohl künftig ebenfalls zum Ölwechsel ;-)))

    Oder man könnte praktischer Weise als Untermieter in einem Rechenzentrum noch eine Frittenbude einquartieren *lol*
  • 0 Ð
    numerobis , 7. September 2012 16:34
    oder so...
  • -1 Ð
    Brat , 7. September 2012 17:13
    wenn das mineralöle der neuen norm sind, brennt der rechner eh innerhalb von 30minuten ab
    (heimnapalmbombenerfahrung inklu.)
  • 0 Ð
    crazymath , 8. September 2012 06:40
    Hoffentlich brauchts kein Benzin...sonst muss ich das auch noch mit meinem Auto teilen.

    Frage an Intel: Gibts das Ding auch als Kombi mit Diesel? Und verträgt das Ding auch E10?
  • 0 Ð
    troll , 8. September 2012 09:01
    @ crazymath

    Dann wären die Daten nicht mehr in der Cloud, sondern on the Road! ;-)))
  • -1 Ð
    BackToTheRootsTHG , 8. September 2012 10:05
    Baut sowas mal wieder selbst (wie zu den guten Zeiten von THG) :D 

    Was aktuelle Prozis ohne Kühler machen wüsste ich auch gern ;) 
  • 1 Ð
    troll , 8. September 2012 12:36
    Kühlkörper brauchst du trotzdem. Die Wärme muß erst mal weg vom Chip. Die können aber u.U. kleiner ausfallen, als bei Luftkühlung, da Flüssigkeiten Wärme besser leiten, als Luft. Da aber in Öl aller Warscheinlichkeit für Luft designte Lüfter nicht gescheit arbeiten, braucht man dann eine externe Umwälzpumpe.
  • 0 Ð
    nexum , 8. September 2012 16:12
    @BackToTheRootsTHG
    Hier der Eigenbau von THG aus dem Jahr 2006.
    http://www.tomshardware.de/Eigenbau-ol-PC,testberichte-1342.html
  • 0 Ð
    BackToTheRootsTHG , 9. September 2012 13:00
    @nexum
    Vielen Dank.. ist mir allerdings bekannt.
    Die betonung lag auf "mal wieder".. halt in aufgehübscht und Up-to-Date
    Genau diese Sachen machten THG einzigartig.
    Öl-PC
    Beamer-Eigenbau aus TFT und Projektor
    AMD`s abrauchen lassen

    Sowas gab es schon ewig nicht mehr.
    Seit geraumer Zeit werden nurnoch Beiträge hingerotzt.
    Mit hingerotzt mein ich das es einfach nurnoch normale News sind welche man überall im Netz findet.
    Grammatik sowie Rechtschreibfehler findet man mittlerweile wohl auch in jedem "Artikel".

    BACK TO THE ROOTS!!
  • -1 Ð
    piccolo , 10. September 2012 07:08
    Sorry kann ich mir nicht vorstelle, das man damit Riesige Server Kühlen kann. Sie erzeugen soviel abwärem wie ein kleines Heizraftwerk. Das Öl erwährmt sich immer auch. Und wie wird das Öl gekühlt!? Und was ist mit 0% energiebedarf für die Kühlung gemeint!? Mal angemommen ein Serverarray verbrauch 500KW/h. Dann verbrauch die Kühlung (Lüfter) 250KW?????? Schon klar was sollen das für lüfter sein? Dann könnt ihr ja n bissel über mein R>echner bereichten Der hat nur ein Lüfter auf der CPU und ein auf der Graka (ca 3W Stromverbrauch auf 200 bis 250W beim Zocken). Das wäre dann mal locker 98,5%.
  • 0 Ð
    ichbinwirklichhohl , 10. September 2012 08:04
    ich wär für Frittenfett, dann können die neben ihren Rechenzentren Gastronomien aufmachen, lecker lecker Pommes z.b. ...
  • 1 Ð
    johannes_franke , 10. September 2012 08:29
    Die Rechnung geht nicht auf, zumindest mechanische Festplatten funktionieren in Flüssigkeiten nicht - oder zumindest nicht lange. Da die aber auch einen erheblichen Teil zur Wärmeentwicklung beitragen, müssten sie dann wieder extra gekühlt oder in speziellen öl-dichten Gehäusen untergebracht werden. Ob dieser Aufwand gerechtfertigt ist?
    Es ist halt noch nicht so weit, dass man größere Serverfarmen ausschließlich auf SSDs laufen lassen kann. Und die Schweinerei, die z.B. ein Board-Wechsel so nach sich zieht, will ich mir lieber gar nicht vorstellen. Dann rutscht das Personal auch so durch die Gegend wie die bei McD hinter der Theke *lol*
  • 0 Ð
    derGhostrider , 10. September 2012 13:32
    troll@GuestKühlkörper brauchst du trotzdem. Die Wärme muß erst mal weg vom Chip. Die können aber u.U. kleiner ausfallen, als bei Luftkühlung, da Flüssigkeiten Wärme besser leiten, als Luft. Da aber in Öl aller Warscheinlichkeit für Luft designte Lüfter nicht gescheit arbeiten, braucht man dann eine externe Umwälzpumpe.


    Die Kühlkörper haben vor allem größere Abstände zwischen den Lamellen, da sie auf die Viskosität des Öls angepasst werden müssen.
    Entscheidend ist aber z.B., daß in den Rechnern selbst keine Lüfter mehr verbaut werden, sondern die Server in einen konstanten Ölstrom getaucht werden.
    Es wird dann nicht mehr wahrlos der ganze Raum gekühlt und das Öl kann sogar direkt durch die Wärmetauscher (auf dem Dach oder wo auch immer) fließen. Also wird dort ein verlustbehafteter Wärmetauscher gespart.

    piccolo@GuestSorry kann ich mir nicht vorstelle, das man damit Riesige Server Kühlen kann. Sie erzeugen soviel abwärem wie ein kleines Heizraftwerk. Das Öl erwährmt sich immer auch. Und wie wird das Öl gekühlt!? Und was ist mit 0% energiebedarf für die Kühlung gemeint!? Mal angemommen ein Serverarray verbrauch 500KW/h. Dann verbrauch die Kühlung (Lüfter) 250KW?????? Schon klar was sollen das für lüfter sein?

    Das sind sehr große Klimaanlagen. Bei großen Rechenzentren gibt es sogar eigene Kühltürme.
    Bedenke, daß eine kleine popelige mobile Stand-Klimaanlage bereits spielend 1,5kW verbrät und Du damit einen kleinen Raum runterkühlen kannst.
    Wenn Du in diesen Raum nun 300 Server stellst, dann wird die kleine Klimaanlage das nicht einmal ansatzweise schaffen.
    Aber es ist eben durch entsprechende Wärmetauscher oder eben sogar Kühltürme möglich auch große Rechenzentren in den Griff zu bekommen.

    ichbinwirklichhohl@Guestich wär für Frittenfett, dann können die neben ihren Rechenzentren Gastronomien aufmachen, lecker lecker Pommes z.b. ...

    Ja, wenn das nicht total ungeeignet wäre, wäre es wirklich nicht übel. Admins hätten dann Drahtkörbe in der Ecke und Fritten im Tiefkühlschrank und würden den halben Tag nur noch im RZ verbringen.
    "Wir müssen auf den Servern in diesem Rack einen Stresstest machen. ... nein, es gibt keine Probleme mit den Servern, aber die Pommes sind zu blass."
  • 0 Ð
    aarfy , 10. September 2012 20:15
    Was einige vergessen ist das es am Ende nur darum geht die Wärme möglichst kostengünstig und schnell von den Servern wegzutransportieren.. die eigendliche Kühlung erfolgt dann hinter dem Wärmetauscher (zum Beispiel ein externer Kühlturm), von daher ist das Öl aufjedenfall deutlich im Vorteil gegenüber Luft (billig aber ineffizient) oder z.B. Heatpipesystemen (Effizient aber teuer)..

    Allerdings ist der Mensch ein Gewohnheitstier .. von daher müssten da schon enorme Einsparungen drin sein bevor das auch nur ein Provider in seinen RZ verwendet (der Punkt mit den dreckigen Fingern ist da durchaus ein zu berücksichtigender Faktor)
  • 0 Ð
    saintabel , 11. September 2012 09:46
    na das mit den dreckigen fingern bekommt man auch in den griff wenn man niedrig viskose silika öle nimmt. da ist dann halt einfach das öl teuerer, dürfte allerdings länger halten als "10 oder so jahre" da nicht organisch, und termisch stabiel bis 260° das einzige was wohl problematisch währe sind abrieb durch pumpen und co. der trübt die ganze sosse ein und dürfte auch ein leitfähigkeitsproblem darstellen. aber pumpen aus reinem teflon sollten auch da abhilfe schaffen macht das ganze wieder teuerer obwohl standart wahre aus der medizin oder labortechnik genommen werden kann.

    und wenn man nun die so gewonnene energie nicht einfach in die umwelt bläst sondern damit z.b. heisswassser herstellt im winter die gebäudeheizung unterstützt und im sommer das ganze in einem erdspeicher lagert dann kann man sehr sehr effizient mit der umgehen.

    aktuelles beispiel hierfür die uni zürich. oder das neue rechenzentrum in locarno
  • 0 Ð
    konkretor , 11. September 2012 11:18
    Auf jedenfall eine sehr interessante Lösung!
  • 0 Ð
    derGhostrider , 11. September 2012 19:59
    Zitat :
    na das mit den dreckigen fingern bekommt man auch in den griff wenn man niedrig viskose silika öle nimmt. da ist dann halt einfach das öl teuerer, dürfte allerdings länger halten als "10 oder so jahre" da nicht organisch,...
    Aber es ist vielleicht hygroskop...
    Gegen den einfachen Abrieb der Pumpen helfen vermutlich ein paar gute Filter im Kreislauf.