The sound of silence - wir hören was wir wollen, nämlich nichts! Dazu bauen wir uns zunächst einen komplett passiven PC, mit dem man am Ende sogar im akzeptablen Rahmen spielen kann, und testen auch 2013, was mittlerweile auf kleinem Raum so machbar ist.
Alle Jahre wieder - das könnte man sich getrost auf die Fahnen schreiben, wenn es darum geht, eine aktuelle Bestandsaufnahme für die Umsetzung einer passiven Lösung zu machen. Kühlkloben in Form eines aufgeblasenen Hamsterrades finde ich dafür jedoch genauso unpassend wie überdimensioniert große Gehäuse, die durchlöchert wie ein Schweizer Käse geradezu nach Hausstaub betteln. Dass so etwas geht, muss man nicht testen, man muss es aber auch nicht haben. Was aber, wenn man einen kleinen, schlichten Mini-Tower bevorzugt, auf absolute Stille bestehen aber trotzdem auch ab und an etwas spielen möchte? Nennen wir es Unterstatement oder Arbeits-HTPC-Gaming-Light-PC.

Das funktioniert mit aktuellen Komponenten durchaus, allerdings empfiehlt es sich bei höheren Anforderungen samt separater, passiver Grafikkarte oder einem heißgefönten Wohnsitz durchaus auch, über eine automatisch zuschaltbare Notbremse in Form einer extrem leisen und faktisch nicht bemerkbaren Lüfterlösung nachzudenken. Faktisch als Plan B und Reißleine, wenn der Fallschirm mal nicht so will, wie er sollte. Womit wir bereits bei der Vorschau auf Teil 2 wären, denn dann packen wir ja auch noch eine passiv gekühlte Grafikkarte ins Gehäuse. Am Anfang steht jedoch unser Basis-PC, der komplett passiv gekühlt durchaus bereits zu gefallen weiß und sogar für das eine oder andere neuere Spiel mehr als nur eine Notlösung ist. Hier geht noch alles ohne Zwangsbeatmung, und es war mir ein ganz persönliches Vergnügen, beim ersten Einschalten nicht zu wissen, ob der PC nun an ist oder nicht. Das merkt man nämlich erst beim ersten Bildschirmkontakt, denn hören kann man nichts.
- Das Projekt und seine Perspektiven
- Gehäuse: Silverstone Temjin TJ08-E
- Gehäuse: Technische Daten und Features
- Gehäuse: Bildergalerie
- Netzteil: Silverstone Nightjar 400W Zero dBA
- Laufwerke: Blu-ray Laufwerk einbauen
- Laufwerke: Corsair Neutron GTX 480 GB
- Wahltag: Mainboard und CPU
- CPU-Kühler: Silverstone Heligon HE02
- CPU-Kühler: Zusammen- und Einbau
- Mainboard: Einbau mit Hindernissen
- Inbetriebnahme, Test und Fazit
Ich hatte auch mal einige Messungen gemacht:
Crucial M4 2,5" SSD 128 GB
ADATA DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit
AMD A10-5800K Radeon HD7660D FM2 BOX
Asrock FM2A75M-ITX
SilverStone SG06S 300W
Software-Last: Prime95 ( Torture Test)
GPU: bei allen 800MHz
1.) 3,8GHz (Boost 4,2GHz): Idle/Last: ca. 25 W / 140-150 W
2.) 3,4GHz (Boost 3,4GHz): Idle/Last: ca. 25-29 W / 103-117 W
3.) 2,9GHz (Boost 2,9GHz): Idle/Last: ca. 25-29 W / 83-93,5 W
Bei der 3. Messung ist der BOX-Kühler auch in der Lautstärke akzeptabel.
Der A10-5800K liegt nicht sehr weit weg vom A10-5700er.
Grüße
pulugund
Grade der A10-5700 steht bei mir schon seit einiger Zeit unter genauerer Beobachtung, da bald mal ein neuer HTPC her muss.
Dass die echte TDP bei 77 Watt und nicht wie von AMD angegeben bei 65 Watt liegt gefällt mir vor dem Hintergrund, dass ich ein möglichst kleines ITX Gehäuse verwenden möchte da natürlich nicht so.
Oder sind meine Bedenken da übertrieben?
Die 77 Watt erreicht man nur bei gleichzeitiger Volllast von CPU und GPU in synthetischen Stresstests, was in der Realität nie und nimmer erreicht wird. Die Leistungsaufnahme beim Gaming kannst Du durch Untervolten locker noch einmal um mindestens 5 Watt drücken, so dass Du sogar deutlich unter der angegebenen TDP bleiben solltest. Untervolting is aber von APOU zu APU unterschiedlich gut machbar, deshalb auch keine Messwerte von mir, da die Streuung recht ordentlich ausfällt. Für einen HTPC ist das gut lösbar, auch mit aktiver Kühlung. Übrigens passt diese Lösung auch in ein Streacom-Gehäuse (habe das FC5 hier)
Man bekommt einen Intel® Core™ i7 3960X sogar passiv gekühlt, dazu eine, ebenfalls passiv gekühlte, GeForce GTX670 oder wahlweise Quadro 4000. (Es stehen auch kleinere Konfigurationen zur Auswahl).
Fertig zusammengebaut, ohne "das könnte aber knapp werden"-Bedenken.
Das ganze auch mit dementprechender Gewährleistung und zusätzlicher Garantie(!) des "Herstellers", daß es läuft.
Ja, das kostet etwas, aber es funktioniert. Komplett lautlos gekühlte Komponenten und das ganze sogar so, daß sich die Wärme nicht im Gehäuse staut, sondern über einen hinreichend großen Kühlkörper (Seitenwand vom Tower) abgegeben wird.
Auch wenn wir hier gerade ein Problem mit Spam haben, möchte ich doch mal den passenden Link zur Herstellerseite Posten:
http://www.deltatronic.de/de/
Habe auch schon über selberbauen nachgedacht, aber alle Komponenten anfertigen lassen, also vom Kühlkörper über die CPU/GPU Blöcke bis zum biegenlassen der Heatpipes kostet der Spaß mindestens genau so viel.
Problem ansonsten: Entweder bekommt man bescheidene Leistung, es wird alles zu heiß (oder kritischer Grenzbereich) oder man muß eben irren Aufwand betreiben, wobei man durch die eigenen Basteleien keinerlei Gewährleistung mehr hat.
Wer sich also wirklich einen komplett lautlosen PC anschaffen möchte, der könnte einfach mal bei Deltatronic vorbeischauen. Natürlich kostet das nicht gerade wenig, aber sofern man keine eigene CNC-Fräse daheim hat und günstig an Kühkörper kommt, dürfte es relativ gesehen vom Preis her passen.
Allerdings würde ich zu einer Grundkonfiguration raten und dann selbst SSD und RAM einbauen, da der Laden Apothekerpreise für alles weitere verlangt.
Wem das System aus dem Artikel also zu schmalbrüstig sein sollte, der bekommt auch richtig Dampf im Lautlosen PC.
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Die Abstützungseinrichtung für den Kühlkörper finde ich super.
BTW:
Die Deltatronic-PC will ich lieber nicht in einer Hotbox testen, manche Dinge gehen nun mal einfach nicht. Wenn die Kiste kein Ambiente von 40°C überlebt, ist es unbrauchbar.
Ich würde gern das Gegenteil beweisen, wenn die sich an einen echten Test herantrauen. Allerdings checke ich meine Systeme bis 35° Ambiente, alles andere ist Kinderkram. Das kann jeder.
35°C im Haus? Ach komm, wohnst Du in einer Wellblechhütte?
Natürlich muß solch ein Gehäuse frei stehen. Aber dafür funktioniert es dann auch. Man muß ja nicht die Top-Ausstattung nehmen. Weniger Rechenleistung = weniger Verlustleistung und somit auch mehr Kühlreserven.
Dagegen ist das vorgestellte Bastelsystem dann deutlich im Nachteil.
Ob's Dir passt oder nicht: Die Systeme haben mehr Rechenleistung, ohne daß man Einschränkungen schreiben müsste vonwegen: "vielleicht doch ein leiser Lüfter..."
Das Gehäuse mit etwas Abstand aufzustellen ist eine akzeptable und geringe Einschränkung: Dein vorgestelltes System darf man ja auch nicht IN einen Schreibtisch stellen - irgendwie muß die Wärme ja weg.
Wer das Gehäuse nicht frei stellen kann, der soll sich gefälligst was mit Lüftern kaufen. Man kann nunmal nicht alles haben.
Ich habe im zweiten Teil noch mit einer HD 7750, einem CrossfireX mit APU und HD 6670 und einer von mir auf passiv getrimmten GTX 650 gespielt. Reicht für die meisten sogar aus, nicht jeder ist ein HighEnd-Zocker. Ich hatte mal so ein teureres Passiv-System eines gewissen Anbieters hier, das stieg mir oberhalb 25°C in einem Metro 2033-Loop nach 2 Stunden aus. Danach habe ich den Artikel gecancelt, denn ein Verriss über 12 Seiten ist auch nicht das Wahre. Ich habe bei unserem System darauf geachtet, dass die Seitenteile auch zugebaut werden können. Vorn und hinten unten rein, hinten oben raus und die PSU ist getrennt nach oben platziert. Da reicht sogar nur 1 cm Luftspalt für einen sicheren Betrieb. Diese ganzen Heatpipelösungen machen ab 100 Watt TDP keine Freude mehr.
Die Kombi aus MSI A75IA-E53 und A10-5700 verbastel ich demnächst im Kiddie-Rechner meiner Großen. Allerdings aktiv gekühlt, dadurch günstiger, aber trotzdem leise mit entsprechender Hardware.
"... der ungewöhnlichen Netzteilpositionierung ..."
Was ist an der Position des Netzteils oben im Gehäuse ungewöhnlich?
Das war jahrhundertelang der Standard.
Ok, ich helfe mal etwas nach:
Es kostet 10€ weniger, hat eine 80+ Gold Zertifizierung (auch wenn das bei den Lastwerten kaum eine Rolle spielt) und Kabelmanagement. Ihm fehlt nur ein 6Pin PCIe-Stecker im Vergleich.