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Silent-Gaming-Projekt (1) - Wir bauen den 0dB Basis-PC

Silent-Gaming-Projekt (1) - Wir bauen den 0dB Basis-PC
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The sound of silence - wir hören was wir wollen, nämlich nichts! Dazu bauen wir uns zunächst einen komplett passiven PC, mit dem man am Ende sogar im akzeptablen Rahmen spielen kann, und testen auch 2013, was mittlerweile auf kleinem Raum so machbar ist.

Alle Jahre wieder - das könnte man sich getrost auf die Fahnen schreiben, wenn es darum geht, eine aktuelle Bestandsaufnahme für die Umsetzung einer passiven Lösung zu machen. Kühlkloben in Form eines aufgeblasenen Hamsterrades finde ich dafür jedoch genauso unpassend wie überdimensioniert große Gehäuse, die durchlöchert wie ein Schweizer Käse geradezu nach Hausstaub betteln. Dass so etwas geht, muss man nicht testen, man muss es aber auch nicht haben. Was aber, wenn man einen kleinen, schlichten Mini-Tower bevorzugt, auf absolute Stille bestehen aber trotzdem auch ab und an etwas spielen möchte? Nennen wir es Unterstatement oder Arbeits-HTPC-Gaming-Light-PC.

Das funktioniert mit aktuellen Komponenten durchaus, allerdings empfiehlt es sich bei höheren Anforderungen samt separater, passiver Grafikkarte oder einem heißgefönten Wohnsitz durchaus auch, über eine automatisch zuschaltbare Notbremse in Form einer extrem leisen und faktisch nicht bemerkbaren Lüfterlösung nachzudenken. Faktisch als Plan B und Reißleine, wenn der Fallschirm mal nicht so will, wie er sollte. Womit wir bereits bei der Vorschau auf Teil 2 wären, denn dann packen wir ja auch noch eine passiv gekühlte Grafikkarte ins Gehäuse. Am Anfang steht jedoch unser Basis-PC, der komplett passiv gekühlt durchaus bereits zu gefallen weiß und sogar für das eine oder andere neuere Spiel mehr als nur eine Notlösung ist. Hier geht noch alles ohne Zwangsbeatmung, und es war mir ein ganz persönliches Vergnügen, beim ersten Einschalten nicht zu wissen, ob der PC nun an ist oder nicht. Das merkt man nämlich erst beim ersten Bildschirmkontakt, denn hören kann man nichts.

Alle 27 Kommentare anzeigen.
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  • pulugund , 15. Januar 2013 08:53
    Danke, Interessanter Artikel!

    Ich hatte auch mal einige Messungen gemacht:
    Crucial M4 2,5" SSD 128 GB
    ADATA DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit
    AMD A10-5800K Radeon HD7660D FM2 BOX
    Asrock FM2A75M-ITX
    SilverStone SG06S 300W
    Software-Last: Prime95 ( Torture Test)
    GPU: bei allen 800MHz
    1.) 3,8GHz (Boost 4,2GHz): Idle/Last: ca. 25 W / 140-150 W
    2.) 3,4GHz (Boost 3,4GHz): Idle/Last: ca. 25-29 W / 103-117 W
    3.) 2,9GHz (Boost 2,9GHz): Idle/Last: ca. 25-29 W / 83-93,5 W

    Bei der 3. Messung ist der BOX-Kühler auch in der Lautstärke akzeptabel.
    Der A10-5800K liegt nicht sehr weit weg vom A10-5700er.

    Grüße
    pulugund
  • FormatC , 15. Januar 2013 09:55
    Du hast sicher das Komplettsystem gemessen, das kommt anhand der technischen Daten der A10-5800K schon ganz gut hin. :) 
  • texas , 15. Januar 2013 12:06
    Sehr interessanter Artikel.
    Grade der A10-5700 steht bei mir schon seit einiger Zeit unter genauerer Beobachtung, da bald mal ein neuer HTPC her muss.
    Dass die echte TDP bei 77 Watt und nicht wie von AMD angegeben bei 65 Watt liegt gefällt mir vor dem Hintergrund, dass ich ein möglichst kleines ITX Gehäuse verwenden möchte da natürlich nicht so.
    Oder sind meine Bedenken da übertrieben?
  • konradw , 15. Januar 2013 12:19
    Unter "Basis-PC" hab ich mir zwar was anderes, und vor allem günstigeres, vorgestellt, aber ansonsten, sehr interessant zu lesen ;) 
  • FormatC , 15. Januar 2013 14:46
    @Texas:
    Die 77 Watt erreicht man nur bei gleichzeitiger Volllast von CPU und GPU in synthetischen Stresstests, was in der Realität nie und nimmer erreicht wird. Die Leistungsaufnahme beim Gaming kannst Du durch Untervolten locker noch einmal um mindestens 5 Watt drücken, so dass Du sogar deutlich unter der angegebenen TDP bleiben solltest. Untervolting is aber von APOU zu APU unterschiedlich gut machbar, deshalb auch keine Messwerte von mir, da die Streuung recht ordentlich ausfällt. Für einen HTPC ist das gut lösbar, auch mit aktiver Kühlung. Übrigens passt diese Lösung auch in ein Streacom-Gehäuse (habe das FC5 hier) ;) 
  • derGhostrider , 15. Januar 2013 18:38
    Mit Verlaub:
    Man bekommt einen Intel® Core™ i7 3960X sogar passiv gekühlt, dazu eine, ebenfalls passiv gekühlte, GeForce GTX670 oder wahlweise Quadro 4000. (Es stehen auch kleinere Konfigurationen zur Auswahl).
    Fertig zusammengebaut, ohne "das könnte aber knapp werden"-Bedenken.
    Das ganze auch mit dementprechender Gewährleistung und zusätzlicher Garantie(!) des "Herstellers", daß es läuft.

    Ja, das kostet etwas, aber es funktioniert. Komplett lautlos gekühlte Komponenten und das ganze sogar so, daß sich die Wärme nicht im Gehäuse staut, sondern über einen hinreichend großen Kühlkörper (Seitenwand vom Tower) abgegeben wird.

    Auch wenn wir hier gerade ein Problem mit Spam haben, möchte ich doch mal den passenden Link zur Herstellerseite Posten:
    http://www.deltatronic.de/de/

    Habe auch schon über selberbauen nachgedacht, aber alle Komponenten anfertigen lassen, also vom Kühlkörper über die CPU/GPU Blöcke bis zum biegenlassen der Heatpipes kostet der Spaß mindestens genau so viel.

    Problem ansonsten: Entweder bekommt man bescheidene Leistung, es wird alles zu heiß (oder kritischer Grenzbereich) oder man muß eben irren Aufwand betreiben, wobei man durch die eigenen Basteleien keinerlei Gewährleistung mehr hat.

    Wer sich also wirklich einen komplett lautlosen PC anschaffen möchte, der könnte einfach mal bei Deltatronic vorbeischauen. Natürlich kostet das nicht gerade wenig, aber sofern man keine eigene CNC-Fräse daheim hat und günstig an Kühkörper kommt, dürfte es relativ gesehen vom Preis her passen.

    Allerdings würde ich zu einer Grundkonfiguration raten und dann selbst SSD und RAM einbauen, da der Laden Apothekerpreise für alles weitere verlangt.

    Wem das System aus dem Artikel also zu schmalbrüstig sein sollte, der bekommt auch richtig Dampf im Lautlosen PC.

    -----------------

    Die Abstützungseinrichtung für den Kühlkörper finde ich super. :)  Nette Idee - irgendwie das Schönste an dem Gehäuse... (ja, das ist subjektiv)
  • FormatC , 15. Januar 2013 21:38
    Mir sind diese ganzen Gehäuse zu groß, sowas habe ich noch im Archiv rumstehen und lasse es einstauben, weil es mich mittlerweile langweilt. Mit Volumen und Heatpipes erschlägt man alles, ok, aber darum ging es eigentlich auch nicht. Selber bauen mit einfachen Mitteln, das passt eher. Klar, Intel-CPUs mit ihrer hohen Tjunction kann ich heißer laufen lassen, aber warum sollte ich das? Ich habe hier auch noch so einen Eigenbau mit Heatpipes am Gehäuse, aber das klappt auch nur dann, wenn es frei steht nicht mit der heißen Seite am Schreibtisch anstößt. Physik kann man leider nicht vergewaltigen und 200 Watt++ Abwärme sind keine kleine Hausnummer. Das muss irgendwohin... ;) 

    BTW:
    Die Deltatronic-PC will ich lieber nicht in einer Hotbox testen, manche Dinge gehen nun mal einfach nicht. Wenn die Kiste kein Ambiente von 40°C überlebt, ist es unbrauchbar.

    Zitat :
    Das System ist für unbegrenzten Dauerbetrieb bei normalen Raumtemperaturen ausgelegt. Unter allen Einsatz- und Betriebsbedingungen die gewöhnlicher PC-Benutzung entsprechen ist 100% Volllastfähigkeit ohne Einschränkungen gewährleistet. Das Konvektorprofil und die Luftöffnungen des Gehäuses sollten dabei frei gehalten werden, um eine ungehinderte Luftzirkulation zu ermöglichen.
    Was sind normale Raumtemperaturen? Dazu finde ich dort KEINE Angabe. Du? Ich habe schon mehrere Heatpipe-Lösungen diverser Anbieter getestet und die Artikel bis auf einen verworfen, weil ich es hätte verreißen müssen.

    Ich würde gern das Gegenteil beweisen, wenn die sich an einen echten Test herantrauen. Allerdings checke ich meine Systeme bis 35° Ambiente, alles andere ist Kinderkram. Das kann jeder.

  • derGhostrider , 16. Januar 2013 20:59
    Einer meiner Bekannten hatte sich vor Jahren einen gekauft und der lief auch im Hochsommer bei 30°C problemlos.

    35°C im Haus? Ach komm, wohnst Du in einer Wellblechhütte?

    Natürlich muß solch ein Gehäuse frei stehen. Aber dafür funktioniert es dann auch. Man muß ja nicht die Top-Ausstattung nehmen. Weniger Rechenleistung = weniger Verlustleistung und somit auch mehr Kühlreserven.
    Dagegen ist das vorgestellte Bastelsystem dann deutlich im Nachteil.

    Ob's Dir passt oder nicht: Die Systeme haben mehr Rechenleistung, ohne daß man Einschränkungen schreiben müsste vonwegen: "vielleicht doch ein leiser Lüfter..."
    Das Gehäuse mit etwas Abstand aufzustellen ist eine akzeptable und geringe Einschränkung: Dein vorgestelltes System darf man ja auch nicht IN einen Schreibtisch stellen - irgendwie muß die Wärme ja weg.

    Wer das Gehäuse nicht frei stellen kann, der soll sich gefälligst was mit Lüftern kaufen. Man kann nunmal nicht alles haben.
  • FormatC , 17. Januar 2013 08:10
    Du wirst lachen, die 35°C hatte ich letztes Jahr beim Sohn eines Bekannten in seiner Computer-Ecke unterm Dach; da durfte ich mit einem Sack voller Lüfter antanzen :) 

    Zitat :
    Man muß ja nicht die Top-Ausstattung nehmen. Weniger Rechenleistung = weniger Verlustleistung und somit auch mehr Kühlreserven.
    Genau das war der Ansatz dieses Artikels, zumal dieses Sytem wenigstens noch bezahlbar ist. Man muss die Trinity-APUs nicht mit Gewalt schlechtschreiben, denn im Normalfall merkst Du bis hoch zu einer GTX 650 / HD 7770 OC und weiter nämlich keinen Unterschied, weil eh die GPU limitiert. Wer zudem mit der verbauten Grafikeinheit der APU hinkommt, der spart sogar noch einmal richtig Geld.

    Ich habe im zweiten Teil noch mit einer HD 7750, einem CrossfireX mit APU und HD 6670 und einer von mir auf passiv getrimmten GTX 650 gespielt. Reicht für die meisten sogar aus, nicht jeder ist ein HighEnd-Zocker. Ich hatte mal so ein teureres Passiv-System eines gewissen Anbieters hier, das stieg mir oberhalb 25°C in einem Metro 2033-Loop nach 2 Stunden aus. Danach habe ich den Artikel gecancelt, denn ein Verriss über 12 Seiten ist auch nicht das Wahre. Ich habe bei unserem System darauf geachtet, dass die Seitenteile auch zugebaut werden können. Vorn und hinten unten rein, hinten oben raus und die PSU ist getrennt nach oben platziert. Da reicht sogar nur 1 cm Luftspalt für einen sicheren Betrieb. Diese ganzen Heatpipelösungen machen ab 100 Watt TDP keine Freude mehr.
  • theo371 , 17. Januar 2013 11:01
    Sehr guter Test!

    Die Kombi aus MSI A75IA-E53 und A10-5700 verbastel ich demnächst im Kiddie-Rechner meiner Großen. Allerdings aktiv gekühlt, dadurch günstiger, aber trotzdem leise mit entsprechender Hardware.
  • sumpfig , 19. Januar 2013 01:06
    Interessanter Artikel, aber eine Aussage wundert mich doch etwas:
    "... der ungewöhnlichen Netzteilpositionierung ..."
    Was ist an der Position des Netzteils oben im Gehäuse ungewöhnlich?
    Das war jahrhundertelang der Standard.
  • FormatC , 19. Januar 2013 06:38
    Dann schau mal genau hin und lies auch den Text noch einmal :) 

    Ok, ich helfe mal etwas nach:
    Zitat :
    Was für mich zählt, war erstens der Umstand, dass das Netzteil nicht nur oben liegt, sondern auch die Lüfteröffnung nach oben zeigt. Ein so getrennter Luftkreislauf samt Staubfilter bettelt geradezu nach einem Passiv-Netzteil!
    Bitte liste mir 10 Gehäuse der letzten 10 Jahre, bei denen das Netzteil GENAU so positioniert ist ;) 
  • Gaensebluemchen , 19. Januar 2013 07:14
    Im Thermaltake Tai-Chi wäre das möglich, ich seh grad die Löcher im Deckel vor mir. Aber auch den fehlenden Staubfilter ;) 
  • FormatC , 19. Januar 2013 08:29
    Ohne Filter ist es mit einem Passivnetzeil aber etwas sinnlos, die Dinger betteln ja geradezu nach Staub. Mein eigenes ist unten eingebaut und nach bereits einem reichlichen Jahr schon eingestaubt.
  • Gaensebluemchen , 19. Januar 2013 08:46
    Ein aus dem nahen Osten importierter Gazestreifen macht den Job bestimmt, macht er jedenfalls vorn am Lüftergitter.
  • FormatC , 19. Januar 2013 11:33
    Dann pass auf, dass Du nicht aus Versehen ein Böllernetzteil eingebaut hast, sonst hast Du dann eine 6-Tage-Reparatur mit ungewissem Ausgang.
  • Gaensebluemchen , 19. Januar 2013 12:04
    Ich hab es ja nicht mitm Lüfter nach oben drin, es ginge halt mit dem Tai-Chi. Bleiben noch 9 Gehäuse der letzten 10 Jahre :) 
  • Techniker Freak , 20. Januar 2013 11:21
    Wäre das Seasonic X-400FL nicht besser für dieses Projekt geeignet?
    Es kostet 10€ weniger, hat eine 80+ Gold Zertifizierung (auch wenn das bei den Lastwerten kaum eine Rolle spielt) und Kabelmanagement. Ihm fehlt nur ein 6Pin PCIe-Stecker im Vergleich.
  • FormatC , 20. Januar 2013 17:14
    Sagen wir's mal so: ich kann leider nur verbauen, was ich gerade da habe oder auch kurzfristig besorgen kann. Natürlich ist das X-400FL nicht ungeeigneter, aber das hätte mir dann einfach zu lange gedauert.
  • Techniker Freak , 20. Januar 2013 18:00
    In so einem Fall würde ich gut finden wenn es einen Hinweis auf geeignete Alternativen (Augenmerk auf P/L Verhältnis) gibt oder man von Anfang an sagt das Hersteller X ein Kehrpaket für Tests geschickt hat das sich für dieses Projekt eignete.
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