Fazit
Neben dem AMD Phenom II X6-System beweist auch Intels Core i7-980X, dass eine größere CPU-Kern-Anzahl die angemessenste Methode zur Verbesserung der Gesamt-Performance ist. Allerdings hängt dies größtenteils von der Software-Unterstützung ab, da Anwendungen in der Lage sein müssen, von mehr als einem oder eventuell zwei Prozessorkernen zu profitieren. Ist dies der Fall, das bestätigen auch ältere Ergebnisse, kommt man nicht nur in den Genuß einer deutlich höheren Performance, sondern man erhält auch eine deutlich verbesserte Effizienz (Performance pro Watt).
Da die Leistungsaufname im Leerlauf zwischen sechs, vier oder auch nur zwei aktiven Kernen nicht groß voneinander abweicht, können wir Ihnen lediglich empfehlen, stets mindestens zwei Kerne eingeschaltet zu lassen – sofern Sie sich jemals fragen sollten, ob es überhaupt sinnvoll ist, Energie durch die Verringerung der Anzahl aktiver Prozessorkerne einzusparen. Wir wollen klar darauf hinweisen, dass es andere, deutlich effektivere Möglichkeiten zur Reduzierung der Leistungsaufnahme gibt. Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass es sinnvoll ist, sich für die höchstmögliche Kernanzahl innerhalb einer Prozessorgeneration zu entscheiden – vorausgesetzt man besteht auf maximale Performance für ge-threadete Umgebungen.
Leider sind derzeit lediglich professionelle Anwendungen thread-optimiert, weshalb zahlreiche sehr beliebte Anwendungen selbst von großen Herstellern wie Adobe nicht immer sonderlich gut von mehreren Prozessorkernen profitieren können. Deshalb dürfte es auch weiterhin wichtig sein, einen Blick auf Taktraten zu werfen, obwohl das vom Effizienz-Standpunkt aus gesehen nur eingeschränkt sinnvoll ist. Demnächst werfen wir wieder einen Blick auf die beiden Sechs-Kern-Prozessoren und vergleichen deren Turbo-Funktionen bei Standardtakt und im übertakteten Zustand. Immerhin scheinen diese dynamischen Mechanismen die günstigste Methode, das Beste aus beiden Welten miteinander zu verbinden: Hohe Taktraten und eine hohe Anzahl an Prozessorkernen.
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Fehler in der Überschrift...^^
"Gulftown Quad-Core" ?!?
Sehr schöner Test. Ich kenne allerdings bis auf Benchmark Tools und FEM-Berechnungen, keine wirklichen Umgebung, die 4Kerne/8Threads oder gar 6Kerne/12Threads effektiv nutzen. Ich finde es wirklich trarig, dass gerade die Hersteller aus dem professionellen Bereich (Adobe/Dassault/ACAD/Solidworks etc.) nicht nachziehen und die Anwendungen endlich mal für Multithreading optimieren. Seid Jahren ist dies schon ein Thema und die theoretische Leistung der CPU´s ist auf diesem Gebiet regelrecht explodiert. Hauptsache die Programme, die dann mal RLC-Gebühren von 20000 und mehr pro Jahr haben, gammeln immernoch auf einer CPU... Aber egal.
Schöner Test/nette CPU
Hinweis zu Adobe: seit CS4 unterstützt Photoshop das Rechnen auf der Grafikkarte mit all ihren vielen Prozessoren. - Wieso sollte man es dann noch für die paar Kerne auf der CPU optimieren.
Mit Fusion wird OpenCL eindeutig die deutlich bessere Optimierungsvariante sein!
Man muss sich schon fragen, wer - wie im Fazit angemerkt - auf die hirnrissige Idee kommt, sich zunächst einen 1000€ Prozessor zu kaufen um anschließend die Performance mittels Kernabschaltung um den fraglichen Benefit eine Stromeinsparung im Cent Bereich zu kastrieren.
Das mag vielleicht technisch interessant erscheinen, da es die Vorgehensweise der Chip Ingenieure besser nachvollziehbar erscheinen lässt, der Nutzwert einer solchen Aktion nähert sich allerdings asymptotisch der X-Achse.
@snooze
Hinweis zu Adobe: seit CS4 unterstützt Photoshop das Rechnen auf der Grafikkarte mit all ihren vielen Prozessoren. - Wieso sollte man es dann noch für die paar Kerne auf der CPU optimieren.Mit Fusion wird OpenCL eindeutig die deutlich bessere Optimierungsvariante sein!
Weil die Grafikkarte sich überwiegend nur um das Rendern der Anzeige bei Photoshop kümmert (Bewegen des Bildes, Zoom etc.). Filterberechnungen usw. also die eigentliche Bildbearbeitung übernimmt auch weiterhin die CPU.
@RSchulz
Also bei Schnitt-, Compositing- und 3D-Programmen werden beim
Rendern immer alle Kerne genutzt, vielleicht nicht immer optimal, ist oft codecabhaengig, aber schneller geht es auf jeden Fall. Ich wuerde jetzt am liebsten ein Dual-CPU Board mit zwei Opterons c12 haben, das waeren dann schoen echte 24 Kerne, wuerde bestimmt abgehen, nur teuer waere es, alleine wegen der vielen RAM-Riegel.
Das sind 6 Gulftown-Dies, bei denen durch den grau hinterlegten Cache die 1-6 aktiven Kerne dargestellt werden sollen.
Und Bildver- bzw. Bildbearbeitungsalgorithmen lassen sich mitnichten alle einfach parallelisieren und auf der GPU ausführen... bei einfachen Operationen mag das noch gehen, aber wenns ans eingemachte geht, dann kommt man mit GPGPU nicht weit...
Diese Programme skalieren ab dem 3. (spätestens ab dem 4.) Kern besch...!
Wenn diese Grafik keine lineare Funktion (f(x)=mx+n) zeigt, wass bitte dann. Leider ist Cinebench keine Anwendung.
Kurzum, wieder ein 6-Kern Test, der beweist, das Dualcore am besten skaliert und ab Quadcore mehr Kerne keinen linearen Mehrwert bieten. Vielleicht sollten Intel und AMD mehr Augenmerk auf Speicherbandbreite legen, anstatt immer mehr Kerne "zu erfinden".
offtopic
Das 3. mal infolge beweist Herr Schmid sein Wissensdefizit in physikalischen Grundgrößen, welche im 6. Schuljahr gelehrt werden. Also nochmals, Wattstunden (Wh) ist die Einheit der Energie, nicht der Leistung. Ist ja auch irgendwie logisch, das System benötigte Energie um Arbeit zu verrichten. Energie und Arbeit sind in diesem Fall Synonyme. Ich meker ja nicht mal an, das keine SI-Einheiten verwendet werden. Das machen unsere Anglo-amerikanischen Brüder ja dooferweise auch nicht.
Dieses Konstrukt möchte ich bitte folgendermaßen erklärt haben:
1) Was ist eine Leistungseffizienz?
2) Man substituiere das (d)englische Substantiv Performance mit dem deutschen Leistung.
Was diese Ergebnisse für die Leistungseffizienz bedeuten, ist ebenfalls klar: Die Leistung nimmt mit zusätzlichen Kernen deutlich zu, während die Leistungsaufnahme auf moderate Weise steigt. Setzen wir jetzt noch die Leistung zur aufgenommenen Energie ins Verhältnis, bestätigt sich unsere Aussage, dass die Effizienz bei 5 und 6 Kernen am größten ist.
Meine Frage: Wird den THG Redakteuren Alkohol gereicht oder müssen sie ihn zuhaus trinken? Oder sind illegale Drogen im Spiel? Das widerum sollte THG lieber nicht zugeben, wegen strafbar und so...
Da diese Ausgaben aber nicht ständig in diesem Umfang anfallen, lohnt sich kaufmännisch auch kein anderes Rechnerkonstrukt, als ein normaler Mehrkern-PC mit ein paar Online-Sklaven im Bedarfsfall
@checkmate:
Nicht mal mein Chef kapiert den Unterschied zwischen Leistung und Arbeit, vergiss es. Auch wenn man es voraussetzen sollte, über 95% der Bundesbürger würden jetzt HÄ? sagen. Und zwar selbst die, die ihr Abitur gemacht haben, als Schüler noch lesen, schreiben und rechnen konnten.
Selbst in der Praxis ist das Ganze mehr als eine Überlegung wert, auch wenn es nie linear skalieren kann. Für Otto Heimzocker ist das sinnfrei, ich wäre froh, wir hätten 12.
sowie ich das sehe geht es hier darum ob wir der Otto-Normal-Verbraucher mit unseren Desktop-Rechnern und mit unseren mehr oder weniger semi-professionellen Programmen und Tools von den 6-Kernen profitieren.
Professionelle Anwendungen sind ja schon für 6 oder mehr Kerne optimiert.
Der Test dieser 1T€ CPU zeigt, ich komme immernoch gut meinem 2-Kerner aus, da ein 4-Kerner die Aufgaben nicht doppelt so schnell abarbeitet. Hinzu kommt, dass ich nicht SO EINER bin, der sich wegen einem Spiel neue Hardware anschafft. Dann spiel ich eben nichts neues sondern alte Titel die mir immer noch Spaß bringen. Nochmals erschwerend hinzu kommt, das mein Wunschkanditat Phenom II X4 über Monate hinweg einfach nicht billiger werden will... Komischer Trend derzeit.
@FC
Mein Auto hat eine Leistung von 102kW und eine Effizienz von 6,5l/100km und benötigt für die Aufgabe 850km zu fahren eine Energie von 55 Litern Benzin. Gut erklärt oder nicht!?! So nun der PC:
Mein PC benötigt eine Leistung von 102W und hat eine Effizienz von 6,5 Rechenaufgaben/100 Sekunden. Er benötigt für 6,5 Rechenaufgaben eine Energie von 102Wx100s=10,2kWs (2,86kWh).
Trotz allem frage ich mich, warum ihr ständig professionelles HighEnd auf private Belange umrechnet und Euch dann über das Ergebnis wundert. Ich kotze täglich über den im Verhältnis wirklich grottenlahmen E8400 in meinem Büro-PC, der selbst bei normalem Arbeitsaufkommen ab und an verreckt und freue mich über jeden Kern, den ich privat zu Hause mehr habe. Der Unterschied ist selbst im semi-professionellen Bereich spürbar - wenn man das Glück hat, die richtige Software nutzen zu können. Die Welt besteht nun mal nicht nur aus Gaming. Wen zur Hölle interessieren bei so einem Thema eigentlich Spiele? Oder käme in einem Kfz-Forum, in dem ein neuer Hochleistungs-Truck vorgestellt wird, jemand auf die Idee, stets und ständig aus dem Blickwinkel eines Trial-Sportlers zu argumentieren? Die Teile sind zum Arbeiten da und nicht zum Zocken.
Zugebenermaßen sind die Beispiele aus dem Test nicht wirklich glücklich gewählt.
10,2kWs sind 2,86Wh und nicht 2,86kWh...
Danke für die Berichtigung. Mein Ergebnis ist ganz offensichtlich falsch. Ich hätte nur mal hingucken müssen. Ansonsten aber stümmt mein Beispiel???