Skype: Group Me-Übernahme

Am Wochenende wurde bekannt, dass der Internettelefonie-Anbieter Skype den Gruppenbotschaften-Dienst Group Me übernommen hat. Über die Kaufsumme herrscht bislang jedoch noch Stillschweigen. Der Tech-Blog AllThingsD.com des Wall Street Journal will aber erfahren haben, dass zuletzt eine Summe von rund 85 Millionen US-Dollar im Raum stand.

Mit Group Me wird Handy- und Smartphone-Nutzern plattformübergreifend als App die Möglichkeit geboten Kurznachrichten an vorher fest definierte Gruppen entweder kostenlos oder zum Preis einer SMS zu senden. Der Dienstleister kann auch für Telefonkonferenzen, Standortmitteilungen und dem Versenden von Fotos für vorher festgelegte Gruppengenutzt werden. Das weitläufig bekannte Unternehmen Skype mauserte sich mittlerweile bei den Nutzern zum führenden Anbieter von Telefonaten und Videochats über das Internet; die Chatfunktion ist mittlerweile eher in den Hintergrund getreten.

Im Mai wurde das luxemburgische Unternehmen nach monatelangen Spekulationen über dessen Zukunft selbst erst für schlappe 5,9 Milliarden Euro vom Software-Riesen Microsoft aufgekauft. Tony Bates, CEO von Skype und zukünftiger Präsident der Microsoft Skype Divison erklärte in einem Video-Telefonat mit der Seite TechCrunch.com , dass Group Me zunächst als eigenständige Marke und Anwendung weitergeführt und auch der Sitz in New York beibehalten werden solle. Der große Unterschied sei nun der zusätzliche Zugriff auf Skypes 175 Millionen monatliche Nutzer. Das Ziel von Skype sei es eine Milliarde Nutzer zu gewinnen, und dieses Ziel wolle man vor allem über die mobilen Nutzer erreichen.

Skype war in letzter Zeit auch aus anderen Gründen in den Schlagzeilen. Erst konnte man über eine Schwachstelle die persönlichen Daten aus dem Chat-Log auszulesen. Nach der Übernahme durch das Unternehmen aus Redmond fürchtete man außerdem, Microsoft könnte Skype-Telefonate abhören. Es wird also spannend sein zu verfolgen, wo es mit Skype hingeht.

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1 Kommentar
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  • Techniker Freak
    Quote:
    Es wird also spannend sein zu verfolgen, wo es mit Skype hingeht.
    Mit der letzten Übernahme wird es noch deutlicher, Microsoft will einen Fuß in der Tür haben bei den anderen Plattformen. Für ein Unternehmen das bisher vorzugsweise auf die eigenen Plattformen gesetzt hat und sich nur wenig bis gar nicht um die anderen kümmerte, ist das eine beachtliche Entwicklung.
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