Facebook kontert Google+ mit "Smart-Lists"
Facebook teilte gestern mit, dass mit dem heutigen Tag begonnen wird, die Freundeslisten umzustrukturieren. Wie gewohnt wird dieser Vorgang schrittweise vollzogen. Zu unterscheiden ist dabei hauptsächlich zwischen zwei Arten von Listen. Zum einen wird es vier neue, sogenannte „Smart-Listen“ geben. Sie teilen die Kontakte als „automatische Liste“, also anhand der Angaben, die die Personen selbst gemacht haben, zum Beispiel in die Kategorien „Familienmitglieder“, „Mitschüler“, oder „Arbeitskollegen“ auf. Zum anderen wird es die Möglichkeit geben, zukünftig nochmals die Kontakte in die Kategorien „enge Freunde“ und „Bekannte“ zu unterteilen. Diese müssen wie gewohnt von Hand eingestellt werden.
Des weiteren wird eine Liste erstellt, in der sich nur die Freunde aus dem näheren Umkreis befinden. Facebooks Software-Chef Mike Schroepfer findet dies „…praktisch, wenn man sich zum Beispiel zu einem Kinobesuch verabreden will“. Damit diese Smart-Listen allerdings auch funktionieren ist seitens der Nutzer in Bezug auf ihre persönlichen Angaben innerhalb ihres Accounts fortlaufende, gewissenhafte Mitarbeit gefragt.
Facebook reagiert damit auf die Konkurrenz aus dem Hause Google. Bei dem Konkurrenten, Google+ sortiert man von Anfang an seine Kontakte nach Gruppen bzw. unterteilt sie in „Kreise“. Es sollte jedoch ausdrücklich keine Verbindung zu dem seit Sommer gestarteten Google-Angebot hergestellt werden können. Auch wenn Schroepfer dies gegenüber der Nachrichtenagentur dpa noch einmal ausdrücklich versuchte zu unterstreichen: „Wir entwickeln das Angebot kontinuierlich weiter und haben uns schon lange darüber Gedanken gemacht“ scheint dies nur marginal gelungen – aber das liegt wohl auch in der Natur der Sache und ist eher zweitrangig. In der Gesamtbetrachtung geht es letztlich um einen verbesserten Schutz der Privatsphäre aller Nutzer solcher Online-Dienste.
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