• Test: Speedlink Medusa NX 5.1 versus Triton Stereo - Let's get ready to rumble!
Teuer gegen preiswert, 5 Kanäle gegen zwei. Eigentlich kann es nur einen Sieger geben, oder bahnt sich eine Überraschung an? Wir testen Fliegengewicht gegen Halbschwergewicht über einige schwere Runden...


In der roten Ecke: Der Titelverteidiger Speedlink Medusa NX 5.1
Kampfgewicht: 380 g, Reichweite: 3,8 m, Linksausleger (Kabel + Mikro). Das Medusa ist ein echtes Gaming-Headset mit 5.1-Surround-Sound und insgesamt 8 Lautsprechern für realistischen Raumklang. Dieses Headset will neben dem Klang auch mit perfekter Sprachwiedergabe punkten, wir werden gespannt sein. Das Medusa trägt einen flexiblen Bügel und eine bequeme Polsterung, die einklappbaren Ohrmuscheln sind noch platzsparender und der große Bewegungsradius soll dem Titelverteidiger zusätzliche Vorteile verschaffen. Sollte der leichtgewichtige Herausforderer aus dem gleichen Stall überhaupt noch antreten oder sehen wir Fallobst bereits in der ersten Runde? Wir freuen uns schon jetzt auf den Kampf, der ungleicher wohl nicht ausfallen könnte.
In der blauen Ecke: Der Herausforderer Triton 2.0 Stereo
Selbstbewusst und mit kurzen, tänzelnden Schritten betritt der Herausforderer die Arena. Das Kampfgewicht beträgt ca. 180 g, Reichweite 2,5 m, ebenfalls Linksausleger (Kabel + Mikro). Der Herausforderer will seinen Reichweitennachteil und die geringere Schlagkraft durch das niedrigere Gewicht wettmachen. Ob dies wirklich gelingt? Die Ringgröße ist diesmal Durchschnitt, so dass keiner der Kontrahenten einen Vorteil erzielen kann. Rein optisch tritt der Herausforderer bescheidener auf, fehlen ihm bis jetzt auch die großen Erfolge und die fette Kampfbörse. Natürlich wird der Titelverteidiger höher bewertet, aber wer weiß... Wir wollen uns vorab auf kein vorschnelles Urteil einigen - zu groß sind die Unterschiede. Lehnen wir uns nun zurück, holen die Chips und das Bier aus dem Kühlschrank. Let's get ready to rumble....
Vorsichtiges Abtasten und erster Eindruck
Rein optisch und haptisch ist das Medusa im Vorteil. Die Materialanmutung ist hochwertiger und das Finish etwas filigraner. Das Triton kommt etwas mit dem Charme der 1970er daher, als der Kampfstern Galactica samt Meister Adama die Leute abends von der Straße fegte.
Punktestand 1:0
Kabel, Anschluss und Beweglichkeit
Auch wenn das Medusa mit stolzen 3,8 Metern Kabel daherkommt - die Rollen des Chefsessels am Computer klappern schon hungrig mit den Zähnen. Wir haben uns beim Test mehrmals um Haaresbreite das Kabel im Eifer des spannenden Gefechts abgefahren. 3 Meter hätten sicher auch gereicht. Mit 2,5 Metern ist das Triton noch ausreichend bestückt, es gab weder Reichweitenprobleme noch Kabelsalat.
Punktestand 1:1
Lautstärkeregler und Stecker
Die Kandidaten nehmen Maß und wir auch. Beide Headsets besitzen eine Lautstärkeregelung, je nach Anzahl der Kanäle. Das Mikro ist beim Triton extra abschaltbar, dumme Kommentare erreichen somit im Zweifelsfall nicht das Ohr des Gegners. Beim Medusa schaltet man alles komplett ab. Das Mikrofon selbst ist nicht einzeln abschaltbar
Punktestand 1:2
Tragekomfort
Das Medusa liegt satt auf dem Kopf und schluckt auch größere Segelohren spielend. Beim Triton haben breite Löffel jedoch kaum eine Chance. Das Medusa drückt auf Dauer hingegen ein wenig, das Triton hat somit den höheren Langzeitkomfort. Wir würden dieses extraleichte Headset deshalb vor allem für Frauen, Kinder und Jugendliche mit kleineren bis mittelgroßen Ohren empfehlen. Die Verstellbarkeit ist bei beiden Kontrahenten ausreichend bis gut. Diese Runde endet unentschieden.
Punktestand 2:3
Sprachqualität
Hier kauft das Medusa dem Herausforderer echt den Schneid ab. Der Fremdspannungsabstand ist höher und das Signal klarer. Zudem ist das Mikrofon besser positionierbar. Zischlaute und Spitzen liegen etwas dezenter als beim Triton, das zudem auch etwas flacher im Bassbereich daherkommt und ein leicht höheres Grundrauschen mitbringt. Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau, denn auch die Sprachqualität des Triton kann überzeugen. Das Medusa ist jedoch einen kleinen Tick natürlicher und sauberer im Klangbild. Vorteil Medusa, in dieser Runde waren es die klareren Treffer.
Punktestand 3:3
Musikwiedergabe
Die Paradedisziplin beider Kontrahenten ist dies definitiv nicht. Beide Headsets eignen sich natürlich zum Abspielen von Unterhaltungsmusik, für Klassik ist dies jedoch die falsche Wahl. Die Stärken liegen bei beiden Headsets nicht im Dynamikumfang, sondern im recht souveränen Auftreten bei mittleren bis höheren Pegeln. Im Vollastbereich kommt es erst ziemlich spät zu Verzerrungen. Der Bass des Medusa ist einen kleinen Tick stärker als der des Triton, wobei beide nicht annähernd an die Kollegen des Schwergewichtes herankommen. Die Basswiedergabe ist sauber und klar, aber eben auch nicht prägnant. Der Fremdspannungsabstand des Medusa ist ausreichend, aber nicht Spitzenklasse. Während wir nur ein leichtes Grundrauschen bei voll aufgedrehtem Regler verzeichnen, ist die Abschirmung des Reglers etwas schwach. Eine Energiesparlampe auf dem Schreibtisch störte da recht gründlich. Das Triton ist da unempfindlicher.
Punktestand 4:4
Das passt schon eher. Hier dominiert das 5.1 Headset natürlich, während dem Herausforderer einfach die Puste ausgeht. Gegen dieses Trommelfeuer gut zu ortender Granateinschläge und Effekte verblassen die Entlastungsangriffe des Zweikanal-Kontrahenten wie Vanilleeis in der Sahara. Das Klangvolumen des Medusa ist ideal auf die Filmwiedergabe zugeschnitten, das Triton muss hier neidlos die Segel streichen. Der Sound kommt zwar auch satt und sauber, sowie auch laut genug - der letzte Aha-Effekt fehlt aber im Vergleich zum 5.1 Raumklangerlebnis. Gleiches verzeichnen wir in geeigneten Spielen, bei denen das Medusa die räumlichen Effekte ebenfalls recht transparent und eindeutig nachvollziehbar abbilden kann. Wobei auch hier gilt: nicht jedes Spiel bietet eine richtige Raumklangunterstützung. Für das einfache Gaming im Team ist das Triton zudem wegen der besser zu differenzierenden Sprache in der Summe aus Gaming-Sound und z.B. Teamspeak durchaus eine Konkurrenz. Trotzdem: Vorteil Medusa.
Endstand 5:4
Fazit und Empfehlung
Punktsieg, aber kein K.O. Und ein interessantes Fazit: Leisetreter sind beide nicht. Die Headsets sind augenscheinlich von ansprechender Qualität und zudem auf ihrem jeweiligen Einsatzgebiet gut zu gebrauchen. Das Triton unterliegt nur knapp und ist unterm Strich ein ehrliches Stereo-Headset mit eigenwilligem Design und guten Ansätzen. Es ist nichts für große Ohren, kann aber durch extrem leichte Bauweise und eine übersichtliche Verkabelung punkten. Das Medusa ist mit einem derzeitigen Straßenpreis von ca. 50 Euro ein faires Angebot, jedoch auch doppelt so teuer wie das Triton, das für ca. 25 Euro den Besitzer wechselt und somit ein gutes Einsteiger-Headset auch für Kinder und Jugendliche darstellt. Das Medusa ist ein guter Griff für Gamer, die ab und zu auch gern einen Film in Surround genießen wollen. Satt und differenzierbar, jedoch nicht extrem laut.
Unterm Strich sind beide Kontrahenden für die jeweilige Zielgruppe ein brauchbares Angebot. Keine extremen Ausreißer, aber solide Technik für einen sehr ansprechenden Preis. Wer Spitzentechnik will, muss immerhin fast das Doppelte berappen. Womit sich die kleinen Abstriche in unserem Urteil über den Preis wieder relativieren.
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Geiles Bild

Frisch aus der Redaktionsküche geholt...
Was schlachtet ihr so in eurer Küche?
Aufmüpfige Leser
ich muss schnell weg
Geiles Bild.
Geiles Bild.
Die Köpfhörer Konstruktion des Speedlinks HS ist immernoch so grottenschlecht wie die von einem Speedlink Medusa Stereo von 2002 und einem Medusa 5.1 von 2004. Bei beiden ist bei mir nach 2 Jahren Benutzung auf der Linken Seite die Ohrmuschel direkt oberhalb dieses "Zylinders" abgebrochen. Mein Sennheiser hält dagegen schon 4 Jahre und selbst das Mikro ist noch fest. Bei den Medusas ist die Halterung schon nach nem halben Jahr locker gewesen. Auch die Kabelfernbedienung ist bei dem Medusa 5.1 schon nach knapp 2 Wochen einfach auseinander gefallen. Die Konnte man wenigstens mit Superkleber recht einfach wieder zusammen kleben.
Zumindest haben sie den Falltest aus 80 cm beide überstanden.

Ich bezweifle, dass es sich bei dem Medusa NX um das 6 Jahre altes Modell handelt, das Du kennst. Würde ich heute einem Seat unterstellen, er sei eine Rostlaube, nur weil er früher quasi mal ein FIAT war... Man sollte so fair sein und sich mit der Kritik an den aktuellen Produkten orientieren. Dann kann ich z.B. guten Gewissens behaupten, dass mein aktueller privater drahtloser Kopfhörer von Sennheiser der letzte Schrott ist, weil (a) die analoge Übertragung störanfällig ist und (b) das Mistding bei Klassik und längerem Pianissimo einfach abschaltet. Das ist kein Gaming-Schrott, sondern teuer selbst gekauft und bald bereut. Du siehst, es gibt immer was zu meckern
Zumindest haben sie den Falltest aus 80 cm beide überstanden.Ich bezweifle, dass es sich bei dem Medusa NX um das 6 Jahre altes Modell handelt, das Du kennst. Würde ich heute einem Seat unterstellen, er sei eine Rostlaube, nur weil er früher quasi mal ein FIAT war... Man sollte so fair sein und sich mit der Kritik an den aktuellen Produkten orientieren. Dann kann ich z.B. guten Gewissens behaupten, dass mein aktueller privater drahtloser Kopfhörer von Sennheiser der letzte Schrott ist, weil (a) die analoge Übertragung störanfällig ist und (b) das Mistding bei Klassik und längerem Pianissimo einfach abschaltet. Das ist kein Gaming-Schrott, sondern teuer selbst gekauft und bald bereut. Du siehst, es gibt immer was zu meckern
Hat auch keiner behauptet das es sich um den gleichen Kopfhörer handelt und was die Klangqualität angeht hatte ich auch nie was an den Dingern auszusetzen. Aber ich seh auf den ersten Blick das der Medusa NX exakt gleich wie meinen beiden alten Speedlinks konstruiert sind. Im übrigen handelt es sich bei den beiden Modellen die ich hatte sogar um zwei unterschiedliche Modelle. Das eine war ein Stereo und das andere ein 5.1 HS und die Dinger sehen wirklich exakt so aus wie das hier getestete Medusa. Ein einzelner 80cm Sturz sagt auch nix über die Haltbarkeit aus. Der Bruch ist langsam entstanden durch ständiges Aufsetzen und Abnehmen. Zunächst war es nur ein Haarriss bis es irgendwann gebrochen ist.
Ich weiß jetzt auch nicht warum du die Klangqualität deiner analogen Sennheiserkopfhörer reinwirfst, das hat nämlich erstens nichts mit meiner Begründeten Kritik zu tun und zweitens sollte es dich nicht sondernlich wundern das analoge Funkübertragung störanfällig ist, da ich dir ein gewisses technisches Verständnis zuschreibe. Da bist du nun aber selbst Schuld wenn du das vorher nicht auf der Verpackung gelesen hast.
Ich habe Dir mit meiner Kritik lediglich zeigen wollen, dass sie genauso unpassend ist wie Deine. Weißt Du, ob es immer noch das gleiche Material in der selben Stärke ist? Optik ist nicht alles. Wenn ich etwas nicht wirklich mag, dann ist es das Urteil Unbeteiligter, die das jeweils getestete Produkt noch nicht mal in der Hand hatten.

Analog muss übrigens nicht Schrott sein, meine alten Phillips konnten das ganz hervorragend. Bedauerlicherweise Totalschaden nach 2 Jahren und 11 Tagen ab Kaufdatum. Und Sennheiser? Man zahlt mittlerweile anscheinend auch nur noch für den Namen. Die linke Arretierung ist auch schon ausgeleiert. Nach 3 Monaten. Leider sind inzwischen auch Produkte im 100€-Segment von der Sparwut debiler BWLer betroffen.
Ich teste nächste Woche Beyerdynamic - vielleicht gibts ja noch sowas wie made in Germany?
Ich wollte mit dem Sennheiser keine Produktwerbung machen. Es ist "leider", aber doch "glücklicherweise", das einzige HS welches ich seit dem Medusa 5.1 hatte. Es sollte nur als Referenz gelten um zu zeigen das ein anderes Produkt meine normale Benutzung aushält. Sicher kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass es sich um den selben Kunststoff handelt wie bei meinen beiden älteren Modellen. Aber die sehr guten Abbildung in diesem Artikel lässt es zumindest vermuten. Da sich die gesamte Konstruktion nicht geändert hat ist es sogar nichtmal unwahrscheinlich. Ich habe auch was zu den anderen Mängeln, wie z.B. dem sich schnell lockernden Mikro gesagt und wenn man sich die Bewertungen auf Shops zu den erschienen Medusas der vergangenen Jahren anschaut, stellt man schnell fest, dass ich nicht der einzige bin der Mängel in der Verarbeitung festgestellt hat. Das unterstützt meine Vermutung, dass auch bei dem Medusa NX zum wiederholten Mal auf eine uralte Konstruktion von 2002 zurückgegriffen wurde.
Im übrigen kannst du selbst wenig über die Haltbarkeit Aussagen, nur weil du dieses HS ein paar Tage getestet hast. In dieser Hinsicht kann ich doch hier Problemlos anmerken das ich zwei HS mit gleicher Konstruktion im Langzeiteinsatz hatte und diese dabei versagt haben.
Egal was jetzt folgt ich werde mich ab jetzt dazu nicht weiter äußern. Ich finde es schon lächerlich das meine Anmerkung vom Artikelautor kommentiert wird. Deinen Artikel selbst habe ich nicht kritisiert und auch ein weglassen von Informationen habe ich nicht unterstellt.
Trotzdem wie immer guter Artikel...