Fritz Speedport: Mehr Funktionen durch neue Firmware
Inhaltsverzeichnis
- 1. Schnelles VDSL nicht nur von T-Home
- 2. Firmware im Eigenbau
- 3. Erstellen der virtuellen Maschine
Die Speedport (V)DSL-Router der Telekom sind leistungsfähige Geräte. Mehr Leistung und einen höheren Funktionsumfang gibt es allerdings erst mit der richtigen Firmware.
Der Hochgeschwindigkeits-Internetzugang VDSL der deutschen Telekom war bislang Kunden des rosa Riesen vorbehalten. Seit ein paar Monate besteht für Interessenten jedoch auch die Möglichkeit einen Vertrag über einen VDSL-Anschluss beim Anbieter 1 und 1 abzuschließen, der wiederum einen Reseller-Vertrag mit der Deutschen Telekom geschlossen hat. Auch Vodafone, so munkelt man, soll noch Ende 2009 seinen Kunden VDSL-Zugänge mit einem Downstream von bis zu 52 MBit/s und einem Upload von 11 MBit/s anbieten können.
Gleiche Technik - unterschiedliche Hardware
Für Kunden bedeutet dies, dass nun endlich, nach langen Verhandlungen zwischen der Telekom und den Mitbewerbern so etwas wie ein Wettbewerb bei den Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen entsteht. Hierdurch dürfte sich nicht nur in preislicher Hinsicht was bewegen und für den ein oder anderen Interessierten ein VDSL-Anschluss erschwinglich werden.
Darüberhinaus ist auch zu erwarten, dass die Anbieter versuchen werden ihre VDSL-Angebote mit allerlei Zugaben, wie zum Beispiel einem kostenlosen WLAN-Stick, im Grundpreis enthaltenen Online-Speicherplatz oder einem kostenlosen WLAN-Router, attraktiver zu gestalten, wie man es bereits vom DSL-Geschäft her kennt.
Verschenktes Potenzial
Besonders beim WLAN-Router heißt es für technikaffine Nutzer Aufgepasst. Nicht selten werden hier Geräte unter der Marke des Netzbetreibers Angeboten, bei denen die grundlegende Technik von einem namhaften Hersteller stammt. Um neben der Internetleitung noch einen Router aus dem eigenen Hause zu präsentieren um damit beim Kunden den Anschein erwecken zu können, alles ist aus einem Guss, werden bekannte Geräte mit einem eigenen Gehäuse versehen und die integrierte Firmware nicht nur optisch an die Belange des jeweiligen Telekommunikationsunternehmens angepasst. Ist ersteres für Kunden noch weniger tragisch, so gehen bei der Anpassung der Firmware jedoch allzu oft viele Funktionen verloren, die im Originalprodukt des Zulieferers noch enthalten waren.
Als Beispiel sei hier der Speedport W920V WLAN-Router aus dem Hause Telekom genannt, der in Verbindung mit dem Abschluss eines Vertrags über den Internetzugang entweder für knapp vier Euro pro Monat gemietet oder bei T-Home für etwa 199 Euro gekauft werden kann. Wird mit einem Kauf des Geräts geliebäugelt, sollte man jedoch zuvor verschiedenen Preissuchmaschinen bemühen, denn es geht auch günstiger.
Beim Speedport W920V hat sich der rosa Riese vom Marktführer AVM beliefern lassen. Die technische Grundlage des W920V basiert auf der Fritz!Box WLAN 7270. Der Unterschied zwischen den Geräten, neben dem veränderten Gehäuse, ist jedoch der, dass der Speedport W920V nicht nur ADSL-fähig ist, sondern auch an eine VDSL-Leitung angeschlossen werden kann. Hinsichtlich der durch die Firmware bereitgestellten Funktionen trumpft jedoch die Fritz!Box WLAN 7270 auf. Diese bietet neben einer gut zu bedienenden Web-Oberfläche unter anderem noch eine integrierte VPN-Funktion und einen Anrufbeantworter. Ärgerlich wenn diese Funktionen technisch möglich wären, aber durch die Firmware eingeschränkt werden.
Es gibt allerdings Mittel und Wege, einen Speedport W920V mit den Funktionen einer Fritz!Box WLAN 7270 auszustatten. Wie dies geht, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
...gerade beim W920V gibt es doch eine Vielzahl an Firmwarekombinationen und zusätzlich auch noch verschiedenen Installationsroutinen, damit die Funktionen der AVM-Firmware überhaupt laufen - oder bin ich hierbei nicht mehr auf dem aktuellen Stand?
Ist's denn mittlerweile eigentlich möglich den W920V am ADSL Anschluss auch mit VPN zu betreiben?
Sehr interessanter Artikel!
Funktioniert das auch mit anderen Modellen der Speedport-Serie?
@visiman
Das Script übernimmt zum Glück einen Großteil der Arbeiten. Lediglich die Auswahl der AVM- und T-Online-Firmware, die als Basis für die eigene Firmware benötigt werden, muss der Anwender treffen.
@Idleking
Soweit ich weiß funktioniert das auch für die Speedport-Modelle W501V, W503V, W701V, W721V und W900V sowie beim Sinus W500V. Final testen konnten wir es Mangels Hardware jedoch nur auf dem W920V.
Ich kann bestetigen, dass es auf dem W701v und W900v fonktioniert. Der w503v macht meines wissens Probleme, da der Flash-Speicher zu klein ist.
auf den W920v kann man auch einfach die 7570 Firmware flashen, die scheinen nämlich baugleich zu sein...
Im IP-Phone-Forum Steht da aber extrem viel zu - Stichwort "Speedport2Fritz".
viel Spaß beim Basteln
Kaum zu glauben, dass hinter einigen nichtsnutzigen Telekomgeräten doch was höherwertiges steckt.
Geht das auch anders rum? Aus einer 7270 einen VDSL fähigen Router machen per Flash zur T-online Kiste?
Toller Artikel, doch ist nirgendwo en detail erklärt, welche unverzichtbaren Funktionen der ahnungslose User hinzugeflahed bekommt. Journalistische Schwäche oder rechtlich dünnes Eis?
Welche Funktionen dazukommen hängt im wesentlichen von der gewählten AVM Firmware ab. Der W501 ist gut nutzbar jedoch mit einer etwas älteren AVM Firmware. Fast jede Firmware lässt sich auch in eine Recover.exe einpacken damit wird es auch für reine Windowsnutzer interessant, nur muss die Firmware einmal mit dem Skript erstellt worden sein.
Die 7570 Firmware lässt sich am W920 in vielen Fällen nur mit Anpassung des Brandrings nutzen jedoch ist es eine internationale Firmware mit der einige in Deutschland nicht besonders glücklich sind. Weiter sind auch in Kombination mit Freetz viele addos nutzbar. (./start-fretz.sh)
Mehr Info bitte direkt im IP-Phone-Forum erfragen oder nachlesen.
Ist schon etwas dünn die Beschreibung. Es besteht, besonders durch unbedarfte User, die Gefahr das die Box durch das flashen sich in eine Rebootschleife befindet. Dann wird es für einige User sehr spannend. Lest euch besser erst mal im ippf forum ein.
http://www.ip-phone-forum.de/forumdisplay.php?f=602
Ich möchte bitte mal eines Richtig stellen:
1.) Der Speedport W920V basiert NICHT auf der 7270 (ist nämlich ein ADSL2+ Router), sondern auf der 7570. Wer mal 2 Sekunden googled, findet sofort passende Bilder.
2.) Wer auf den Geräten eine nicht vom Hersteller zertifizierte Firmware betreibt, verzichtet sofort auf bis zu 5 Jahre Garantie vom Hersteller (AVM). Nicht so gute Idee!
3.) Gibt es von AVM auch für den normalen Einzelhandel verfügbare, neue VDSL-Geräte, nämlich die 7390! Die kann man ohne Probleme an VDSL betreiben, mit AVM Firmware und ohne Garantieverlust
achso, natürlich kann man aus einer 7270 keinen VDSL-Router machen, weil ganz einfach das entscheidene Bauteil (das VDSL-Modem) fehlt!
Schöne Weihnachten
Selten so nen Käse gelesen, wie das von fryoc!
zu 1) Der Speedport W920V basiert auf der Fritzbox 7270 und wurde speziell für die Telekom als OEM-Gerät mit einem VDSL-Chip weiterentwickelt. Später, viel später, hat AVM sie "zurückgekauft" und eine Fritzbox 7570 daraus gemacht. Da es eilig war, hat man sogar das Telekom-typische Gehäuse übernommen und sich nicht die Mühe gemacht, sie in ein Fritzbox-typisches Gehäuse umzudesignen. Lediglich eine Multi-Linguale, Mulit-Annex-fähige AVM-Firmware wurde dafür entwickelt.
zu 2) Lieferant des Speedport ist die Telekom und nicht AVM. Es gibt Grundsatzurteile, daß man keine Gerätegarantie verliert, sondern lediglich eine Funktionsgarantie am Port des Providers
zu 3) Die FritzBox 7390 wird in Stückzahlen erst Ende Q1/2010 verfügbar sein. Die 7570 hingegen wird in großen Stückzahlen geliefert, z.B. an 1und1-Kunden.
Der Speedport W920V ist der einzige Router der Tcom der haargenau einer
Fritzbox gleicht, nämlich der 7570.Lässt sich auch mit der AVM Firmware
flashen,der Firmware der Box 7570. Da hat fryoc schon recht. Es ist keine 7270. Nicht mal annähernd.