Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Verbesserte Steganografie

von - quelle: Pressetext

Die »erste, wirklich praktikable Steganografie-Umsetzung« wollen Forscher an der Fachhochschule St. Pölten entwickelt haben. Nicht nur schützenswerte Dateien werden dabei maskiert, sondern auch die Steganografie-Software selbst.

Wer Dateien auf einem Rechner vor unbefugtem Zugriff schützen will, nutzt eine Verschlüsselungs-Software. Wer nicht will, dass andere überhaupt von solchen Dateien wissen – also keinen »Tresor« auf der Platte lagern möchte, der auf schützenswertes Material hindeutet –, nutzt Steganografie. Dabei werden Files mit Hilfe eines Programms in Mediendateien wie Bilder oder auch MP3s (Audiosteganographie) versteckt.

Die Technik ist nichts neues, einige Hersteller von Sicherheitssuites bieten solche Module an, beispielsweise Steganos. Das Problem bislang: Die Software zum Ver- und Entschlüsseln könnte gefunden werden. Gelöst haben die Problematik nun Forscher der Fachhochschule St. Pölten nach eigenen Angaben. »Wir gehen davon aus, dass Unternehmen und Personen, die etwas verstecken möchten, auch diese Absicht verbergen wollen«, so Ernst Piller, der Leiter des Instituts der der FH St. Pölten, gegenüber Pressetext. »Unsere Software ist am PC so gut versteckt, dass mit herkömmlichen forensischen Analysen keine ausreichenden Spuren zu finden sind«, erklärt er.

Auch sollen weder Größe noch andere Parameter der Steganografie-Container, also die Bilder, Musik- oder Videofiles, die andere Dateien maskieren, nicht messbar verändert werden. »Die Einbettung hält bekannten Analyse-Tools problemlos stand. Auch IT-Forensiker finden keine Spuren«, heißt es. Eingesetzt werden könnte das Verfahren vor allem in Ländern, wo Verschlüsselung ohnehin verboten ist. »In der westlichen Welt geht man vom Recht aus, persönliche Daten schützen zu dürfen«, so Piller.

Verlinken:
4
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentar absenden
Casi 30/11/2009 22:23
Ausblenden
-0+

Und wenn die Polizei dann mal wieder den PC hat...
"Da muss doch was sein! Geben Sie uns den Schlüssel!"
"Ich habe aber gar nichts versteckt." :(
"Lügen Sie uns nicht an und rücken Sie den Schlüssel raus!"

I-HaTeD2 30/11/2009 23:13
Ausblenden
-0+

Und wie genau wird die Software selbst nun versteckt? o.O

An und für sich hört sich das interessant an - ich fände es interessant wenn man die Software über einen selbst eingegebenen Befehl per cmd öffnen kann.

Ich denke sollte die Polizei eine verschlüsselte Festplatte erwischen würde sie je nach Verdachtsfall das Teil nicht mehr hergeben bis sie das Teil durchsucht haben.

Auch wenn jetzt sicher einige schreien weil sie wohl eh nix zu Verbergeben haben aber ich finde man sollte ein Recht haben Dinge zu besitzen die andere nix angehen. Das man damit natürlich auch illegale Inhalte verschleiern kann sollte klar sein aber jemand der da im großen Stil mit arbeitet hat eh genug Vorkehrungen zum Schutz getroffen oder ist generell zu blöd.

KatSeiko 01/12/2009 05:54
Ausblenden
-1+

Wie starte ich dann die Software? Spiele ich nen Audiotitel an während ich mir ein Bild ansehe oder wie?

Zum Glück ist es in Deutschland nicht verboten, TrueCrypt zu verwenden. Das verwende ich erst mal, bis es was besseres gibt.

Casi 01/12/2009 10:40
Ausblenden
-0+

Verboten ist es natürlich nicht, solche Dinge zu benutzen, so etwas schützt vertrauliche Daten vor einfachem Zugriff von Herrn XY. Wenn aber jemand starkes Interesse daran hat, an die Daten zu kommen, wird er es schaffen. Schließlich wird dir dein Leben meist wichtiger sein als ein Kurztauchtrip mit Betonschuhen. :)

Beste Angebote

Newsletters


OK